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Nebenbahnwagen aus Altmaterial

Frühere Packwagen hatten kleine, von außen zugängliche, Verschläge zum Transport von Hunden oder auch anderen Kleintieren. Meistens unterhalb der Zugführerkanzel, weil dort der Boden für das Zugpersonal sowieso angehoben werden musste. Zu erkennen an kleinen Klappen unterhalb der Kanzel.

@Stedeleben : Die Pwi30 haben angedeutete Hundeklappen. Allerdings weiß ich nicht, ob sie in Größe und Form deinen Ansprüchen genügen.

Gruß Jan
 
Zur Entstehungszeit wurde der Wagen mit Heberlein-Bremse ausgeliefert. Dazu gab es auf dem Dach einen Kasten mit den Umlenkrollen für die Seilzüge und Gegengewichte. Bei der späteren Umrüstung auf Luftdruckbremsen verschwanden nicht bei allen Exemplaren die nutzlos gewordenen Kästen. Darum darf mein Modell dieses interessante Detail behalten beziehungsweise bekommen.

Die Bilder zeigen, daß ich auch für die Seitenwände des Kastenaufbaus die Innenflossen der BTTB-Wagen recycelt habe. Das Dach ist aus einem Stück vorgebogenem Polystyrol aufgesetzt und hat noch einen zu großen Überstand. – Mit Absicht, denn die Kontur wird später vorsichtig mit der Feile angepaßt. Natürlich konnte ich mir nicht verkneifen, die Plasteradsätze gegen Speichenradsätze zu tauschen; das hebt die Stimmung. Desgleichen die Anbringung von Stangenpuffern. Damit hat der Wagen fast schon so was wie Ausstrahlung und braucht sich neben dem CiPr86 durchaus nicht zu verstecken.

PwPosti_Pr82_0692.jpgPwPosti_Pr82_0697.jpgPwPosti_Pr82_0699.jpg
 
...zu der anderen Frage: auf dem Foto sieht man gut mittig vom Wagen, eine Klappe mit einer runden Abbildung.
Das besagte Hundeabteil. Der Beschreibung nach, sollte im weißen Kreis, ein schwarzer Schattenriss eines Setters, sein.
Der Vorschrift nach, schaut der Hund immer zum Handbremsende... (na ja - ob das immer so war?)
 
Interessant! Hast du davon ein Vor-Bild? Offen kenne ich sowas ja, aber mit Kasten?!

@knechtl war mit der Bildinformation dankenswerterweise schneller als ich:

sicher, daß der Kasten dazu war?

Nein, wahrscheinlich befand sich darunter eher das Königlich-Preußische Eisenbahn-Verwaltungs-Radar. ;)

Aber im Ernst: Die so gestaltete Bremsanlage war seinerzeit Standard bei vielen reinen oder kombinierten preußischen Pw und blieb teils bis heute vor allem bei Schmalspurbahnen installiert. Der Sinn des Aufsatzes ist hier aus einer zeitgenössischen Zeichnung ersichtlich. Im übrigen sieht man auf dem verlinkten Foto auch die Seildurchführungen in der Kastenwand, die als Rohrstutzen ausgeführt waren. Man brauchte für die Mechanik einen Wetterschutz und das Wagendach mußte außerdem verschlossen sein, denn darunter lagerte ggf. nässe- und kälteempfindliches Stückgut.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo miteinander
es gab 2 Bauarten der "Bindfadenbremse" einmal die Heberleinbremse und die Görlitzer Gewichtsbremse
die Funktion war ähnlich die Gewichtsbremse war aber weniger aufwendig und hatte ein dickeres Seil
im Packwagen unter dem Kasten war eine Notbremsvorrichtung -dort konnte wie auf der Lok das Seil gelöst und somit die Bremse für den Zug gelöst werden.
an den Wagen gab es noch ein Gestänge da konnte aber nur der Wagen gebremst werden
letztes Mittel war ein scharfes Messer vom Schaffner.
wer es genauer braucht

fb.
 
@knechtl: Dein Wagen sieht in dieser Farbgebung natürlich hübscher aus als meiner aussehen wird, wenn er im DRG-Grün lackiert sein wird. Danke fürs Zeigen! Aber kann es sein, daß Du bei Bemalung und Anschriften Post- und Packabteil vertauscht hast? Das Postabteil müßte auf diesem Bild nach meinem Dafürhalten zum Wagen 4. Klasse hin zeigen, wo Du logischerweise auch den Briefeinwurf placiert hast, während sich der Bremskasten überm Packabteil befinden sollte, also im "Hoheitsgebiet" der Bahnverwaltung. Es war ja nicht der Postbeamte fürs Bremsen zuständig, sondern selbstverständlich der Beamte der Kgl. Sächs. Staatseisenbahn. Und auch der Übergang gehört folgerichtig in dessen Wagenstirnwand. Aber ich kann mich freilich auch irren.

Damit wieder zu meinem Kandidaten:

Was mich bei den BTTB-Fahrwerken immer geärgert hat, waren die im Gegensatz zu den Vorgängern von Zeuke & Wegwerth nicht mehr durchbrochenen Achshalter und Schaken für die Federpakete. Das bewirkte eine unschöne Vergröberung des Chassis. Dies zu ändern ist eine Arbeit für einen, der Vater und Mutter erschlagen hat, weshalb ich mir das bisher nur bei sehr wenigen Modellen angetan habe. Es ist auch insofern nicht ohne, als das Risiko groß ist, daß eine Schake ganz ausreißt oder man die angrenzenden Bremsbacken abbricht. Beim PwPosti habe ich‘s mir dennoch zugemutet. Alle acht an einem Chassis schafft man nicht in einer Bastelnacht, darum verteile ich diese Fummelei gern über mehrere Tage. Anbei vier nur diesem Detail gewidmete Bilder – nach Abschluß der Strafarbeit.

Als Lockerungsübung vor deren Beginn hatte ich noch das Dach des Kastens für die Heberlein-Bremse angeglichen und geschwärzt. Ich bitte um freundliche Beachtung.

PwPosti_Pr82_0708.jpgPwPosti_Pr82_0716.jpgPwPosti_Pr82_0717.jpgPwPosti_Pr82_0721.jpg
 
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