Hallo Kollegen, ich mische mich mal kurz ein.
Ganz unabhängig von dieser Diskussion (die ich erst vor kurzem entdeckt habe) habe ich eine Steuerung für den Stromabnehmer von
Elektrolokomotiven im Maßstab TT (und nicht nur in TT) entworfen, getestet und umgesetzt.
Die Lösung basiert auf dem sogenannten „Memory Wire“, wobei ich den Draht verwendet habe, der vom belgischen Modellbauer Jacques LePlat angeboten wird – siehe
How it works?
Für den Betrieb reicht ein Strom von ca. 200–220 mA aus, wobei sich der Draht um 3,5 % verkürzt und die Temperatur keine Werte erreicht, die Kunststoffe beschädigen würden. Dieser Draht ist leider nicht mehr erhältlich (der Hersteller ist vor Jahren in Konkurs gegangen), aber ich habe einen europäischen Hersteller eines ähnlichen Materials gefunden und verhandle gerade mit ihm über Lieferungen.
Dank moderner DC/DC-Wandler ist es kein Problem, eine Versorgungsspannung von etwa 3 V zu erreichen, wobei ein Teil vom Draht verbraucht wird, ein Teil am Steuertransistor verbleibt und den Rest regeln wir mittels PWM im Decoder – ideal für die Feineinstellung. Den Wandler kann man aus China kaufen oder selbst bauen; ich habe eine Größe von 6 x 17 mm erreicht.
Prinzip: Der Memory-Draht steuert einen Hebel mit Zugfeder. Der Hebel befindet sich unter dem Stromabnehmer, auf den ich ein Stück Messingrundstab (0,5 mm) geklebt habe, das durch das Dach ragt. Im Ruhezustand wird der Hebel von der Feder so gespannt, dass er den Stromabnehmer gegen das Dach drückt. Wenn Strom angeschlossen wird, verkürzt sich der Draht, der Hebel weicht aus und der Stromabnehmer hebt sich durch die Kraft seiner eigenen Feder an.
Der Vorteil ist, dass man außer dem Ankleben des Steuerhebels (Messingrundstange) den Stromabnehmer nicht weiter anpassen muss und dass er sich bei Stromausfall, Entgleisung oder beim Abheben des Modells von der Strecke automatisch an das Dach zurückzieht.
Der gesamte Mechanismus samt der nötigen Elektronik passt komplett ins Dach – ich habe mit dem Vectron DualMode angefangen, wo am meisten Platz ist (und deshalb habe ich dort auch einen funktionierenden Lüfter eingebaut), aber ich habe mittlerweile auch den Vectron von Tillig und den Traxx2 MS, ebenfalls von Tillig, zum Laufen gebracht. Ja, bei diesen Modellen steuere ich natürlich alle vier Stromabnehmer – Kompromisse gehe ich nicht ein
Pantomat VMS, Variante für den Vectron MS von Tillig mit vier funktionsfähigen Stromabnehmern
Eine Beschreibung mit Bildern findest du auf meiner Website – siehe
Elektricky ovládaný sběrač a ventilátor pro Vectron Dual Mode – Zlámalíkovy mašinky/ – sie ist auf Tschechisch, aber der Übersetzer im Browser funktioniert gut.
Videos:
Vectron DualMode:
schalte die Untertitel ein, es gibt eine englische Beschreibung
Vectron MS:
Traxx MS2:
ČD 242 („Plecháč“):
Ich plane, Platten mit Mechanismen herzustellen, die man einfach in das Dach des jeweiligen Modells einsetzt – wo immer das möglich ist. Der Vectron DualMode macht Spaß, der Vectron von Tillig auch; auf meinem Tisch liegt gerade ein Traxx 3 von PIKO, da wird es ebenfalls möglich sein, genau wie beim Vectron PIKO.
Das Problem ist der Traxx 2 (und BR189) von Tillig, bei dem selbst eine Absenkung des Rahmens um 2 mm und eine ziemlich aufwendige Anpassung der Elektronikplatine keine problemlose Installation garantieren – um es mal sehr diplomatisch auszudrücken…
Bei den Kühn/Roco-Lokomotiven müssten die Stromabnehmer ausgetauscht werden – die relativ grobe und unpräzise Mechanik lässt eine so feinfühlige Steuerung nicht zu. Aber den Einbau in diese Maschinen habe ich noch nicht getestet.
Aber ich habe auch eine Lösung für den sogenannten „Plecháč“ (Baureihe 242 der ČD) gefunden, bei dem sich der Draht hinter den Fenstern des Maschinenraums befindet und der Hebel über die Elektronikplatine hinausragt. Sobald das fertig ist, werde ich hier darüber berichten.
Anmerkung zum Schluss: Ich habe die Lösung als Gebrauchsmuster angemeldet; für eine eventuelle kommerzielle Nutzung finden wir sicher einen Weg. Eine mögliche Zusammenarbeit bei der Sicherstellung der Produktion und der weiteren Entwicklung würde ich auf jeden Fall begrüßen.
Viele Grüße, Jiří Zlámal (alias Zlámalík)
(Übersetzt mit DeepL, bitte entschuldigt eventuelle Fehler)