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Vorbild Vorbildfotos von Straßenfahrzeugen

ein Scheffie 3100 als Hochzeitskutsche
 

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so, nun habe ich die Rennsemmel mal in freier Wildbahn erwischt und sie hat, wie erwartet, eine Mopedzulassung:

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auch wenn ich das Gefährt gerne als stehendes Hindernis abkanzle, finde ich die Idee von billigen allwettertauglichen Kurzstreckenfahrzeugen gar nicht mal so schlecht. Die Knautschzone geht gegen NULL, aber das ist bei einem Moped auch nicht anders. Die 45 km/h sind das Problem. Wenn die Kisten 10 km/h schneller fahren dürften, würde die im Stadtverkehr keiner mehr wahrnehmen. Und ja, mir ist bewusst, dass Crashtests mit 60 km/h stattfinden und dabei die Kiste zerlegt würde. Die Alternative wären aber e-Bikes und deren Knautschzone ist nicht vorhanden.
 
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...finde ich die Idee von billigen allwettertauglichen Kurzstreckenfahrzeugen gar nicht mal so schlecht.
Ich auch nicht. Sieh es doch so:
Ein Moped mit Heizung, Dach und Scheibenwischer. Und umkippen tut es auch nicht.
:applaus:
 
...wenn sie denn nur 10 km/h schneller wären.
... müßten sie die gleichen Sicherheitsmerkmale erfüllen, wie ein Auto.
... müßte man den Führerschein haben - für ein Auto.
... müßte man sie versichern, wie ein Auto.
...und sie würden genau so viel kosten.
Für gebrechliche Leute mit kleinen Einkommen sind die Dinger optimal. Früher gab's die Isetta, den Kabinenroller und im Osten den 'Krause Duo'.
:applaus:
Eine Heizung scheint das Moped aber nicht zu haben. ;)
Die läßt sich aber nachrüsten: Stellst Du eben ein Teelicht 'rein. :happy:
 
@Stardampf
Das ist mir schon klar, aber hier sollte dann mal der Gesetzgeber nachrüsten, damit solche Vehikel mit 55 km/h Höchstgeschwindigkeit weiter als Moped gelten. Das hat in der DDR schließlich auch funktioniert. Mit 55 km/h würden solche Fahrzeuge im Stadtverkehr unauffällig mitschwimmen und wäre kein Hindernis, welches man mit mitunter riskanten Überholmanövern und deutlich überhöhter Geschwindigkeit sonst überholen muss/will/möchte oder wütend dahinter bleiben muss.
 
Mopeds made in GDR dürfen bis BJ92 laut Einigungsvertrag in Deutschland 60km/h fahren und nicht nur 55km/h. Die Regelung mit den 45km/h kommt von der EU, früher durfte man in der BRD wohl auch schneller als 45km/h fahren. Mittlerweile arbeitet die Politik in Thüringen an einer generellen Genehmigung auch für reimportierte DDR Mopeds für 60km/h.
 
Das ist doch schon durch. :nixweiss:

In Holland z.B. fahren die Mofas aber auch auf den Radwegen und diese gibt es auch beidseitig neben praktisch jeder Landstraße. In D eher selten.

Mopeds made in GDR
Das "Indianerfahrrad" Jawa 50 aus der CSSR ist mit 65 km/h eingetragen und übernommen und dürfte damit sogar auf die Autobahn. Aber so lebensmüde sollte niemand sein.
 
Die 45 km/h stammen aus einer Zeit als in vielen europäischen Ländern innerorts ein Tempolimit von 40 km/h galt. So galt in 7 von 12 damaligen EWG-Ländern ein Limit von 45 km/h für Mopeds etc.. In der BRD waren es 50 km/h. Im Zuge der europäischen Vereinheitlichung hat man sich 1992 auf den Kompromiss 45 km/h geeinigt. Damit war es den Herstellern möglich ein Typgenehmigungsverfahren für alle EG-/EU-Staaten zu machen.

Würde man jetzt auch 50, 55 oder wie auch schon gefordert 60 km/h erhöhen, ist ein neue Typengenehmigung erforderlich. Das werden alle Hersteller ablehnen und nur für künftige Modelle durchführen. Für Bestandsfahrzeuge würde es keine Änderung geben. Die Simson-Modelle (bis 28.2.1992) haben noch eine gültige Typengenehmigung aus DDR-Zeiten bzw. aus der Übergangszeit. Exportmodelle von Simson entsprachen den landestypischen Kriterien des Importlandes. Sachsen-Anhalt hat eine Initiative gestartet, um diese Reimporte den DDR-Fahrzeugen gleich zu stellen. Das bedeutet aber auch, dass die Mopeds einer Prüforganisation vorgestellt werden müssen. Sie müssten technischen der DDR-Typengenehmigung entsprechen. Andere Bundesländer, wie Thüringen, wollen der Initiative folgen.

Ein anderes Thema wäre der Führerschein. Heute ist mindestens AM erforderlich. Dieser ist generell auf 45 km/h begrenzt. Eine Ausnahme bilden nur Mopeds und Roller vor 1992 bzw. Simson-Modelle. Das wird aber noch komplizierter, da es ein europäisches Land gibt, wo Leute älter als Jahrgang 1988 solche Fahrzeuge ohne Führerschein fahren dürfen. Es ist Frankreich und dort befindet sich auch der größte Markt für solche Mopedautos. Stellantis versucht mit Opel, Fiat und Citroen auf dem Heimatmarkt von Aixam und Ligier zu wildern. Die Preise der Stellantis-Fahrzeuge liegen unterhalb der Modelle der Platzhirsche. Mit Chatenet gibt es sogar einen Hersteller im Premiumbereich.

Gespart wird am Bereich Sicherheit. So gibt es bei den meisten Modellen weder ABS, noch ESP oder gar Airbags. Das hat teilweise mit der Gewichtsbeschränkung in der L6e-Fahrzeugklasse zu tun und Sicherheit kostet Gewicht. Das Leergewicht (bei E-Modellen ohne Batterie) ist auf 425 kg beschränkt. Da verzichtet man dann auch auf eine vollwertige Heizung, wie bei den Stellantis-Modelle. Es gibt nur eine Scheibenheizung und ein Gebläse für die Frontscheibe.

Eine andere Thematik ist der Laden im öffentlichen Raum. Die Stellantis-Modelle lassen sich an einer haushaltsüblichen Schuko-Steckdose laden. Dafür gibt es ein festinstalliertes 3m Ladekabel. Im öffentlichen Raum bieten sich damit Fahrradladesäulen an, wenn man mit der Kiste in die Nähe kommt. Eine Alternative wäre das Laden mittels AC-Adapter im öffentlichen Raum. Nur werden die AC-Ladesäule in der Zukunft immer stärker von DC-Ladesäulen verdrängt. Da hat schon zum Preisverfall bei gebrauchten E-Autos, die nur AC-Laden können, geführt. Ein Beispiel dafür ist der Renault Zoe der 1. Generation.
 
Zuletzt bearbeitet:
Der Renault Zoe der 1. Generation hat aber eher das Problem der Reichweite, denn nach mehr als 10 Jahren schafft der kaum noch 70 km. Damit wird er selbst als Stadtflitzer zum Problem. Zudem kann man den nur als Zweitwagen in Großstädten einsetzen, wenn man über eine eigene Ladestation am Eigenheim verfügt. Das macht ihn selbst in Berlin und anderen größeren Städten nicht praktikabel, denn die wenigsten Mieter der Mietskasernen am Stadtrand haben einen Zugang zu einer Ladestation. Wenn mein Kumpel aus Hönow bei Berlin, der Endstation der U5, mit dem Ding zu seinem Arbeitsplatz am Potsdamer Platz fahren wollte, würde der Akku nicht mal für die Rückfahrt nach Hönow reichen.
 
Wer sich eine Fahrt von Hönow zum Potsdamer Platz mit dem Auto antut ist selber schuld.
Man fährt eine Dreiviertelstunde bis zum Potsdamer Platz mit den Öffis, eventuell muss noch etwas gelaufen werden.
Mit dem Auto fährt man idealerweise auch eine Dreiviertelstunde, aber Stau und Parkplatzsuche sind auch noch drin.
Grüße Bernd
 
@FB.
Nein, beim Zoe hat man den Akku mitgekauft. Das man ihn nur mieten konnte war beim Twizy der Fall. Der Twizy war eine gute Idee, aber in Deutschland viel zu teuer und nur ein Luxusspielzeug.
 
@ka-1111

U5: Nicht zu vergessen - in Stoßzeiten gibt es bis zur Endhaltestelle einen 5min-Takt (sonst 10min-Takt). Da der U-Bf Hönow noch auf Berliner Land liegt, gilt Tarifgebiet AB. Das ist wahrscheinlich noch ein Relikt aus DDR-Zeiten. Hönow sollte wahrscheinlich eingemeindet werden; es ist bloß nicht dazu gekommen. In meinem Personalausweis stand schon "Berlin-Hönow-West", als ich meine erste Wohnung in Hellersdorf bezog. Mit dem Auto ins Zentrum? Niemals!

Solche Stadtflitzer, egal wie sie heißen und womit sie angetrieben werden, lösen überhaupt kein Verkehrsproblem in großen Städten. Diese Kisten stehen im Endeffekt die meiste Zeit auch nur rum und behindern den Verkehr (...welcher Verkehr auch immer damit gemeint ist...). Wo auch immer in der Welt - ich habe die Erfahrung gemacht, dass sich eine große Stadt am besten mit Hilfe straßenunabhängiger schienengebundener Verkehrsmittel erkunden lässt. Man kommt schnell von A nach B und man hat sehr gute Orientierungspunkte! Das funzt in Budapest genauso gut wie in Singapur oder Bangkok.
 
@FB.
Nein, beim Zoe hat man den Akku mitgekauft. Das man ihn nur mieten konnte war beim Twizy der Fall. Der Twizy war eine gute Idee, aber in Deutschland viel zu teuer und nur ein Luxusspielzeug.

Nein! Dier ersten Zoe wurden von Renault Deutschland zwischen 2013 und 2016 nur mit Mietverträgen für die Batterien ausgeliefert. Ab 2016 bis November 2020 hatte der Käufer die Wahl zwischen Miete und Kauf. Seit November 2020 wird nur noch der Kauf der Batterien angeboten. Bestehende Mietverträge laufen weiter. Sie müssen bei Verkauf der Fahrzeuge übertragen werden. Die Batterien können allerdings auch jederzeit aus dem Mietvertrag herausgekauft werden.

Sollte die Kapazität der Batterien, die von LG kommen, unter 75% (ab 10 Jahren unter 70%) soll die Batterie getauscht werden, wobei es keine neuen Batterien gibt. Es handelt sich um revidierte Batterien mit einer Kapazität von um die 90%.

Eher ungünstig sind die Varianten mit Motor von Continental (R210/Q210 von 2013 bis 2015 mit 22 kWh - Batterie und Q90 von 2017 bis 2019 mit 41 kWh - Batterie), da diese Motoren deutlich mehr Leistung brauchen als die Eigenentwicklungen von Renault und somit weniger Reichweite bieten. Die Variante Q90 wurde nur in einer kleinen Stückzahl in Deutschland verkauft. Über den Gebrauchtwagenmarkt kommen aber auch immer wieder Exemplare aus Frankreich auf den deutschen Markt. Kritisch ist auch der R75, der als Billigvariante nur in Frankreich angeboten wurde. Die tauchen inzwischen als angebliche Schnäppchen auch auf den deutschen Gebrauchtwagenmarkt auf.
 
Um dem Namen des Threads gerecht zu werden, hier mal ein paar Bilder meines Renault Zoe, Erstzulassung 2019, noch aus der ersten Serie mit 41kWh-Batterie, 43 kW-Motor und derzeit ca. 50.000 km auf der Uhr. Er war die ersten Jahre unser Zweitwagen und ist seit ca. zweieinhalb Jahren unser einziges Auto. Seine Reichweite hat seit Erstzulassung übrigens kaum nachgelassen und beträgt bei sommerlichen Temperaturen echte 320 km, bei Minusgraden nur ca. 200 km. (Ökomodus = bei 96 km/h abgeregelt, kräftiger Druck aufs Pedal setzt diesen aber kurzzeitig außer Kraft, z.B. beim Überholen) Seit unserem Umzug wird im öffentlichen Straßenland geladen, eine Ladesäule zu finden war bisher kein Problem, und wir laden meist mit annähernd 22 kW während eines Einkaufs, kostet uns also keine zusätzliche Zeit. Fazit: Das Fahrzeug hat sich als absolut alltagstauglich erwiesen. Zu den Kosten: Batteriemiete 99 Euro im Monat, die ersten drei Jahre Leasing für 63 Euro pro Monat, Sonderzahlung 1000 Euro, abgegolten durch praktisch wertloses Altauto, nach den drei Jahren für 11.000 Euro gekauft. Das nur einmal, um den negativen Erfahrungsberichten etwas entgegenzusetzen. Und das ist er:
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Der Fiat Topolino, der diesen Erzählstrang ausgelöst hat, hat noch zwei Konzernbrüder, den Citroen Ami und den Opel Rocks:
001-2022citroen-ami001.jpg001opel-rocks.jpg

Generell sieht man die 45-km/h-Autos in Berlin nicht so selten, und dann gibt es offenbar noch eine weitere Klasse von Fahrzeugen, die nur 25 km/h fahren darf. Hier mal ein paar Sichtungen der letzten Zeit:

Acciona Silence S04 (45 km/h), Futura Electron (25 bzw. 45 km/h; eigentlich chinesisch, wird aber von der deutschen Firma Futura vermarktet), Geco Light Truck GXP (25 km/h), Jiangsu Jinpeng Futura Flow (45), Piaggio Ape, Yunlong EEC L2e JJ2000DZK (45):

acciona-silence-s04-45.jpgfutura-electron-45-25.jpggeco-lite-truck-gxp25.jpgjiangsu-jinpeng-futura-flow45.jpgpiaggio-ape.jpgyunlong-eec-l2e-jj2000dzk45.jpg

Beste Grüße
Jörg
 
Die 25 km/h - Flitzer darf ein bestimmter Personenkreis in Deutschland ohne Führerschein fahren. Man muss nur vor dem 1.4.1965 geboren sein. Alle anderen brauchen nur die Mofa-Berechtigung.

Aber was machen, wenn man beide Merkmale nicht zutreffen? Es gibt auch dafür eine Lösung:

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Wie wäre es mit einem 10 km/h - ERAD AGORA?

Nur gibt es die Kisten schon lange nicht mehr neu und es dürfen auch keine Neufahrzeuge anderer Marken mehr in den Verkehr gebracht werden. Das ruft echt "super" Preise für die Kisten auf den Plan. Aufgearbeitete ERAD AGORA (Fahrzeugzustand Note 3) beginnen bei ca. 16.000,- €. Es kann aber mit ein bisschen mehr Ausstattung an die 28.000,- € (Fahrzeugzustand Note 1 mit Radio und Zusatzheizung etc.) herangehen.

Bei unseren Nachbarn in Dänemark sieht man auch ganz viele von diesen chinesischen Dreirädern rumfahrfahren. Die Unterscheiden dort in bis 30 km/h und bis 45 km/h. Die Fahrzeuge bis 30 km/h haben kein Kennzeichen. Wer 18 Jahre alt ist kann sie ohne Führerschein bewegen. Jüngere Fahrzeugsführer (ab 15) brauchen den Moped-Schein. Man ist zur Nutzung des Radweges verpflichtet, wenn einer vorhanden ist. Die 45 km/h - Modelle haben ein Kennzeichen und mindestens der Moped-Lappen ist erforderlich.
 
Die 25 km/h - Flitzer darf ein bestimmter Personenkreis in Deutschland ohne Führerschein fahren. Man muss nur vor dem 1.4.1965 geboren sein. Alle anderen brauchen nur die Mofa-Berechtigung.
Wo kann man das nachlesen, außer im Einigungsvertrag?

Aber auch von mir mal ein seltenes Fahrzeug auf deutschen Straßen:
 

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