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Nebenbahnwagen aus Altmaterial

Vielen Dank an alle für die Anregungen! Dazu sei gesagt: Wenn ich heute nochmals mit dem Wagen beginnen würde, bekäme er sicherlich ein ganz auf den preußischen Abteilwagen von BTTB basierendes Fahrwerk. Die zusätzlichen Kosten sind in diesem speziellen Fall gar nicht das Hindernis. Vielmehr ist mir der Wagen zu weit fortgeschritten und ein Kind seiner bzw. meiner Zeit (des Jahrgangs 2012). Ich hielte es allenfalls für sinnvoll, ihn umzulackieren, so daß die Eigentümerschaft von der SKB zur DRG wechseln kann, wohin er besser paßt. Vorstellen könnte ich mir zudem den Tausch der klobigen BTTB-Trittstufen gegen meine eigenen Konstrukte. Zwischenzeitlich hatte ich schon die Inneneinrichtung gebastelt, siehe Fotos. Die Verglasung erledige ich zuletzt in einem Zuge bei allen Exemplaren mit dieser Fensterform.

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Interessant für den geneigten Betrachter
wäre sicher eine Photographie der verschiedenen, bisher entstandenen Spezitäten.
Wenn auch nicht gleich im Zugverbande, da teils noch im Rohbau, so doch aufgereiht auf einem der Geleise der ausführenden Wagenmanufaktur.
? :happy:
 
Hallo miteinander
anfang der 90ziger gab es mal einige Beiträge im MEB da wurden die Preussen auch Scheibchenweise umgebaut--ist mir nie gelungen irgendwas wurde immer schief

fb
 
@Stardampf: Nö, den Spaß hebe ich mir für zuletzt auf. Die Dinger sollen erst mal halbwegs vorzeigbar sein.

@FB.: Ist das schlimm? Du ahnst ja gar nicht, was an meinen Eigenbauten alles schief ist. Schau Dir mal schöne Menschen an, irgendwas an deren Gesichtern ist auch immer schief, aber gerade darum und nicht trotzdem sind sie attraktiv. Darauf komme ich gleich noch mal zurück.

Selbstverständlich verfügten auch diese Wagen über eine Gasbeleuchtung, was den Bastler zu entsprechenden Arbeiten nötigt. Ich habe also zunächst den Dachaufsatz des BCi verschliffen und dann die neuen Positionen für die Ablufthutzen der Gasleuchten festgelegt. Diese haben nach der Verlängerung der B-Abteile logischerweise nicht mehr die durchweg gleichen Abstände – anders als beim Ci, an dem ich darum die alten Positionen weiterverwenden konnte. Nach dem Bohren habe ich die Polystyrol-Imitate implantiert. Lediglich über den offenen Bühnen des BCi muß diese Arbeit warten, bis die Untersicht lackiert ist. Das kann sich aber nur noch um wenige Monate handeln.

Bei genauem Hinsehen kann man auf dem ersten Bild des BCi eine Beschädigung der vorderen Ecke am Oberlichtaufbau erkennen. Die wies bereits der Opferwagen auf und ich hatte sie nicht gleich bemerkt. Ich werde sie bewußt nicht mehr korrigieren. Die Fahrzeuge standen im intensiven Betriebseinsatz, da kommen Läsuren vor. Außerdem liegt die wahre Schönheit, siehe oben, bekanntlich im Unperfekten.

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Was mir an deinen kurzen Wagen sehr gefällt ist, wie du deine Schnitte legst und dabei am Dach zum Teil wo anders schneidest als an der Seitenwand. Das sagt mir zu, das will ich auch mal testen. Eigentlich gar kein Baubedarf für kurze Wagen ... aber ...
An alten Preußen habe ich auch schon umhergeschnippelt. Eine lohnendes Rohmaterial.
 
Es sind immer die kleinen Fehler, die einen am meisten wurmen. Darum kommen wir jetzt zu einer kosmetischen Korrektur. @geiglitz merkte ja bereits an, daß die Gehäuse der beiden BTTB-Spenderwagen abweichende Details aufweisen. Wahrscheinlich hätte es nach der Lackierung des Wagenkastens niemand bemerkt, aber für meine eigenen Augen konnten die Fensterrahmen der eingesetzten Seitenwandteile so nicht bleiben. Die Fotos zeigen zugleich das Problem und die Lösung. Ich habe die betreffenden Holme entsprechend geschwächt und insgesamt vier PS-Streifen von 0,3 mm Stärke angesetzt. So kann ich wieder ruhig schlafen.

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Karl Freitag hat mir ein bißchen zusätzliche Bastelzeit geschenkt, darum geht es ausnahmsweise mal bei Tageslicht weiter.

Damit der Ci auf den gleichen baulichen Stand kommt, wie der BCi, bedurfte es zunächst eines angemessenen Chassis. Wie gewohnt kam ein gekürztes Fahrgestell des CiPr05 von Zeuke & Wegwerf mit eingehängten Blech-Achslagern zum Einsatz. Dieser Wagen hat allerdings einen Boden aus 1mm starkem Polystyrol statt aus Blech bekommen. Ferner habe ich Pufferbohlen angefertigt und Peho-Kulissen untergesetzt. Da ich an diesen alten Vorbildern Speichenradsätze bevorzuge, rollt er nun auf ebensolchen. Schließlich hat er jetzt die gleichen Trittstufen wie der BCi. Nicht zu vergessen die Stangenpuffer: Mit denen versehen, ist er dem BCi glatt zwei Pufferlängen voraus, getreu dem Motto „Überholen ohne einzuholen“.

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Pufferlos sah der grüne BCi recht bescheiden aus – dieser Mangel ist behoben. Wenn die Wagen so hintereinanderstehen, kann man Unterschiede gut erkennen. Was man leicht übersieht, ist indes die Längendifferenz. Durch die verbreiterten Zweite-Klasse-Abteile ist der BCi ca. 5mm länger als der Ci – also rund eine Pufferlänge. Am ehesten ist das am Überstand der Langträger ersichtlich, denn der Achsstand der Modelle ist derselbe.

Nur auf dem ersten Foto sichtbar sind die Fettgas-Behälter. Beim BCi sieht es aus, als hänge der Kessel tiefer, aber das täuscht. Die Behälter sind außermittig angebracht, und der Ci steht lediglich „andersherum“ vor der Linse.

Schließlich darf ich das werte Interesse auf das Dach lenken: Am Oberlichtaufsatz kamen Lüftungsvorrichtungen hinzu. Die sparsamen Preußen montierten anstelle teurer Lüfter simple Röhren, die den Fahrtwind ins Innere leiteten und zugleich als Regenabweiser fungierten. Die Oberlichter waren festverglast.

Apropos: Auf dem dritten Bild sieht man am besten die probeweise eingesetzten zwei Abteilfenster. Wirkt gleich ganz anders.

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Ich bin gespannt darauf, wie Deine Bastelkunstwerke nach finaler Lackierung und Beschriftung aussehen werden. :)
 
Ärgerlich ist es, wenn beim Basteln kaputtgeht, was zuvor intakt war. Passiert halt. Aber so richtig kippt die Stimmung, wenn man auf einem Foto einen Abbruch entdeckt und rückblickend merkt: Das war von Anfang an kaputt. So geschehen mit einer winzigen Ecke an einem Bühnengeländer des BCi. Noch erheiternder ist es, wenn sich das Teil nicht einfach ersetzen läßt, da man es mit viel Liebe und Lösungsmittel verklebt hat.

Was nun? Das Fehlteil am Handlauf maß kaum einen Kubikmillimeter. Mir blieb nichts anderes übrig, als die Bühnengeländer mit Stahldraht zu verstärken und auf den kleinen Überstand eine Prothese zu kleben. Diese wurde paßgerecht von einer intakten Bühne getrennt. Von der Sorte habe ich Dutzende in der Bastelkiste – als Überbleibsel der Opferwagen für die Schnellzug-Preußen.

Erfreulicher ist, daß ich in derselben Session noch die vier Handläufe an den Stirnwänden anzufertigen geschafft habe. Sieht man die irgendwie auf den Telefonbildern?

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@TT-Frank: Niemand kann auf die Lackierung mehr gespannt sein, als ich ... Ich arbeite dran! ;)
 
Tolle Idee mit den zusätzlichen Handläufen an den Stirnwänden!!! Jezt bin ich gespannt, wie´s nach dem Lackieren aussieht! Ich habe bei einigen meiner alten Personenwagen noch senkrechte Haltestangen vom Bühnengeländer bis zum Dach angebracht - genutzt habe ich dafür Regenrinnenfallrohre, die zuvor mit Edding geschwärzt wurden. Ist mal was zur Abwechslung im Wagenverband.
 
Sehr schön gerettet. Als Puzzelteil an der Bühne könnte nun noch das Übergangsblech zum folgenden Wagen ergänzt werden.

:icon_wink
 
Danke @Stedeleben für die Ideen, das spart mir schon erheblichen Aufwand. Ich brauch auch noch ein paar kürzere "preussischartige" Wagen, die im Kleinbahnbereich einsetzbar sind.
Das Grundmaterial ist ja glücklicherweise auf Börsen reichlich und preiswert verfügbar und meine Bastelkiste beinhaltet ebenfalls etliche BTTB-Ruinen, die auf Verbastelung warten.
Einen schönen Ostermontag wünsche ich!
Helge
 
Hallo, könntest du bitte einmal Details von deinen Bühnentritten machen. Wie hast du den unteren Tritt befestigt. Ein Foto von unten wäre super.
Danke Jürgen
Jürgen schau mal hier, ich glaube da sieht man es deutlich.
>> klick <<
Grüße Bernd
 
Mir nötigen deine Bastelarbeiten an den Preußen, egal ob zwei- oder vierachsig allerhöchsten Respekt ab. Die Wagen gefallen mir ausnahmslos sehr gut und sind handwerklich sehr gut gemacht, nicht zuletzt weil du auf „haushaltsübliches“ Material zurückgreifst.
Gerade die kleinen Zweiachser fehlen in TT meiner Meinung nach an allen Ecken und Enden. Wo man bei den Herstellern hinblickt: Schnellzugwagen über Schnellzugwagen
Gespannt bleiben n ich auf deine Modelle wenn sie dann fertig lackiert sind. Irgendwo weiter vorn empfahl man dir die Airbrushlackierung, glaube mir, das ist die allerbeste Lösung.
 
Ich danke allseits für die freundlichen Anmerkungen und Hinweise sowie den ermunternden Zuspruch und komme sogleich zur Frage nach den Einstiegstritten. Weil man auf den drei raschen Schnappschüsse vom Fahrwerk des Ci eher wenig erkennt, ersatzweise eine kurze Erläuterung zum Vorgehen:

Zunächst biege ich als Halter für die Trittbretter acht gleiche Teile aus Stahldraht zur S-Form vor. In die Langträgerüberstände setze ich acht Bohrungen (Ø 0,4 mm) gesetzt. Die kürzeren Trittstufen aus Polystyrol erhalten Bohrungen im selben Abstand wie die im Langträger. Bei der Montage fädele ich diesen Streifen lose auf zwei der S-Drähte auf, stecke deren oberen abgewinkelten Enden in die Langträgerbohrungen, richte das Bauteil aus und fixiere es von hinten mit einem Tröpfchen Sekundenkleber. Sind diese Halter fest, klebe ich die langen Trittbretter auf die unteren abgewinkelten S-Drähte, aber mit einem großen Tropfen Sekundenkleber. Den verteile ich über die gesamte Unterseite; das stabilisiert die fertige Stufe ganz gut und macht sie anlagentauglich. Zum Schluß richte ich das immer noch lose kurze Trittbrett aus und fixiere auch dieses mit Sekundenkleber – schon ist der Kuchen fertig.

Cipr86_4925.jpgCipr86_4926.jpgCipr86_4927.jpg
 
Eine alte Weisheit lautet, daß man ab und zu das Thema (in diesem Falle: das Objekt) wechseln muß, um keine Langeweile zu riskieren und kreativ zu bleiben. Darum will ich die Bastelei an den kurzen Sitzwagen kurz zur Seite legen und mich dem nächsten Umbau-Kandidaten zuwenden: einem kombinierten Post/Packwagen nach Blatt 8 der preußischen Normalien mit 4 Meter Radstand.

Als Ausgangsmaterial steht, siehe erstes Bild, das BTTB-Exemplar eines preußischen PwPosti91 auf der Schlachtplatte bzw. dem Bettungsgleis der Kreuzberger TT-Abende seligen Angedenkens. Bei dem an sich schönen Modell, siehe erstes Bild, ist ohnehin der Achsstand deutlich zu groß (umgerechnet 6540 statt 6000 mm). Wer wollte mir da verübeln, wenn ich die Sache etwas abkürze, und zwar buchstäblich?

Die grundlegenden Arbeitsschritte sind im zweiten Bild bereits erledigt: Der Wagenkasten ist auf der Bühnenseite abgesägt, der Oberlichtaufbau gekürzt worden. Damit hat das Gehäuse schon mal die endgültige Länge. Um diesen Offenstall wieder zu schließen, war die alte Wand ungeeignet; das Vorbild hatte dort keine Doppeltür. Die passende einflüglige Schlagtüre stammt von einer Zeuke-Donnerbüchse. Die Wandteile links und rechts der Tür waren einstmals diese leidigen Innenflossen von CiPr05 & Co., deren Rastnasen ins Fahrgestell eingriffen. Sie sorgten dafür, daß die Wagen keinen freien Bühnendurchblick boten und die Vorbauten keine Fenstereinsäztze hatten.

Die Tür ist noch nicht eingeklebt und steht schief. Auch das Fahrgestell ist nur vom CiPr86 geliehen, erkennbar an den dort ganz unsinnigen Trittstufen. Das soll sich aber demnächst ändern.

PwPosti_Pr82_4888.jpgPwPosti_Pr82_0631.jpg
 
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