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Vorbild Vorbildfotos von Straßenfahrzeugen

Da kommt man mit dem Kahn aus Dänemark und steuerbords steht etwas grünes. Das ehemaliger Vivarium VIV-4 der NVA-Wehrmedizin (mobiles Tierhaltungs- und Laborunterstützungssystem - mehrere Auflieger) kommt mir doch irgendwie bekannt vor. Aber irgendwas ist doch anders. Also runter von Bord, die Füße in die Hand genommen und ab nach Warnemünde.

Ostern 2026

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Beim Blick ins Archiv wird der Unterschied klar:

Ostern 2025

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Es sind zwei unterschiedliche KamAZ - Sattelzugmaschinen aus der neueren Epoche. Es gibt auch noch eine dritte KamAZ - Sattelzugmaschine zu diesem Auflieger. Zu NVA-Zeiten waren Tatra-Sattelzugmaschinen vor den Aufliegern.
 
Sollte es so in Deutschland eigentlich garnicht geben, aber da steht er mit Berliner Kennzeichen: Der Lada Niva Travel, ursprünglich in Russland in einem Joint Venture mit General Motors als Nachfolger des Lada Niva als Chevrolet Niva verkauft. Nach dem Ende des Joint Ventures vor ein paar Jahren hat sich Lada den wieder ins Haus geholt und bietet nun den Vorgänger und diesen hier parallel an.
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Beste Grüße
Jörg
 
Der Niva Travel hat bestimmt den Umweg über Tschechien zu uns gemacht. Dort gibt es eine Firma, die sich auf den Import und die Zulassung von solchen Exoten spezialisiert hat. Die Fahrzeuge haben daher alle eine Erstzulassung in Tschechien.

In der heutigen Zeit ist der Gag, dass die Fahrzeuge auch nicht aus Russland kommen, sondern aus Aserbaidschan. Sie werden angeblich bei Azermash gefertigt. Wobei das vermutlich auch nur eine Briefkastenadresse ist, um Sanktionen zu umgeben.

Ähnliche Spielereien gab es bei Lada schon früher, auch wenn die Ursachen andere waren. Es gab auf dem Papier Nivas, die offiziell in Deutschland gefertigt wurden. Nur wo war das Werk? Das gab es nicht. Die Fahrzeuge kamen fast vollständig montiert bei uns und nur ein paar Kleinteile wurde hier montiert. Hintergrund waren die schlechten Eigenschaften des Nivas, die eine Zulassung in der EU als Großserienfahrzeug nicht mehr zuließen. Aber mittels Kleinstserienzulassung konnte man das Problem übergehen. Die FIN von Nivas aus Russland fängt mit einem X an. Fängt die FIN mit einem W an, dann handelt es sich um einen Niva aus "deutscher Produktion". Und fängt die FIN mit einem N an, dann hat die Kiste einen Umweg über Aserbaidschan gemacht. Solche Spielereien wirken sich preislich natürlich aus. So kostet ein Basis-Niva inzwischen ca. 23.000,- € mit Tageszulassung.

Der Chevrolet Niva ist eigentlich eine 100% Eigenentwicklung von AvtoVAZ/LADA, die ihren Ursprung bereits in den 1980er Jahren hatte. Nur fehlte den Russen das nötige Kleingeld, um den geplanten Niva-Nachfolger in Serie zu bringen. So kam es 2001 zur Gründung eines Tochterunternehmens mit GM und einer Londoner Bank. Binnen 2 Jahre konnte mit den beiden Geldgebern eine Produktionsstrecke aufgebaut werden. AvtoVAZ brachte die Konstruktion und den Markennamen NIVA mit ein. Die Ur-Niva hieß ab dem Zeitpunkt nur noch Lada 4x4.

Ende der 2000er Jahre durfte Bertone den Chevrolet NIVA leicht überarbeiten. 2019 endete die Zusammenarbeit mit GM und AvtoVAZ wurde zum Hersteller. Eigentlich war damals ein neues Werk im Bau und der Nachfolger stand auch schon bereit. 2021 gab es eine gründliche Überarbeitung des Fahrzeuges und mit Lada Niva Travel einen Produktnamen. Der Ur-Niva heißt seitdem Lada Niva Legend.

Durchsetzen konnte sich der Chevrolet Niva nie gegen den Ur-Niva. Ein Grund war damals der Preis, der doppelt so hoch gegenüber dem Original war.
 
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