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Bremskraft von Lokomotiven

Warum war es den Alten so wichtig, wie die Lok bremst?
DIe Bremse ist einer der Hauptindikatoren zur Ermittlung der Höchstgeschwindigkeit.
Ich könnte mir vorstellen, dass man deswegen so gehandelt hat, um bestimmte Zugläufe beschleunigen zu können. Manchmal entscheiden wenige Bremshundertstel über ein paar km/h mehr oder weniger.
 
Moin,
Mal eine Frage am Rande: Die meiste Bremskraft bringt doch der Zug.

Warum war es den Alten so wichtig, wie die Lok bremst?
Für Lz waren die stolzen Maschinen doch nicht gedacht … und zum Rangieren braucht man keine gewaltige Bremsausrüstung.

Grüße Ralf
Bezogen auf jedes einzelne Fahrzeug im Zug, sollte die Lok schon eine gute Bremskraft haben, in der Regel ist sie das schwerste Fahrzeug.

Gruß Frank
 
Unter "Nachträgliche Bauartänderungen" steht dann weiter, daß die DRG ab 1934 bei allen Lokomotiven von 03 001 bis 122 nachträglich die Schleppachsbremse eingebaut hat,
Was aber die hier gezeigte CAD-Version ausschließt: kleiner Vorläufer & Scherenbremse.

Bezogen auf jedes einzelne Fahrzeug im Zug, sollte die Lok schon eine gute Bremskraft haben, in der Regel ist sie das schwerste Fahrzeug.
Trotzdem wird hinten mehr gebremst als vorne; auch heute noch. Ein einzelner ICE1/2-Triebkopf darf mangels ausreichender Bremsleistung keine 280 km/h fahren.
 
Die meiste Bremskraft bringt doch der Zug.
in der Regel ist sie das schwerste Fahrzeug.
Gerade leichte Züge mit wenigen Wagen waren damals die schnellfahrenden, da ist das besonders ausgeprägt, dass die Lok am schwersten ist und ihren Anteil bringen muss.

Ein einzelner ICE1/2-Triebkopf darf mangels ausreichender Bremsleistung keine 280 km/h fahren.
Und zwei gekuppelte Triebköpfe? Ab wieviel Mittelwagen darf Vmax gefahren werden?
 
Ja, denn im Normalfall bremsen die TK nur generatorisch. Scheibenbremse nur bei Ausfall der Generatorbremse bzw. im Falle einer Schnellbremsung unterstützend, um maximale Bremsleistung des TK zu erreichen. Für letzteres haben die MW die Mg-Bremse, die damit beim Werfen des Ankers den Zug stoppen. Die fehlt den TK.

Ab wieviel Mittelwagen darf Vmax gefahren werden?
Gute Frage! Kann ich nicht beantworten.
 
Zuletzt bearbeitet:
DIe Bremse ist einer der Hauptindikatoren zur Ermittlung der Höchstgeschwindigkeit.
Ich könnte mir vorstellen, dass man deswegen so gehandelt hat, um bestimmte Zugläufe beschleunigen zu können. Manchmal entscheiden wenige Bremshundertstel über ein paar km/h mehr oder weniger.

Und in welcher Zugart der PZB man signalgeführt fahren kann/darf.
 
Also eine organisatorische (wahrscheinlich Wartungskosten senkend), keine echte technische Einschränkung. Danke für die Info.
Doch, es ist eine technische Einschränkung, dass der TK im Normalfall nur generatorisch bremst. Er ist ja dafür gebaut, mit MW zu fahren statt allein.
 
Verschießen die Magnesium mit'm Maschinengewehr, welches bei MG Motors gebaut wurde?
Und wozu braucht man bei der Technikerkrankenkasse die Mittelwelle?

Fragen über Fragen... :nixweiss:
 
Ich kann mich an Zeiten erinnern, wo die Höchstgeschwindigkeit der Class 66 von 120 km/h auf 90 km/h bei Lokleerfahrten wegen mangelndem Bremsvermögen heruntergesetzt wurde. Hilfsweise wurde dann gerne ein Güterwagen angehangen, um so wenigstens mit 100 km/h durchs Land zu fahren, um nicht der langsamste auf der Strecke zu sein.

Mathias
 
Ab wieviel Mittelwagen darf Vmax gefahren werden?
Keine Ahnung.
Dazu müsste man zuerst mal die Bremsleistung der MW ermitteln (Anschriften).
Jetzt immer einen MW nach und nach dazu nehmen und die Bremshundertstel des jeweiligen Trains berechnen, bis mal mindestens so um die 200 Brh rauskommen.
Dann müsste ermittelt werden, bei wieviel vorhandenen Bremshundertsteln (Berechnung der Bremskraft des Trains) der Zug LZB-geführt 280 km/h fahrplantechnisch fahren dürfte.
Die Berechnungsgrundlage dafür kenne ich nicht.
 
...Warum war es den Alten so wichtig, wie die Lok bremst?...
Es gab immer wieder Unfälle, weil die Maschinen (und Züge) wegen schlecht steuerbarer Bremsleistung zu spät zum Stillstand kamen.
Die ersten S1 hatten lediglich eine Wurfhebelbremse am Schlepptender. Davor wurde teilweise nur mit Gegendruck versucht, die Maschinen zum Halten zu überreden. Das begrenzte die Geschwindigkeiten und kostete viel Zeit.
Bis zur T2 gab es überwiegend nur eine, einseitig gebremste Achse und bis zur G7.x waren die wenigsten Fahrzeuge bereits werkseitig mit Bremsen an der Maschine und nicht nur am Schlepptender ausgerüstet. Nebenbei hatte man die Zunahme der Eisenbahnverkehre unterschätzt und musste die Geschwindigkeiten zur besseren Bewältigung erhöhen - das stand im Wiederspruch zum ersten, oben stehenden Satz.
Als Westinghouse und Knorr ihre Luftdrucksysteme auf den Markt brachten, gab es endlich die Möglichkeit einer Dosierbarkeit und die Fachjournalie berichtete ziemlich regelmäßig von Versuchen und deren Ergebnissen.
 
Keine Ahnung.
Dazu müsste man zuerst mal die Bremsleistung der MW ermitteln (Anschriften).
Jetzt immer einen MW nach und nach dazu nehmen und die Bremshundertstel des jeweiligen Trains berechnen, bis mal mindestens so um die 200 Brh rauskommen.
Dann müsste ermittelt werden, bei wieviel vorhandenen Bremshundertsteln (Berechnung der Bremskraft des Trains) der Zug LZB-geführt 280 km/h fahrplantechnisch fahren dürfte.
Die Berechnungsgrundlage dafür kenne ich nicht.
Die Bremshundertstel sind meines Wissens nur signalgeführt so extrem wichtig, um die Fahrplangeschwindigkeit einigerseits höchstmöglich vorgeben zu können, andererseits trotzdem innerhalb des Bremswegabstandes der Strecke zum Stehen kommen zu können. Mit Führungsgrößen können die Bremskurven technisch viel länger sein. So darf bspw. der 425 mit LZB auch bis zu 160 km/h fahren.
 
Ab wieviel Mittelwagen darf Vmax gefahren werden?

Nachdem hier bisher nichts konkretes genannt wurde: der ICE-S fährt mit 2 Mittelwagen, ev. Auch mit einem (das bin ich nicht sicher). LZB geführt natürlich kein Problem, da wie gesagt nur die entsprechende Bremskurve hinterlegt werden muss. Hat er H/V geführt Einschränkungen?

Luchs
 
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