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Modellankündigung Tillig Neuheiten 2026

Hört doch bitte endlich mal auf mit dem Herumgehacke auf Tillig. Sie haben ja zum Tag der offenen Tür schon eindeutig zugegeben, dass nicht immer alles 100%ig stimmig sein kann.

Grundsätzlich stimme ich dem zu.
Aber ich sehe keinen Grund, Details nicht stimmig darzustellen, die man mit dem selben Aufwand und vorhandenen Möglichkeiten auch exakt darstellen kann.

Im Klartext: Die drei an sich verkleideten, im Modell so nicht dargestellten Trittstufen fallen bei mir unter "gangbarer Kompromiss", die Ep. III- statt Ep. IV-Nummer unter "vermeidbarer Fehler".

Und für den zweiten Punkt sehe ich keinen Grund, erst Ätzschilder dran zu kleben, damit es stimmig wird.

Mir persönlich stößt Deklarierung von vermeidbaren Fehlern als notwendiger Kompromiss langsam auf.

Und was das Totschlagargument "Wer nicht will, muss nicht kaufen." anbetrifft, ist das so ähnlich wie bei einem geschlossenen Kaufvertrag: Zuerst kommt grundsätzlich vertragsgemäße Erfüllung und nicht "Wenn es Dir nicht passt, kannst Du ja die Ware zurückgeben.".

MfG
 
01 504 soll ja eine zweite, verbesserte Boxpokradsatzgruppe bekommen haben.
Inwiefern verbessert? Die vorhandenen Radsätze konnten wegen der Zeichnungsfehler und Fertigungstoleranzen nur zu wenigen, halbwegs funktionsfähiger Gruppen zusammengestellt werden. Waren die Toleranzen so groß, dass bei schlechter Fertigung die (Lauf) Eigenschaften sich den geplanten annäherten?
Besser im Sinne wie ursprünglich geplant und gezeichnet wurden die Radsatzgruppen dadurch nicht.
War die Lok zwischenzeitlich, also in der Ep.III, mit Speichenradsätzen (und kompletter Schürze) in Betrieb oder wurde die Radsätzgruppen direkt getauscht?
Ohne Blick in die Literatur fehlt mir an diesem Vorgehen der Sinn: Weshalb soll eine Lok mit verstärkten Speichenrädern ausgestattet werden, um diese anschließend wieder gegen die verhunzten Boxpokräder zu tauschen? Für mich nur vorstellbar, wenn die Lok einen gröberen, langwierig zu behebenden Schaden hatte und sie ihre Füße derweil einer Schwester leiht, die bisher humpeln musste.
Alternativ könnte man ja auch mal bei Tillig anfragen, ob das abgebildete Modell bereits der endgültige Stand ist, der so auch ausgeliefert werden soll, ggf. mit den entsprechenden Hinweisen.
Als ob TILLIG sowas nicht weiß. Ich frage mich immer, woher die Hersteller Hinweise zu den vorbildfreien Umsetzungen bekommen. Es ist ja (fast) alles vorhanden, um freelance zu vermeiden. Bzw. kann in der Beschreibung klar auf die vorbildfreie Umsetzung hingewiesen werden.
 
@ Mika: Im EK-Heft zur 01.5, EK-Themen 19, III/1995, steht auf S. 64 sinngemäß:

Es gab Probleme mit nicht fest genug sitzenden Rädern auf der Radsatzwelle und der Gussdicke, was zu unruhigem Lauf führte.
Die Ursache sah man in Fertigungsmängeln.

...

Für 01 504 ließ das Raw Meiningen eine zweite Boxpok-Radsatzgruppe anfertigen (, die exakter ausgeführt wurde).

MfG
 
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