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Gibt es superfeine Handsägen ?

@teetee wenn du von Blech spricht, gehe ich mal von Tafeln aus? Da ist ein Handschnitt eigentlich nicht die erste Wahl.
Ich habe dafür eine Proxxon KS 230 (<100,- Euro) mit passenden Sägeblättern, damit geht das schnell und zuverlässig.
 
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Hallo Teetee,

ich baue nun einiges in Messing in verschiedenen Massstäben. Bleche bis 0,2 mm schneide ich mit einer einfachen Schere, sägen würde nur das Material verbiegen. Für 0,3 mm - 0,4 mm Blech eigenet sich m.E. eine Feinblechschere am besten. Bleche ab 0,5 mm bis 1mm säge ich mit einer Laubsäge aus dem Goldschmiedebereich, natürlich mit Metallsägeblättern und einem Tropfen Schneidöl. Ab 1,5 mm und dicker bohre ich vor, so schont man das Sägeblatt. Superfeine Schnitte (Was verstehst Du eigentlich darunter?) schaffen die Metallsägen nach meiner Erfahrung alle nicht, mindestens 0,3 mm muss man einkalkulieren.

Achso, eine 0,3 mm - Trennscheibe (erzeugt einen 0,5 mm Schnitt) schafft das auch, nur schneller...

Ich hoffe geholfen zu haben.

Grüsse
Martin
 
Schau mal im Goldschmiede- und Juwelierbedarf, "zu Jedeloh" ist eine gute Adresse mit Onlinehandel. Sägeblätter in der Länge wie Laubsägeblätter für einen auch da erhältlichen Sägebogen, Stärke der Blätter bis 0,2 runter und 30 Zähne pro cm ! Hab damit schon Ms Guß gesägt, Neusilberblech 0,5, natürlich auch dünneres Messing. Säge möglichst nicht rechtwinklig zum Blech führen, dann hakt auch nichts oder Blatt reist weg.
 
Gibt ja Leute mit starkem Bart.
Aber dass Rasierklingen Metall schneiden, ist mir neu.
Grüße Ralf
Echt? Wie glaubst du denn würde man sonst Metall schneiden können? Extrem harte Rasierklingen gewinnen immer gegen weichere Metalle. Versuche es doch einfach mal, bevor du hier nur wieder rumstänkerst. Verpass einfach mal einer Rasierklinge ein paar Sägezähne und probiere es aus. Ich hatte die Idee als Teenager und bei mir klappt das seit dem bis heute.
 
Habe ich auch, gab es auch schon für 8€.
Verpass einfach mal einer Rasierklinge ein paar Sägezähne und probiere es aus.
Das Prinzip wurde schon in der DDR von Bastlern propagiert, aber eben nicht für Metall.
(Modellbau und Basteln, practic)
Und als Handschutz hatte man das aufstecken des Blattes auf einen Korken empfohlen.

Der Nutzer wollte "Trennen von Messingblech mit 0,7 bis 1mm Stärke", geht bestimmt nicht mit dieser Rasierklinge.

Grüße Wolfgang
 
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Extrem harte Rasierklingen gewinnen immer gegen weichere Metalle.
Wie hart sind denn diese Klingen konkret ? Für eine reelle Einschätzung ob es Sinn macht, müsste man schon die Fakten kennen. Mit Fakten ist die konkrete Härteangabe gemeint, also welchen Wert die Klinge in der Regel hat, laut Hersteller....
 
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@Luftpost

Das gehört zwar alles nicht mehr hierher, aber gerne:
Wenn, wie Harka behauptet, er selbst in "extrem harte Rasierklingen" Sägezähne schneidet, um damit nicht ganz so extrem hartes Metall zerspanend zu bearbeiten, frage ich mich folgende Dinge:
1. Mit welchem noch härteren Material wird die extrem harte Rasierklinge bearbeitet?
2. Wie schafft Harka es, dieses extrem harte und gleichzeitig sehr dünne Metall zu bearbeiten, ohne dass die Rasierklinge dabei zerbricht (herkömmliche Rasierklingen würden das tun)?
3. Womit genau und wie wird die Rasierklinge bearbeitet, um der Rasierklinge so feine Zähne zu verpassen, dass sie einer seriell hergestellten Resinsäge, wie behauptet, überlegen ist?
4. Wenn alle diese Fragen für Techniker und technisch versierte Leser zur Zufriedenheit beantwortet werden können: Warum zeigt Harka uns nicht einfach dieses Meister- bzw. Wunderwerk, damit wir es hier alle gemeinsam bestaunen und lobpreisen können? (Das ist übrigens eine rhetorische Frage)

Gruß Jan
 
Woher soll ich wissen, wie Harka die Klingen bearbeitet hat ? Und eine Klinge mit 58-62 HRC, laut Google schneidet man nicht so einfach mit einer Nagelschere ein, diese hält dabei nicht sehr lange, da deren Härte unterhalb der Klingenhärte liegt.
 
Hallo, zu DDR-Zeiten habe ich in der Model Bau Heute einen Basteltipp gelesen: Mehrere Rasierklingen als Paket in den Schraubstock spannen, quer mit einem Messer auf die Schneiden hacken, bis eine "Sägezahnlandschaft" entsteht. Die Einzelklingen für Kunststoff verwenden, wie Harka schrieb zum Sägen von z.B. Kabinenhauben. Zum Metallsägen ist das wahrscheinlich ungeeignet, deshalb kann ich nur den schon gegebenen Tipp mit dem Goldschmiedewerkzeug aufgreifen.
 
Mehrere Rasierklingen als Paket in den Schraubstock spannen, quer mit einem Messer auf die Schneiden hacken, bis eine "Sägezahnlandschaft" entsteht.
Vorher den Weg zum Augenarzt gooogeln!
Das tut ja schon beim Lesen weh!
Aber mal im Ernst, da täte mir das Messer leid.
 
Nur nebenbei: die Führungen für textile Fäden in Spinnmaschinen (und ähnlichen) sind aus extra hartem Material und müssen trotzdem regelmäßig ersetzt werden 😱
Oder schaut euch Wasserstrahlschneiden (geht auch ohne Zusätze, dauert nur länger) an.

Und jetzt könnt ihr wieder mit eurem Harka-Bashing weitermachen.
 
Ich glaub, das mit den Rasierklingen ist mir zu gefährlich.
Weiß auch nicht, warum eine unangeschliffen gezahlte Klinge besser schneiden soll.
Nach der Definition die ich mal gelernt habe, schneidet man mit definierter Geometrie des Schneidkörpers.
Alles mit undefinierter Schneide nannte man früher Schleifen. Aber das nur am Rande.

Es ging um Metall schneiden. Das kann @Harka mit seiner Rasierklinge nicht, wie er selbst schreibt. Trotzdem wirbt er wiederholt dafür …

Ich sehe das ähnlich @schnerke - und der Tipp vom Heizer ist sicher zielführend.


Alles Andere - ist selbsternannten Alleskönnern vorbehalten. Möchte nicht dagegen antreten. Habe eine etwas empfindliche Haut und die Brille verkratzt auch zu oft.

Grüße Ralf
 
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Bei Schnitten von längeren Me-Blechen verwende ich bis 0,5mm auch die von @Mike vorgeschlagene Methode mit dem mehrmaligen "Entlangritzen, Biegen und Brechen" mit dem Cuttermesser.
Gibt extrem präzise und nicht verzogene Schnitte.
Für dickere Bleche eignet sich sehr gut die Mikrotischkreissäge von proxxon mit nem entsprechenden Sägeblatt / Diamantscheibe.
 
Wenn man in die kleine Proxon- Tischkreissäge statt des Sägeblatts eine ebenso große Trennscheibe einspannt, kann man damit auch sehr dünne Bleche (0,2mm) "schneiden". Der Schnitt ist allerdings dann etwa 1mm breit. Diese Scheiben nehme ich auch für Leiterplattenmaterial, da man bei den Glasfasern sonst keine lange Freude am Sägeblatt hat. Wichtig ist aber eine absolute Parallelführung des Materials, denn dieses "Sägeblätter" schneidet auch an der Seite - und dann sind im Schnitt hässliche Ecken. Die Trennscheiben gibt es auch von Proxon.
 
undefinierter Schneide
In der Beziehung hast du (fast) Recht (es gibt nicht nur "Schleifen" mit (geometrisch unbestimmter Schneide"), aber hier ging es allgemein ums Trennen, und demzufolge wurden die Verfahren entsprechend gemischt.
Mit einem Zahn einer Rasierklinge wirst du keinen "Span" abheben, nur ein paar Partikel bzw über die Kerbwirkung, wenn das Material sehr weich ist, zum Ziel kommen.
Aber ich glaube, keiner wollte das sooo tief abhanden.
 
Allgemein zur Bearbeitung von Messing: Die Werkzeuge (vornehmlich aus Schnellarbeitsstahl oder Hochleistungs-Schnellarbeitsstahl) sollten vorher keinen Stahl oder ähnliche Werkstoffe bearbeitet haben, da dadurch der wirksame Keil leicht verschlissen ist, was beim Eindringen in den Messingwerkstoff hinderlich ist.

@Per hat es richtig geschrieben. Geometrisch unbestimmt bezieht sich auf Schleifen. Wenn man aus einer Rasierklinge ein Werkzeug herstellt (Was man damit zerspanen kann ist für die Verfahrensbestimmung nicht wichtig), kennt man die Geometrie meist nicht. Man könnte aber das Werkzeug mit einem Hilfsmittel vergrößern und dann die Geometrie bestimmen. Damit ist es eine Bearbeitung mit geometrisch bestimmter Schneide.
 
Allgemein zur Bearbeitung von Messing: Die Werkzeuge (vornehmlich aus Schnellarbeitsstahl oder Hochleistungs-Schnellarbeitsstahl) sollten vorher keinen Stahl oder ähnliche Werkstoffe bearbeitet haben, da dadurch der wirksame Keil leicht verschlissen ist, was beim Eindringen in den Messingwerkstoff hinderlich ist.
Beim Bohrer für Messing sollte man die sogenannte Messingkante anschleifen, damit der Bohrer mehr drückt und sich nicht so sehr reinzieht, d.h. die Schneidkante der Hauptschneide nach vorne runter ziehen mit dem Schleifbock oder mit der Diamantfeile, ähnlich einer kleinen Fase, die Messingkante anfeilen. Der Bohrer kann vorher auch Stahl gebohrt haben, auf die Messingkante kommt es an. Alternativ kann man einen Bohrer mt einem größeren Spitzenwinkel nehmen(ca. 130°), nur hat den kaum jemand im Hobbykeller, den müsste man sich selbst anschleifen. Durch den größeren Winkel als der normale HSS Bohrer (mit 118°) zieht sich der Bohrer auch nicht mehr so stark ins Material rein.
 
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