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3D-Druck: Rechte und Pflichten beim Drucken und Vermarkten frei erhältlicher Konstruktionen

Moin,

ich habe nun fast alle Beiträge in diesem Thread gelesen.
Ich habe keinen 3D Drucker und nur sehr wenig Ahnung davon. Noch weniger vom Konstruieren.

Meine Gedanken dazu: Mir fehlt eine Plattform wie Shapeways. Was nützt es mir, wenn einige von euch irgend etwas konstruieren und dann intern drucken? Und dies dann intern weiterverwenden? Ich bleibe dann auf dem Trockenen.

Wenn es einen solchen Anbieter wie Shapeways noch geben würde, hätte sich aus meiner Sicht das eigentliche Problem der Raubkopien fast erledigt. Und die Konstruckteure hatten da ja (ich weiß, nicht viel, aber immerhin...) auch etwas davon.

Und noch ein weiterer Gedanke als absoluter Laie: Es gibt Kopierer. Gibts dann nicht irgendwann (gibts vielleicht sogar schon) auch 3D Kopierer? Dann braucht man gar kein Programm oder Datei mehr. Modell gescannt - ausgedruckt.

Gruß Frank
 
Gibts dann nicht irgendwann (gibts vielleicht sogar schon) auch 3D Kopierer? Dann braucht man gar kein Programm oder Datei mehr. Modell gescannt - ausgedruckt.
Dafür gibt es bereits Anbieter. Die sind aber eher auf Ersatzteile aller Art spezialisiert und weniger auf feinen Modellbau. Knackpunkt sind aktuell die Gerätepreise für sowas, d.h. für den Heimanwender eher weit weg (5-6 stellig). Auch sind solche Scans nicht perfekt und müssen nachbearbeitet werden.
Mir fehlt eine Plattform wie Shapeways.
Offensichtlich hat sich der Spaß nicht gerechnet.
dank KI sogar mit der Möglichkeit
KI verbrennt erst mal Unmengen an Ressourcen und Geld. Viele interessante Dienste im Designbereich sind bereits kostenpflichtig und ich bin recht optimistisch, dass das Ganze mit der Zeit für den Anwender richtig teuer wird - "billiges" Kopieren sehe ich so schnell nicht. Dagegen hätten auch diverse einflussreiche Großkonzerne etwas, die ihre Lobbyisten beim Gesetzgeber in Stellung bringen werden.

Gruss, iwii
 
Ich
Und noch ein weiterer Gedanke als absoluter Laie: Es gibt Kopierer. Gibts dann nicht irgendwann (gibts vielleicht sogar schon) auch 3D Kopierer? Dann braucht man gar kein Programm oder Datei mehr. Modell gescannt - ausgedruckt.

Viele meiner Entwurfsobjekte gibt es nicht mehr oder nicht mehr im dargestellten Zustand oder sie stehen in einer Halle, wo du nicht ran kommst oder keinen Platz hast. Dazu kommt, dass du nicht einfach alles verkleinern kannst. Es funktioniert dann nicht, die Geländer fallen zusammen, etwas Substanz braucht man für die Modelle, 20mm sind in TT nur noch 0,16mm. Spalten in Holzwänden verschwinden, das verschluckt spätestens die Farbe, wenn man sie nicht großzügig anlegt.

Die Achsen passen nicht auf die Gleise, da stimmt der Maßstab nicht. Ich sehe es immer, wenn ich ein TTm-Modell für H0m skaliere. Die Achshalter und Rahmen müssen dabei um jeweils 0,75 bis 0,8mm nach innen.

Im Rahmen Personenmodelle geht es schon, da achtet man weniger auf die Funktion.

Anbieter, die Schalter oder ähnliches als Ersatzteil scannen gibt es auch. Allerdings muss da auch oft nachgearbeitet werden. Man ersetzt ja gerade defekte Teile mit Abbrüchen oder wenn sie ausgeleiert sind. Zum Preis wurde inzwischen schon etwas gesagt.

Das macht es ja dann aber nur noch schlimmer. Das ist dann ja wie Abgießen fremder Modelle.
Ich verstand es wohlwollend als als Kopie vom Original.
 
Ich kann zwar nicht selbst 3d-drucken, finde es sehr gut, wenn jemand zur nur privaten Nutzung seine Dateien zur Verfügung stellt. Das füllt viele offene Lücken, welche nicht einmal Kleinserienhersteller füllen.
Ich habe mir viele "Entwürfe" von Tomek angeschaut, hätte an vielen auch verstärktes Interesse, habe es aber gescheut anzufragen, ob er das eine oder andere für mich auch drucken würde.
Ich habe keinen 3D Drucker und nur sehr wenig Ahnung davon. Noch weniger vom Konstruieren.

Meine Gedanken dazu: Mir fehlt eine Plattform wie Shapeways. Was nützt es mir, wenn einige von euch irgend etwas konstruieren und dann intern drucken? Und dies dann intern weiterverwenden? Ich bleibe dann auf dem Trockenen.
Habt Ihr beide denn mal beim Konstrukteur angefragt ? Vielleicht kann dieser auch für euch drucken oder euch einen Kontakt vermitteln, welcher für euch drucken darf ?
Einfach mal die Leute nett fragen...

Ich bin auch kein Druckexperte, kenne mich nur ein bisschen mit dem Konstruktionsprogramm aus und bin froh, das ich jemanden gefunden habe, um meine Wünsche umsetzen zu lassen. Natürlich gibt es meine Ideen dort auch für andere Interessenten.
Shapeways gibt es aktuell nur noch für Leute die zumindest im Besitz der STL Daten sind. Wenn man was ändern muss, wäre der originale Datensatz der Konstruktion hilfreicher. Sprich als Konstrukteur kann man immernoch (wieder) auf Shapeways bestellen. Natürlich nicht zu einem günstigen Preis, dafür aber alternativ auch in Messing.


Und weil einige TT Bahner interessiert sind an gewissen Modellen, egal ob kostenlos oder für Geld, sollten sich die 3D Druckerfreunde/Konstruktuere zusammenschließen und durch die gegenseitige Hilfe die Anfertigung egal für wen möglich machen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Offensichtlich hat sich der Spaß nicht gerechnet.
Soweit ich das verstanden hatte war es die Mutterfirma in den Staaten, nicht die europäische Tochter.
Aber das ist jetzt wieder ein ganz anderes Thema. Und als Laie fehlt mir sowas einfach.

#Tomek
Ich meinte nicht das Original, sondern ein bereits verkleinertes Maßstabsmodell von einem anderen Anbieter.
Und da gehts nicht nur um z.B. Gehäuse, sondern um die vielen Klein- oder auch Ersatzteile.
z.B. Drehgestellblende ist zerbrochen. Eine zweite ist ja vorhanden - zack ausgedruckt.

Und das gleiche passiert, wenn ein guter Bekannter dein Modell erworben hat und der andere Bekannte es auch haben möchte.

Habt Ihr beide denn mal beim Konstrukteur angefragt ? Vielleicht kann dieser auch für euch drucken oder euch einen Kontakt vermitteln, welcher für euch drucken darf ?

Wo finde ich aber, was andere anbieten?
Katalog?

#iwii
Bei den Preisen der 3D Drucker fing die Preisspanne doch auch dort mal an.


Mod.: Kann bitte zusammengelegt werden. Danke
 
Ja das ist aktuell das Problem, das wir keine einheitliche Datenbank haben sondern Bastelthemen oder Blogs. Vielleicht ändert sich da in Zukunft was sodas es eine bessere Übersicht gibt. Ich war davon ausgegangen, das Ihr beide schon etwas gefunden hattet, was euch interessiert.
 
#Tomek
Ich meinte nicht das Original, sondern ein bereits verkleinertes Maßstabsmodell von einem anderen Anbieter.
Und da gehts nicht nur um z.B. Gehäuse, sondern um die vielen Klein- oder auch Ersatzteile.
z.B. Drehgestellblende ist zerbrochen. Eine zweite ist ja vorhanden - zack ausgedruckt.

Bei dem einen Anbieter, wo ich was gesehen habe, bist du bei einem gescannten und gedruckten Teil (Taste oder was auch immer) bei ca 80 Euro, weitere sind waren dann um die 30. Allerdings nicht in Resin, sondern in Nylon gedruckt.
 
Das klingt ja wild. Vor allem sollte der originale Ersteller doch die CAD-Dateien haben, während der vermeintliche Kopierer nur über STL oder 3MF, also Manufacturing Formate verfügen sollte und damit die Urheberschaft klar ist.
Dafür muß der Konstrukteur aber wieder die Datei 'rausrücken: Weiterer Kontrollverlust!
Und ja, auch bei Gerichten arbeiten skrupellose Menschen.
Meine Gedanken dazu: Mir fehlt eine Plattform wie Shapeways. Was nützt es mir, wenn einige von euch irgend etwas konstruieren und dann intern drucken? Und dies dann intern weiterverwenden? Ich bleibe dann auf dem Trockenen.
De Rechte liegen beim Konstrukteur, den mußt Du überzeugen, Dir eine Kopie zu überlassen. Insofern empfinde auch ich den Niedergang von Shapeways als Verlust. Auf diese Weise konnten alle profitieren...
Naja das Zauberwort heißt Vertrauen. Kennen scheinbar nicht mehr viele.
Das liegt daran, daß es zu oft mibraucht wird/wurde. Da ist auch keine Besserung zu erwarten.
Das macht es ja dann aber nur noch schlimmer. Das ist dann ja wie Abgießen fremder Modelle.
z.B. Drehgestellblende ist zerbrochen. Eine zweite ist ja vorhanden - zack ausgedruckt.
Für den Eigenbedarf ist das sogar erlaubt, für 'gute Freunde' - siehe Birgers Antwort oben.
Und das gleiche passiert, wenn ein guter Bekannter dein Modell erworben hat und der andere Bekannte es auch haben möchte.
Dann macht der 'gute Bekannte' dem 'anderen Bekannten' eine billige Raubkopie, indem er den Erzeuger um den Lohn für seine Arbeit betrügt?
:ballwerf:
 
Dann machst DU eine Raubkopie, indem Du den Erzeuger um den Lohn für seine Arbeit betrügst.
Da sind wir direkt beim nächsten Thema. Der Lohn für meine Arbeit. Wie viele von denen, die hier 3D Druck Teile verkaufen, machen das offiziell?Sicher bleibt es eine Copyright Verletzung. Aber was darf ich verlangen oder gar einklagen, wenn ich das ganze eigentlich in meiner Freizeit mache?
Ich bleibe dabei, was ich nicht weg gebe, kann mir keiner klauen. Diebstahl von gehakten Festplatten ist ein anderes Thema.
 
Auch wenn bei mir aktuell nicht wirklich viel passiert, so trifft mich dieses Thema auch. Ich bin aber nicht „betroffen“.

Mir wurde auch schon häufiger die Frage gestellt ob man meine Konstruktionen kaufen könnte und habe mir deshalb schon vor Jahren Gedanken zu dem Thema gemacht.
Mein erster Entschluss war, das ich niemals Konstruktionsdateien an irgendwen heraus geben werden. Sollte ich doch zu dem Schluss kommen Dateien verkaufen zu wollen, dann werden es nur Druckdateien sein. Auch würden alle größeren Modelle mit einer eindeutigen Signatur versehen, die in einem Lizenzvertrag festgehalten ist. Einen rechtssicheren Lizenzvertrag habe ich schon aufgesetzt. Und das ist gar nicht so einfach, denn da gibt es viele Hürden die man beachten muss, damit der Lizenzvertrag nicht ungültig wird. Und natürlich verstehen ihn die meisten nicht, weil er eben rechtssicher formuliert ist und das keine Umgangssprache ist.

Ich kann jedem „Creator“ nur empfehlen es genau so zu machen. Das verhindert zwar nicht den Missbrauch, aber man trifft zumindest Vorkehrungen um den Ursprung des Lecks zu ermitteln und Rechtssicherer dagegen vorgehen zu können.

Einen funktionierenden Kopierschutz gibt es eben nicht. Den hat nicht mal die Film & Musikindustrie hinbekommen und die haben Milliarden zur Verfügung.
Somit kann man in unserem Fall nur schauen das man gut kontrolliert wem man überhaupt Dateien gibt und dann noch Vorkehrungen trifft, die in etwa so sind wie oben beschrieben.

Es ist natürlich ärgerlich für all diejenigen die ehrlich sind. Aber in manchen Projekten stecken hunderte von Arbeitsstunden mit zum Teil tausenden € an Wert. Da muss man leider mittlerweile so vorgehen. Und die wenigsten „Creator“ unter uns machen mit ihrer Arbeit einen großen Reibach. Oft ist das Gegenteil der Fall oder es nur Kostendeckend. Auf jeden Fall ist mir keiner bekannt der davon Reich geworden ist.
 
Moin,
Endlich sagt es mal jemand.
Werden wieder einige Schimpfen: der letzte Absatz zeigt es, wie ich’s mir dachte.
Verdienen kann man damit Nix, also gibt’s auch keinen Schaden, der große Aufregung lohnt.
Freilich ist’s ärgerlich, wenn sich Leute mit fremden Federn schmücken wollen - aber das ist eher ein moralisches als ein wirtschaftliches Problem.
Selbst die sog. Modellbahn“Industrie“ schrammt immer hart am Rand der Wirtschaftlichkeit. Fast alle großen Hersteller waren schon mindestens einmal insolvent.

Darum ist der Tatbestand der Raubkopie zwar ärgerlich, ein bei Gericht nennenswerter Schaden, in € ausgedrückt, entsteht nicht.

Außerdem: soweit ich das verstanden habe, ist die Konstruktion das eine - beim Drucken kann man auch noch viel falsch machen.
Habe mich mit dem Thema noch nicht befasst, weil ich bisher immer noch mit genug anderen Sachen gut zu tun hatte.

Grüße Ralf
 
@ Svies, kann man vollumfänglich zustimmen.
@ Ralf_2 hast du schon einmal etwas in einem Konstruktionsbüro zeichnen / entwickeln lassen?
Wenn ja, weist du was du da für einen Stundenverrechnungssatz zu berappen hast.
Und die Kosten kann man sehr wohl vor Gericht
Klar legen. Auch wenn es „Hobby“ ist.
 
Verdienen kann man damit Nix, also gibt’s auch keinen Schaden, der große Aufregung lohnt.

Betrachtungswinkel: Wenn ich mich so oder so hinsetze und mir das Modellbaue, ist jeder bzeahlte Fremddruck oder Verkauf des 3D-Modells ein Gewinn.
Am Ende ist es ja eine Frage des Preises und des Bedarfs. Haust du dein 3D-Modell für 20 bis 80€ kommst du auch irgendwo hin. Machst du es nebenbei oder Hauptberuflich? Baust du nur 3D-Modelle oder druckst du auch?

Generell gibt es ja einen Markt für solche assets (und entspr. Jobs. Die sind zwar auch eher niederes IT Handwerk und adäquat aber halt schlecht bezahlt) und wer weiß wie sich das hier entwickelt. Generell ist das der Faden wieder ein wunderbarer Beweiß, dass wir in einem digitalen Entwicklungsland leben und sich die wenigstens Bewusst sind was sie hier treiben. Schade eigentlich... 2026
 
Hallo, noch ist der Zeichnungsaufwand für ein Modell enorm, wenn es erst soweit ist das man von einem Foto ein Modell im Maßstab als Druckvorlage erstellen kann wird es schon anders.
Kleines Beispiel beim Gehäuse der ES1 KPEV liege ich jetzt bei rund 100 Stunden, da sind auch korrekturen mit enthalten, dazu kommen 5 Probedrucke. Der Drucker steht nicht auf Race damit es ordentlich aussieht und brauch 22 Stunden für das Gehäuse.
Wohl kaum hier eine Zeichnung frei geben zu wollen.

Dem digitalen Entwicklungsland stimme ich zu, aber eher mit sicht auf die Buchhaltung. Hier ein Vergleich in den Niederlanden hat mich das für ein Jahr 200 Euro gekostet für meine mini Firma, in Deutschland liege ich bei 1400 Euro im Jahr.

mfg Bahn120
 
Die Intelligenz sitzt weiterhin vorm Rechner. Mein erster Wurf, 3min Arbeit...ohne da eine perfekte Umsetzung zu verlangen, im Gegenteil.
In meinen Augen wird man zukünftig jedoch kaum noch an KI vorbei kommen
 

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