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Von Kleinklöten nach Großbommeln

Die hatten in echt die Treppe hinten
Jawohl, Treppenhaus und Klos hinten sind wichtig.
Wohnzimmer mit 2 Fenstern, übrige Zimmer je 1 Fenster.
Vornraus Wohnzimmer und Schlafzimmer, hintenraus Küche und Kammer (Kinderzimmer).
Starker Frost treibt Gemäuer und Fundamente in 1:1 auseinander, das klappt auch im Modell, wo Wasser zwischen die Teile dringt.
Ich glaube nicht daran, Das Wasser dehnt sich beim Gefrieren aus, um zerstörerisch zu wirken muß aber die Ausdehnungsmöglichkeit
begrenzt werden. Beispiel gefrorene Wasserleitung. Moderne Wasserfässer sind nach oben konisch, so daß das gefrierende
Wasser das Faß nicht zerdrückt.
 
Es hat bei günstig gebraucht erworbenen Gebäudemodellen prima funktioniert, auch ohne dass du daran glaubst.
@Rekoboy
Warmes Wasser mit wenig Spüli nutzen. Die ollen 70er Papiergardinen (Vorhänge?) werden auch gleich mit gewaschen. Bestenfalls weggewaschen.
Ansonsten bleibt wirklich noch, das Ganze mit Werkzeug aufzutrennen.
 
(…) Bei drei Fenstern Breite, davon eins fürs Treppenhaus abgezogen, bleibt meistens nur noch Grundfläche für eine Einzimmerwohnung übrig.
Wohnklo mit Kochnische? :gruebel:
Da kann ich nur empfehlen, sich mit den Standardgrundrissen der Gründerzeit zu beschäftigen. Insbesondere im dörflichen Bereich mit kleinen Gebäuden führten nur schmale Innentreppen seitlich am fensterlosen Giebel entlang. Zwei Zimmer waren für arme Familien üblich: Wohnküche und Schlafstube. Innenliegende Bäder waren selbst in besserer Lage die Ausnahme. Wer Glück hatte, verfügte noch über eine separate Speisekammer, die eher ein kleiner Wandschrank war. Für die Notdurft gab es Donnerbalken auf dem Hof, bei größeren Häusern bestenfalls zwei nebeneinander. Zusätzlicher Stauraum fand sich allenfalls im Keller oder auf dem Boden, wenn es die Raumhöhe hergab, hängte man die Decke ab. Wasser zum kochen und zur Körperpflege holte man sich mit dem Eimer an der Pumpe im Hof. Luxus war eine Waschküche im Nebengelaß. Das ließe sich fortsetzen.

Bei meiner Bastelei geht es um solch ein etwa 1870 gebautes Mietshaus mit Mindestausstattung in buchstäblich engen Verhältnissen. Die schmucken Fassaden jener Zeit sollten uns nicht täuschen; sie waren gerade dazu da, die Armut dahinter zu verbergen.
 
Es hat bei günstig gebraucht erworbenen Gebäudemodellen prima funktioniert, auch ohne dass du daran glaubst.
Vielleicht hätte es genausogut bei ungefrorenen Wasser funktioniert.

Da kann ich nur empfehlen, sich mit den Standardgrundrissen der Gründerzeit zu beschäftigen. Insbesondere im dörflichen Bereich mit kleinen Gebäuden
Du zeigst aber in Deinem Fred ein Stadthaus und kein kleines Gebäude.
In Industrieorten wurde auch teilweise so gebaut.
 
Da kann ich nur empfehlen, sich mit den Standardgrundrissen der Gründerzeit zu beschäftigen. Insbesondere im dörflichen Bereich mit kleinen Gebäuden führten nur schmale Innentreppen seitlich am fensterlosen Giebel entlang. Zwei Zimmer waren für arme Familien üblich: Wohnküche und Schlafstube. Innenliegende Bäder waren selbst in besserer Lage die Ausnahme. Wer Glück hatte, verfügte noch über eine separate Speisekammer, die eher ein kleiner Wandschrank war. Für die Notdurft gab es Donnerbalken auf dem Hof, bei größeren Häusern bestenfalls zwei nebeneinander. Zusätzlicher Stauraum fand sich allenfalls im Keller oder auf dem Boden, wenn es die Raumhöhe hergab, hängte man die Decke ab. Wasser zum kochen und zur Körperpflege holte man sich mit dem Eimer an der Pumpe im Hof. Luxus war eine Waschküche im Nebengelaß. Das ließe sich fortsetzen.

Bei meiner Bastelei geht es um solch ein etwa 1870 gebautes Mietshaus mit Mindestausstattung in buchstäblich engen Verhältnissen. Die schmucken Fassaden jener Zeit sollten uns nicht täuschen; sie waren gerade dazu da, die Armut dahinter zu verbergen.

Da geb ich dir voll Recht.

Klar ist das ein Dorf oder kleines Stadthaus.
Meine Oma hat bis 1985 so gewohnt. Und das Haus hatte zwei Etagen und dieser Art war auf dem Dorf die ganze Straße so vom Baustil. Da wohnten 4 Familien drin. War ein winziges Stück größer.
Wohnzimmer 2,5m x ca . max. 4m. Wohnküche ebenso und ein winziges Schlafzimmer.
Wasser wurde die steile Treppe hoch getragen und benutz wieder runter, kam in die Ablaufrinne auf dem Hof.
Auf dem Hof zwei Verschläge neben der Waschküche, einer für Fahrrad und alles mögliche, einer für Kohlen. Toilette über den Hof hinten in der Ecke für alle, zwei Holztüren, dahinter auch nur Holz. Männer und Jungs gingen eh gleich bis an den Haufen auf der Rückseite davon.
Und es gab einen Keller, ganz dunkel, nur Kerzenlicht.
Erst 1985 kam fließend Wasser ins Haus, und Abwasser dazu.
Die ganze Wohnung hatte einen Ofen.
Wenn wir zu viert zu Besuch kamen ging das auch mit dort schlafen und zum Geburtstag waren dann noch mehr Leute da.

Ein Unterschied ... an der Treppe war ein Fenster für Licht, ganz oben ganz winzig.

Mach mal weiter so und nicht beirren lassen.
Der heutige Blick zeigt leider eine Realität die man schwer wahrnehmen kann. oder will.

Selbst der Bäcker residierte in einem winzigen Haus das in der zweiten Etage nur zwei Fenster zur Straße hatte.
Unten war Tür und kleines Schaufenster.
Und aus vielen solchen aneinander gereihten Häuseln und eingeschossigen bestand das Dorf in der Masse... heute immer noch.



Auf meiner winzigen Enkelchenanlage habe ich bewusst nur kleine Häuser gewählt, das macht es im Gesamtbild viel harmonischer zur kleinen Anlage, das können halt die alten Papphäuser erst mal sein, da finde ich passt diese Größe, bis ich sie durch passende Selbstbauten ersetze. Alte Häuser aufknacken geht mitunter wunderbar.
 
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auf der Anlage haben sie Häuser von Pola, Faller, Auhagen u.a. in H0, TT u. N verbaut;
keine Rücksicht auf Deckenhöhen und so genommen, geht gar nicht. :cool:

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mfg
fp
 
Welche „Anlage“ ist denn das; wo kann man das begutachten?
das ist in Zeitz der Neumarkt,
es soll eine Ermutigung sein, von der Ideal-Modellwelt abzukommen, also mehr Realität auf die Platte...

mfg
fp
 
Der Titel dieses Threads lautet "Von Kleinklöten nach Großbommeln". Gemäß dem Anlagenthema stelle ich darin mit einigem Aufwand an Bild und Text Bauten für ein ärmliches Dorf um 1930 mit wenigen hundert Seelen vor. Trotzdem werden hier weder durch historische Sachkenntnis noch kurzes logisches Nachdenken getrübte Dafürhaltungen hinterlassen, was unweigerlich in die Ablage einer Fotoserie von Häusern einer einstigen Residenzstadt mit knapp 30000 Einwohnern führt. Mich überfordert dieses rücksichtslose Dazwischengrätschen, mir ist die Lust vergangen.
 
Leute bleibt doch mal friedlich unf freundlich,
seit 2019 gehts " Von Kleinklöten nach Großbommeln", und zwischen denen " ist ein weites Feld", wenn man zurückblättert;
jede Dikussion ist eine Bereicherung der Beteiligten, wie allein schon die 84 Seiten mittlerweile zeigen;

mfg
fp
 
Es gibt genügend Fundstellen im Netz, die auch gerade die für den 'Bauboom' der 1930er Jahre in Siedlerhäusern Maße und Beispiele bieten. Das typische Steildachhaus mit ca. 7x9m oder Stallanbau zur Selbstversorgung mit 9x14m ist da ausreichend in Wort und Bild dokumentiert und kommt m.E. Stedelebens Intentionen wesentlich näher als irgendwelche städtischen Reihenbauten.
Hier ein Beispiel mit dem im Modell interessanten 'Zollingerdach' einer Siedlung von 1927, die einen Vollausbau des Daches ohne störende Streben und dabei Materialersparnis ermöglichte:
Einen hab ich noch, die Innwerksiedlung un Gars mit Minimalgrundrissen:
Grundrisse ab Seite 9
 
Zuletzt bearbeitet:
Trotzdem werden hier weder durch historische Sachkenntnis noch kurzes logisches Nachdenken getrübte Dafürhaltungen hinterlassen, was unweigerlich in die Ablage einer Fotoserie von Häusern einer einstigen Residenzstadt mit knapp 30000 Einwohnern führt. Mich überfordert dieses rücksichtslose Dazwischengrätschen, mir ist die Lust vergangen.
Wieso, das hier ist ein Diskussionsfaden und hier eine gute Diskussion, inwieweit den Modell realistisch ist. Die Fotos aus Zeit zeigen sehr gut , dass diese Häuser grundsätzlich realistisch sind.

Diskussionen nehmen ihren eigenen Lauf. Ist ja kein Blog.
 
Es gibt genügend Fundstellen im Netz, die auch gerade die für den 'Bauboom' der 1930er Jahre in Siedlerhäusern Maße und Beispiele bieten. Das typische Steildachhaus mit ca. 7x9m oder Stallanbau zur Selbstversorgung mit 9x14m ist da ausreichend in Wort und Bild dokumentiert und kommt m.E. Stedelebens Intentionen wesentlich näher als irgendwelche städtischen Reihenbauten.
Hier ein Beispiel mit dem im Modell interessanten 'Zollingerdach' einer Siedlung von 1927, die einen Vollausbau des Daches ohne störende Streben und dabei Materialersparnis ermöglichte:
Einen hab ich noch, die Innwerksiedlung un Gars mit Minimalgrundrissen:
Grundrisse ab Seite 9

Ist ja faszinierend: die selben Hütten mit den runden Dächern hat MEW hier auch für die Belegschaft bauen lassen - war für damals schon echt Luxus.
Dachte bisher, das gibt’s nur hier. Manchmal lernt man hier nebenbei doch noch was…
Grüße Ralf
 
Auf ausdrücklichen Wunsch mehrerer Überredungskünstler erfolgt hier ein neuer lustloser Versuch, zu meinem Thema zurückzukommen.

Das Objekt sieht fast schon wieder nach Haus aus. Als erstes habe ich neue Türöffnungen hergestellt. Die Originale im Maßstab 1:100 sind für das verkleinerte Gebäude untauglich. Danach habe ich die vier Geschoßteile auf einheitliche Maße gefeilt und verklebt. Ränder von Auhagen-Strukturplatten dienen als Laschen zur Stabilisierung, ebenso der um 90 Grad gedrehte Fußrahmen. Zuvor wurden sämtliche Fenstereinsätze und – soweit möglich – die Fensterfaschen entfernt. Mit letzteren werde ich viel Spaß haben. Ihre lichten Öffnungen sind größer als die in den Wänden, sie müssen folglich schrumpfen. Oder auch wegbleiben.

Beherzt habe ich die Säge an die Giebel angesetzt, um die Dachform zu ändern; ein Satteldach soll das Mansardendach ersetzen; das unelegante, wuchtige Giebeldach erspare ich den Bürgern von Großbommeln. Da das Haus angereiht werden soll, sind auch die Giebelfenster überflüssig. Darum habe ich die untere Fensteröffnung verschlossen. Die oberen Öffnungen liegen hofseitig auf Höhe der Fassadenfenster. So kann ich sie nutzen, falls mir gelegentlich ein Klosterbruder einflüstern sollte, das Gebäude etwas zurückspringen zu lassen.

Stadthaus_6342.jpgStadthaus_6344.jpgStadthaus_6345.jpgStadthaus_6346.jpg
 
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