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Grischans Bastelecke

Die letzten Tage habe ich mich mit dem G-Wagen Bauart Trier von Hädl befasst. Der eigentliche Grund: die 3 Modelle sollten eine norwegische Hakenkupplung bekommen. Natürlich sollte dabei auch etwas gesupert werden. Aber im laufe der Bastelei wurde es immer mehr. Der Wagen ist einfach eine super coole Konstruktion. Da macht es unheimlich Spaß dran rumzubasteln. Ich ziehe hier meinen Hut vor Hädl und seinen Leuten - das ist ganz großes Kino!

Zuerst mal wurde der Wagen demontiert. Hier benötigt man außer einer Pinzette nix. Alle Anbauteile lassen sich einfach abziehen. Das hab ich auch gemacht um beim Umbau nix zu zerstören. Nachdem der übliche Umbau auf NHK vollzogen war, fiel mir auf, das bei den Zurüstteilen endlich auch Zughaken beiligen. Sogar welche mit Kuppelkette. Einfach eingesteckt und fertig - das ist super. Dann finden sich an dem Spritzling neben den obligatorischen Schlusscheibenhaltern und Griffstangen, die man auch einfach ansteckt, noch Bremsleitungen.

Hier war ich dann etwas ratlos. Denn um sie zu montieren, sie werden von unten an die Pufferbohle gesteckt, waren die Rangierbügel unter den Puffern im Weg. Also habe ich mich entschlossen, diese zu entfernen und durch filigranere aus Draht zu ersetzen. Die stehen dann auch wie beim Vorbild schön schräg nach unten ab. Das besondere bei diesem (und auch anderen Wagen) ist, das die Rangiergriffe durch die Schlaufen der Bremsleitungen laufen müssen. Also zuerst die Bremsschläuche montiert, dann die neu gebogenen Bügel. Die Löcher wurden natürlich vorher dort bebohrt, wo die Kunststoffbügel abgeschnibbelt wurden. Das war eine schöne Puzzelei. Aber mit jedem Bügel wird man besser.

Die Hähne der Bremsschläuche wurden dann noch rot gemalt. Ein 0,3er Draht als Pinselhaar an einem Griff ist sehr hilfreich. Die Drähte sind einfach mit einem schwarzen Permanentmarker (für Gefrierbeutel) geschwärzt.

Umgenummert sind die Wagen, wie im FKTT üblich, natürlich auch. Bei der DR gab es davon nur noch 13. Also 03-75-01 bis -13. In Epoche 2 waren es 300. Da ist die Auswahl größer. Zum Abschluss noch die Bremssteller weiß ausgelegt und mit dem Drahtpinselhaar die Hebel rot gemacht. Dann hat es mich geritten und der Bremslösezug musste noch ran. Der ist aus 0,1mm Stahldraht und eine arge Fummelei. Aber beim nächsten wird es besser. Man lernt ja dazu.

Drei Abende hab ich an dem Wagen gesessen und es hat unheimlichen Spaß gemacht das zu basteln. Möglich ist das natürlich nur, da die NHK eine so zugerüstete Pufferbohle zulässt. Oder man muss das Modell in die Vitrine stellen.
 

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Seit ner Weile habe ich nun auch begonnen mich mit der 3d-Konstruiererei zu befassen. Mit FreeCAD klappt das auch ganz wunderbar. Um mal einen Testballon zu starten, bin ich ein Projekt angegangen, das ich auch schon mal versucht hab in Ätztechnik zu lösen. Ersatz für die falschen Radsätze meiner preussischen S1 zu beschaffen.
Nach ein paar Videos im Netz und ein paar Übungen, ging das Konstruieren recht einfach. Der nächste Schritt war dann einen Feingießer zu finden, der das auch umsetzen kann. Der erste Versuch mit Exella schlug fehl. Der Speichenansatz an der Nabe war zugelaufen und auch sonst der Guß recht grob. Über einen Fremobekannten bekam ich dann einen Tipp zu einer Feingießerei in Deutschland. Die Preise sind etwas höher als bei Exella in Rumänien. Dafür überzeugt mich das Ergebnis aber völlig.

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Nun müssen die Radreifen noch überdreht werden und Isolierbuchsen in die Naben, die dann genau zentriert ausgebohrt werden. Aber erst mal kommt der Winterurlaub. Die Räder von Exella werde ich zum Üben des Abdrehens und Ausbohrens nutzen. So war die Ausgabe nicht ganz um sonst:
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Oh Mann!!!! Beeindruckend. Noch nich perfekt, aber was auf den großen Fotos zu sehen is, wird in der Hand kaum erkennbar sein. Ich bin gespannt!
 
Jo, bin auch gespannt auf das Endergebnis!
Hatte seinerzeit Radsätze in H0 für die T0 konstruiert.
Sah erstmal richtig gut aus.
Die Fertigbearbeitung war dann aber schgon sehr anspruchsvoll.

Einzig der Gussgrad in Richtung der Nabe weiß noch nicht zu überzeugen.
 
Nich verwechseln, das untere Bild ist der erste Versuch bei Exella (Rümänien). Das oben der 2. Versuch bei Horbach in Deutschland. Das ist ne ganz andere Qualität. Ich hab erst mal 4 Abgüsse machen lassen von dem Baum mit den 4 Rädern. Aus der Form geht aber noch mehr.

Isolierbuchsen sollen aus Kunststoff gedreht und eingepresst werden. Die vorher rundgedrehten Räder dann in die Spannzange genommen und der Kunsstoff aufgebohrt. Ich hoffe so klappt das mit dem Rundlauf. Für das überdrehen der Radreifen muß ich aber erst mal ne passende Aufnahme drehen.
 
Zum Glätten von Unebenheiten haben Hersteller feinmechanischer Sachen das Zeug früher zusammen mit abrasivem (kennt die „KI“ nicht - musst tausend mal ändern 🤣) Sand in eine Trommel, ähnlich Betonmischer, gesteckt.
Darf man, wie meist im Leben, nur nicht übertreiben 🤣🤣.
Viel Erfolg!
Nebenbei: Würde es begrüßen, wenn die Technologie der Ätzerei nicht komplett verschwinden würde.

Zum Drehen muss man (vor allem) am Radreifen spannen. Braucht man eine spezielle Drehvorrichtung. Die Bohrung, wo die Achse… Welle … Achswelle (verschont mich bitte mit Spitzfindigkeiten) hin muss, dient dann nur zum Zentrieren.

Glück Auf!

Ralf
 
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Oder einfach nur Sandstrahlen.
Ich denke, durch das Überdrehen wird alles akzeptabel. Auch, wenn gewünscht, die Planflächen.
 
Hallo Grischan,

Das schaut doch echt gut aus! Darf ich noch ein paar Details zum Ablauf erfahren? Was für Material wurde genutzt, wer hat die Gruppierung am Gussbaum übernommen, hast du mit Übermaß für den Guss konstruiert, oder nur an den Stellen Material zu gegeben, an denen du überdrehen willst?

Vielen Dank für deine Antwort!
 
Ne kleine Sandstrahlkabine habe ich da. Werde ich auch mal probieren. Aber der Spurkranz und die Lauffläche müssen eh überdreht werden. Die hab ich absichtlich mit ein paar 10tel Übermaß konstruiert.

Nabe mit 2 K ausgießen hab ich auch überlegt. Ist Variante 2. Zum Spannen des Rades hab ich Spannzangen für die Drehbank. Das sollte also funktionieren.

Den Bau des Gußbaums übernimmt die Gießerei. Ich hab da nur 2 STL-Dateien mit den Zeichnungen der puren Räder hingeschickt.

Hab eben mal getestet Bohrer in das Nabenloch zu stecken. Der 2,0er hat ganz leichtes Spiel. Der 2,1er geht nicht mehr rein. Konstruiert habe ich genau 2,0

Ralf die Ätzerei wird nicht verschwinden. Aber manche Dinge lassen sich einfach besser gießen. Radreifen, Pumpen etc. Aber was beim Vorbild ein Blech war sieht auch im Modell aus Blech gut aus - zB ein Führerhaus.


Beim Studium der Vorbilder ist mir übrigens aufgefallen, dass die preussischen S-Dampfer von der S1 bis zur S17 fast alle die gleichen Treib- und Kuppelräder hatten. Bei der S17 wegen Mehrzylinder natürlich andere Gewichtsanordnung. Aber alle 19 Speichen und 1980er Außenradius. Die Anordnung des Auges für den Kuppelzapfen war in der Zeichnung zwischen den Speichen. Auf vielen Bildern ist er aber auch auf der Speiche. Bei den Laufrädern ist eine ähnliche Konstanz. Da könnte man mit den Radsätzen also weiterfrokeln...
 
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