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Digital Starthilfe Kompatibilität Digital-Komponenten

Moin moin Gemeinschaft,

Hier wirst du nicht umhin kommen, dich für ein bis zwei Bus-Systeme (z.B. LocoNet, CAN, SX usw.) zu entscheiden und danach die Zentrale auszuwählen. Rocrail unterstützt soweit alle Zentralen. Zuerst solltest du dir überlegen, was will ich eigentlich machen.
Auch wenn von vielen verteufelt, bin ich mit meiner schwarzen Z21 sehr zufrieden und ich besitze sie seit erscheinen (also wo vieles noch nicht freigeschalten war).

Liebend gern fasse ich noch mal meine Anforderungen zusammen:

1. Start
  • Kauf einer Test-Digitallok (entweder bereits digital, oder zumindest ein Steckdecoder ohne Löterei um Anwenderfehler bei den ersten Tests auszuschließen (siehe Kondensatorproblem bei Pikomodellen @tokaalex ) gerne mit Sound, autom. Kupplung gibts wohl nicht fertig zu kaufen, also lieber beim ersten Modell nicht
  • Kauf einer Digitalsteuerung zunächst lediglich zur Fahr-Licht-(Sound)-Demonstration auf dem Bettungsgleisoval (allerdings mit dem Hintergrund diese Zentrale später auch für die Ausbaustufe nutzen zu können)
  • Steuerung mit Smartphone ausreichend
2. Ausbaustufe
  • Bau einer modularen Anlage mit zunächst 160x80cm Ausdehnung, ca. 13 Weichen, Drehscheibe und maximal zwei gleichzeitig fahrenden Loks
  • Schaltung der Weichen (Unterflur-Servos), Drehscheibe, Signale auf einem Softwarestellpult (mindestens die Weichen sollen Rückmeldung geben)
  • kein automatisches Fahren
  • möglichst offenes Protokoll zur Zubehöransteuerung (zB CAN an Weichen - zB. Selbstbau der Weichencontroller/-decoder mit ATTinys)
  • Nutzung eines Linux-PCs (zB Raspberry Pi) mit RocRail zur Zugsteuerung, Weichen-/Signalsteuerung
  • Steuerung mit Smartphone und/oder Handgerät

Für diese Anforderungen sehe ich momentan die Digikejis DR5000 am besten geeignet, aber höre mir gern eure Meinungen dazu an. :)
Insbesondere die Suche nach einer Digital-Testlok ist auch interessant bis schwierig, aber bevor alles durcheinander geht, lieber erst mal ein Thema zum Abschluss bringen.


Beste Grüße,
Minfredo
 
Zuletzt bearbeitet:
Ohne die Lok und den Decoder zu kennen: Sollte das nicht passen? ...

Du hast Recht. Der zur 119 mitgelieferte hauseigene Dekoder ist auch ein Plux22, habe gerade mal bei meiner nachgeschaut.
Ich hatte das kleiner (Plux16) in Erinnerung, ist aber nicht so.

Piko 46195: 30,3 mm x 15,5 mm x 6,0 mm << entspricht in den Abmessungen genau dem ESU 56497.

ESU 56497 4 30,3mm x 15,5mm x5,5mm
ESU 55800 4 micro 25mm x 10,6mm x 3,8mm
ESU 58814 5 micro 21 mm x 10,6 mm x 4
 
möglichst offenes Protokoll zur Zubehöransteuerung (zB CAN an Weichen - zB. Selbstbau der Weichencontroller/-decoder mit ATTinys)

Das ist glaube ich der einzige Punkt wo du etwas umdenken solltest und von dem Open Source Software denken weg musst. Die Protokolle entsprechen hier dem Bus und das ist der Punkt wo ich meinte das du dich hier für einen entscheiden musst d.h. schau in die Specs der einzelnen Bus-Systeme und such dir den für dich am besten geeignetsten raus.
Vor allem ist CAN nicht gleich CAN, hier sei nur mal eben ZIMO-CAN genannt, dieser ist nicht mit anderen CAN-Bussen kompatibel, aber die Z21 unterstützt diesen, dafür dann aber eben nicht den Märklin kompatiblen CAN-Bus.
 
Zuletzt bearbeitet:
(...)
  • Kauf einer Test-Digitallok (entweder bereits digital, oder zumindest ein Steckdecoder ohne Löterei um Anwenderfehler bei den ersten Tests auszuschließen (siehe Kondensatorproblem bei Pikomodellen @tokaalex ) gerne mit Sound, autom. Kupplung gibts wohl nicht fertig zu kaufen, also lieber beim ersten Modell nicht (...)
Doch, das gibt es durchaus fertig zu kaufen.

(...)
  • möglichst offenes Protokoll zur Zubehöransteuerung (zB CAN an Weichen - zB. Selbstbau der Weichencontroller/-decoder mit ATTinys)
Der am weitesten verbreitete und offenste Bus dürfte S88(N) sein, der von wahrscheinlich allen Zentralen auf dem Markt unterstützt wird. Ja, er ist alt und (vergleichsweise) langsam, aber ausgereift und in der N-Variante durch Nutzung von Patchkabeln sehr flexibel. Und ich meine, dass man dafür im Netz auch Selbstbauanleitungen für Rückmelder findet.

Du hast Recht. Der zur 119 mitgelieferte hauseigene Dekoder ist auch ein Plux22, habe gerade mal bei meiner nachgeschaut.
Ich hatte das kleiner (Plux16) in Erinnerung, ist aber nicht so.
Kein Problem. Hätte mich auch nicht gewundert, wenn der Decoder zu groß gewesen wäre. Wer PluX mit separatem Stecker herstellt, macht möglicherweise auch sonst komische Sachen ;-)
 
LocoNet, BiDiB und CAN (und noch andere?) können Rückmeldungen und Schaltbefehle und hierfür ist nicht zwingend DCC erforderlich.
LocoNet kann sogar autark d.h. ohne Zentrale oder Software Rückmeldungen verarbeiten und entsprechende Schaltbefehle an die Schaltdecoder senden (BiDiB wahrscheinlich auch)

Ein, meiner Meinung nach, großer Vorteil Schaltdecoder per DCC anzusteuern ist, hier gibt es reichlich und günstig Selbstbauprojekte und mit den Arduinos vielfältige Möglichkeiten. Ich bin z.B. auf die Arcomora DCCNext umgestiegen.
LocoNet ist ja eigentlich lizenzpflichtig.
Bei BiDiB weiß ich nicht, wie gut es hier mit DiY aussieht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,
Selbstbau ist erstmal kein Problem, es gibt für fast alle Bussysteme Selbstbauprojekte. Man sollte aber dran denken, dass Modellbahn extreeeeeeem vielschichtig ist. Wenn man anfängt, alles selber machen zu wollen, landet man schnell auf der Nase. Das musste ich leider auch am eigenen Leib erfahren :) Also: Such dir die Aspekte raus, die dir am meisten Spaß machen und setz dort auf Selbstbau. Scheu dich aber nicht davor, bei allen anderen Sachen (auch) auf Fertiglösungen zu setzen. Grade wenn man an vielen Sachen Interesse hat, braucht das natürlich auch ein wenig Selbstbeherrschung, aber man muss da wirklich Prioritäten setzen.

Zu S88... Ja, der ist weit verbreitet. Das wars aber auch schon, ausgereift ist da mal gar nichts. S88 ist nichtmal ein richtiger Bus, es ist einfach nur ein extrem simples Schieberegister. Es gibt keinerlei Vorkehrungen zur Fehlerkorrektur mittels Prüfsummen oder sowas. Durch die Nutzung von Patchkabeln ist die Einstreuung von Störquellen zwar um Längen besser geworden, die technischen Mankos des Busses bleiben aber bestehen. Z.B. kann man den Modulen keine festen Adressen geben, die erhalten sie einfach anhand ihrer Position im Bus. Ändert man zwischendrin was, ändern sich alle nachfolgenden Adressen und man darf in der Software wieder alles anfassen. Wenn man neu anfängt, würde ich um S88 möglichst nen Bogen machen. Allenfalls als Erweiterung für die Digikeijs-Melder kann man den gut einsetzen, sofern man die Kabel kurz hält und die Adressen der LN-/RB-Melder nicht direkt aufeinander folgen lässt, damit man nötigenfalls noch 1 - 2 S88-Melder dranhängen kann und die entsprechenden Adressen dafür frei hat.
 
LocoNet kann sogar autark d.h. ohne Zentrale oder Software Rückmeldungen verarbeiten und entsprechende Schaltbefehle an die Schaltdecoder senden (BiDiB wahrscheinlich auch)
BiDiB ist als Master-Slave-System für die Computersteuerung optimiert und nicht darauf ausgelegt, dass sich die einzelnen Teilnehmer direkt unterhalten.
Bei BiDiB weiß ich nicht, wie gut es hier mit DiY aussieht.
Bei BiDiB gibt auch einige Möglichkeiten, selbst aktiv zu werden. Eine gute Informationsquelle ist das BiDiB-Wiki.
-> https://forum.opendcc.de/wiki/doku.php

Thorsten
 
Moin moin,

(...)
Ein, meiner Meinung nach, großer Vorteil Schaltdecoder per DCC anzusteuern ist, hier gibt es reichlich und günstig Selbstbauprojekte und mit den Arduinos vielfältige Möglichkeiten. Ich bin z.B. auf die Arcomora DCCNext umgestiegen.
LocoNet ist ja eigentlich lizenzpflichtig.
Bei BiDiB weiß ich nicht, wie gut es hier mit DiY aussieht.

Hmmm, dann haben wir scheinbar aneinander vorbeigeredet. Genau von dieser Eigenleistung sprach ich. Also kein CAN sondern DCC ist die "Sprache der Signale (und Weichen)"! :)

Also ist das zusätzliche Protokoll neben DCC (für Rollmaterial und Weichen/Signale) nur für Rückmeldungen zuständig (sei es S88(N), Canbus, Loconet, o.ä.)
Heißt wiederum die Auswahl der Zentrale hängt hiervon ab... Sehr gut, dann geht die Recherche weiter.

Hallo,
Selbstbau ist erstmal kein Problem, es gibt für fast alle Bussysteme Selbstbauprojekte. Man sollte aber dran denken, dass Modellbahn extreeeeeeem vielschichtig ist. Wenn man anfängt, alles selber machen zu wollen, landet man schnell auf der Nase. Das musste ich leider auch am eigenen Leib erfahren :) Also: Such dir die Aspekte raus, die dir am meisten Spaß machen und setz dort auf Selbstbau. Scheu dich aber nicht davor, bei allen anderen Sachen (auch) auf Fertiglösungen zu setzen. Grade wenn man an vielen Sachen Interesse hat, braucht das natürlich auch ein wenig Selbstbeherrschung, aber man muss da wirklich Prioritäten setzen.

Zu S88... Ja, der ist weit verbreitet. Das wars aber auch schon, ausgereift ist da mal gar nichts. S88 ist nichtmal ein richtiger Bus, es ist einfach nur ein extrem simples Schieberegister. Es gibt keinerlei Vorkehrungen zur Fehlerkorrektur mittels Prüfsummen oder sowas. Durch die Nutzung von Patchkabeln ist die Einstreuung von Störquellen zwar um Längen besser geworden, die technischen Mankos des Busses bleiben aber bestehen. Z.B. kann man den Modulen keine festen Adressen geben, die erhalten sie einfach anhand ihrer Position im Bus. Ändert man zwischendrin was, ändern sich alle nachfolgenden Adressen und man darf in der Software wieder alles anfassen. Wenn man neu anfängt, würde ich um S88 möglichst nen Bogen machen. Allenfalls als Erweiterung für die Digikeijs-Melder kann man den gut einsetzen, sofern man die Kabel kurz hält und die Adressen der LN-/RB-Melder nicht direkt aufeinander folgen lässt, damit man nötigenfalls noch 1 - 2 S88-Melder dranhängen kann und die entsprechenden Adressen dafür frei hat.

Ein guter Hinweis, ich nehme das als ernstzunehmende Warnung. :D
Genau deshalb würde ich gern mit einer fertigen Zentrale, Digitallok etc mit den ersten Gehversuchen ohne Gefrickel auf dem Testgleisoval starten.
Aber ich würde gern später auf der Anlage die Weichenansteuerung (per DCC-Decoder, wie ich eben lernte:) ) selbst bauen.

Beste Grüße,
Minfredo
 
@Minfredo
"Genau deshalb würde ich gern mit einer fertigen Zentrale, Digitallok etc mit den ersten Gehversuchen ohne Gefrickel auf dem Testgleisoval starten."
Ja, so in etwa habe ich auch angefangen, da war dann auch noch der erste Zubehör-Decoder fertig gekauft.
Zentralen waren Märklin Mobile Station, Roco Multimaus mit Verstärker, Tran ZF5 mit HR3, DR5000 und nun seit 2 Jahren die z21 Start.
Jede Zentrale hatte seine Vor- und Nachteile - Preis- Leistung ist momentan bei der z21 Start super, allerdings hat sie keinen S88-Bus dabei. Rückmeldungen würde ich aber generell über separates Modul an den PC empfehlen - wegen der Stabilität. Auch vorsicht wenn Du mal bei Ausstellungen bist - hier kann (muss nicht) WLan Probleme bereiten.

"Aber ich würde gern später auf der Anlage die Weichenansteuerung (per DCC-Decoder, wie ich eben lernte:) ) selbst bauen."
Schaue mal hier, bei Paco gibt es einige Selbstbaulösungen, die man ohne weiteres verwenden kann. Ich selbst verwende als Nachbau unter anderem das GEN HSI Interface (2x S88 bei mir umgeflickt auf S88-N), S88-Feedback Module und Signal-Decoder mit 16F628/16F648. Funktioniert alles einwandfrei.
Servo-Decoder gibt es hier im Board gelegentlich von HolgerH und FlicFlac - die sind auch Klasse und bei mir seit 3 Jahren im Betrieb.
Wenn Du SMD oder gar kleiner bauen kannst, dann könnten auch Lok- und Funktionsdecoder für rollendes Material von Paco Verwendung finden (habe ich noch nicht geschafft zu bauen und zu probieren).

Es ist also durchaus möglich einiges selber zu bauen wenn man die Möglichkeiten dazu hat - spart emens Kohle, der Heizer hat also nicht so viel zu tun :D

Ach so - verschiedene Layouts kann ich auf Basis Sprint-Layout V5.0 zur Verfügung stellen, Schaltpläne sind zum Teil auch da - auf Basis SPlan V6 - einfach mal ne PN schicken oder Unterhaltung anfangen.

Mit freundlichen Grüßen aus Sachsen
Lutz
 
Um nicht nach einem halben Jahr eine neue Zentrale zu kaufen und um den verschiedenen Bussystemen gerecht zu werden, sowie Preis-Leitung mit berechnet, bleiben eigentlich nur 2 Zentralen in der engeren Auswahl - Z21 (Xpressnet, Loconet, CAN-Bus) und DR5000 (Xpressnet, Loconet, S88N). Somit sind auch so gut wie alle marktüblichen Handregler nutzbar - Multimaus, WLAN-Maus, DaisyII, Piko Smart-Control, Fredl, Handy, Tablet. Beide nutzbar mit allen zur Verfügung stehenden Meldern der entsprechenden Bussysteme (S88 ist und bleibt störanfällig und ist vollkommen veraltet) und es funktionieren etliche Selbstbauprojekte.
Das alles immer von einem Hersteller kommen muss ist Blödsinn, bei mir funktioniert die Z21 mit Digikeijs-Melder und -Schaltdecodern, genau wie ähnliche von Littfinski und TAMS. Wozu die überteuerten Rocoteile nehmen.
Auf Grund meiner schlechten Erfahrungen mit der Programmierung von Decodern und etlichen Verbindungsabbrüchen mitten im Betrieb, kann ich eigentlich nur die Z21 empfehlen. Aber Achtung eine z21 (in allen Varianten) hat kein Loconet und kein CAN-Bus, hier ist nur Xpressnet möglich!
 
Also kein CAN sondern DCC ist die "Sprache der Signale (und Weichen)"! :)

Also ist das zusätzliche Protokoll neben DCC (für Rollmaterial und Weichen/Signale) nur für Rückmeldungen zuständig (sei es S88(N), Canbus, Loconet, o.ä.)
Wie weiter oben schon gesagt, ist das so pauschal nicht richtig. Es gibt Funktionsdekoder, die über DCC angesprochen werden. Es gibt aber auch Funktionsdekoder für Bussysteme wie BiDiB, CAN oder Loconet. Die Trennung von Fahren und Schalten hat den Vorteil, dass du die begrenzte DCC-Bandbreite nicht zwischen Loks und Zubehör aufteilen musst und Störungen im Zugverkehr (Kurzschluss im Gleis) keinen Einfluss auf die Schaltfähigkeit des Zubehörs haben. Außerdem wird auf dem gleichen Bus die Rückmeldung realisiert.
Als Start reicht dann zum Züge fahren lassen eine DCC-Zentrale wie z.B. die z21 (inklusive Router und Netzwerkfunktionalität) oder z21start mit zusätzlichem Router und Netzwerk-Freischaltcode. Da kannst du auch Handregler wie die Multimaus oder noch komfortabler die WLANmaus anschließen.
Für das Zubehör kannst du dich später für ein Bussystem entscheiden und entsprechende Interfaces in dein System einbinden (BiDiB IF2, CC-Schnitte, LocoBuffer, ...). Aktuelle Steuerungs-Software kann mit mehreren Zentralen umgehen.

Thorsten
 
Zuletzt bearbeitet:
Warum verteufelt ihr die I-Box so.Nach dem Update und umstellung auf nur DCC gibt es keine sporadischen Aussteiger mehr.Außerdem sind 2 Fahrregler mit an Bord und programmieren klappt auch einwandfrei.Und zum anderen ist immernoch Lenz mit der LZV 100 und neuerdings mit der 200 und den Fahrreglern 100 und 101 da und werden auch bei größeren Anlagen gern genutzt.
Klaus
 
Vielleicht weil sie teuer und für kleine Anlagen überdimensioniert ist?
Man sollte bei Empfehlungen nie die Größe der Anlage und den gewünschten Funktionsumfang aus den Augen verlieren!
Ich verteufele eigentlich nichts, außer wenn es nix taugt.
 
Hallo Klaus,
gegen die IB sprechen viele Gründe.

Sie liefert beispielsweise kein sauberes Gleissignal, da ist immer eine Asymmetrie drin. Macht dann gern Probleme mit ABC.

Die Bedienung der IB ist einfach nur vorsintflutlich. Erst bei der IB II ist das durch das große Display besser geworden, die anderen werden in negativer Hinsicht eigentlich nur von Lenz getoppt.

Die Regler sind dafür berühmt-berüchtigt, kaputtzugehen. Dann darf man die ganze Zentrale zu Uhlenbrock zur Reparatur einschicken. Wohl dem, der ne zweite Zentrale hat.

Programmieren ist bei der IB sone Sache. Wenn ich mal Kunden mit Programmierproblemen hab (Decoder lassen sich dann nicht auslesen), ist quasi immer eine IB im Spiel. Wir hatten hier im Forum ja letztens auch wieder das Thema. Klar, das tritt jetzt nicht extrem oft auf, aber es scheint zumindest überdurchschnittlich häufig zu sein.

Dann ist es Geschmackssache, ob man so einen fetten Klotz auf dem Tisch haben will. Mit einem Handregler, vielleicht gar per Funk, ist man doch deutlich mobiler unterwegs. Aber das ist natürlich nur meine ganz private Ansicht. Wär die Daisy II nicht so unverschämt teuer, wär das aktuell wohl mein Regler der Wahl. So muss ich ein paar Komfortabstriche in Kauf nehmen und verwende die WLAN-Maus.
 
Warum manche Zentralen verteufelt werden - sicherlich wegen dem Preis.
Ich selbst konnte neben den bei mir getesteten Zentralen bei Freunden mit einer Lenz LZ100 arbeiten so wie an einer Uhlenbrock IB. Finde beide Zentralen nicht schlecht und man kann auch gut mit denen arbeiten und programmieren - voraus gesetzt man kommt mit ihnen zu Recht was bei Uhlenbrock ein Problem werden kann. Aber auch hier macht das Handbuch schlau und man kommt mit ihr nach etwas Übung auch sehr schnell zum Ziel.
Das man nicht immer von einer zur anderen Zentrale springen kann - ja das liegt wieder daran, das jeder Hersteller sein Suppe kocht und denkt 'meins ist das Beste'. Das sieht der Kunde aber eben nicht so.
S88 (besser S88-N) sind Rückmeldungen der älteren Generation - wenn diese mit LAN-Kabel (CAT5) betrieben werden, dann arbeiten sie auch stabil (was dann S88-N ist). Problem bei S88 war das Flachbandkabel was sich statisch aufladen konnte. Im wirklichen Sinn ist der S88 auch kein Bus-System sondern sind nur einfach Schieberegister aneinander was den Vorteil hat - wo nicht viel ist, kann auch nicht viel kaputt gehen. Es bedarf schon erst einmal keiner zusätzlichen Software oder Programmierung um das es funktioniert!
Fakt ist für mich, das Fahren/Schalten und Melden getrennte Dinge sind und somit auch nicht in ein Gerät gehören und wenn, dann sollte das aber trotz allem getrennt sein - der Sicherheit und Stabilität wegen.
Klar - ich wollte auch am besten über ein Kabel alles in den PC rein haben - aber die Stabilität auch mit verschiedenen Zentralen hat mich gelehrt, dass das leider noch nicht möglich ist.
Das sind meine Erfahrungen - andere User können ander Erfahrungen gesammelt haben.

Mit freundlichen Grüßen aus Sachsen
Lutz

Ach so - von Zimo und ESU habe ich noch keine Zentrale testen oder probieren können.
 
Hallo Lutz,
ich bin da anderer Ansicht. Ein vernünftiges User Interface ist so gebaut, dass auch ein technisch unbegabter Mensch es bedienen kann und dass man sich vor allem nicht erst die ganze Bedienungsanleitung merken muss. Wilde Tastenkombinationen, wie bei Lenz und der IB üblich, sind das genaue Gegenteil davon. Ich war früher in einem Verein, als ich noch in Brandenburg wohnte, und "durfte" mich dort über ein Lenz-System freuen. Ich hab den Lenz-Regler (das war der größere, mit den Tasten für die Geschwindigkeit, keine Ahnung wie die Nummer war) regelmäßig entnervt in die Ecke geschmissen und eine Multimaus rausgesucht. In solchen Momenten dachte ich mir immer, dass es kein Wunder ist, wenn Digital für kompliziert gehalten wird.

Was S88 angeht... Die Kabel haben sich nicht statisch aufgeladen, aber sie waren ungeschirmt und die Leitungen nicht verdrillt. Netzwerkkabel dagegen haben einen Schirm und die paarweise verdrillten Kabel (je 1x Daten und 1x Masse) bewirken, dass sich die Störungen auf beide Adern auswirken und dadurch quasi auslöschen.

"Wo nicht viel ist, kann auch nicht viel kaputtgehen" stimmt in Bezug auf die Hardware. In Bezug auf die transportierten Daten ist das aber grundlegend falsch. Wenn bei S88 eine Störung ins Kabel streut, sei es durch Funk oder ein defektes Modul, werden die Daten verändert und keiner der Teilnehmer bekommt es mit. Es gibt keinerlei Prüfung, ob das, was gesendet wurde auch korrekt angekommen ist. Im einfachsten Fall macht man das mit Paritätsbits, mehr Aufwand, aber auch mehr Sicherheit, hat man mit Prüfsummen. Bei modernen Bussystemen ist das ein integraler Bestandteil, bei S88 fehlt sowas völlig.
 
wenn du Handregler willst, solltest du entweder ne Zentrale verwenden oder musst dann per Smartphone steuern
Die FunkMultimaus kann direkt mit Rocrail sprechen.

Könnt Ihr einen "Einzel"-Booster zum Anschluss an den Pi empfehlen?
Schau dir mal die RedBox R Booster an, Zentrale, RaspPi und Booster in einem.
Wenn du eh schon RocRail aufzählst, kannst du auch nach Robs neusten Hardware Entwicklungen schauen, u.a. eine Minizetrale auf ESP Basis.

Hat leider den gesamten Fleischmann Katalog integriert, die paar eigenen Loks dazwischen zu finden ist nervig. War mir Grund genug, sie wieder abzustoßen.
 
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