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National Railway Museum (York/UK)

Adler1835

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Berlin
Als "Hobby-Brite" verbrachte ich den ersten Urlaub des Jahres natürlich wieder im Vereinigten Königreich. Dieses mal besuchten wir u.a. das National Railway Museum in York. Erwähnt sei nicht so nebenbei, dass York daselbst eine bezaubernde Stadt ist, dessen historischer Stadtkern einem schier den Atem verschlägt. Wohl aus diesem Grunde nennt man sie zurecht auch "ewige Stadt", reicht ihre Gründung doch auf das Jahr 237 n. Chr. zurück, als die Römer "Eboracum" zeitweise sogar als Kaiserresidenz nutzten.

Sichtbar die Stadt beherrschend ist das York Minster - die größte mittelalterliche Kirche Englands uns Sitz des Erzbischofs von York. Die im gotischen Stil errichtete Kirche wurde nach 250 Jahren Bauzeit 1472 fertiggestellt. Das Bauwerk an sich beeindruckt allein, doch sehr bewegend ist die Tatsache, dass eine Statue der verstorbenen Königin Elisabeth II. nun Bestandteil der Westfassade des Minsters ist und am 9. November 2022 in Anwesenheit des Königs eingeweiht wurde.

Also York ist definitiv eine Reiseempfehlung!

Hier nun ein paar Impressionen vom National Railway Museum in York.


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... die erstgebaute Lokomotive der Klasse C1 "Henry Oakley" aus dem Jahre 1898


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... eine Vertreterin der sogenannten Terrier-Klasse - die Lok Nr. 82 "Boxhill" (Baujahre 1872-1880 / Class A1)
- demnächst von Hornby auch in unserer Nenngröße erhältlich



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... die Weltrekordlokomotive "Mallard" von 1938 - LNER-Class A4 (von Hornby in Nenngröße TT erhältlich)



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... die Elektrolokomotive Class 76 (Baujahr 1951)



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... Diesellokomotive Class 84 (Baujahre 1960-1961)



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... IC 125 HST (von Hornby in Nenngröße TT erhältlich)



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... ein Shinkansen



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... ein Nachbau der "Rocket"



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... die "aufgeschnittene" Lokomotive



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... in memoriam George Stephenson



 
Und, kam es zu keinem Treffen?
Das hatte ich gar nicht auf dem Schirm - wie man so schön sagt.
Eine verpasste Gelegenheit.
Exzellente Fotos, lieber Adler1835!
Recht herzlichen Dank. Da hast Du Dir ein schönes Fleckchen England als Domizil ausgesucht. York ist in jeder Hinsicht traumhaft schön.

Das war definitiv nicht der letzte Besuch.

Gott schütze den König! 🇬🇧
 
Im Anschluss an Adlers tolle Fotoreportage möchte ich die Feierlichkeiten zum 200 Jahre Jubiläum der Stockton and Darlington Railway erwähnen. Die S and DR war der allererste Bahnbetrieb in GB mit öffentlichem Personenverkehr, und wurde 1825 eröffnet. Die Bahn verband (und verbindet noch) Shildon, eine Kleinstadt nordwestlich von Darlington, mit Stockton on Tees. Der Hauptgrund für den Bau der Bahn war der Transport der Kohlen aus den Gruben bei Shildon. Dank dem Jubiläum wird im Moment in Shildon und Darlington bahnhistorisch sehr viel investiert. Gestern besuchte ich mit meinem Freund G aus Brandenburg das Hopetown-Museum in Darlington und das Schwestermuseum des NRM in York 'Locomotion' in Shildon. Ganz toll. Weder Darlington noch Shildon kann man als Touristenmagnet bezeichnen, aber die Besucherscharen werden wegen der geplanten Feierlichkeiten und Dampfspektakel bestimmt kommen. Im Hopetown-Museum kann man 'Locomotion Number 1' bewundern, die den Eröffnungszug der S and DR zog - und kürzlich von Hornby als H0 Lok verewigt wurde. Auf dem Gelände des Hopetown-Museum (einst Betriebszentrale der S and DR) gibt es sogar ein kleines aber feines Dampflokwerk, wo die A1-Pazifiklok 'Tornado' gebaut wurde - dort wird zur Zeit an einem P2-Nachbau (1D1 Schnellzuglok) gearbeitet.IMG_20250415_113221_144.jpgIMG_20250415_113233_630.jpgIMG_20250415_114207_310.jpgIMG_20250415_114440_368.jpgIMG_20250415_115532_649.jpgIMG_20250415_152304_091.jpgIMG_20250415_150056_182.jpgIMG_20250415_141055_815.jpgIMG_20250415_141103_297.jpgIMG_20250415_152409_078.jpg
 
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Es gibt übrigens einen sehr überzeugenden Nachbau von 'Locomotion Number 1' im Besitz des Museums in Shildon - diesem Nachbau wird im Mai Fahrten auf der Hauptbahn gestattet - im Moment wird die Lok auf der Traditionsbahn in Weardale ausführlichst getestet.
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Sehr schöne Fotos! Dankeschön dafür! Macht Appetit, mal wieder nach England zu fahren.
Helge
 
@Rekoboy

Ganz große Klasse! Der Nachbau der "Locomotion Nr. 1" ist natürlich ein echter Glanzpunkt. Mal abgesehen von "Puffing Billy", die zudem wohl nicht betriebsfähig ist, kann man gar nicht so weit in die Vergangenheit der Eisenbahngeschichte reisen als mit dieser Lok. Da ist jeder zu beneiden, der sich dieses Erlebnis gönnt.

Im guten alten England scheint man sich der Historie der Eisenbahn sehr bewusst zu sein. Zudem ist ein Jahrhundertjubiläum natürlich auch etwas ganz besonderes.

Ich finde es nur ein wenig schade, dass man auf dem "Kontinent" wenig bis gar keinen Anlass sieht, hier kräftig mitzufeiern, denn immerhin ist England das Mutterland der Eisenbahn - und der Geburtstag der Mutter ist auch für die Kinder ein Grund zum Feiern.
😉

Eine Frage am Schluss: Wie wird das alles finanziert? Sind das alles Privatinitiativen durch Spenden oder steht der Staat dahinter?

Viele Grüße ins bezaubernde York...
... und Gott schütze den König! 🇬🇧
 
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Das Locomotion-Museum wie das NRM in York ist teil des staatlichen Science-Museums mit Sitz in London. Die verschiedenen Abteilungen des Science -Museums werden vom Staat und von Sponsoren aus der Welt der Industrie voll finanziert - der Eintritt ist grundsätzlich kostenlos. Das Hopetown-Museum in Darlington wird von der Stadt und von einer gemeinnützigen Stiftung finanziert. Das NRM in York, das Locomotion-Museum und das Hopetown-Museum werden in ihrer Arbeit von einer großen Gruppe ehrenamtlicher Mitarbeiter unterstützt, oft pensionierte Eisenbahner.
 
Stellt Euch das mal vor! Das Deutsche Technikmuseum würde voll vom Staat finanziert...
Und das Deutsche Museum in München, das Nürnberger Verkehrsmuseum, das Dresdner Verkehrsmuseum gleich mit.
Vor 30 Jahren etwa kam in Dresden die große Idee auf, den ehemaligen Leipziger Bahnhof als neue Heimat des Verkehrsmuseums auszubauen. Heute ein innerstädtisches Biotop und Lost Place, teilweise im vorderen Bereich genutzt als Wagenburg, Abstellplatz für Spediteure und durch einen Kulturverein.
Die Saxonia steht seit Jahren im Verkehrsmuseum, anstatt betriebsfähig auf Eisenbahnfesten unterwegs zu sein. Einzig der Adler müsste betriebsfähig sein???
Ich weiß es nicht. So ein schönes Museum, wie das in York, oder auch die Eisenbahnmuseen in Utrecht, Mulhouse etc., die ebenfalls für europäische Eisenbahngeschichte stehen, und wir in Deutschland?
Reiches Land?
Nein, dafür ist kein Geld da!
Wenn mir jetzt jemand mit fremdenfeindlichen Argumenten kommt:
Nein, die sind auch nicht daran Schuld! Das Geld war vorher schon nicht da!
Es grenzt an ein Wunder, dass 1985 das 150jährige Jubiläum der deutschen Eisenbahn so gebührend von DB und DR gleichermaßen gefeiert werden konnte. Die DB ebenfalls mit einer eigenen, kleinen aber feinen Flotte betriebsfähig aufgearbeiteter Dampflokomotiven!
Deren Einsätze im Anschluss dermaßen attraktiv waren, dass die Angebote weiter ausgebaut wurden.
Es würde gehen, wenn der verkehrspolitische Wille da wäre!
Helge
 
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