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Forumspiel 2019

Klaus, es wäre vermutlich besser, du löst auf.
Oder aber, deine Hilfen werden konkreter. Mir persönlich sind sie zu diffus.
Ich bin an deiner Frage eigentlich die ganze Zeit immer wieder mal dran. Immer dann, wenn mir in meinem Fundus wieder etwas, was damit regional oder thematisch zu tun haben könnte, in die Finger fällt.
Bisher absolut null Ergebnisse.
Das ist frustrierend und macht somit wenig Freude.

Ich hab auch den Eindruck, das Schorsch die Lösung kennt.

Aber der Anlass der Fahrt ist tatsächlich kurios und einmalig. Wichtiger als der Lokführer ist dabei der Schrankenwärter Alfred Becker. Oder irre ich mich?
 
Guten Abend,

Und der Eindruck stimmt: Sowohl Schorsch als auch die Hauptlok sind wohl lösungsfähig.

Da sieht man mal, auch so etwas kann gelöst werden.

Der Zug war der D 15 Berlin-Lichtenberg - Stralsund, derf Ort Posten 46, der Tag war der 7. Oktober 1966. Es war die erste Direktübertragung aus einem fahrenden Zug. Beteiligt waren weiterhin der Kontrolleur der HvM Oskar Hönig, Erwin Kramer als Minister und Generaldirektor der DR, Präsident Waöter Groß, Regisseur Hanz Dietze, Kameramann Horst Lippmann, Reporter Hans-Joachim Griebel u.v.a.
 
Der Begriff Praxis muss meiner Meinung nach etwas erweitert werden. Es wird die Eisenbahnpraxis, Zeitschrift der DR gemeint. In einem Heft wird über diesen Zug und seinen Grund berichtet, nehme ich an.
Schönen Abend wünscht Niemand
 
So ist es. Im Heft 1/1967 der Eisenbahnpraxis (Fachzeitschrift für den Betriebs-, Verkehrs- und Triebfahrzeugdienst der Deutschen Reichsbahn) berichtet Günther Vent unter der Überschrift "Studio D15" in einem reichlich bebilderten Artikel von diesem außergewöhnlichen Ereignis.
Erwähnen sollte man auch Hans-Georg Ponesky, zu dessen Wirken hier viele Hinweise ("Spiel mit", "Mit dem Herzen dabei") gegeben wurden.
Auf den Güterwagen wurde die Übertragungstechnik des Deutschen Fernsehfunks mitgeführt.

Die zweite, auch bereits erwähnte, Quelle liegt mir nicht vor. Da sich einige Ungereimtheiten bezüglich des Fahrtverlaufs und der überreichten Präsente zeigten, wäre es interessant diese bei Gelegenheit einsehen zu können.
 
Und wozu wurden die eingangs erwähnten Güterwagen gebraucht?
Grüße Ralf

Auf dem Flachwagen stand der Kran mit der Kamera und in dem offenen Wagen war der Übertragungswagen versteckt. Eine weitere Kamera gab es in dem folgende LOWA-Wagen, dem man dafür die ersten beiden Fenster ausgebaut hatte.
 
Guten Abend,

na, das ist doch was ...

... Der Zug war der D 15 Berlin-Lichtenberg - Stralsund, derf Ort Posten 46, der Tag war der 7. Oktober 1966. Es war die erste Direktübertragung aus einem fahrenden Zug. Beteiligt waren weiterhin der Kontrolleur der HvM Oskar Hönig, Erwin Kramer als Minister und Generaldirektor der DR, Präsident Waöter Groß, Regisseur Hanz Dietze, Kameramann Horst Lippmann, Reporter Hans-Joachim Griebel u.v.a.

Ich habe jetzt zwar in dem Beitrag keinen Nachweis für Walter Groß entdeckt ... aber die wesentlichen Dinge sind herausgefunden:
* Zugnummer
* Tag
* Grund (erste Direktübertragung aus fahrendem Zug - mag sein, das galt "nur" für den DFF)
Bei den Zusatzfragen war ich auf Erwin Kramer, Ernst Hönig und Hans ... aus.

D15fuerTTB.jpg

Veröffentlicht war das in der Eisenbahnpraxis 01/1967. Und nichts von alledem steht im großen DR-03.10-Buch von Robin Garn. Aber es findet sich dort ein Umlaufplan für den Winterfahrplan 1966/67, da fährt der D 15 um 13:00 Uhr in Lichtenberg ab. Genaueres kann ich dazu leider nicht sagen. Der Zug hat in Dauer meiner Meinung nach eben auch zwei (sowieso zusätzliche) Halte eingelegt, einmal im Bahnhof und dann am Schrankenposten.

Die Sendungen(!) "Spiel mit" sind nach dieser Seite: http://www.fernsehenderddr.de/index.php?script=unterhaltungssendungen&id1=S&id2=1 an drei Tagen ausgestrahlt worden, am 7. Oktober 1965, 1966 und 1969, teilweise hatte sie auch den Titel "Mit dem Herzen dabei". Zutreffend für uns hier das Jahr 1966, als fast alle DR-03.10 schon Ölfeuerung hatten und somit in den Güterwagen keine festen Betriebsstoffe mitzuführen waren.

Ich habe beim Rundfunkarchiv nach der Sendung gefragt, am 7. Oktober 1966 liefen 4 Teil-Sendungen um 07:45, 11:00, 15:00 und 20:00 Uhr, der D15 war Thema um 15 Uhr. Es gab Aufnahmen des fahrenden Zuges von außen (1 Kamera) und eben von zwei Kameras aus dem Zug, die eine im E5, die andere auf dem Hubarm. Nur dort war erwähnt, dass das Ehepaar Becker einen Fernsehempfänger überreicht bekam.

So kann nun also die Hauptlok weitermachen. Glückwunsch!

Mir hat es Spaß gemacht, mal eine richtig harte Nuss präsentiert zu haben!

Beste Grüße

Klaus
 
... da fährt der D 15 um 13:00 Uhr in Lichtenberg ab. Genaueres kann ich dazu leider nicht sagen. Der Zug hat in Dauer meiner Meinung nach eben auch zwei (sowieso zusätzliche) Halte eingelegt, einmal im Bahnhof und dann am Schrankenposten.

Zu der früheren Abfahrt gab es mit Sicherheit einen Fahrplan und eine Information der Reisenden.
Ich gehe nicht davon aus daß der Halt im Bahnhof Dauer unplanmäßig war. Vielmehr würde ich dem Bild 9 entnehmen, daß die Strecke am Posten 46 noch eingleisig war und zuvor im Bahnhof Dauer ein planmäßiger Kreuzungshalt stattfand. Könnte man jetzt sicherlich ermitteln, wann die Strecke wieder zweigleisig ausgebaut wurde. Nach meinem Gefühl eher in den späten 70er Jahren.
 
Guten Morgen Schorsch,
Zu der früheren Abfahrt gab es mit Sicherheit einen Fahrplan und eine Information der Reisenden.
... planmäßiger Kreuzungshalt ...
Ich bezweifle nicht, dass der Zug ein Fahrplandokument besaß, das gehört so und mit der notwendigerweise generalstabsmäßigen Durchplanung war das sicher auch das geringste Problem. Jedoch wird wohl Dauer kein Verkehrshalt eines D-Zuges gewesen sein. Und der Zug war in seiner Höchstgeschwindigkeit durch die Güterwagen wohl auf 80, allenfalls 100 km/h begrenzt - wenn die Strecke das hergab. Nach dem Sendeprotokoll gab es um 15:33 Uhr einen Blick aus dem Zug heraus auf das Wohnhaus der Beckers. D.h. von Lichtenberg 12:37 bis Dauer BÜ um 15:33 war der Zug schon knapp 3 Stunden unterwegs! Wie lange er dann wohl noch bis Stralsund brauchte?

Ein Kreuzungshalt ist möglich oder gar sicher, aber auch die gab es in der Form, dass ein Zug wartete und der andere planmäßig Durchfahrt hatte. Mir ist keine Kursbuchtabelle der Strecke dieser Fahrplanperiode zugänglich - meine Fahrzeitangabe stammt aus dem erwähnten veröffentlichten Umlaufplan.

Aber das tut alles für die Fragestellung nichts zur Sache - meine Fragen sollten sich alle mit dem Wissen aus der "Praxis" beantworten lassen.

Beste Grüße

Klaus
 
Zu der früheren Abfahrt gab es mit Sicherheit einen Fahrplan und eine Information der Reisenden.
Ich gehe nicht davon aus daß der Halt im Bahnhof Dauer unplanmäßig war. Vielmehr würde ich dem Bild 9 entnehmen, daß die Strecke am Posten 46 noch eingleisig war und zuvor im Bahnhof Dauer ein planmäßiger Kreuzungshalt stattfand. Könnte man jetzt sicherlich ermitteln, wann die Strecke wieder zweigleisig ausgebaut wurde. Nach meinem Gefühl eher in den späten 70er Jahren.

In dem Blatt aus dem Sammelband "Das war die DR" schreibt man, daß ider Zug n Dauer eine Kreuzung mit einem anderen Zug hatte, der sich aber nicht mehr feststellen läßt. Dabei wurden die Planen von den Kameras entfernt und die Objektive montiert wurden. Das schließt eher auf einen planmäßigen Betriebshalt.

Der zweigleisige Ausbau der Strecke begann 1973, Dein Gefühl täuscht Dich nicht.
 
Wenn ich auch nichts zur Lösung beitragen konnte, aber eine Kursbuchtabelle aus dem Winterfahrplan 1966/67 kann ich beisteuern.

KBS 122 1966-67.jpg
Mathias
 
So kann nun also die Hauptlok weitermachen. Glückwunsch!

Die Deutsche Reichsbahn steigerte im Laufe der Jahre immer mehr die möglichen Achslasten.

Ich möchte gern wissen, was die höchste Achslast bei der DR war, die regelmäßig transportiert wurde.
 
Nach Streckenklasse C4 war die maximale Achsfahrmasse auf 20 t begrenzt. Die Fahrzeugmasse je Längeneinheit betrug 8,00 t / m

Mathias
 
Iss is falsch? Irgendwie geistert diese Zahl durch meinen Kopf, warum, woher - keine Ahnung.

Nach nochmaligen Überlegen, doch wohl eher 21 Tonnen.? Für die Stralsunder 142er.

mfg tommy
 
Irgendwo in den hintersten Gehirnwindungen habe ich 22,5 Tonnen abgespeichert, kann aber momentan auf keine weitere Information zu dieser Mutmaßung zugreifen.
 
Ohne etwas Konkretes zu wissen:

M.E. geht es nicht um Triebfahrzeuge und auch nicht um das gesamte Netz.
Mir klingt das eher wie (eine) bestimmte Strecke(n) mit bestimmten Fahrzeugen für bestimmte Zwecke.
Vielleicht Braunkohlependel über DR-Strecken oder Schiffs(teil)transporte zwischen Werften?

MfG
 
Ohne etwas Konkretes zu wissen:

M.E. geht es nicht um Triebfahrzeuge und auch nicht um das gesamte Netz.
Mir klingt das eher wie (eine) bestimmte Strecke(n) mit bestimmten Fahrzeugen für bestimmte Zwecke.
Vielleicht Braunkohlependel über DR-Strecken oder Schiffs(teil)transporte zwischen Werften?

Ja, der Ansatz ist richtig.

Schorsch hat hat Recht, 22,5 Tonnen waren im Internationales Verkehr zugelassen, speziell die Papiertransporte aus Schweden nutzten dies auch aus. Trotzdem ist es nicht die Lösung.
 
In einer anderen Gehirnwindung fand sich die Zahl 27,5 Tonnen. Wieder keine weiteren Informationen abrufbar.
 
Die Bahn baut gerade einzelne Strecken für 25 t aus und verkauft das zu Recht als Rekord auf deutschen Strecken. 25 t ist nach UIC Streckenklasse E.
 
Da
Die Bahn baut gerade einzelne Strecken für 25 t aus und verkauft das zu Recht als Rekord auf deutschen Strecken. 25 t ist nach UIC Streckenklasse E.
bin ich vorsichtig: vielleicht "Rekord auf DB-Strecken". Denn woanders gelten bekanntlich 35 t Achslast. In Deutschland.

Zur Frage: Bei DR und DDR kommt mir bei regelmäßigem Verkehren nur der Abgangs- oder Empfangsbahnhof Ziltendorf in den Sinn. Aber ob Erz oder Brammen - keine Ahnung. Und deshalb auch keine Ahnung, welche Achslast gefragt ist.

Beste Grüße

Klaus
 
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