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Länderbahn-Schnellzugwagen auf Zeuke-Basis

Ja, war bei IoreDM3.
 
Prima, aber wo finde ich dies heute, wenn ich auf der Suche nach sowas bin und den Konstrukteur nicht wenigstans über Beziehungen kenne?
Katalog?
Siehe meine Suche nach dem Konstrukteur der BR 280 DR bei Shapeways hier im Board. Erfolglos!

Aber nun weiter mit den Schnellzugwagen.
 
Frag bei ihm via Unterhaltung an. Ich weiss nicht ob er Alternativen hat, da lange nichts bestellt.
 
Bei Shapeways gabs dieses Gestühl mal als Meterware. Ablängen - fertig. (...)

Wie erwähnt, zähle ich mich eher nicht zu den Geldbahnern. Viele käufliche Dinge fummle ich, sofern technisch möglich, lieber selbst zusammen. Und auch wenn ich damit nicht diese allgemein erwartete Perfektion erreiche, bereiten mir dieses Suchen nach Lösungen und ihre handwerkliche Umsetzung unendlich mehr Freude als das Einkaufen, das einem immer nur einen kurzen Kick verschaffen kann. Meine Schnellzugwagen werden darum sicherlich nie so geleckt aussehen wie Industriemodelle, und mancher mag die Nase darüber rümpfen. Auf mich dagegen wirken sie lebendiger und mit ihren Beulen und Flecken vorbildnäher. Das ist einer der Gründe, warum ich mir dies alles antue.
 
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Kommen wir, wie angekündigt, zum Sprengwerk. Die erste Aufnahme läßt es unter dem geöffneten Wagen erkennen. Es ist aus drei Teilen pro Wagenseite zusammengesetzt, die aus 0,3 mm Federstahldraht bestehen. Die langen Sprengstreben wurden nach Zeichnung vorgebogen. Die Stuhlsäulen bzw. Stiele mit der schrägen Abstützung habe ich durch jeweils zwei Krampen dargestellt und an den Knickpunkten der Streben fixiert. Man sieht im Gang ganz gut die sechs Durchführungen des Drahtes: je zwei für die Krampen und die äußeren für die – wegen der Drehgestell-Auslenkung zur Wagenmitte hin versetzen – Widerlager. Zur Befestigung genügt ein Tropfen Sekundenkleber.

Die weiteren Ansichten einmal der Gang-, einmal der Abteilseite sollen einen Eindruck davon vermitteln, was letztlich durch die Fensterscheiben von der Inneneinrichtung zu sehen sein wird. Die letzte Aufnahme zeigt den Wagenkasten mit applizierten Faltenbalgen an den Stirnwänden.

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(...) Aber nun weiter mit den Schnellzugwagen.

Alte Regel: Gute Vorsätze sind dazu da, über Bord geworfen zu werden. – Natürlich konnte ich mir nicht verkneifen, auch an diesem C4ü die Nottritte sofort unter die Langträger zu schrauben. Sie entstanden abermals in bewährter Mischbauweise – sprich: aus Polystyrol und Federstahldraht. Ein bißchen knifflig ist es, die sechs Exemplare pro Seite so auszurichten, daß sie halbwegs fluchten, aber ein kleiner Versatz läßt sich nachträglich mit Nagelfeile und Klinge begradigen. Man muß nur Geduld und eine Flasche Rosenthaler in Griffweite haben, woran aber im Waggonwerk Kleinklöten noch nie Mangel herrschte.

Die Untersichten offenbaren nebenbei außer den Sprengwerken auch die simplen Drehbegrenzer der Drehgestelle. Es handelt sich um zwei kurze PS-Rundstäbe, die im Wagenboden befestigt worden sind. Daß die Gestelle bei liegendem Wagen seitlich wegkippen, holt zufällig die in den Wagenboden eingelassenen Kulissen und Drehgestell-Halterungen ans Licht.

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Der dritte, im April 2019 angefangene Sitzwagen war – nach zwei drittklassigen C4ü verschiedener Serien – ein dreiklassiger ABC4ü. Das hatte zum einen verkehrstechnische Gründe, denn so konnten damals bei mir selbst mit einem kurzen Zug aus nur einem Pack- und zwei Sitzwagen vorbildgetreu bereits alle Klassen unterwegs sein. Zum anderen war es der Test, wie weit ich mit der nötigen Verbreiterung der Opferwagen-Fenster komme. Das Ergebnis ist bekannt und war bereits hier zu sehen.

Auch dieser Wagen ruft nun nach seiner Fertigstellung. Da sich die Arbeiten an allen Wagen weitgehend gleichen und somit wiederholen, fasse ich mich kurz: Das Vorbild hatte 7 ½ Abteile; das Halbabteil lag in der Wagenmitte und gehörte zur 2. Klasse mit insgesamt 15 Plätzen. Ein Abteil mit vier Sesseln deckte die 1. Klasse ab, in vier Abteilen der 3. Klasse fanden 32 Personen Platz.

Die ersten beiden Fotos zeigen die Bestuhlung von der Abteilseite aus, das dritte die Gangseite. Hier sei des Publikums geschätzte Aufmerksamkeit auf einen Draht gelenkt, der parallel zu Wagenwand verläuft. Das ist die Umsetzung eines Messing-Handlaufs, der bei vielen dieser Wagen angebracht war und den Reisenden das sichere Durchlaufen des Zugs während der Fahrt ermöglichen sollte. Vorsorglich habe ich alle Zwischenwände aller Wagen vor dem Einbau mit den entsprechenden Bohrungen versehen, kann mir also aussuchen, in welche Wagen ich am Ende den Handlauf einbaue oder eben nicht. Ansonsten wird das Wageninnere auch ohne Güldenes recht bunt durch die drei Polsterfarben.

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Du bist furchtbar, aber das weißt du ja selbst. Für Fortsetzungen würde ich dir sogar meine eingesperrten Vitrinenmodelle (natürlich zu Horrorpreisen) überlassen. Absolut super was du da baust.
 
Am 15. Oktober 2019 hatte ich hier angekündigt, aus einem weiteren mir vom Foriker R.P. überlassenen Gehäuse einen Schlafwagen entstehen zu lassen. Nach acht Tagen waren die Seitenwände korrigiert, ein betriebsfähiges Fahrgestell inklusive Pufferbohlen, Puffern, Kulissen und Kupplungen gefertigt und die ersten Runden im Zugverband erfolgreich bestanden.

Heute sei der Vollständigkeit halber nachgetragen, was sich während meiner ersten Board-Diät (Februar 2022 bis April 2024) getan hatte: Im Dezember 2022 erhielt der Wagen seine vier Einstiegstreppen sowie ein Sprengwerk und sieht seither aus, wie auf diesem Bild. Es versteht sich, daß das so nicht bleiben darf, und darum wird der Schlafwagen derselben Prozedur unterzogen, wie die Sitzwagen.

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Bastelnächte um eine Stunde zu verkürzen ist ein schwerwiegender Eingriff in den Modellbahnverkehr und den Biorhythmus des BW-Personals. Der amtsmißbräuchliche Schlafentzug sollte mit Abschaffung der Sommerzeit bestraft werden! Erst recht, da er den Bau von Schlafwagen zu verzögern droht. Ein Wunder, daß hier heute überhaupt etwas gezeigt werden kann.

Zunächst wurden auch dem künftigen WL4ü die „Tische“ in den Eingangsbereichen appliziert, die einmal die Faltenbalge an den Stirnseiten halten sollen. Danach habe ich die Inneneinrichtung nach meinem Baukastensystem vorbereitet.

Als reiner Wagen 2. Klasse benötigte er lediglich zwei Querwände mit entsprechenden Gangtüren. Bei Aufteilung und Interieur der Coupés habe ich mir einen gehörigen Schluck künstlerische Freiheit genehmigt. Jedes hat bloß zwei Etagenbetten, auch gibt‘s keine Verbindungstüren zwischen zwei Abteilen. Ferner ragen die Betten nicht, wie sonst üblich, in den Fensterbereich hinein. Die lange Wand ist somit frei für eine gediegene Möblierung mit Kleidungs- und Gepäckablagen sowie Waschgelegenheit. Die acht Fahrgast-Coupés ergänzt das Halbabteil des Wagenschaffners mit Klappliege und Arbeitsplatz. Direkt daneben befindet sich ein Serviceraum mit Gaskocher für die Zubereitung von Tee oder Kaffee. An den Wagenenden liegen schließlich separate Aborte für Frauen und Männer.

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Die Fensterbreiten und deren Abstände sind noch so, wie seinerzeit vom Spender des angefangenen Wagenkastens @R.P. zum Weiterbau an mich übergeben. Sie entsprechen denen der Zeukeschen Opferwagen CiPr05a mit geschlossenen Bühnen. Bisher habe ich selbst nur einen Sitzwagen mit diesem Fensterformat gebaut, und zwar den AB4ü der ersten Generation mit den markanten Zwillingsfenstern.

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Weil ich unentschlossen bin, wieviel ich wirklich vom komfortablen Interieur des WL nachgestalten will, ist die Lage intern unverändert. Einstweilen habe ich mich den äußeren Details zugewandt.

Der Griff unter die Gürtellinie ergab auch beim Schlafwagen das Fehlen gewisser Vorrichtungen; in der Folge erhielt auch er zehn Nottritte unterm Langträger – gut zu erkennen auf dem ersten Bild. Freilich soll der Wagen gut beheizt und beleuchtet auf Reisen gehen, weshalb ich zwei Druckbehälter für Leuchtgas untergesetzt habe, die man aus der Froschperspektive des zweiten Bildes am besten wahrnimmt. Sie waren üblicherweise einseitig auf der Gangseite angebracht. Der Gasvorrat mußte im übrigen laut Vorschrift für 30 Stunden reichen.

Auf dem letzten Bild stechen die noch unbemalten Faltenbalge besonders ins Auge. Sie lassen den Wagen deutlich länger wirken. Zu erkennen sollte auch sein, daß einer davon aus- und der andere eingezogen ist. Das ist kein unwichtiges Detail, denn einen einzelnen WL reiht der Wagenmeister bevorzugt am Zugende ein: Die friedlich ihrem Zielbahnhof entgegenschlummernde Bettkarten-Kundschaft soll nicht von Reisenden gestört werden, die das Wort „Durchgangs-Zug“ allzu wörtlich nehmen. Und damit für heute Gute Nacht!

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@Stedeleben

Mit den verschiedenen Details und "Kinkerlitzchen" wird so ein Wagen erst perfekt. Besonders die Faltenbälge führen nach meiner unmaßgeblichen Meinung dazu, dass der Wagen noch vollendeter wirkt. Kannst Du was zur Erstellung der Faltenbälge sagen? Hast Du sie aus Papier gefaltet und wenn ja, wie?

Der Vorteil eines Schlafwagens ist, dass Du Dir keine Gedanken machen musst um die Reisenden. Die stecken ja alle im wahrsten Sinne des Wortes unter einer Decke :) ! Vielleicht könnte man noch einen Schlafwagenschaffner ... oder überhaupt irgendeinen einen Zugbegleiter im Gang positionieren. Aber hast Du schon eine Idee, welche Personen in den anderen Fensterwagen Platz nehmen dürfen?
 
Da offenbar ein größeres Interesse an den Faltenbalgen besteht, habe ich in der Mittagspause schnell ein paar Fotos geknipst.

Wie @andre_simon bereits schrieb, sind es Drucke von @sascha für ein von ihm vor Jahren begonnenes, aber nicht weiterverfolgtes Projekt, die er mir freundlich zur Verwurstung überlassen hatte. Das erste Bild zeigt eines der erwähnten Sets. Allerdings habe ich sie für meine Zwecke technisch wie gestalterisch etwas anpassen müssen. Insbesondere war das damals verfügbare Material nicht optimal und sehr brüchig. Darum habe ich zur Stabilisierung die Rückseiten zunächst mit PS-Streifen von 0,2 mm Dicke und 0,5 mm Breite verstärkt (siehe Bild zwei). Das macht die Teile für den harten Anlagenbetrieb handhabbar. Denn sie sollen je nach Wagenposition im Zugverband austauschbar sein. Auf den letzten beiden Bildern sieht man die Laschen, die ich als „Schublade“ in den Faltenbalgen befestigt habe. Mittels dieser Laschen kann ich dann die Faltenbalge in jene „Tische“ einschieben, welche ich im Zuge der Inneneinrichtung auf den Fußboden der Vorbauten gesetzt hatte.

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@F-Rob_S: Mein Plan ist es, vor allem den Gang zu bevölkern und ansonsten nur wenige Reisende (N-Figuren) in einzelne Abteile zu setzen oder auch ans Fenster zu stellen. Einige Abteile sollen zugezogene Vorhänge bekommen und später unbeleuchtet bleiben.
 
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