• Hallo TT-Modellbahner, schön, dass du zu uns gefunden hast.
    Um alle Funktionen nutzen zu können, empfehlen wir dir, dich anzumelden. Denn vieles, was das Board zu bieten hat, ist ausschließlich angemeldeten Nutzern vorbehalten. Du benötigst nur eine gültige E-Mail-Adresse und schon kannst du dich registrieren.
    Deine Mailadresse wird für nichts Anderes verwendet als zur Kommunikation zwischen uns.
    Die Crew des TT-Boardes

Das Angelrodaer Viadukt - eine Brücke die keiner haben wollte

19.07.2013: Die Morgensonne scheint auf alle drei Segmente, der Bauplatz ist leer bis auf ein paar Reststücke und damit ist zunächst Ende der Vorstellung.

Wenn wieder Verkehr auf der Strecke ist, kann ich ja mal nachlegen.

Grüße
ake
 

Anhänge

  • IMG_1298_k.jpg
    IMG_1298_k.jpg
    173,1 KB · Aufrufe: 250
  • IMG_1299_k.jpg
    IMG_1299_k.jpg
    179,7 KB · Aufrufe: 241
  • IMG_1300_k.jpg
    IMG_1300_k.jpg
    129,5 KB · Aufrufe: 235
  • IMG_1301_k.jpg
    IMG_1301_k.jpg
    153,4 KB · Aufrufe: 217
  • IMG_1302_k.jpg
    IMG_1302_k.jpg
    194,2 KB · Aufrufe: 190
Ein wirklich sehr interessanter Beitrag, ich habe vor 1980 da of Urlaub gemacht. Ich errinner mich noch gut an die Abende beim alten Walter in der Post zu Neusiß und an den Karneval in Martinroda.
 
Bisher hat sich keiner dazu geäußert, aber gibt es irgendwo noch so eine treppenförmige Hangabstützung? Die an mittelamerikanische Pyramidenstufen erinnernde Hangabstützung habe ich bewusst noch nie woanders wahrgenommen und die wollten doch bestimmt nicht es gewissen Eisenbahn-Paparazzis ... ähm ... Eisenbahn-Dokumentations-Fotografen leichter machen den Damm zu erklimmen. Man beachte dazu auch Bild 1 in Post 21.
 
Die Brücke wie auch die Strecke waren nie zweigleisig, allerdings hatte man beim Bau der Strecke große Hoffnung, daraus eine überregionale Verbindung entstehen zu lassen, so daß man alle Bauwerke schon mal auf eine Zweigleisigkeit auslegte.

Gruss Andreas
 
@Gruenes Herz
Es war die Bedingung eines der Fürsten, auf deren Hoheitsgebiet die Strecke erbaut wurde, dass diese Strecke binnen 10 Jahren zweigleisig ausgebaut werden und über Gehren nach Königsee führen sollte. Die 8 km von Gehren nach Königsee wurden nie gebaut, obwohl das Gelände geologisch leicht zu erschließen war (faktisch eine Hochebene). Der Anschluss Ilmenaus an die Saaletalbahn über Königsee hätte die Rentabilität beider Stichstrecken enorm verbessert, aber so wurden sie beide stillgelegt. Ein zweigleisiger Ausbau zwischen Plaue und Ilmenau erfolgte deshalb auch nie, da für Ilmenau allein ein Gleis völlig ausreichend war. Übrigens wurde auch die tatsächlich gebaute Verbindung von Arnstadt über Stadtilm zur Saaletalbahn schon immer für eine zweigleisige Strecke ausgelegt, alle Einschnitte und Steinbrücken entsprechend dimensioniert, ein zweites Gleis aber nie montiert.
 
@mcpilot
Das man steinerne Wiederlager von Anfang an größer diminensioniert, wenn man plant binnen 10 Jahren die Strecke zweigleisig auszubauen, ist sicher wirtschaftlich sinnvoll. Anders sehe ich das bei dem Damm hinter Plaue. Da wäre es sogar sinnvoller gewesen den nur für ein Gleis auszulegen und bei Bedarf hätte die Bahn einfach vom fertigen Damm das Baumaterial für das zweite Gleis abgeworfen. Denn mal ehrlich, es war schon zu Baubeginn klar, dass die Strecke Plaue-Ilmenau mit ihrer anschließenden Zahnradbahn über den Thüringer Wald nicht der leistungsfähige Zubringer in den Süden werden würde. Die Saaletalbahn war im Bau und die Planung für eine leistungsfähige Bahn Erfurt-Plaue-Suhl-Würzburg hatten begonnen. Die in Erfurt sitzenden Preußen waren mehr als nur interessiert endlich einen leistungsfähigen Zugang zur in Suhl sitzenden Waffenindustrie zu erhalten und dazu waren die Zahnradbahnen hinter Ilmenau völlig ungeeignet. Die Zahnradbahnen waren eine Konkurrenz zum Pferdegespann, aber nicht zur Bahn. Ein zweigleisiger Ausbau der Strecke war deshalb von Anfang an fragwürdig. Sicher hätte der Lückenschluss Gehren-Königsee etwas gebracht, aber in Ilmenau gab es keine nennenswerte Industrie und mit der Strecke Arnstadt-Stadtilm-Rudolstadt gab es schon bald einen leistungsfähigen Anschluss an die Saaletalbahn.
 
Die Fahrten waren gut organisiert, der Zug der Meininger so unpünklich wie die EIB pünktlich, das Wetter passte perfekt.

Ein völliger Reinfall war das Fest in Angelroda. Dort gab es exakt einen Stand der EIB, auf welchem man nur den aktuellen Fahrplan als Handzettel mitnehmen konnte, ansonsten nur Bratwurststände, Kuchenverkauf und einen Bierausschank (es gab auch alkoholfreie Getränke). Sorry Leute, da fehlte aber alles, was mit Bahn, Ort und Tourismus zu tun hat. Nichts zur Geschichte, nichts zu aktuellen touristischen Angeboten - selbst die zahlreichen Radfahrer auf dem Gera-Radweg, der direkt an den Ständen entlang führt, waren verwundert, dass da so absolut gar nichts touristisches geboten wurde und keinerlei Informationsmaterial zu sehen war. Wie kann man sich nur so eine Chance entgehen lassen?

Die Deutsche Bahn Bahn hatte zwar aufwändig Wegweiser drucken lassen, mit denen man zum Festplatz (eher zum Feststraßenabschnitt unter der Brücke) geleitet wurde, auch Schilder für Parkmöglichkeiten hatte die Deutsche Bahn Bahn aufgestellt, allein einen eigenen Stand zu organisieren war die Deutsche Bahn Bahn nicht in der Lage. Ok, die Strecke wird von der EIB bedient, aber sie gehört der Deutsche Bahn Bahn, zumindest tritt sie in der Presse so auf. Irgendwie hatte da wohl auch die Deutsche Bahn Bahn mehr erwartet, zumindest lässt dies die doch recht große Anzahl der angekarrten und kaum genutzten Dixi-Häuschen vermuten.

Die Wiedereröffnungsfeier in Angelroda war so letztlich nur eine Fress- und Sauforgie ohne jeden Bahnbezug. Das ist bedauerlich, denn da wäre leicht mehr drin gewesen. Mit den Fahrten der Meininger Dampflokfreunde hatte das alles kaum zu tun. Die waren gut organisiert und die Bustransfers nach Plaue und Elgersburg klappten perfekt. Störend an dem Zug wirkte nur die Diesellok am Schluss. Wofür fuhr die denn mit?
 
Grad im MDR in den Nachrichten gesehen, schien doch bissl was los gewesen zu sein. Eröffnungszug mit ner 52er und schönem Epoche III-Konvolut.

Sicher gleich in der Mediathek des MDR zu finden.
 
Jede Menge offizieller Jubel sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Strecke unter Beobachtung steht. Der derzeitige Betrieb ist allein den Studenten in Ilmenau zu verdanken, aber er ist nur auf Probe. Sollte sich eine schnellere Bus-Verbindung von Erfurt nach Ilmenau über die Autobahn durchsetzen, ist ganz fix Feierabend auf der Strecke. Den großen Worten des Landratsamts steht zudem die völlig fehlende Präsentation auch nur irgend eines Tourismusbüros entgegen. Fest in Angelroda? Abgehakt. Pressefotos mit unwichtigen Politikern. Haken dran. Ernsthaft etwas nachhaltiges bewegt? Nicht in Thüringen, schon gar nicht im Ilmkreis und erst recht nicht in der Region. Dem Fest war die Lieblosigkeit nur zu deutlich anzumerken. Bratwurststand, Ausschank, Kuchenverkauf - wäre da nicht noch der fast völlig leere Stand der EIB gewesen, wäre ein Bezug zur Bahn, zur Strecke oder zur Region nicht zu finden gewesen. Am Stand der EIB gab es aber auch nur den normalen Fahrplan als Handzettel und sonst gar nichts.

Die Meininger hingegen hatten ihren Betrieb mit historischen Material absolut professionell aufgezogen. Auch der Bustransfer zwischen Plaue, Angelroda und Elgersburg war gut organisiert. Das man in der lokalen Presse vergeblich nach den Abfahrtszeiten des historischen Zuges oder der Busse suchte, passte dann aber doch wieder zur insgesamt nur halbherzigen Organisation des Ereignisses.
 
Vorsicht offtopic!

Hallo Harka,

dass das Fest eher ein Reinfall war, haben wir nun alle verstanden. Das wird auch nicht schlimmer, wenn man es mehrfach wiederholt.

Zum Thema Regional- und Landespolitiker und deren Arbeit mal so viel. Selber machen und besser machen und sich dann mal an dem Geleisteten messen lassen. Von anonym im TT-Board ein paar Zeilen schreiben und alles madig reden, bewegte sich noch nie was in unserem Land. Einfach mal selbst versuchen etwas diesbezüglich anzupacken und Du wirst ganz schnell sehen, wie schwer es ist alle Interessen der Landkreise, Vereine, Städte, Gemeinden und Unternehmen zusammenzuführen und eine tragfähiges Konzept für die Rennsteigregion um Schmiedefeld zu entwickeln.

Zum Thema Bus nur soviel. Natürlich ist eine direkte Busverbindung von Ilmenau Bhf. nach Erfurt Hbf. ca. 20 Minuten schneller. Aber der Zug fährt noch mehrere Stationen an und ich habe selbst bei intensiver täglichen Nutzung auf dem Weg nach Gotha über 7 Monate lang jede Menge Pendler im Zug getroffen. Und auf dem Weg von Erfurt bis Plaue verdichtet die EIB noch dazu die allg. Zugfolge im Nahverkehr. Wenn der Nahverkehr auf der Strecke stirbt, dann bestimmt nicht, weil der Bus soviel toller und schneller auf der Verbindung ist, sondern weil es da Entscheidugsträger gibt, welche es so wollen.
 
@ghostdog
Ich bin kein Befürworter des Straßenverkehrs und was ich selber mache oder nicht mache dürfte sich deiner Kenntnis entziehen, also erspare mir da Unterstellungen. Falls da dazu mehr loswerden willst, dann bitte per PN, denn hier gehört es nicht her.
 
... was ich selber mache oder nicht mache dürfte sich deiner Kenntnis entziehen, ...
Das dürfte umgekehrt auch gelten. Da der Student das Bahnticket i.d.R. zahlt, wird er mit der Bahn fahren. Eine zusätzliche Buslinie ist vielleicht der Traum von IOV & Co. Nur wer soll den bezahlen? Der Bus wurde von den Ilmenauer Studenten nicht wirklich angenommen. Höhepunkt war die Linie C (?), die vor 13 Jahren praktisch leer zwischen Bahnhof und Schotterparkplatz am oberen Ehrenberg (seit Jahren steht dort der Humboldtbau) pendelte. Die Planungen der IOV am Studentenbedarf vorbei sind schon erstaunlich.

Mir hätte mit Fahrtziel Südthüringen der Direktbus nach Erfurt nichts genutzt. Dann eher Bahn, der eigene Pkw oder das Rad.

... Falls da dazu mehr loswerden willst, dann bitte per PN, denn hier gehört es nicht her.
Und wir dürfen hier an deinen Erkenntnissen teilhaben? :braue:
 
...Ist aber schon merkwürdig wie schon seinerzeit die Ressourcen "verschwendet" wurden....
Nicht unbedingt verschwendet.
Neben den Forderungen der ortsansässigen "Machthaber" spielten auch oft militärstrategische Gründe eine Rolle die den zeitlichen Aufwand bei einer späteren Erweiterung auf zwei Gleise erheblich verkürzen sollten.
Bei der Wutachtalbahn (Sauschwänzleeisenbahn) im Südschwarzwald hatte man zum Beispiel nur aus diesem Grund Oberbau und Tunnel zweigleisig ausgeführt.

Wie lang sollen denn die Fahrzeiten werden? Zwischen Rathenow und Brandenburg wurde die Nebenstrecke auf 80km/h ertüchtigt was zur Folge hatte das der Zug die Strecke in kürzerer Zeit zurücklegt als es mit dem Auto überhaupt möglich wäre.
 
Zurück
Oben