Eine alte Weisheit lautet, daß man ab und zu das Thema (in diesem Falle: das Objekt) wechseln muß, um keine Langeweile zu riskieren und kreativ zu bleiben. Darum will ich die Bastelei an den kurzen Sitzwagen kurz zur Seite legen und mich dem nächsten Umbau-Kandidaten zuwenden: einem kombinierten Post/Packwagen nach Blatt 8 der preußischen Normalien mit 4 Meter Radstand.
Als Ausgangsmaterial steht, siehe erstes Bild, das BTTB-Exemplar eines preußischen PwPosti91 auf der Schlachtplatte bzw. dem Bettungsgleis der Kreuzberger TT-Abende seligen Angedenkens. Bei dem an sich schönen Modell, siehe erstes Bild, ist ohnehin der Achsstand deutlich zu groß (umgerechnet 6540 statt 6000 mm). Wer wollte mir da verübeln, wenn ich die Sache etwas abkürze, und zwar buchstäblich?
Die grundlegenden Arbeitsschritte sind im zweiten Bild bereits erledigt: Der Wagenkasten ist auf der Bühnenseite abgesägt, der Oberlichtaufbau gekürzt worden. Damit hat das Gehäuse schon mal die endgültige Länge. Um diesen Offenstall wieder zu schließen, war die alte Wand ungeeignet; das Vorbild hatte dort keine Doppeltür. Die passende einflüglige Schlagtüre stammt von einer Zeuke-Donnerbüchse. Die Wandteile links und rechts der Tür waren einstmals diese leidigen Innenflossen von CiPr05 & Co., deren Rastnasen ins Fahrgestell eingriffen. Sie sorgten dafür, daß die
Wagen keinen freien Bühnendurchblick boten und die Vorbauten keine Fenstereinsäztze hatten.
Die Tür ist noch nicht eingeklebt und steht schief. Auch das Fahrgestell ist nur vom CiPr86 geliehen, erkennbar an den dort ganz unsinnigen Trittstufen. Das soll sich aber demnächst ändern.

