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Digital Unerklärliches Fahrverhalten

leik

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Erzgeb.
Hallo alle,
eine relativ kleine Anlage wird betrieben mit LokPilot V4.0 – ESU (Tillig EinsteigerSet DAISYII), BR110 - Tillig, BR106 – PIKO. Es zeigt sich folgendes Fahrverhalten:
- nur BR106: Lok fährt ordnungsgemäß
- nur BR110: Lok fährt ordnungsgemäß
- BR106 und BR110, BR106 steht mit Fahrtregler=0: BR110 fährt ordnungsgemäß
- BR106 und BR110, BR106 seht auf Sperrstrecke mit BM1, Fahrtregler aufgedreht: BR110 fährt ordnungsgemäß
- BR106 und BR110, beide Lok’s fahren: BR106 fährt immer ordnungsgemäß, BR110 fährt total ungleichmäßig, wird unregelmäßig langsam und beschleunigt wieder, bleibt in willkürlichen Abständen stehen und fährt selbständig wieder an, unabhängig von Richtung und Geschwindigkeit der BR106.

Zum Aufbau der Anlage: Die Anschlüsse aller Weichen, Signale, Trennstellen und Herzstücke wurden verlängert und auf einen leicht zugänglichen „Verteiler“ am Rand der Anlage geführt (jeweils ca.2m Länge) und dort miteinander verschaltet. Die Fahrstromversorgung wird zusammen mit den Schaltersignalen für Weichen und Signale über eine ca. 2,5m Flachband-Leitung vom Schaltkasten an den Verteiler und von dort über mehrere Leitungen an verschiedene Stellen des Schienennetzes geführt.
Hat jemand eine Idee?
Gruß
leik
 
mal so ins blaue getippt,
2,5 m Flachbandkabel - welcher Kabelquerschnitt (ich denke mal, zu gering)
Für das Schalten von Signalen und Weichen an den Dekodern eine externe Spannungsversorgung? Wenn nein, wird also der digitale Fahrstrom massiv belastet?
An den Lokdekodern die Möglichkeit zum analog Fahren und Railcom ausschalten - ist der Fehler dann weg?
 
Flachbandkabel sind ungünstig in der Signaltechnik. Da streut immer irgendein Dreck untereinander rein. Signal- und Spannungsleiter sollte man immer im gewissen Maße räumlich trennen.
Gruß Tino
 
@Stovebolt
Du meinst sicher Fahrspannung für Loks und Spannungsversorgung für Signale + Magnetartikel sollte man trennen bzw. separat führen.

Das Ausschalten des Analogbetriebes in den Lokdecodern (wie Zilli schon schrieb) würde ich auch noch machen!
 
Zunächst erst mal vielen Dank an euch.
Im Flachbandkabel sind für jeden der beiden Anschlüsse de Fahrstrom-Versorgung je vier Adern parallel geschalten, alle Stromversorgungen, außer natürlich Fahrspannung, erfolgen aus einem getrennten Zubehörtrafo, Weichen und Signale werden über Kippschalter, nicht digital über Decoder, angesteuert. Zum Test, ob über die Zubehör-Stromverorgung etwas eingestreut wird, wurden die Lok's bei voreingestellten Weichen und Signalen mit abgeschalteter Zubehör-Spannung gefahren - keine Änderung.
Morgen werde ich zum Test die Fahrspannung direkt, ohne Schalterbox und Verteiler, einspeisen und die CV's für Analogbetrieb und Railcom ändern.
Liegen eigentlich Erfahrungen bezüglich Störeinstreungen auf die Loksteuerung vor? Das ganze Schienen-Netz liegt ja naturgemäß großflächig und völlig frei auf dem "Tablett", sollte es nicht deshalb eine genügende Störfestigkeit besitzen? Es ist also so, die mehrfache Bahnstrom-Versorgung vom Verteiler parallel an die verschiedenen Gleisabschnitte erfolgt über eigentlich freie Reserve-Adern in den Kabeln zwischen Verteiler und Weichen/Signale, insofern sind sie tatsächlich parallel zur Zubehör-Stromversorgung geführt. Ich ging von einer ordentlichen Störfestigkeit der Bahnsrtom-Versorgung aus. Auch, wie schon geschrieben, das Fehlverhalten ist bei abgeschalteter Zubehör-Stromversorgung vorhanden

Noch mal vielen Dank

leik
 
Hallo alle, die BR106 und die BR110 fahren nun ordnungsgemäß, auch gleichzeitig. Thomas hatte den Finger drauf. Vielen Dank an alle für die Bemühungen.
Aber, wie es so ist: Ein Problem gelöst, das nächste wird sichtbar:
Nachdem die beiden oben genannten Lok's nun ordnungsgemäß fahren wurde die dritte Lok ins Spiel gebracht und zwar eine Dampflok BR38 mit dem Intelli Drive2 - Digitaldecoder. Diese Lok reagiert auf die Bremsmodule BM1 nicht richtig. CV27 wurde wie bei den beiden ersten Lok's auf CV27=2 gestellt. An der Trennstrecke, in Fahrtrichtung das rechte Gleis getrennt, hält die Lok aber in beiden Richtungen. Es sieht so aus, als würde immer CV27=3 sein. Ein Variation der Asymetrieschwelle mit CV97, entspricht dem CV134 bei LokPilot V4.0 – ESU, brachte keinen Erfolg. Muß vielleicht bei Drive2 noch irgendein anderer/zusätzlicher CV gesetzt werden?

Gruß
leik
 
@leik
Hast Du die Lok zur Fahrt in Gegenrichtung gedreht oder nicht? Denn wenn sie nur rückwärts fährt, ist das erklärbar. Der Decoder 'weiß' ja nur, dass die rechte Schiene bezogen auf den Einbau ( also roter Anschluss ), diejenige ist, auf die er zu achten hat. Drehe mal die Lok herum und schreibe, was sie dann tut.
Nachtrag: Das ist der Mist an dieser ganzen besch.. ABC-Bremserei. Auch Lenz spricht von "in Fahrtrichtung rechts/links" etc, aber was damit gemeint ist, bleibt unklar. Man kann das nämlich auf die Vorwärtsfahrt der Lok beziehen ( dann bremst die Lok rückwärts nicht ) oder auf die Schiene, die beim Aufsetzen der Lok in Vorwärtsrichtung rechts/links ist. Also bleibt es dem Ermessen des Programmierers überlassen, was dabei herauskommt.
@TBauer3172
Erst Anleitung lesen, dann schreiben.
Auszug:
>>CV27 =1 bremsen, wenn rechte Schiene positiver ist
CV27 =2 bremsen, wenn linke Schiene positiver ist <<
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,
Ich habe in der rechten Schiene in Fahrtrichtung die BM1 und bei allen Loks CV 27=1 gesetzt. Funktioniert bei 70 Loks mit Decodern von Kühn,Lenz,D&H,Zimo und Uhlenbrock.
Gruß Thomas

Nachtrag: bei einem Uhlenbrock musste ich auch eine 2 eintragen. Wobei ich davon auch nur 2 habe da die manchmal die Lichteinträge CV33/34 vergessen haben.
 
Zuletzt bearbeitet:
Danke für die Antworten.
Die Lok habe ich nicht gedreht. Bei den funktionierenden Lok's ist es so, wenn sie bei Signal "halt" in die Sperrstrecke fahren bleiben sie stehen, können aber dann mit Fahrtrichtungsänderung rückwärts aus dieser Sperrstrecke wieder raus fahren. Ich meine, die Bezeichnung "rechts" oder "links" ist aus Sicht der Lok in Fahrtrichtung zu verstehen, jedenfalls verhalten sich die beiden funktionierenden Lok's so und es erscheint mir auch logisch.
Manchmal weiß man nach vielen Hin- und Heränderungen schon gar nicht mehr, was man alles gemacht hat. Ich bin mir ziemlich sicher, daß ich alle drei Einstellungen (CV27=1/2/3) vorgenommen habe und auch mit den beiden funktionierenden Lok's verglichen habe. Werde morgen noch einen Anlauf starten.

Gruß
leik
 
Nur mal zur Klarstellung:
Die CV27-Wertezuordnung entspricht der Lenz-ABC Grundeinstellung. Auch bei Kühn und allen anderen ist:
>>
CV27 =1 (Bit 0 =1) Bremsen, wenn rechte Schienenspannung höher (entspricht Lenz-ABC Grundeinstellung)
CV27 =2 (Bit1=1) Bremsen, wenn linke Schienenspg. höher
<<
Heißt im Umkehrschluss, wenn die Spannung der rechten Schiene über BM1/2 abgesenkt wird, muss die Lok bei CV27=2 bremsen/langsamfahren und nicht anders.
 
Hmm, dann funktionieren alle 70 Loks mit Ausnahme einer mit Uhlenbrock Decoder, bei mir mit CV 27=1 und BM1 in der rechten Schiene falsch. Seltsam das das da bei mir so funktioniert. Alle Loks CV 29=14.
Abweichend davon natürlich Lenz mit CV 51=2.
Gruß Thomas
 
Hallo Thomas, was für einen Uhlenbrock-Decoder hast Du?
Hier entwickelt sich die ganze Brems-Angelegenheit so langsam zu einem Krimi. Noch mal der Reihe nach:
Die Lok mit dem Intelli Drive2 - Digitaldecoder von Uhlenbrock war nicht zu bewegen am Signal in nur einer Richtung anzuhalten, trotz CV27=1/2/3. Ein Versuch mit der Hotline von Uhlenbrock Kontakt aufzunehmen war erfolglos. Nächste Möglichkeit: Zum Händler fahren. Dieser hat sicher eine spezielle Tel.-Nr. von Uhlenbrock und konnte schnell Rücksprache nehmen. Auskunft von Uhlenbrock, man halte sich fest: Wenn, dann kann man mit diesem Decoder nur in beiden Richtungen halten, eine Auswahl rechts - links ist im derzeitigen Zustand nicht möglich (entweder "Halt" in beide Richtungen oder gar nicht). Wenn es unbedingt gewünscht wird muß ein Update erfolgen, dieses kann aber nicht beim Händler durchgeführt werden, der Decoder muß zu Uhlenbrock geschickt werden, dauert vermutlich ca. 3 Wochen.
Um zu helfen hat der Händler den Decoder gegen einen von Lenz getauscht. Dessen Einstellmöglichkeiten sind aber auch begrenzt: CV51, Bit 1=1 -> ABC aktiviert, Bit2=0/1 -> richtungsabhängig/richtungsunabhängig. Eine Auswahl rechts - links ist nicht möglich, immerhin ist eine Wirkung des Bremsmoduls in nur eine Richtung möglich. In der Beschreibung des BM1 steht, daß das Modul in der in Fahrtrichtung rechten Schiene eingebaut werden muß, so ist es realisiert. Wenn ich über diese Trennstelle mit der Lok mit Lenz-Decoder und CV51=2, d.h. ABC richtungsabhängig aktiviert, fahre, dann verhält sich die ganze Richtungsabhängigkeit genau falsch, das "Halt"-zeigende Signal wird ignoriert, aus der Gegenrichtung kommend wird gehalten.
Hat vieleicht dazu jemand eine Idee?

Gruß
leik
 
Also der Uhlenbrock ist ein 73115 , werde ich aber noch gegen einen Zimo tauschen, da er unter akuter Vergesslichkeit leidet. Wenn ich die Anlage abschalte ohne vorher an der Lok (BR 106 Tillig ) das Licht auszuschalten vergisst dieser Decoder alle Lichteinstellungen und ich muss diesen resetten. In meiner Arnold Kö ist ein 73105, werde ich auch noch tauschen. Habe bei beiden Loks schon einen vom Händler getauschten drin da beide schon mal das Rauchbit gesetzt hatten. In der BR 110 von Tillig habe ich einen MX 617 von Zimo drin und dieser funktioniert sehr gut. Auch die CV 27=1 funktioniert ohne Probleme. Bei Lenz funktioniert bei mir alles bremsen bei CV 51=2 sehr gut. Das Problem mit dem Falschherum bremsen hatte ich bei einer Traxx 285 mit Lenz Decoder. Hatte dort glaube ich die Motoranschlüsse getauscht und alles funtionierte. Du kannst noch probieren ob du in der CV 29=7 oder 15 ein giebst. Kann sein das das funtioniert.
Gruß Thomas
 
@heizer,

Zitat:
Die CV27-Wertezuordnung entspricht der Lenz-ABC Grundeinstellung. Auch bei Kühn und allen anderen ist:
>>
CV27 =1 (Bit 0 =1) Bremsen, wenn rechte Schienenspannung höher (entspricht Lenz-ABC Grundeinstellung)
CV27 =2 (Bit1=1) Bremsen, wenn linke Schienenspg. höher
<<
Heißt im Umkehrschluss, wenn die Spannung der rechten Schiene über BM1/2 abgesenkt wird, muss die Lok bei CV27=2 bremsen/langsamfahren und nicht anders.
Zitat Ende:
Auch wenn es so bei Lenz steht, aber das funktioniert ja so nicht.
Ich habe Original BM1 in der rechten Schiene und senke damit die Schienenspannung um ca. 2,8V, denn höher kann die Spannung ja nicht werden.
In den Decodern stelle ich CV27=1 oder bei Lenz 51=2 ein.
Nun erkennt der Decoder die Schienenspannung rechts geringer, links höher und bremst.
Wenn ich CV27=2 bzw. CV51=3 einstelle bremst die Lok nur entgegengesetzt.
Bei der Konstellation von dir beschrieben müsste der BM1 in der linken Schiene sein.
sehe ich das so richtig?
Bei mir geht alles mit BM1 rechts und CV27=1 bzw. CV51=2.
Ich glaube nicht das das falsch ist.
Sollte ich mich irren erkläre mir das bitte, den bei 70 Loks funktioniert es so tadellos.
Gruß Thomas
 
Der originale Bm1 von Lenz funktioniert bei mir definitiv nicht. Da kannste programmieren in Cv27 und Cv134 wasre willst. Warum auch immer. Die selber gebauten funktionieren tadellos und sind auch preisgünstiger.
 
@TBauer3172
Nein, ich stimme Dir nicht zu.
Ich habe nämlich in der Zwischenzeit wahllos einen Kühn N45 aus der Kiste gegriffen und mit diesem alle Einstellungen laut Betriebsanweisung durchprobiert. Gefahren mit einer IB, deren leichte Unsymmetrie dem N45 nichts ausmacht, wenn CV115 auf 6 gesetzt wird.
Benutzt wurde ein N45 bedrahtet und den roten Draht an die in Vorwärtsrichtung der Lok rechts liegende Stromabnahme angeschlossen.
Wenn im Folgenden von der rechten/linken Schiene gesprochen wird, dann ist das immer bezogen auf die Vorwärtsrichtung der Lok gemeint.

Voreinstellung:
CV29=2
CV3/$ =10
CV115 =6
Ergebnisse:

a) BM1 an die linke Schiene
CV27=1
Vorwärtsfahrt: bremst
Rückwärtsfahrt: ignoriert

b) BM1 an die rechte Schiene
CV27=1
Vorwärtsfahrt: ignoriert
Rückwärtsfahrt: bremst

c) BM1 an die linke Schiene
CV27=2
Vorwärtsfahrt: ignoriert
Rückwärtsfahrt: bremst

d) BM1 an die rechte Schiene
CV27=2
Vorwärtsfahrt: bremst
Rückwärtsfahrt: ignoriert

e) BM1 an die linke Schiene
CV27=3
Vorwärtsfahrt: bremst
Rückwärtsfahrt: bremst

f) BM1 an die rechte Schiene
CV27=3
Vorwärtsfahrt: bremst
Rückwärtsfahrt: bremst

Q.E.D. (Was zu beweisen war).

Man muss eben sorgfältig arbeiten und die Bezugspunkte der Spannungen beachten. Eine Unsymmetrie des DCC-Signals kann einem da auch einen Streich spielen, bei CV115=3 gibt es mit der IB keine sauberen Ergebnisse.
Ich übertrage dieses Ergebnis mal ganz frech auf andere Fabrikate, insbesondere Lenz. Es stimmt schon, was die Hersteller in die Betriebsanleitungen schreiben (nur bei U. bin ich mir da nach den Erfahrungen mit dem PIKO-Sounddecoder der 55 nicht so sicher)

Nachtrag:
Man kann mit CV27=1 und BM1 an der rechten Schiene problemlos bremsen, wenn man den BM1 verkehrt herum einbaut
 
Zuletzt bearbeitet:
@heizer,
ich meine das die CV Einstellungen schon richtig sind bei mir, und der BM1 oder Selbstbau sind in der rechten Schiene. Was ich noch nicht probiert habe, was passiert wenn ich die Anschlusskabel der Schienen tauschen würde. Aber spielt das überhaupt eine Rolle? Ich habe auch bei keiner Lok per CV die Richtung gedreht. Nur bei der BR285 die Motoranschlüsse.
Muss ich diese Woche mal bei mir testen. Habe seit Beginn mit dem ROCO Verstärker und einer z21 nun die DR 5000 in Betrieb. Aber danke das du dir so eine Mühe machst.
Gruß Thomas

Brauche meistens nur den Decoder stecken und alles geht wie es soll.
 
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