Ich habe mich nochmals genau mit der Ladeschaltung der HM7000-Decoder befasst, weil sie, wie
@Ilmson auch weiß, Gegenstand ausgiebiger Diskussionen im Hornby-Forum in bezug auf 'Fremd' Kondensatorpuffer ist. Das Ergebnis meiner Messungen ist, dass an der Ladebuchse als +Pol die direkt vom Gleichrichter liegende Versorgungsspannung anliegt und als -Pol eine Stromsenke, die in Gegenrichtung mit einer Diode überbrückt ist. Das muss so sein, damit im Pufferbetrieb der Kondensator ungehindert den Decoder versorgen kann, da der Strom dann umgekehrt fließt. Die Stromsenke begrenzt den Strom zum Laden des Kondensators auf ca. 70mA und deshalb können da auch 'Riesen-Elkos' angeschlossen werden, ohne dass ein Bauteil Schaden nimmt. Ich habe das am R7321 ( dem kleinen ) mit einem 6800µF/25V Kondensator an 15V Versorgungsspannung ausprobiert. Man braucht daher weder Vorwiderstand noch Überbrückungsdiode. Einige im dortigen Forum haben die Spannung ohne Kondensator oder mit einem Widerstand an den Anschlüssen gemessen und deshalb kursieren da die abenteuerlichsten Behauptungen über die zur Verfügung gestellte Ladespannung.
Diese Sache hat jedoch einen Nachteil: Die Kondensatorspannung beträgt voll geladen ca. 1,5V weniger als die Versorgungsspannung.
Man kann an der Ladebuchse des R7331 (Sounddecoder) oder den daneben liegenden Pads C+ und C- auch einen Step-Up Wandler wie z.B. den von train-o-matic anschließen. Das empfiehlt sich besonders für die 2' C 1' Dampfloks, da man das ganze einschließlich Kondensatoren problemlos im Tender unterbringen kann. Beim R7321würde ich eher einen solchen Puffer, wie schon oben beschrieben, direkt an +V und 0 anlöten, damit man das volle Potential ausschöpfen kann.
Übrigens hat Hornby mittlerweile eingesehen, dass ich recht hatte (hüstel) und es wird die Firmware des R7321 so abgeändert, dass auch bei diesem nach dem Einschalten nur eine Pause von ca. 2 sec. vor dem Aktivieren der Aufladung eingelegt wird. Damit ist dann das von mir kritisierte vorher beschriebene Verhalten beseitigt und man kann trotzdem mit angeschlossenem Kondensator/StepUp programmieren.