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Preußische Kleineisen in Code 60 - Bedarf?

Besteht Interesse an preußischen Kleineisen für Code 60 Gleis?

  • Ich würde 250 Spritzlinge nehmen.

    Stimmen: 0 0,0%

  • Umfrageteilnehmer
    11
  • Umfrage geschlossen .
Kurze Rückmeldung zum aktuellen Stand. Die Firma Hädl erstellt gerade die Konstruktionen für beide Kleineisensorten neu, sodass sie auch im Spritzgussverfahren herstellbar wären. Wenn diese sowohl den Vorstellungen der Firma Hädl als auch meinen entsprechen, werde ich Euch die Entwürfe hier noch einmal vorstellen.

Bis dahin bleibt gespannt.
 
So hier kommen nun die gerendernten Muster der Kleineisen, so wie sie ins Rennen gehen sollen. Kleine Abstriche zu meinen Entwürfen mussten wir in Kauf nehmen, da sonst der Formbau zu aufwendig und unnötig teuer geworden wäre. Dies bitten wir zu beachten.

NEM konfrom für Code 60 (Peco mit den Maßen: Profilkopfbreite = 0,76 mm; Profilhöhe =1,57 mm; Profilfußbreite = 1,24 mm)

Die Breite zur Aufnahme des Schienenfußes wird 1,3mm betragen. Somit ist bei Code 60 Profil etwas Luft damit das Profil leichter reingeht. Code 55 Profile wären jedoch somit theoretisch auch möglich (laut NEM 1,3mm Fußbreite), aber Verwendung dann auf eigenes Risiko. Das Einziehen könnte dann ähnlich schwergängig sein, wie bei TT-Filigran. Mit Code 55 Profil gingen ohne Bearbeitung der Kleineisen (Schraubenköpfe entfernen) nur Radsätze bis Spurkranzhöhe 0,8mm. Der Freiraum zwischen Schraubenkopf und Spurkranz beträgt dann 0,1mm. Alles andere wieder auf eigenes Risiko.
Weiterhin wurde auf eine unterschiedliche Ausrichtung der Schraubenköpfe geachtet. Und nun die Bilder.

Für die Mittelschwellen:

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Für die Stoßschwellen mit Haken. Dieser steht hier im Bild etwas ins Schienenprofil rein (0,04mm). Dies ist so gewollt. Er wird dann beim Einziehen der Profile etwas nach oben gedrückt, so dass er besser zum Vorbild passt. Dazu muss das Profil dann am Fuß etwas schräg angepfeilt werden, aber das kennt man ja spätestens von den TT-Filigran Profilen (die laut Messerschieber nicht Code 60 sind, wie auf deren Website immer beschrieben. Eher ein in der Höhe gekürztes Code 40 Profil).

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Falls wir grobe Schnitzer drin haben sollten, bitte zeitnah melden (bis Freitag). Ansonsten würde der Formen- bzw. Werkzeugbau nun beginnen.

VG von der Firma Hädl und von mir.
 
Schwellenroste/joche würde ich dann für den Oberbau 8b (Hauptbahnen) und 10a (Nebenbahnen) noch einmal an die neuen Maße der Kleineisen anpassen. 8b H und 10a H einfach daher, weil die Abstände zwischen den Stoßschwellen für beide Arten/Systeme gleich war (530mm) und man somit eventuell nur eine Sorte geäzte Schienenlaschen erstellen müsste.


8b wären Joche a 12m (org. Länge) mit 16 bzw. 17 Schwellen. Hier würde ich beide Varianten erstellen.

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Bei 10a wären Joche a 12m mit 13 bzw. 14 Schwellen. Hier reicht, glaube ich, die Variante mit 13 Schwellen.

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Bei Einwänden bitte melden.

VG
 
Hallo madas,
es ist schön zu sehen, dass das Projekt vorankommt. Kannst du noch etwas zur (final) geplanten Plattenanzahl am Spritzling schreiben?

8b wären Joche a 12m (org. Länge) mit 16 Schwellen.
Sehe mit Kleineisen so aus:
In deiner 3D-Zeichnung fehlen noch die Hakenplatten für die Stemmlaschen an den Schwellen 3 & 4.
Evtl. kannst du noch als Service einen kleinen Marker unter den Platten aufs Holz machen, wo die Hakenplatten hinkommen ;)
 
Evtl. kannst du noch als Service einen kleinen Marker unter den Platten aufs Holz machen, wo die Hakenplatten hinkommen ;)
Kommt auf die Liste.
Kannst du noch etwas zur (final) geplanten Plattenanzahl am Spritzling schreiben?
noch nicht. Meinen Vorschlag dazu habe ich bei Hädl eingereicht. Mal sehen, was Raico dazu sagt. 😝
In deiner 3D-Zeichnung fehlen noch die Hakenplatten für die Stemmlaschen an den Schwellen 3 & 4.
Gut aufgepasst.
 
Tolle Arbeit, Vielen vielen Dank dafür!

Ich würde das dann mit TTe bzw. einem Dreischienengleis ausprobieren und freue mich schon auf diesen Versuch. Muss mir nur noch das Schwellenbrett konstruieren und jemanden finden, der mir das lasert.

Was für Durchmesser und welchen Abstand müssen die Löcher haben?

Sind die Löcher symmetrisch zur Schienenmitte?

Wieviel Abfall muss ich für die Breite des Laser-Schnitts dazurechnen?
 
Müsste dann der Oberbau Va sein oder?
Gleisjochlänge von 9,5m. Könnte das hinkommen?

Schwellen:

IMG_0358.png
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Madas,

Wenn Du org. Maße hast, kann ich das gerne für Dich machen.
Auf das eine bzw. die zwei mehr kommt es dann auch nicht an. Und so könnten wir für alle einen Portfolio aufbauen.

das ist sehr echt gut von dir, vielen Dank!

Müsste dann der Oberbau Va sein oder?
Gleisjochlänge von 9,5m. Könnte das hinkommen?

Ich habe betreffs der Schmalspurgleise im Netz recherchiert. Hauptquelle ist dieser Diskussionsfaden im Bimmelbahn-Forum.

Die meisten TT-Bahner haben sicher sächsische Vorbilder. Hier war vor dem Reichsbahn-K-Oberbau das Profil Va Standard:
  • Länge der Profile: 9,5 m (woanders steht 10 m)
    ab ca. 1925: 15 m (125 mm)
Bei den Schwellen habe ich für Oberbau mit Profil Va Folgendes gefunden:
  • Schwellenlänge: 1.600 mm, woanders steht 1.700 mm (TT: 13,3 bzw. 14,2 mm)
  • Schwellenbreite: 200 mm (1,7 mm)
  • Schwellenhöhe: 135 mm (1,1 mm)
Hier wurde darauf hingewiesen, dass eine maßstäblich lange Schwelle bei einem unmaßstäblich breiten Schienenfuß die Schiene höher aussehen lässt. Schumachers TTe-Gleis hat z.B. 18-19 mm Schwellenlänge. Lorenz hat 16,5 und recht massive Kleineisen. Der Weichenhersteller arbeitet mit 15mm und das sieht nicht schlecht aus. Vielleicht ist 16mm ein gutes Maß

Zum Schwellenabstand beim sächsischen Profil Va wird es schwierig, da habe ich im Netz wenig Konkretes gefunden. Googles KI sagt 620 - 650 mm, ohne zu verraten, woher das stammt. An den Schienenstößen auch 400 - 420mm. (Schwellenabstand = Mitte zu Mitte der Schwelle)

Für das leichtere Profil 1b wurde im Bimmelbahn-Forum 500-800 mm Schwellenabstand angegeben, für K-Oberbau 548-655 mm. Die Oberbaurichtlinie der DR gab für bestehenden Anlagen den größten zulässigen Schwellenabstand in Abhängigkeit der Achsfahrmasse wie folgt an:
  • 8t: max. 900mm (7,5 mm)
  • 10t: max. 850mm (7,1 mm)
  • 12t: max. 800mm (6,7 mm)
  • 16t: max. 750mm (6,3 mm)
Diesr Fassung ist aber 70 Jahre nach der Herstellung der Va-Gleise entstanden und es sind Maximalwerte.

Ich denke mit folgenden Werten wirst du nicht total daneben liegen. Ggf. noch schauen, ob das konstruiert mit den Kleineisen stimmig wirkt:
  • Jochlänge: 9,5 m (79 mm) oder 15 m (125 mm).
    Eigentlich reicht auch 15 m, kann man ja auch selber kürzen auf 9,5 m
  • Schwellenabstand: ca. 650mm (5,4 mm)
  • Schwellenbreite: ca. 200 mm (1,7 mm)
  • Schwellenabstand vorm Stoß: ca. 450 mm (3,7 mm)
  • Schwellenlänge: 1.700 mm (wegen Optik großzügig aufgerundet auf 16 mm)
  • Schwellenhöhe inklusive Kleineisen: 2 mm (dann passt es zu anderen Herstellern, ist aber nicht so wichtig, weil kann man ja was unterlegen.
Bei dem Dreischienengleis würde ich einfach die Hauptbahn-Normalspurmaße nehmen. Unter der mittleren Schiene sollte es keine Verbinder brauchen.

Hast du sowas schonmal gelasert und im Bogen verlegt? Dafür müssten auf einer Seite die Verbindungen unter den Schienen gekappt werden. Biegt sich die andere Seite dann leicht und gleichmäßig oder sollte es an den Verbindern eine mittige Verdünnung als Soll-Knick-Stelle geben?

Viele Grüße
Jochen
 
Das wäre jetzt mal der erste Versuch für ein 15m Joch mit Code 55. Schwellenbreite 1700mm auf 1:120 umgerechnet, Schwellenabstände 500mm (Stoß), 600mm (erste Schwelle nach Stoß) und 700mm (Rest).

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Hier Deine gewünschte Schwellenbreite von 16mm. Und ja schaut glaube ich besser aus. :D

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Rest (9,5m) dann morgen.
VG
 
Das sieht gut aus!

Ich denke in Echt ist eh' kaum zu erkennen, ob die Schraube an der Außenseite eine Schraube oder ein Nagel ist. Dann geht das als sächsische Hakenplatte durch. Ich freue mich auf den Versuch. Hoffentlich klappt alles, vor allem im Zusammenspiel zwischen Holz und den Kleineisen!

Das Altern der Echtholzschwellen wird sicher gut gehen. Holz ist da viel besser als Plaste.
 
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