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Dioden, antiparallel

Dieses Thema im Forum "Digitale Bahn" wurde erstellt von WvR, 27. November 2004.

  1. WvR

    WvR Foriker

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    Hallo Elektronik-Freaks,

    ich wollte endlich meine Lokmaus zähmen und die Gleisspannung von 19,3 Volt auf ein erträgliches Maß trimmen. Die Anleitung dazu gab Stardampf schon vor einigen Monaten in einem anderen Beitrag, und zwar schrieb er

    "Schaltet man z.B. eine Kette von vier Dioden (alle 'Ringe' nach links) mit einer gleichen Kette (alle'Ringe' nach rechts) auf diese Weise antiparallel und fügt das entstandene Teil in einen Pol der Fahrspannungszuleitung ein, so wird die Fahrspannung um ca. 2,8 Volt vermindert."

    Gesagt, getan, ich habe mir heute 6 Dioden im Eletronikladen gekauft, die die Bezeichnung IN 540 I tragen. Habe brav eine Kette gebildet mit drei Ringen links und dann noch einmal das ganze rechts, ergab dann eine schöne 6er-Kette. Dann Spannung angelegt und gestaunt, denn diese betrug 0,00 Volt. Hmh, daß war wohl nichts. Dann habe ich alle Dioden in die gleiche Richtung gedreht und miteinander verbunden und erneut Spannung angelegt und das klappte. Mein Voltmeter zeigte statt vorher 15,8 nur noch 13,4 Volt an. Ergo haben die schön in Reihe liegenden Dioden (alle Ringe nach links) 2,4 Volt gefressen.

    Aber wie steht es jetzt mit Stardampfs Lehrsatz? Habe ich was falsch verstanden, oder liegt es an den Dioden? Würde mich mal interessieren. Wer hat eine Antwort?

    Wolfgang
     
  2. Holgi

    Holgi Foriker

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    Hallo,

    antiparallel sieht so aus.
    Bei Wechselspannung wird je Diode um ca. 0,7 Volt reduziert, also 2,1 Volt im Beispiel.
    Damit die Wechselspannung symmetrisch bleibt, müssen immer jeweils die gleiche Anzahl Dioden parallel geschaltet werden, aber immer entgegengesetzt, also anti ....


    Holgi
     

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  3. MHouben

    MHouben Foriker

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    Hallo WvR,


    dioden lassen in einer Richtung gar keinen Strom durch, in der anderen schon, aber mit etwas verminderter Spannung.
    Was du mit denen 6 hintereinandergeschalteten Dioden hast ist sozusaggen ungeglätteter gleichstrom. Nur eine Richtung wird durchgelassen, um einige Volt vermindert und in 'Halbwelle'.
    Ob die Lokmaus damit läuft? ich glaub eher nicht.

    Wenn Du zwei Dioden (oder zwei mal drei) 'in Reihe' schaltest, also hintereinanderhängst sperrst Du den Strom in beide richtungen (dazu reichen auch zwei Dioden. = 0 V

    Was gemeint war, die beiden ketten antiparallel nebeneinander schalten, also so, daß sie (gegenläufig gepolt) an den Enden jeweils kontakt haben. Dann wird auf jeder Seite eine hälfte der Wechselstromwelle durchgelassen, aber eben durch die Dioden in etwas verringerter Spannung
    mfg
    Michael
     
  4. Stofffuchs

    Stofffuchs Foriker

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    Bei Lenz Gold Decodern bzw. Decodern die das ABC Bremsverfahren unterstützen könnte dies allerdings ungewollt den Befehl bremsen auslösen, die ABC Bremsbausteine arbeiten doch nach dem gleichen System? Ich glaube mit 4 Dioden.

    Stofffuchs
     
  5. Holgi

    Holgi Foriker

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    Hallo,
    hier werden 4 Dioden (oder 3 ?) in einer Richtung, aber nur eine Diode in der anderen Richtung verwendet. Die asymmetrische Spannung erkennt der Decoder und leitet die Bremsung ein.

    Holgi
     
  6. Steffen E

    Steffen E Foriker

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    nicht verwechseln:

    Bremsstrecke: da kommen die Dioden "ans Gleis"
    Spannungsreduzierung: da kommen die Dioden zw. Trafo und Blackbox (ich weigere mich standhaft, den Roco 10761 als richtigen Booster zu bezeichnen !!)
     
  7. Stofffuchs

    Stofffuchs Foriker

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    Aber wenn die Spanungskurven einmal vor dem Booster (BlackBox) verändert wurden, bleibt dies dann nicht auch danach so? Wenns nicht so ist ist auch gut, und noch gibts die Decoder eh nicht.

    Stofffuchs
     
  8. Holgi

    Holgi Foriker

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    Der Booster formt die Signale komplett neu, der BreBoo2000 von JokaElectronic funktioniert auch mit Gleichspannung.
    Die Reduzierung kann also vor oder auch hinter dem Booster erfolgen, aber eben bei Wechselspannung symmetrisch durch die gleiche Anzahl der Dioden.


    Holgi
     
  9. E-Fan

    E-Fan Foriker

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    bald auf'm Sander der Zauche
    Die Dioden die Du gekauft hast heißen 1N5401 und vertragen ungekühlt maximal 3A. Der Spannungsabfall varriiert zwischen mindestens 0,7V (geringer Stromfluss) und 1,2V (bei Nennstrom) Kannste auch hier nachlesen falls Du damit was anfangen kannst.
    Wenn kein Spannungsabfall entsteht dann ist Deine Konstruktion entweder irgentwo überbrückt oder 3 Dioden sind kaputt was ich nicht so recht glauben kann.
    Ich würde Dir auch empfehlen immer beide Anschlüsse des Boosters mit solchen Spannungsminderen zu versehen weil Du sonst Gleichspannungsanteile erzeugst die unter umständen für Fehler sorgen können. Weiterhin wäre es Ratsam anstatt der 1N5401 mindestens die 1N5404 oder höher zu nehmen.
    (siehe Sperrspannung im Datenblatt > "Maximum Repetitive Reverse Voltage" in der ersten Zeile der Technischen Daten auf Seite 1)
    Ein Bild Deines Null-Vollt-Spannungsverringerers ;D wäre nicht schlecht! Und zwischen welchen Meßpunkten in Deiner Schaltung (Skizze?) hast Du gemessen?
     
  10. Stardampf

    Stardampf Boardcrew

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    Hi allemann,

    @ Wolfgang:
    Holgi's Bilder zeigen wie ich's gemeint habe, vielleicht habe ich mich ja unklar ausgedrückt.
     
  11. RM

    RM Foriker

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    @Wolfgang, ich habe mir auch mit Dioden (1N5401 mit 3A (da der Roco Trafo bis ca. 2,67A bringt sollte das reichen, ansonsten habe ich auch noch Dioden bis 5A)) geholfen, die ich antiparallel (wie auf den Bildern schon beschrieben) zwischen Trafo und 10761 gehängt habe (ich habe pro Strang jeweils 4 Pärchen). Allerdings bin ich mit der Erfahrung nicht wirklich glücklich. Im Leerlauf kommen ca. 16V auf den Gleisen an, aber sobald ein Verbraucher drauf kommt, fällt dann wohl mehr Spannung über die Dioden ab (halt 0,7V / Pärchen), die Spannung an den Gleisen ist daher nicht konstant. Nun hat mich ein Kollege auf eine Idee gebracht, er hat wohl für wenig Geld einen Fahrtrafo von Märklin erstanden - die fahren wohl mit Wechselspannung 0-16V~ ... Den werde ich mal als Trafo testen, ob damit die Spannung stabiler bleibt und nicht wie über die Dioden so abfällt. Rein rechnerisch braucht man für die 10761 12V~ als Eingangsspannung, dann liegen auf den Gleisen 14-14,5V~ an, was ja wohl ok ist. Ich werde das mit dem Märklintrafo (regelbare Wechselstrom Fahrspannung) mal testen und berichten. Ansonsten wird wohl irgendwann eine Lenz LZV100 kommen müssen. Zum Testen und Spielen reicht eine 'gezügelte' Lokmaus erst mal. Grüsse aus Radeberg, Ralf :biggthump
     
  12. WvR

    WvR Foriker

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    Hallo,

    ich habe heute morgen Eure Beiträge mit Interesse gelesen und noch einmal meine Versuchsstrecke (ca 1,50 m Gleis fest montiert) aufgebaut.

    Angeschlossen war eine Trafo von Tillig mit zwei Ausgangsspannungen (16 und 14,5 V). Ich habe den Anschluß für 14,5 Volt gewählt. Und nun die Ergebnisse:

    Mein Voltmeter zeigt an den Anschlußklemmen des Trafos trotz der angeblichen 14,5 in Wirklichkeit 16,0 Volt Wechselstrom an. (Der andere Anschluß liefert sogar 19,3 Volt).

    Dann habe ich meine Diodenstrecke angeschlossen. Am Ausgang der Strecke zeigt der Voltmeter 13,8 V Wechselstrom an, aber nur auf einer Seite (sehr laienhaft). Vertausche ich die beiden Fühler, zeigt das Meßgerät 0,00 Volt an.

    Danach habe ich den Verstärker (10761) angeschlossen und Strom an das Gleis angelegt. Nun messe am Ausgang der Diodenstrecke 13,2 Volt, am Gleis messe ich hingegen eine Spannung von 14,6 Volt Wechselstrom (auch beim Wechseln der Fühler).

    Nach dem Aufsetzen einer Lok mit Fahrstufe zeigt mir der Voltmeter 13,3 Volt Wechselstrom an.

    Alle gemessenen Werte schwanken bei Wiederholungen etwas, aber nie mehr als 0,1 Volt.

    Ich habe dann mehrere Loks mit verschiedenen Decodern ausprobiert. Unter anderen auch die Soundlok. Alle Loks lassen sich umprogrammieren, die Fahrrichtungen stimmen und die Beleuchtung läßt sich ein- und ausschalten.

    Frage, kann ich das so lassen? Oder bekomme ich über kurz oder lang ein Problem?

    Wolfgang
     
  13. RM

    RM Foriker

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    Was passiert mit mehreren Loks, fällt da die Spannung an den Gleisen weiter ab oder bleibt die konstant? Wenn Du den Spannungsabfall über die Dioden mal ausrechnest, was genau fällt da pro Pärchen ab? Wie geschrieben, ich habe mehr Spannungabfall, je mehr Strom benötigt wird, abhängig avon, wieviele Verbraucher in Betrieb sind. Das hört irgenwann mal auf, da ja über den Trafo nicht unbegrenzt Strom geliefert werden kann (Roco Trafo 2,67A). Die gemessenen Spannungen an den Abgängen der Geräte variert bei mir auch, Roco sagt - Ausgang = 15V~ , messen kann ich 16,4V~ .. Danke + Grüsse, Ralf
     
  14. Holgi

    Holgi Foriker

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    Hallo,

    wenn es so funktioniert lasse es so.
    Die Gleisspannung nach dem Booster kannst du mit einem normalen Meßgerät nicht exakt messen, da es sich um Rechteckimpulse handelt.
    Wenn du die Gleisspannung reduzieren willst, schließe die Dioden nach dem Booster an. Es kann aber vereinzelt zu Problemen kommen, wenn die Dioden nicht schnell genug sind. Ausprobieren.
    Wenn dein Booster am Eingang 14-18 Volt verträgt, dann würde ich dort nicht reduzieren, benutze den 14,5V Ausgang.
    Die Leerlaufspannung von Trafos ist immer höher als angegeben, die Spannung bricht dann bei Belastung etwas zusammen und erreicht die angegebene Spannung.

    Holgi
     
  15. WvR

    WvR Foriker

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    Hallo Ralf,

    habe mal eben nachgemessen. Es ist so, wie Du schon selber vermutest bzw. festgestellt hast.

    Ich habe nacheinander 3 Loks draufgestellt. Eine Roco 232, eine Tillig 110 und eine Jatt V 60. Alle drei haben verschiedene Decoder. Bei allen hatte ich die Beleuchtung eingeschaltet. Ergebnis: Pro Lok fällt die Spannung um etwa 1,0 Volt ab. Hatte ich zuerst noch 13,4 bei der ersten Lok am Gleis, so waren es zum Schluß bei drei laufenden Loks nur noch 11,4 Volt.

    Dioden-Pärchen gibt es bei mir im Moment ja nicht. Wie weiter oben erwähnt, habe ich die jetzt alle hintereinander in eine Richtung eingeschleift. Pro Diode sind das also ca. 0,4 Volt Reduzierung.

    Wolfgang
     
  16. Luchs

    Luchs Foriker

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    Hallo,

    ein paar Elektrotechnische Anmerkungen zu Euren empirischen untersuchungen:

    Jede Stromquelle hat gleichzeitig einen Innenwiederstand. Das heisst: die Spannung an de Klemmen geht sofort zurück, wenn man einen Verbraucher anlegt. Dadurch erklären sich die im Leerlauf gemessenen höheren Spannungen. Wie stark diese Spannung nun bei Belastung abnimmt hängt im von der Stärke der Belastung ab, da dieser Innenwiederstand im wesentlich Ohmsch ist - wer sich an alte Schulzeit erinnert U = R*I, U ist die Spannungsabnhame, R ist der Innenwiederstand, I ist der Strom, den die Lok zieht (der wiederum von der zur Verfügung stehenden Spannung abhängt ...).

    Ein Hersteller muss seinen Trafo - und seine Verbraucher - nun irgendwie auslegen um alle Betriebsbedingungen gerecht zu werden; das wird meistens mit Luft nach oben passieren, daher die höheren Spannungen.

    Anders verhalten sich Dioden. Bei ihr ist die an ihr abfallende Spannung nicht linear, sondern annähern wie zwei Geraden: bis zu eine Schwellspannung fällt alles ab, ab dieser nur diese Spannung Durchbruchspannung genannt. Bei Silizium Dioden liegt diese typischerweise bei 0,7 V. Daher kann man im allgemeinen Dioden auch nicht parallel schalten (was in Realität aber doch ganz gut funktioniert, da wie unten schon erwähnt die abfallende Spannung doch ein wenig mit dem Storm steigt ...).

    Ach ja, 3 A Dioden sollte eigentlich in TT keiner benötigen, ich verwende immer 1N4001er mit 1A. Die hält auch noch eine Doppeltraktion aus, ist wesentlich billiger. Nur bei Kurzschluss muss man aufpassen ...

    Luchs
     
  17. E-Fan

    E-Fan Foriker

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    bald auf'm Sander der Zauche
    Dann muss ich allerdings an Deinen Elektrotechnischen Anmerkungen etwas rumfeilen, damit sie auch richtig Richtig sind! :D
    Der Spannungsunterschied zwischen Belastung und Leerlauf läst einen Rückschluss auf den Innenwiderstand der Stromquelle (Sekundärspule Trafo) zu. Je geringer der ist, desto höher ist die Qualität und im allgemeinen auch der Preis des Trafos.
    Luft nach oben in Form von Spannungsreserven ist zwar mögich aber wäre der falsche Weg. Ein geringerer Innenwiderstand bei gleichbleibender Leistungsangabe ist da die bessere Wahl.

    Zu den Dioden:
    So lange zwischen Anode und Katode eine Spannungsdifferenz anliegt, die geringer als die Diffusionsspannung ist (die berühmten 0,7V) leiten diese keinen nennenswerten Strom. Übersteigt der Spannungsunterschied diesen Wert nimmt der mögliche Stromfluss in exponetieller Form zu. Warum der Spannungsabfall bei zunehmenden Strömen weiter steigt entzieht sich meiner Kenntniss. Ich durfte mal eine Leistungsdiode "bewundern" an der bei einem Strom von 4kA 2,6V abfielen obwohl es nur einen PN-Übergang gab.
     
  18. RM

    RM Foriker

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    Leider hat die Roco 10761 keinen solchen Ausgang, der läßt sich nicht einstellen, so wie das bei den Lenz LZV100 der Fall ist. Daher die Idee den Eingang in die 10761 zu reduzieren.

    Warum 3A Dioden?: Der Roco Trafo liefert bis 2,67A (lt., Aufdruck auf dem Trafo), daher erschienen mir 3A richtig, alles darunter dürfte event. ein Problem haben. Aber mit 3A Dioden geht es ganz gut, nur die Stromstärke bricht den antiparallelen Dioden das Genick, da ja je nach Stromstärke mehr Spannung abfällt. Aber es ist auf alle Fälle gesünder für die Decoder ( "Rauchbit" verhindern ), wenn man die LM ein wenig zügelt. Hat vielleicht jemand Erfahrung, wie sich die LM bzw. die Roco 10761 verhält, wenn man einen Trafo mit 12V~ anschließt? Leider habe ich aktuell keinen geregelten Trafo da, daher konnte ich das nicht testen. Ich denke bei einer konstanten Spannungquelle für die Roco 10761 dürfte die Gleisspannung auch nicht mehr so abfallen.

    Mittelfristig werde ich mir wohl auch eine Lenz LZV100 gönnen, da ist ja die Gleisspannung einstellbar und man hat das Problem mit zu hoher Gleisspannung nicht. Ansonsten kann ich mich nur den Vorrednern in verschieden Threads hier im Board anschließen: Nutzer von Roco LM + Roco Booster: Gleisspannung reduzieren!! Die Decoder werden ohne Reduzierung der Gleisspannung so heiß, das die Gefahr der thermischen Zerstörung eines Dekoders recht groß ist.

    Grüße aus Radeberg, Ralf
     
  19. Luchs

    Luchs Foriker

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    @Efan

    Nur dass sich meistens der Innenwiderstand nicht ändern lässt (man kann beim Trafo z.B. Kupfer anstelle Alu (FZ1) nehmen ) ...

    Gerade die neue Vorschrift, durch die Trafo und Regler getrennt sein müssen vereinfacht das nicht gerade - und lässt Tillig gottseidank gleich einen guten Pulsweitenregler auf den Markt bringen.

    Zur Kennlinie von Dioden: ja die haben mit dem Strom eine endliche Steigung. Warum das so ist, habe ich auch nicht mehr genau in Erinnerung (Werkstoffkunde war nicht gerade mein Steckenpferd), aber so spontan zwei Gründe:
    - auch Silizium hat einen Widerstand > 0 der noch dazugeschaltet ist
    - es kommen noch die Kontaktübergänge Kupfer -> P -> N - Kupfer dazu

    Luchs.
     
  20. Steffen E

    Steffen E Foriker

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    nochmal kurz und in Stichworten:

    * wenn antiparallele Diodenstrecke IMMER zw. Trafo und Booster !!
    Im Booster (und auch im Roco 10761) sitzt zuerst ein Gleichrichter mit Stabilisierung. Da alle Booster von Eingangswechselspannung ausgehen, ist die so dimensioniert, dass sie die Berge und Täler gleichgerichteter Sinuswechselspannung auf ein erträgliches Maß glätten kann. Wenn aber eine Halbwelle ganz fehlt (z.B. nur eine Diodenstrecke), dann würde ein viel großerer Ladekondensator gebraucht - reicht nicht. Deshalp antiparallel.

    * Trafocharakteristik: alle verwendeten Modellbahntrafos sind schutzklassenmäßig als Spielzeugtrafos eingestuft und da ist so eine Charakteristik Pflicht - die müssen bei Last in der Spannung runtergehen, damit eben im Bereich von Überlast bis Kurzschluss nicht mehr die Nennspannung anliegt, sondern die Spannung in den Keller geht, bis der Überlast/Kurzschlussschutz anspricht. Natürlich in Maßen, und ein brauchbares Gerät kann damit umgehen.
    Deshalb messt Ihr da auch höhere Spannungen im Leerlauf.

    * Herkömmliche Multimeter können Wechselspannung/strom selten exakt (sprich den sog. Effektivwert) messen, daher sind das alles nur Schätzwerte, die zwar in einer Meßreihe als Tendenz geeignet sind, aber als Absolutwerte zum Vergleichen mit Aufdrucken auf Geräten oder Messungen anderer Menschen mit anderer Meßtechnik nur bedingt taugen.

    * Booster verstärken aus der geregelten Gleichspannung und dem so. Railsync-Signal der Zentrale das Gleissignal, sodass damit gefahren werden kann (sprich Leistung und Information abgenommen werden können). Geformt wird dieses Railsync in der Zentrale (bei Roco - die Lokmaus und nicht die schwarze Kiste).

    * Gute Booster haben eine Einstellmöglichkeit für die Höhe der Gleisspannung (wir Moduler fahren mit 14,5 V). Und sie halten dieses Gleisspannungsniveau auch bei Belastung (1-2-3-4-5 Loks ...) - wenn es dann noch zu Spannungsabfällen kommt, dann ist die Ursache eher in der Verkabelung und Gleiseinspeisung zu suchen.
    Das Roco 10761 Dings kann all dies NICHT.

    * Wer mal in den Roco 10761 und zum Vergleich in einen richtigen Booster hineingeguckt hat, wird verstehen, warum ich von dem Teil nix halte:
    1) keine galvanische Trennung (Optokoppler) des Railsync-Eingangs
    2) keine einstellbare Gleisspannung
    3) besch...eidene Signalform, v.a. unter Last ('n Modulkollege hatte mal sein transportables Digitalosszilloskop dran - da waren gräuselige Überschwinger vom Schlimmsten zu sehen)
    4) Roco mag nicht dokumentieren, wie man das Dings als Zusatzbooster verwendet (2.-Booster), auch wenn's möglich wäre - man müsste nur die 2 Railsync-Eingangspins benennen. Auch so ist man in Salzburg - ähm Hallein - in Sachen Technik nicht sehr gesprächig und auskunftsbereit ...

    Deshalb spielt dieses Dings schon lange bei mir keine Rolle mehr.
    Wenn ich schnell mal was probefahren oder programmieren will, behelfe ich mir mit einem Compact mit der Version 3.2, und in der großen Runde (Modultreffen) gibt's 'ne Intellibox als Zentrale, 'n Sack richtige Booster, Selbstbau-Freds als Handregler und Loconet als Basis. Lenz heissen hier allenfalls noch ein paar Booster (LV101 - gutes Teil), und noch ein paar wenige Decoder in wenigen Loks.

    Ach ja - zum Thema Lenz LZV100 und LV102: da werkelt leider der 5A-Nachfolger des LV101 drin :-( Leider, weil: 5A sind einfach viel zu viel ! Damit kann man bedenkenlos Radreifen braten, die auf ein Herzstück einer falschgestellten Weiche aufgelaufen sind. Gibt nicht zwingend 'nen satten Kurzschluss, sondern eventuell auch bloss 'nen kleinen Schmorbraten mit blauem Fünkchen, dass mit 4,5A auskommt ...
    Alles eigene Erfahrungen aus verschiedenen Ausstellungen und Anlageneinsätzen, untermauert durch eine Versuchsmessreihe zum Kurzschlussverhalten dieses Gerätes. Ja, er schaltet bei 5,x (war's 5,2? hab die Liste gerade nicht parat) sauber ab, aber bis dahin gibt's natürlich Leistung pur. Und da reichen 2 schlechte Steckverbinder und irgendwo 'n dünnes Kabel, um die Abschaltung auszuhebeln - eventuell ist es Stunden später zu riechen.
    Ganz gefährlich ist in diesem Zusammenhang die Versorgung des LV102 aus einem vielleicht noch herumliegenden 45VA-Trafo (so wie er z.B. aus den Roco-Startsets fällt ...) - das ist extrem unterdimensioniert und verschiebt durch Spannungseinbruch im Lastfalle diese Grenze noch weiter.

    Deshalb meine Aussage: wer 5A braucht, der nehme - 2 Booster und 2 Boosterbezirke, fertig !! Die bisherigen Booster waren alle auf Nennströme bis ca. 2,5A ausgelegt, und das war gut so. Aber dank der vielen Soundloks (die gerade beim Einschalten der Digitalspannung recht stromhungrig sind) kam es nun zum Wettrüsten ...

    Falls ich mal in die Verlegenheit kommen sollte, 'nen LV102 besitzen und benutzen zu müssen, dann müsste der vorher auf den Löttisch und auf 3,3A zurechtgestutzt werden - sowas müsste gehen. Hab aber keine Not, dies zu tun - es gibt andere Booster ...
     
  21. Steffen E

    Steffen E Foriker

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    ... zugegeben - so ganz "kurz" ist es mir nicht gelungen. Aber Halbwahrheiten nützen nix.
     
  22. Stardampf

    Stardampf Boardcrew

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    Hi Steffen,
    ...und interessant war's trotzdem.
    Hast Du Erfahrungen mit dem Power 2 von Uhlenbrock?
    Ich betreibe den (und Daisy) an einem kleinen Ringkerntrafo, der mit 12V / 3,3A angegeben ist, bisher ohne Probleme...
     
  23. WvR

    WvR Foriker

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    Erst einmal vielen Dank an alle, die Tips zum Diodeneinbau gegeben haben. Ich habe inzwischen meine Dioden (5 Päckchen) antiparallel zwischen Trafo und dem 10761er eingeschleift und bin froh und glücklich, daß die Spannung am Gleis jetzt runter ist. Allerdings muß ich jetzt noch die Geschwindigkeitseinstellung einiger Loks ändern, denn manche schleichen jetzt dank verringerter Spannung arg durch die Gegend. Schön ist, daß die Beleuchtung der Loks jetzt nicht mehr an Flutlichtstrahler erinnert.

    EIN VORSCHLAG AN DIE ADMINS:

    Derart grundlegende Tips verschwinden recht schnell in dem unendlichen Universum des Forums. Das ist schade, denn so wird in gewissen Abständen das Rad wieder neu erfunden. Ich bin der Meinung, daß ständig neu hinzukommende Foriker dankbar wären, wenn sie komprimiert in einer gesonderten Rubrik Problemlösungen nachlesen könnten, ohne aufwendige Suchaktionen durchzuführen. Hier sind in den letzten 2 Jahren so phantastische Tips mit genauen Beschreibungen, Bauanleitungen etc. geliefert worden, daß man daraus fast ein Handbuch basteln könnte. Aber finden kann man die häufig nur, wenn man den richtigen Suchbegriff erwischt.

    Ich habe selber keine Ahnung, wie man so etwas einrichten kann. Aber ich denke, daß ein Unterkapitel in der Datenbank möglich sein müßte.

    Wolfgang
     
  24. rudolf

    rudolf Foriker

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    Berlin
    Habe leider nur das Ende dieses Thread's mit Interesse verfolgt:

    Die zu hohe Gleisspannung im Zusammenhang mit dem ROCO 10761 hat mich auch einige Fehlinvestitionen gekostet. Habe für mich das Problem so gelöst, daß ich einen CONRAD 12~V Trafo der 4A liefert benutze, der hat genug Bums und einen genügend kleinen Innenwiederstand so daß die Gleisspannung auch bei 4 Loks mit Beleuchtung und voller Fahrt nicht sonderlich einbricht. Die Diodenlösung ist zwar billiger, aber ich hatte mir sorgen gemacht, daß zuviel Verlustleistung entsteht und die Idioden dann auf die Dauer den thermischen Tod sterben (sprich sie werden zu heiß).

    dem schließe ich mich bedenkenlos an, am Anfang habe ich alles mögliche gefunden, nur nicht daß was ich Suche.

    Vielleicht könnte einer der Moderatoren einen schreibgeschützten Bereich mit mehreren thematisch sortierten Threads und Unterthreads aufmachen, wo dann die Schlüsselbeiträge reinkopiert werden. Müßte dann aber auch jemand machen der's thematisch auch absolut drauf hat.

    (jetzt wär's an der Zeit einen neuen Thread aufzumachen)

    gruß Rudolf
     
  25. RM

    RM Foriker

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    Hi Rudolf, was für eine Bezeichnung oder Artikelnummer hat denn der Trafo bei Conrad ? Danke + Grüsse, Ralf
     

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