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E95

Hallo!

ich möchte das Thema wieder hervorholen, da ich eine Frage habe.

Welche Farbe der Radsätze ist die den Nachkriegseinsatz bei der DR richtig? Rot oder schwarz? Und ggf. mit blanken Radreifen?
Vielleicht weiß der ein oder andere mehr.

Stein des Anstoßes ist für mich das Brawa-Modell der E95 01 mit roten Rädern.
Wobei die Frage gerne auch in Bezug auf die anderen DR-Altbaueloks mit schwarzem Fahrwerk ausgeweitet werden darf.

Daniel
 
Hallo Daniel!

Rote (Speichen-) räder wurden bei der DR nach und nach in alle Elloks eingebaut. Und zwar aus einem einfachen Grund:
Bei rot lackierten Rädern erkennt man Speichenrisse mit bloßem Auge besser als bei schwarzen Rädern!

Ab wann genau diese Räder verbaut bzw. rot lackiert wurden, kann ich momentan nicht genau sagen. Unterlagen liegen zu Hause...

Grüße
GeroTT
 
@Daniel, das ist schwierig festzustellen. Da die DRG bis 1933 schwarz, zwischen 1933-40 rot und die DR 1940 -45 schwarz und rot vorschrieb. So wird es wohl davon abhängen wann welche Lok eine Hu hatte.

mfg Bahn120

Nachtrag meinst Du die Zeit gleich nach dem Krieg, oder nach der Rückkehr aus der SU?
 
Zuletzt bearbeitet:
.. wohl davon abhängen wann welche Lok eine Hu hatte.

Eher nicht.

Aus dem EJ Spezial zur E 95.

Nach 1945 gingen alle Maschinen in die UDSSR.
Rückkauf durch die DR 1952 und Stationierung in RAW Dessau und im ehemaligen RAW Magdeburg Buckau ohne Betriebseinsatz.
1959 Aufarbeitung von 01 - 03 im RAW Dessau, 04 - 06 dienten als Ersatzteilspender.

Würde ich dahingehend interpretieren, schwarzes Fahrwerk bis Ende 1959.

Das einzige Farbfoto zeigt am 03. 10. 1966 die 95 03 nach
Ausbesserung mit schwarzem Fahrwerk.
Die E 94 davor mit rotem.

Im EJ 01/1998 findet sich ein weiteres Farbfoto mit 95 03 , Mitte der 60er Jahre ( keine genaue Angabe) mit schwarzem Fahrwerk.
 
Ja es gab aber wenn auch nur für kurze Zeit eine Fahrbetrieb mit Eloks.

Korrekt.

Mir läßt das erstgenannte Bild keine Ruhe.....

Da ist eine 94 Vorspann für die abgebügelte 95 03 mit weiß angemalten Radreifen und auch sonst ordentlich rausgeputzt....
? Wollte die DR verkaufen oder gings zur Ausstellung..??

Mit DB und ÖBB verglichen, beide behielten schwarzes Fahrwerk bei.
 
Hallo!

Ich meinte schon die DR-DDR-Nachkriegszeit ab 1952.
Habe ein Bild von 1968, dort sieht nur das Fahrwerk der E95 03 und die Laufachse oberflächlich neu lackiert aus. Sieht nach Ausstellung aus, dahinter scheint 19 022 zu hängen.

Daniel
 
Da ist eine 94 Vorspann für die abgebügelte 95 03 mit weiß angemalten Radreifen und auch sonst ordentlich rausgeputzt....
? Wollte die DR verkaufen oder gings zur Ausstellung..??
[...]
Bei mir hängen dann Selbstentlader dranne.
Da schlug bei mir sofort diese Erinnerung zu. Völlig außerhalb der gesuchten Zeitspanne...:allesgut:

@H-Transport
Daniel, 1968 zu einer Ausstellung? Mmmh...zu der Zeit war das noch nicht so ausgeprägt. Vieleicht zurückdatiert? :gruebel:
Ich bin bei diversen Zeitangaben von Fotos vorsichtig geworden.
 
Volltreffer!:fasziniert: ( Ist das selbe Motiv aus einem anderen Blickwinkel /Ort )

Ergo stimmen die Angaben im EJ - Speziale u. U. nicht.
1966 hatten wir sicher in der DDR andere Probleme zu lösen , als eine für den Betriebseinsatz vorgesehene Lok mit weißen Radreifen zu verzieren.

PS: Das Bild im EJ 01 /98 scheint eher korrekt zu sein. Keine angemalten Radreifen. Abgelichtet in Radebeul Ost , abgebügelt mit vermutlich Dampfvorspann. Es sind nur die Puffer und Tenderrückwand abgebildet.
 
Davon wird es ja auch tausende Fotos geben. Waren ja genug Leutchen mit Fotoausrüstung dort.
 
... ich glaube, Daniel wollte die Farbe der Räder ab 1952 genauer in Erfahrung bringen... und nicht erst zur Parade 1989 in Riesa. :ballwerf:

Ich persönlich glaube aber nicht, dass die E95 ab diesem Zeitpunnkt jemals rote Räder hatte. Wie gesagt.

Grüße
GeroTT
 
.... und nicht erst zur Parade 1989 in Riesa. :ballwerf:

Da dürfte mittlerweile Konsens aufkommen. Siehe hier.
Das sich nebenbei eine Bildunterschrift im EK Spezial zur E 95 als
Luftbuchung entpuppt, ist doch ein schöner Nebeneffekt.:allesgut: ( Und der Oli spart mir nicht nur das Einscannen des Bildes...)
Die Textaussagen sind da eher plausibel.Nach Wiederinbetriebnahme des Oberleitungsnetzes wurden erst die BR 44 und 94 "restauriert", danach die BR 95.
Die abweichende Farbgebung läßt schon auf einen möglichen , vorgesehenen Verkaufsversuch, schließen. ( Jo, Glaskugel )

Gut, wenn man an die alten Unterlagen des RAW Dessau ran käme...... vielleicht findet sich da noch was ??
 
Unabhängig von der hiesigen Diskussion waren mir beim Blättern auf der Suche nach anderen Bildern die weißen Radreifen der Laufachsen von E95 01 und 03 in den Jahren 1964 und 1965 aufgefallen. Es scheint also üblich gewesen zu sein und ist sicher nur schnell verdreckt. Zu finden im Buch "Lokomotiven der Deutschen Reichsabahn" vom Transpress-Verlag 1986.
Ansonsten weiß ich auch nur von komplett schwarzen Fahrwerken der E95.
Gruß
Karl-Georg
 
neTTer " Krimi"...

Es scheint also üblich gewesen zu sein ....

Wozu ? Um Risse in den Radreifen zu erkennen ?
Dann hätte man die Fahrwerke bei der Aufarbeitung auch rot tünchen konnen?
Das würde ja eher meinen " Verkaufsspekulatius" füttern.. Was macht man langfristig auch mit drei Teilen , die man aus ehemals sechs zusammengebaut hat ?
Oder liege ich da gerade ganz falsch?

In DSO war >das noch gefunden. Wer hat Zugang zu DSO und würde evtl. noch weiteres diesbezüglich hier verlinkten? Wäre ganz neTT.

PS: @ Karl-Georg: " Verkaufsversuch" , scheint ja nicht auf Gegenliebe gestoßen zu sein..
 
Oder liege ich da gerade ganz falsch?
Ich denke schon. Wem sollten die verkauft werden? Den Museumsbahnwahn gab es ja noch nicht. Und man brauchte die Maschinen noch fast 5 Jahre. Bei der 01 strahlt die Farbe auch nicht mehr so. Weiße Radreifen waren bei der V60 z.B. Serie.
Gruß
Karl-Georg
 
Vorschlag

Wir machen an der Stelle reloadet:

Welche Farbe der Radsätze ist die den Nachkriegseinsatz bei der DR richtig? Rot oder schwarz? Und ggf. mit blanken Radreifen?
Stein des Anstoßes ist für mich das Brawa-Modell der E95 01 mit roten Rädern.
Wobei die Frage gerne auch in Bezug auf die anderen DR-Altbaueloks mit schwarzem Fahrwerk ausgeweitet werden darf. l

Um einen Vergleich darzustellen , sollte man vielleicht schauen , was mit der BR 44 und 94 nach der Wiederinbetriebnahme des Oberleitungsnetztes geschah...

( Ich heute aber nicht mehr...)
 
...die E95 hatte eine Sonderstellung.
Sie war nicht das Mengenprodukt, wie die anderen Baureihen (siehe Ausschlachtung zur Wiederherstellung) - deshalb hatte man bei ihr auch nicht die "Farbspiele" durchgeführt.
Rote Räder hatte sie nur in einem kurzen Zeitraum in der Epoche II.
Da trug sie rote Schuhe zu schwarzem Rock und blaugrauer Jacke (mit goldfarbener Verzierung). ;)

Als das Eigentumsmerkmal der Bahnverwaltung einem modifizierten Parteiabzeichen weichen mußte, trug sie schlichtes grün zu schwarzen Stiefeln (und Aluabzeichen)...

Nach dem Disaster hatte man andere Sorgen, als neue Farbkonzepte und so blieb grün/schwarz auch die Optik in der neuen Epoche (III).
Daß die frischen roten Räder nicht mehr zum Tragen kamen, liegt wohl auch daran, daß es zu der Zeit dann doch schon eher eine aussterbende Baureihe war.
E04, E44, E19 und E94 waren Zugpferde, die man noch länger nutzen wollte - für einen Kraftprotz und Goliath, wie die Doppellok, hatte man eh kaum Strecke...

Ergo - mach die Räder schwarz und gut is... :winker: Frank
 
...ausgeschlachtet waren und die Repüublik Devisen brauchte.....-.. darf man doch erwas nachfragen?:allesgut:

Ach, wer sollte denn damals die Museumsstücke kaufen?
Ich find die Maschinen ja auch sehr imposant, aber in den 60er Jahren waren die als "Exportschlager" vollkommen untauglich, schon von der Geschwindigkeit her. Vmax = 60 km/h (!) Und dann noch Splittergattung - "Auslaufmodell" konnte man ja schon seit Jahrzehnten vergessen.
Wer käme überhaupt vom Stromsystem her in Frage? Vor allem die Bundesbahn, und die hätten sich wahrscheinlich den Bauch vor Lachen nicht halten können, bei so einem tollen Angebot.....

Grüße ralf_2
 
@MephisTTo
Wie Du Dich an dem Gedanken vom Verkauf festbeißen kannst.
Die drei Maschinen haben einfach Geld verdient für die DR. Da sind noch ganz andere Exoten und Einzelgänger wieder in Betrieb gebracht worden. ET25, E21,E05,E17, auch E18. Bis zum Einsatz einer ausreichenden Anzahl von E42 war man dringend auf jede betriebsfähige Maschine angewiesen. Und günstiger als Dampflokbetrieb (fern jeder Romantik) war es sicher auch noch.
Gruß
Karl-Georg

Vielleicht wollte man mit den weißen Radreifen nur den massiven schwarzen Rahmenbereich ein wenig optisch auflockern. Man hat sich damals ja noch Gedanken um Design gemacht, nur daß das noch nicht so hieß.
 
Hallo!

Über die Beweggründe der Wiederinbetriebnahme der Eloks nach 1952 wird sicherlich das dritte Buch zum Wechselstromzugbetrieb in Mitteldeutschland, welches gegen Ende der Woche erscheint, Auskunftgeben können.
Es war in der DGEG-Eisenbahngeschichte bereits zu lesen, dass die DR sogar von der SJ ersthaft erwogen hat, Eloks zu übernehmen.

Daniel
 
Bis 1961 erhielten alle E-Loks schwarze Rahmen und Räder. Aber seit 1957 stand das Thema rote Drehgestelle/ Räder auf der Tagesordnung . Die E 04 ( Baureihen mit Federtopfantrieb ) erhielt ab 1957 einen roten Anstrich (Räder) da diese mit minderwertigen Grauguss DS 52 hergestellt waren. Hier spielt das Thema Risse eine bedeutende Rolle. Die Neulackierung mit RAL 3000 zog sich bis Mitte der 60ziger hin.

Quelle: Die Baureihe E 44 / EK-Verlag 2009

Der DR standen zu wenig E 94 zur Verfügung, deshalb wurden aus 6 E 95 => 3 E 95 reaktiviert. Die Hauptaufgabe waren die Kohlezüge aus dem Geiseltal (damals im mitteldeutschen Raum ein sehr wichtiger Braunkohletagebau)

Quelle: Bahnknoten Merseburg / Herdam Verlag 1997

Elektrolokmotiven
Farbkonzept ab 1955:
Radkörper schwarz
Seitenflächen der Radreifen weiß oder blank (kein Anstrich)

Quelle: Anstrich und Bezeichnung von Lokomotiven/ Transpress 1996

Das habe ich mal schnell gefunden. Altbauloks sind wahrscheinlich noch lange mit schwarzen Rädeln gefahren.

Es darf nicht vergessen werden, dass sich ab Anfang der 60ziger vermehrt Neubaulokomtiven im Dienst befanden. Einen Anlaß zur Änderung gab es wahrscheinlich immer seltener.

johannes
 
So hundertprozentig würde ich die roten Radsätze bei einer E 95 nicht ausschließen, denn ich mußte gerade an die Staßfurter E 04 07 denken, die rote Räder im schwarzen Fahrwerk hat. Johannes schrieb seinerzeit, daß das nur bei der E 04 so gewesen ist. Aber auch die E 77 hatte wohl nicht erst seit der Wiederaufarbeitung 1979 rote Räder.

@ Berthie: Gebrauchtwerder oder Gebrauchswerber? ;)

MfG
 
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