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ka-1111

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@Taunusbahner , da kannst du ja froh sein, dass noch nicht geschottert ist.
Aber eine andere Idee, lassen sich nicht sehr schmale Neusilberstreifen ins Schienenprofil löten um die Stabilität wieder zu erreichen?
Ist vielleicht besser, als stumpf anzulöten. Nur so eine Idee aber sicher anspruchsvoll umzusetzen.
Grüße Bernd
 

WvR

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Hallo Oli + Taunusbahner,

ich denke, ihr habt beide recht. Meine bereits eingeschotterte Weiche habe ich ausgetauscht und bei dieser Gelegenheit mir noch einmal die Konstruktion und den Weichenantrieb von MTB genau angesehen.
Die Weichen von Hr. Kühn sind meiner Meinung konstruktiv nur auf die Bedienung mit einem Oberflur-Antrieb von Roco H0e bzw. Tillig ausgelegt. Die Federbleche in den Antrieben sind sehr weich und pressen die Weichenzungen nur ganz leicht an. Man kann das gut nachprüfen, in dem man die bereits gestellte Weichenzunge entgegen der Stellrichtung bewegt. Das geht butterweich, so dass das Aufschneiden auch mit einem leichten Waggon ein Kinderteller ist. Hier wirken also nur ganz geringe Kräfte auf die Weichenzunge.
Die Weichenantriebe von MTB, die ihr und auch ich benutze, sind dagegen eine ganz andere Hausnummer. Die knallen die Weichenzungen hart und unerbittlich gegen die Backenschiene. Und zwar so stramm, dass man deutlich Druck ausüben muss, um sie entgegen der Stellrichtung zu bewegen. Mit anderen Worten, da wird im Gegensatz zum Oberflurantrieb ein massiver Druck ausgeübt. Und das, obwohl ich bereits den beiliegenden Stelldraht von 0,8 mm gegen einen Draht von 0,5 mm ausgetauscht habe. Gleichzeitig erlaubt der MTB-Antrieb als Minimum nur einen Stellweg von 3 mm, obwohl bei TT-Weichen der tatsächliche Stellweg nur 2 mm beträgt.
Ich hatte mir überlegt, dass es vielleicht hilfreich ist, wenn man die Stellschwelle nicht von der Seite her, sondern von der Mitte aus bewegt. Also habe ich den überflüssigen Federdraht entfernt und an dieser Stelle ein kleines Loch für die Aufnahme des Stelldrahtes gebohrt. Dann habe ich genau beobachtet, wieviel Zeit der Draht nach links und nach rechts für das Andrücken benötigt, um den Antrieb genau mittig mit Heißkleber zu fixieren. Denn der hatte, wenn er nur mit Schrauben befestigt wird, leichte Wanderungstendenzen. Vermutlich auch eine Folge des starken Stelldruckes. Im Probebetrieb hat jetzt alles gehalten. Aber ich traue dem Braten nicht. Ich habe jetzt aufgrund eurer Beiträge noch einmal überlegt, ob man nicht einen noch dünneren Stelldraht nehmen sollte. Vielleicht nur 0,3 mm. So etwas legte früher Roco seinen Unterflurantrieben für die N-Bahner bei. Eine andere Überlegung wäre, das Trassenbrett unter der Weiche zu unterfüttern, denn wenn der Stelldraht länger ist, wird er indirekt auch nachgiebiger.
Insgesamt ist die Situation etwas unbefriedigend, aber verzichten möchte ich nicht auf das zierliche Gleissystem von Hr. Kühn. Die Tillig-EW3 ist von der Konstruktion her sicher gut, aber das H0-Profil ist mir zu grobschlächtig. Vielleicht finden wir gemeinsam mit verschärften Nachdenken eine Lösung.

Wolfgang
 
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PK

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Ich habe eine alte GISAG - Anlage neu aufgebaut und mich dabei für das Kühngleis entschieden. Die Weichen schalte ich mit Servos, die so eingestellt sind, dass sie gerade den "Federklick" auslösen. Nach ca. 30 Betriebsstunden habe ich bisher 2 Weichenausfälle mit dem beschriebenen Schadensbild.
Hier scheint doch bei der Produktion oder der Konstruktion was nicht zu stimmen.

PK
 

mcpilot

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@WvR kurz gesagt, der MTB Antrieb hat zuviel Kraftreserve, das auf Dauer die Weichen leiden, kann man da vielleicht ein federndes Bauteil als Stellstange bzw. in Verbindung mit dieser nutzen, um Kraftreserve abzufedern ? Auch wenn der dünnere Draht flexibler ist, denke ich, das eine Art Feder ein besseres Ergebnis liefert.
 

Ralf_2

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Ja,
Und dann auf den Konstruktör schimpfen…
Aber echte Kärle lesen ja keine Gebrauchsanweisung.

Ein federndes Stellelement, wie von mcpilot beschrieben, ist ohnehin Pflicht, um den Toleranzausgleich zu gewährleisten.

Grüße Ralf

Werde Kühn Gleismaterial wahrscheinlich nie verwenden, aber falsch bewerten muss nun auch nicht sein.
 
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PK

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Zitat der Gebrauchsanweisung: "Verwenden Sie einen Weichenantrieb, kann die Feder der Stellstange entfernt werden".
Warum muss man das tun ?
Der Servo bewegt die Stellstange mit 5cm langem 0,5mm Stahldraht und ist im Stellwinkel bis kurz nach dem Klick begrenzt. Wass ist daran falsch ?

PK
 

Ralf_2

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Die Feder braucht man nicht, weil das Andrücken der Zunge vom Stelldraht übernommen wird, wenn man einen Motor- oder Servoantrieb verwendet.

Die vorhandene Feder wirkt dem Umstellen zunächst entgegen, was ja ohne nachgelagertem Antrieb sinnvoll ist.
Mit Antrieb muss selbiger die Federkraft erst überwinden.

Vielleicht etwas undeutlich in der Anleitung formuliert.

Grüße Ralf
 

PK

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Ich versteh trotzdem nicht, warum die Weiche mit Feder kaputt gehen soll. Ich habe das nochmal überprüft. Der Servo überwindet die Federkraft, Weiche springt um, der Stelldraht ist fast ohne Spannung, Weichenzungen werden durch die Feder gehalten.
Was ist daran falsch?

PK
 

Mr.15kV

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Hallo PK

Bitte unterscheide....

Weichenantrieb seitlich zum Festschrauben mit mäßiger Stellkraft gegen die Feder (Tillig oder Roco)...

...und einem kräftigerem Servoantrieb (unterflur, so wie wohl bei dir):rolleyes:


Gruss OLAF;):cool:
 

Zilli

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Da frage ich mich natürlich, warum schreibt ein Hersteller in seine Bedienungsanleitung eigentlich den Hinweis rein, dass die Feder entfernt werden soll, bei Nutzung eines elektrisch betriebenen Antriebs? :cool:
Ist dann wohl nur damit überhaupt etwas darin steht. :p
 

PK

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richtig lesen: Nicht soll sondern kann!
Ohne Antrieb bringt die Feder die Andruckkraft für die Weichenzungen. Deshalb können die Kühnweichen auch ohne Antrieb benutzt werden.
Mit Antrieb spielt es nach meiner Meinung kein Rolle, ob die Feder drinn ist oder nicht. Der Antrieb muss nur genug Kraft haben, die Feder beim Stellen zu überwinden.

PK
 

Ralf_2

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Für mich stellt sich die Frage eher: Warum soll die Feder drin bleiben? Möchte man dem Antrieb jedesmal eine zusätzliche "Trainigseinheit" verschaffen?
Nicht nur der Antrieb wird stärker belastet - auch der Weg, den die Kraft zu Zunge zurücklegen muss. Und da kann ich mir vorstellen, daß mindestens die Stellschwelle das auf die Dauer übel nimmt.

Grüße Ralf
 

V180-Oli

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So sehe ich das auch. Ohne Not Kräfte wirken lassen - und mögen sie noch so gering sein, fördert immer Sachen zutage, mit denen nicht zu rechnen war.
 

Mika

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Bitte unterscheide....

Weichenantrieb seitlich zum Festschrauben mit mäßiger Stellkraft gegen die Feder (Tillig oder Roco)...

...und einem kräftigerem Servoantrieb
Reicht die mäßige Stellkraft seitlicher angeschraubter Antriebe zur Überwindung der Federkraft? Wenn ja, dann sind diese Antriebe nicht schwächer als motorisch betriebene aus dem Untergrund.

WIMRE musssollkann die Feder vor allem bei Magnetantrieben raus, da die i.d.R. zu schwach sind, um gegen die Haltefeder zu arbeiten.

Nicht nur der Antrieb wird stärker belastet - auch der Weg, den die Kraft zu Zunge zurücklegen muss.
Befindet sich die Feder nicht "zwischen" dem Antrieb und der gelösten Stelle zwischen Stellstange und Zunge? Ergo ist die Kraft an der IST-Bruchstelle schon um die zu überwindende Federkraft reduziert.
An der Stelle wirken "nur" (a) Haltekraft der Feder im Handbetrieb oder (b) Haltekraft des Antriebs. Dass sich bei Kombination aus Motorantrieb und Feder die Haltekräfte addieren, ist theoretisch möglich. Wenn ja, würde ich die Antriebe so abstimmen, dass die Feder die Haltekraft übernimmt und so den Antrieb entlastet.
 

V200

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Hallo, welche "normalen" Weichenantriebe passen denn an die Weichen von Kühn?
Ich meine jetzt keine Conrad- Unterflurantriebe etc., die finde ich furchtbar.
Der Aufwand sollte sich in Grenzen halten, für eine kleine Spielebahn.

Vielen Dank
 

WvR

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Roco ist auch meine Empfehlung. Ich hatte auf einer alter Anlage mal probeweise einen Tillig-Antrieb verbaut und der war nach einem Jahr hinüber. Die Roco-Antriebe funktionierten nach 10 Jahren noch einwandfrei.

Wolfgang
 
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