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Feuerwehr - vom Orginal bis zum Modell, Einsatzgeschehen, Fragen und Antworten

@stewo

Danke für die Klarstellung. Ich habe zwischenzeitlich mal auch ein wenig nachgeforscht; zum TLF 4000 gibt es noch ein
Waldbrandtanklöschfahrzeug Typ Brandenburg (TLF-W BB) in Anlehnung an DIN 14530-21. Nach dessen Leistungsbeschreibung ist es so, wie Du es beschreibst. Grundausstattung, aber mehr geht immer.....
 
Hallo miteinander
die neuesten Tatra firmieren jetzt als GTLF 9000 und sind zum Teil auf 8x8 Fahrgestellen aufgebaut
in CZ sind Exemplare mit 19000l Tanks unterwegs

und Tatra kann auch noch größer --10x10 und 12x12 Fahrgestelle sind möglich

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Ein Vorführer von tht aus Tschechien 2010 auf dem Tatra-Treffen in Seehausen mit der Typenbezeichnung CAS 30 S3R war zu viel wie TLF mit einer Pumpenleistung von 3.000 l/min. Das S steht für ein Fahrzeug über 14.000 kg, die 3 für geländegängig und das R für eine reduzierte Ausstattung. Der Tankinhalt lag bei 9.000l Wasser und 540l Löschmittel.

Das Fahrzeug hat noch einen originalen Tatra-V8-Diesel verbaut.

Das Fahrzeug ist später an die Feuerwehr von Ostrava gegangen.

Ein fast baugleiches Fahrzeug ist 2012 an die Feuerwehr in Perleberg geliefert worden und war damit das erste Fahrzeug die militärischen Baureihe im regulären Feuerwehrdienst in Dtl.. Allerdings sind solche Fahrzeuge auch nicht unzerstörbar. 2015 brach der Boden bei einer Geländefahrt unter dem schweren Fahrzeug ein und der Tatra überschlug sich. Das Fahrzeug wurde einer fast einjährigen Reparaturzeit 2016 wieder in Dienst gestellt.

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2020 stellte der Feuerwehr Liebenwalde diesen Tatra Force 815-7 in Dienst. Er trägt nicht genormte die Bezeichnung TLF9000. Das Fassungsvermögen liegt bei 9.000l Wasser und 500l Löschmittel. Die Pumpenleistung liegt bei 3.000l/min.

Hier hat Tatra einen Cummins Diesel mit 442 PS sowie ein Allison-Vollautomatikgetriebe verbaut. Bei Antrieb/Getriebe sind auch andere Kombinationen möglich, wie ein automatisiertes Schaltgetriebe von ZF und Paccar-Motoren.

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Bei der Freiwilligen Feuerwehr Rostock-Markgrafenheide ist dieses TLF-W BB stationiert. Aufgrund verschiedener Waldbrände hatte das Bundesland Brandenburg ein spezielles Tanklöschfahrzeug ausgeschrieben. Den Zuschlag erhielten Tatra und tht, die durch den deutschen Importeur Metallbau & Fahrzeughandel Friedrich bei uns vertreten werden.

35 Fahrzeuge bestellte das Bundesland Brandenburg. Das Bundesland Mecklenburg-Vorpommern schloss sich der Bestellung an und orderte 11 Fahrzeuge. Von den 46 Fahrzeugen sind allerdings nur 45 in Deutschland angekommen. Drei Feuerwehrleute aus Brandenburg verunglückten mit ihrem neuen Einsatzfahrzeug noch auf der Überführungsfahrt in Tschechien. Ein Straßenbaum war härter als der Tscheche.

Verbaut ist ein Cummins-Diesel mit 396 PS und ein Allison Vollautomatikgetriebe. Das Tankvolumen beträgt 4.800l Wasser und 180 l Löschmittel. Daher tragen einige Fahrzeuge in Mecklenburg-Vorpommern die nicht genormte Bezeichnung TLF 5000. Die Pumpenleistung beträgt 2.000 l/min.

Der Kostenpunkt pro Fahrzeug lag bei 260.000,- €.

Indirekt hat die Deutsche Bahn auch 76 Waldbrandlöschfahrzeuge bestellt. Mit 24,9% ist der Bahn-Konzern an der BwFuhrParkService GmbH beteiligt. Von dort gab es eine Bestellung bei Tatra und Rosenbauer. Die Fahrzeuge sind kompakter als das TLF-W BB. Sie können 4.850 l Wasser plus 300l Wasser als Selbstschutz sowie 100l Löschmittel befördern. Die Pumpenleistung liegt bei 3000l/min.

Diese Aufträge haben sich positiv in der Bilanz des tschechischen Fahrzeugherstellers bemerkbar gemacht. Man produziert zwischen 1.500 und 1.600 Fahrzeuge pro Jahr. Der überwiegende Anteil sind militärische Auftraggeber.

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Exotisch auf deutschen Straßen ist ein TLF auf Basis des Tatra Phoenix. Das Tatra-Antriebskonzept (Zentralrohrrahmen mit luftgefederten Halbachsen) kommt auch hier zur Anwendung.

2018/19 beschaffte die Stadt Senftenberg für die Ortsfeuerwehr Brieske dieses TLF 9000 (genormt: TLF 4000 mit Zusatzbeladung "Wasser"). Der Tatra kann 9.100l Löschwasser befördern.

Motorisiert ist der Tatra mit einem 360 PS Paccar-Diesel, wie man die auch bei DAF findet. Unschwer zu erkennen ist, dass die Paccar-Tochter DAF auf das Fahrerhaus (DAF CF) zugeliefert hat. Das Fahrerhaus wurde bei einem Fahrzeugbauer in den Niederlanden zu einer Gruppenkabine verlängert.

Bei diversen Feuerwehren und anderen Hilfsorganisationen laufen Fahrzeuge aus der Phoenix-Baureihe als Abrollkipper.

Die aktuelle Phoenix-Generation teilt sich mit dem DAF XD das Fahrerhaus. Auch für die Feuerwehrfahrzeuge auf Basis des Tatra Force T815-7 gibt es inzwischen ein überarbeitetes Fahrerhaus. Nur an die Stückzahlen des guten alten T815 wird man nie wieder herankommen.

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Der Kenner erkennt, dass es sich um ein einstiges TLF32 der NVA handeln muss. Erkennbar ist dies an der Tesla-Leuchte zwischen den beiden nachgerüsteten Rundumleuchten auf dem Fahrerhaus.
 
Passt zwar nicht direkt zur Feuerwehr,ich hab mitte der 70er bei Tiefbau Dresden den 10000 ten Tatra 148 3S gefahren.Hab es durch einen Zufall in der Motor Revue entdeckt.Er hatte am Kühlergrill zwei Medaillen angebracht.Er hatte die Kennnummer 140.
Klaus
 
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Und dann war da noch dieser Geselle, weitab der Heimat :cool:
 

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Hier mal ein paar ältere Fotos:
 

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Google sagt: Nicaragua.

Edit: Ist wirklich Nicaragua:
 
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Dankeschön.
 
Als Nachtrag zu TATRA-Post 278
am 31.12.25 in Schwerin abgelichtet...
Das war wohl die Silvester-Runde für den Feuerwehr-Nachwuchs.
 

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Wenn das wirklich Nicaragua ist, dann haben die Oberen von damals sich die Technik auf der Wache Marzahn vorführen lassen.
Danach wohl auch gekauft.
 
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Wenn das wirklich Nicaragua ist, dann haben die Oberen von damals sich die Technik auf der Wache Marzahn vorführen lassen.
Danach wohl auch gekauft.

Eingekauft haben sie wohl keine Feuerwehr-Fahrzeuge in der DDR. Vielmehr wurden Fahrzeuge aus dem "Safari"-Programm dorthin geliefert. Der von @hgwrossi gezeigte W50 ist ein Beispiel. Das war in seinem ersten Leben entweder ein WT (Wassertransporter) oder KT (Kraftstofftransporter) aus dem "Safari"-Programm. Erkennbar ist das am "Tropendach" über dem Tank. Modifikationen sind zum Tankfahrzeug der Feuerwehr sind erst später erfolgt.

Eine richtige Feuerwehrstruktur ist erst in den letzten Jahren in Nicaragua entstanden. Die erste Wache wurde zwar bereits in den 1930er Jahren gegründet, aber um 1990 gab es gerade mal um die 40 Wachen. Heute liegt man bei ca. 220 Wachen. Das ist nicht viel bei einem Land was ca. 1/3 größer als die DDR ist. Da gibt es noch reichlich Bedarf nach "oben". So gelangt z.B. alte deutsche Technik über eine Initiative der Hamburger Feuerwehr dorthin. So wurde Ende der 2010er Jahre ein LF16 auf W50-Basis der Feuerwehr Hohensaaten dorthin verschifft. Nicht gerade das ideale Fahrzeug (Aufbau in Gemischtbauweise) für die dortigen klimatischen Bedingungen, aber besser als kein Fahrzeug. Viele Fahrzeuge behalten auch ihre alte Beschriftung.


Heute mal ein original DDR-Fahrschul W50 der Feuerwehr:

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Dieser lief früher bei der Fachschule der Feuerwehr Heyrothsberge. Er entspricht der GST-Ausführung und ist gegenüber der "normalen Pritsche" etwas höhergelegt. Eine Allrad-Fahrschul-Variante war aus technischen Gründen nicht möglich. So waren aber auch leichte Geländefahrten mit dem Ludwigsfelder möglich.

Und ein Gerätewagen GW 80 auf W50-Basis:

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1980 war es endlich mal Zeit den GW 60 auf S4000-Basis durch etwas modernes zu ersetzen. Man entschied sich für den Serienaufbau des Mehrzweck-Werkstattkoffer des VEB Karosseriebau Aschersleben. U.a. war er mit einem Elektroaggregat (3,5 kVA), Hebegeräten, Beleuchtungsmittel, verschiedenen Leitern und eine Fülle von Werkzeugen ausgestattet.

Ein weiteres Fahrzeug auf W50-Basis im Dienste der Feuerwehr:

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Bei diesem Fahrzeug wäre die Geschichte vor 1994 interessant. 1994 wurde die FTZ im LK Stendal gegründet. Der Aufbau scheint auch älter als das Fahrzeug zu sein. Die Bauweise kam in den 1950er/1960er Jahren zur Anwendung und ist ähnlich den Landkino-Fahrzeugen auf IFA H6. Man hat sich auch bei der Lackierung nicht viel Mühe gemacht. Die Gummibeläge unterhalb der Fahrhaustüren wurden einfach überlackiert. Ferner sind die RKL aus Nachwende-Beständen.

Dieses HTLF hatten wir hier schon in #129:

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Hier nochmal die Beifahrerseite, die bei den anderen Bildern nicht so rüber kam. Als ich diese beiden Bilder gemacht haben, stand er auch noch im aktiven Dienst.

Und noch eine weitere "Wasserkuh":

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Die Bilder sind Anfang der 2010er Jahre entstanden, da stand der Nachwende-Umbau schon längst nicht mehr im Dienst. Vom Tankaufbau her müsste es sich um einen einstigen Schlammsaugwagen handeln.
 
Der GW60 wurde von den Kollegen der Wache Johannisthal mit erarbeitet.
Wir hatten einen GW S4000 bei uns.
Sehnlichst vermißt wurde das Spill beim GW60. Mit dem S4000 konntest Du nach vorne sowie auch nach hinten arbeiten.
Zum Schutz gab es ein Gitter was aufgestellt werden konnte, um den Maschinisten bei der Arbeit zu schützen.
 
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