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Modellankündigung Karsei Neuheiten 2026

Preis und Qualität passen nicht zusammen. Hätte der tierische Triebwagen 400 € gekostet …sähe dieser sicher optisch besser aus und wäre mechanisch leiser. In über 9 Jahren kann niemand den Preis stabil halten und wenn doch-hat es Folgen.
So viel Verständnis seitens der Fangemeinde kann sich ein Hersteller gar nicht wünschen... :braue:

...obwohl es manch anderem mitunter zu wünschen wäre. :ja:
 
@FB.... wieviel Varianten gab es ? Wir reden hier immer noch von SCHMALSPUR. Du zeigst uns eine Normalspur Variante. Die Unterschiede wurden aber hier schon mal beschrieben.
 
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Genau, das Ding ist TTe und lief in der Prignitz. Gibt es hier so viele, die den Pollo sich als Vorbild ausgesucht haben? Für Pollo-Freunde sicher ein Muss. Beim direkten Vergleich mit dem Vorbild fallen mir diverse Unterschiede auf. Da würde ich auch Hand anlegen. Schade, dass es bei der Reichsbahn kein Schweineschnäuzchen in Meterspur gab. Obwohl in Bruchhausen läuft auch eins sogar mit dem Dessauer VT der Franzburger Kreisbahn zusammen. Da würde sich etwas basteln lassen.
 
Na wenn es (D)DR in Schmalspur sein sollte, blieben nur die beiden VT133 524 und 525 vom Pollo-Netz.
Ob der 900mm-spurige VT der Borkumer Inselbahn (soweit die Form einigermaßen passt) mehr Interessenten gefunden hätte?

MfG
 
Ich habe meinen ausgepackt um zu zeigen was machbar ist für Bastler.
-Sound, Wechsellicht, innen Beleuchtung, Führerstandsbeleuchtung je nach Fahrtrichtung leuchtend alles auch Abschaltbar.
Lackierung ist ok, mein Spaß ist mehr als 200,00.
Es ist kein karsei!!!!!!!
Ist nur als Anregung gedacht.
Grüße tt-tappa
 

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@tt-tappa
Sehr schöne Bastelei. Gefällt mir.
Aber hier im Board gibt es einen "neutralen" Thread bezüglich dem Wismarer Schienenbus und seiner bisherigen Hersteller in TT. Vielleicht stellst du diese deine Arbeit dort ein.
Hier bei Karsei würde ich da später nicht unbedingt nach suchen. Ist aber ne schöne Anleitung zum Nachmachen.
 
Ich oute mich mal auch als Vorbesteller, 7 Jahre warten waren es bei mir. Über das Halten des Vorbestellpreises war ich auch erstaunt und erfreut, beim Öffnen des kleinen Kartons (die gleiche Verpackung wie für die TTe Wagen) nur noch erstaunt. Die Vorbauten konnte ich eigentlich wieder richten, die vier (von acht) angefallenen Haltestangen werde ich wohl auch selbst wieder anbringen (ja, ich weiß, Gewährleistung und so, aber wer schon ältere Tillig -Loks zugerüstet hat...), aber wo kommt das schwarze Teil hin, das ebenfalls in der Folie lag?

Bedruckung und Lackierung finde ich an meinem Exemplar als ausreichend für das Geld und Betrachtung ohne Lupe (kann natürlich jeder für sich anders entscheiden)

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Die hier gelesene Kritik bezüglich Lackierung und Bedruckung ließ mich mal meinen einst vom "alten" MBS bei Karsei als Exklusivmodell aufgelegten regelspurigen "Wismarer" aus der Verpackung holen und begutachten.
Also einst war und auch jetzt ist noch alles dran und die Bedruckung empfinde ich auch als scharf und sauber.
Im Anhang mal ein paar Bilder als kleine Referenz zum aktuellen Modell.
Urteilen möge jeder selbst.
Würde das aktuelle Modell so montiert, lackiert und bedruckt daherkommen würde ich auch heute nicht nein sagen.
Gut, vernünftig fahren sollte es natürlich auch.
Das macht zumindest mein Schweineschnäutchen von einst. Aber das hatte ja auch ein andersspuriges Fahrwerk 😉.

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Der Ameisenbär ist eigentlich ein schlechtes von Vorbild für den Modellhersteller. Bei den 59 in Wismar gebauten Exemplaren gab es 5 unterschiedliche Untertypen und dann erfüllte man auch noch die Extrawünschen der jeweiligen Besteller. Selbst bei 8 Exemplaren, die die Reichsbahn 1935 im Saarland übernahm, gab es drei Untertypen.

Bei den drei gebauten Exemplaren mit 750 mm Spurweite gab es zwei unterschiedlich breite Varianten. Das erste Exemplar wurde 1937 vom Bahnverband Cloppenburg für die Kleinbahn Cloppenburg - Landesgrenze bestellt und 1938 ausgeliefert. Da man befürchtete, dass der Triebwagen auf 750 mm Spurweite kippen könne, hat man die Wagenkasten nur in 2.100 mm Breite ausgeführt. 1951 ging der Triebwagen nach Hoya und wurde dort auf 1.000 mm Spurweite umgespurt. Dort traf der Triebwagen auf einen weiteres Schweineschnäuzchen. Dieser 1.000 mm Triebwagen war aber länger und breiter. Beide Exemplare wurden verschrotten. Der T41, der heute beim DEV vorhanden ist, stammt von der Steinhuder Meer-Bahn.

Nachdem Bedenken wegen der Standsicherheit ausgeräumt waren, bestellten die Prignitzer Schmalspurbahnen zwei Triebwagen mit 2.300 mm breiten Wagenkasten. Die entsprachen den Typ E, wie auch auch der Triebwagen mit 1.000 mm Spurweite der Steinhuder Meer-Bahn. Ein Unterschied war aber der Motor. Die beiden Prignitzer Triebwagen hatten Ford BB - Motoren. Der Steinhuder Triebwagen hatte Ford AA - Motoren. Da die Waggonfabrik Wismar auch die Kühler und Motorhauben übernahm, gab es auch leichte optische Unterschiede. Die DR baute Anfang der 1960er Jahre beide Pollo-Triebwagen aus Granit 32 - Diesel um. Ein luftgekühlter Motor braucht keinen Kühler. Stattdessen braucht es ein Gebläse. So änderte sich auch die Form der Haube. Zusätzlich wurde eine Sirokko-Heizung auf einer Seite in der Mitte des Triebwagens eingebaut.

Generell hatten die Schmalspur-Ameisenbären (1.000 mm, 900 mm, 785 mm und 750 mm Spurweite) mit 650 mm einen um 50 mm geringeren Raddurchmesser als ihre normalspurigen Kollegen.

Bei den normalspurigen Exemplaren der DR waren die Unterschiede auch deutlich. Der VT 133 513 (Vorbild von Beckmann) gehört zum Typ B, weicht aber deutlich von anderen Typ B - Exemplaren ab. Der Achsstand beträgt 3.500mm, was identisch mit dem Achsstand des Typ E ist, aber üblich waren eigentlich 4.000 mm beim Typ B. Die Karosse des Triebwagen unterschied sich nicht nur in der Breite zum den beiden Pollo-Exemplaren, sondern auch in der Form. Das waren s.g. Achteck-Karossen. Die Fahrzeugbreite des VT 133 513 betrug 2.935 mm. Die Eberswalde-Finowfurter Eisenbahn, die den Triebwagen in Wismar bestellte, entschied sich auch gegen die üblichen Schiebetüren. Stattdessen wurden Drehtüren verbaut. Mit Drehtüren lieferte die Waggonfabrik Wismar nur 3 Exemplare aus. Herr Beckmann hat das Modell damals auch recht frei umgesetzt. So hatte das Original keine Gepäckkörbe.

Der VT 133 507 (Vorbild von MBS/Karsei) ist auch ein Typ B. Dieser hatte einen Achsstand von 4.000mm. Die Karosse war auch als Achteck-Karosse ausgeführt. Sie verfügte aber über Schiebetüren. Das Original wurde von der Niederlausitzer Eisenbahn bestellt. Bei der DR wurde erfolgte irgendwann der Umbau auf den luftgekühlten Diesel vom Typ Granit 32 mit modifizierter Schnauze.

Lange Rede, kurzer Sinn: Die Modelle unterschiedlicher Hersteller/Typen zu vergleichen macht keinen Sinn, wenn sie nicht exakt das gleiche Vorbild haben.

Bei einem Kleinserien-Modell erwartet ich eigentlich ein höhere Qualitätsniveau als bei einem Großserienmodell. Dafür bin ich dann auch bereit eine höhere Summe zu investieren. Ein Hersteller von individuellen optisch schönen anlogen H0-Schweineschnäuzchen (technisch kann ich sie nicht beurteilen) verlangt 600,- bis 620,- € für das Fertigmodell. Da stecken dann auch 12h Handarbeit drin. Und wenn ich hier lese, dass Karsei nur 200,- € für das Modell verlangt. Zieht man Steuern und Händlermarge ab, dann kann sich jeder selbst ausrechnen, wieviel Zeit für Lackierung und Montage übrig bleicht. Trauriges Fazit: Es kann nur an der Qualität gespart werden.

Und der Versender aus Sachsen sollte auch mal sein Geschäftsmodell überdenken. Qualität ist, wenn der Kunde wiederkommt und nicht die Ware.
 
Das rechtfertigt dennoch nicht für 200 Euro so eine Lackierung abzuliefern.Wenn ich's für den Preis nicht mehr anbieten kann,muss ich den Händler informieren.Vorbestellpreise über so viele Jahre konstant zu halten ist realistisch auch nicht machbar.
 
Granit oder Garant ist eigentlich fast egal--siehe Geschichte der Phänomenwerke
der leichte LKW aus Zittau hieß zuerst Granit und wurde dann zum Garant umbenannt
in beiden werkelte der vierzylinder luftgekühlter Motor beim Garant dann schon etwas weiter entwickelt

fb.
 
Nur eine kleine Anmerkung zur umfangreichen Erklärung - die Ersatzmotore heißen m.E. Garant 32 (und nicht Granit :))
Anhang anzeigen 581925

Beides ist korrekt.

Der Phänomen-Motor Granit 32 ging 1952 in Produktion (intern wurde er auch als Typ 18 bezeichnet). Am 1.1.1957 wurde nach Klage des ehemaligen Eigentümers Rudolf Hillers, der inzwischen technischer Leiter bei der Hanomag in Hannover war, der Werk in Robur-Werke und die Typen von Granit in Garant umbenannt. Da fand der Übergang bereits im Juli 1956 statt.

Hintergrund war, dass die Phänomen-Werk Gustav Hiller AG weiterhin existierte. Der Firmensitz war nach Hamburg verlegt worden. Dort verwaltetet der Bruder von Rudolf Hiller die Patente und Namensrechte.

Die DR hatte auch bereits Motoren des Typs Granit 27 in das Schweineschnäuzchen verbaut. Nicht weil die Motoren von Ford schlecht waren, sondern weil der große Bruder sie als Reparationsgut haben wollte.

Das rechtfertigt dennoch nicht für 200 Euro so eine Lackierung abzuliefern.Wenn ich's für den Preis nicht mehr anbieten kann,muss ich den Händler informieren.Vorbestellpreise über so viele Jahre konstant zu halten ist realistisch auch nicht machbar.

Es wird ja keiner gezwungen 200,- € für den Murx auszugeben. Es wird Zeit, dem Händler die "Rote Karte" zu zeigen. Im Fußball gibt es mindestens ein Spiel sperren. Auf die Modellbahn gemünzt: Die nächsten Bestellungen werden bei einem anderen Händler platziert.
 
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