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Nebenbahnwagen aus Altmaterial

Ein sehr schönes Detail sind die Dachstützen an den Bühnen alter Waggons. Allerdings fungierten sie beim Vorbild zumeist weniger als stabilisierendes Element, sondern dienten dem Personal als Haltegriffe. Doch egal, welchem Zweck sie dienten: Sie verleihen dem Waggon mehr Charisma.

Mindestens ebenso auffallen dürften die neuen Deckleisten an den Wagenseiten. Sie lassen den Wagenkasten unruhig wirken, werden nach der Lackierung aber vermutlich weniger unangenehm ins Auge stechen.

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@Stardampf: Irgendwo bestimmt, aber da müßte ich jetzt erst länger suchen.
 
Daß ich heute etwas später als gewohnt dran bin, liegt am Braunen Sonntag: Ich mußte schnell noch das Hotelzimmer fürs kommende Wochenende stornieren. An sich wollte ich auf dem Magdeburger Nachtflohmarkt nach Bastelschrott stöbern, S-A ist jetzt aber leider No-Go.

Nun aber hurtig Bühne frei für den vorerst letzten Akt des Dramas „PwPosti pr. 01“! – Die auffälligen Deckleisten sowie die Luftschlitze des Hundeabteils habe ich grün grundiert, womit der Wagenkasten für die Lackierung vorbereitet wäre. Auch die Fenstereinsätze habe ich hergestellt und eingepaßt. Sie bestehen aus Acrylglas und bilden eine waagerechte Innen-Vergitterung ab, deren Sinn oft mißdeutet wird. Sie diente nicht bloß dem Schutz vor Einbruch und Diebstahl, sondern sollte beim Herumwuchten von sperrigem Stückgut die Verglasung schützen. Schließlich habe ich noch Trittbretter und Pufferbohlen geschwärzt.

Für jene, die es interessiert, noch technische Daten: Das Modell hat eine Länge über Puffer von 95 mm. Daraus errechnet sich laut NEM 302 eine Norm-Masse von 23,75 g. Zulässig ist eine Überschreitung um maximal 30 %. Mein Modell bringt derzeit – ohne Beleuchtung, Inneneinrichtung, Kulissen und Kupplungen – 22,1 g auf die Waage.

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Mit dem 50. Foto endet somit dieser Baubericht. Nach der Lackierung wird der PwPosti pr. 01 aber noch mal durchs Board rumpeln, versprochen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Moin, @Stedeleben, die rotbraune Stelle am Modell, was hat die zu bedeuten?
Ein sehr schönes Modell ist es geworden!
Helge
 
@hm-tt: Das sind, siehe Zitat, die üblichen Spuren eines gepflegten Wagenkastenmassakers! :)

Bei der Gelegenheit noch ein Wort zu der Blutspur, die neben dem ersten Fenster von der Dachkante herabläuft. Die wurde keineswegs von Jack the Wagen-Ripper verursacht. Als ich die beiden Opferwagen aussuchte, wählte ich bewußt zwei Modelle, die im annähernd gleichen Grün lackiert waren, und zwar auch innen. Erst beim Zersägen stellte sich heraus, daß der Kunststoff bei einem Wagen grün, bei dem anderen aber rot durchgefärbt worden war. Darum sieht das nun so kriminell aus – bis zur Neulackierung.
 
Aha, okay. Das hatte ich überlesen. Danke Dir!
 
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