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Fahrstrom, Rechteck, Automatikblockbetrieb und Handregler

Zwischenstand der Fahrstraßenansteuerlogik Stellwerksbereich 1
Eine Einfahrt fehlt noch, die von den Blöcken 301 und 302 über W17a nach Asig H - kommt noch.
Wird ein geiles Ding...

Gleisplan:
Gleisplan komplett.GIF

Logik mit Verriegelung, nur die Ansteuerung:
Logik Stellwerk 1.GIF
 
Da die Miyama Taster mit LED nicht mehr verfügbar sind, gibt es nun die Marquardt Serie 6425:

IMG_3551.JPG
IMG_3552.JPG

Der Taster ist quadratisch, mit Abdeckplatte 16.5mm. Das RM der Tastanschlüsse beträgt 5.08, die LED ist eine normale 3mm Type, gn oder ge oder rt. Die Anordnung der Lötfahnen ist etwas ungewöhnlich, muß man mit RM 79.375µm arbeiten, um die Leiterbahn anzusetzen.

Von der Größe her sind sie fingerfreundlicher als die Miyama`s.

Auf eine 160mm Platine passen 9 nebeneinander.
Der Übersichtlichkeit wegen werden wohl die Starttaster nebeneinander plaziert, die Zieltaste etwas abgesetzt und der Handresettaster einzeln.
Ein ULN als T-Array dürfte nicht geeignet sein, einzelne T (dann mit Basis-R) lassen sich besser platzieren und routen.
Hab mal einen BC847BS (Doppel-T in 363) zum Vergleich neben 2 BC547 eingefügt - könnte man verwenden.

Über dem 4047 ist ein SMD OPV IC (INA163) mit 14 Beinen. Wenn es sich besser routen läßt und der Platzbedarf wirklich weniger wird, dann halt SMD. Für die Abblock-C und Pulldown-R an den Eingängen der CMOS sind SMD 1206 gut geeignet, vorallem, weil sie übereinender gepappt werden.

Anschluß wahrscheinlich über gewinkelte 2x7 (oder größer) Wannenstecker/Buchsen in Klemmschneidtechnik.

Start 1.GIF

Vier verden sähen...
 
Offen gestanden:
Ingendwann bin ich hier aus Fragen über das "Warum und überhaupt" ausgestiegen.
Aber:
Allein, das du dir solch ein Projekt an den Hals legst, und das auch noch durchziehst, nötigt mir tiefsten Respekt ab. :fasziniert: :zustimm:
 
Das "warum und überhaupt" - der Zug muß von A nach B fahren oder C nach D oder zurück oder quer und irgendwer muß ihm das vorschreiben, sichern und signalisieren.

Erstes Layout für Start1 (EsigC von Bk19) nach den Zielen 1 bis 7 (Asig im Stellwerksbereich2). So mieß sieh es gar nicht aus. Die Masse noch vertüdeln, den 20iger Wannenstecker einpassen, die IC`s ein bissel beschriften... Es könnte auf eine 100x50 Platine passen.
Die Abblock-C`s hab ich weggelassen, das geht auch so. Wenn hier was prellt ist es sowieso Rille und wenn das nächste Gewitter blöden Mist auslöst, dann kleb ich die C`s über die R. Irgendwann ist dann auch mal gut.

Start 1a.GIF
 
Ich glaube, dass sind alles Machbarkeitstudien?!

Auch wenn hier sicherlich schon einige ausgestiegen sind, mich eingeschlossen, finde es immer wieder genial, was du so alles umsetzt!
 
Hallo,

Nee, das ist keine Machbarkeitsstudie, das ist wahr, weshalb es mal kurz skizziert werden soll. Dazu hab ich den Haltepunktsgleisplan stark verkürzt und die Bögen weggelassen, die beiden Startsignale Esig C (Start1) und Esig A (Start2), 8 Ziele und die Asig in Richtung D,C,B und A, sowie alle möglichen Fahrwege mittels Pfeilen eingezeichnet. Die Senkrechte teilt die Stellwerksbereiche.

Das Asig L steht blöd, ich weiß - da ist aber das Holz zu Ende. Vielleicht geht noch etwas mit Signalschacht. In dem Fall wäre es dann ein Zwischensignal für Gl.4A und Gl.4B, sowie das Asig für Gl.4

Ein ganz großer Dank auch an den Siggi, der hat schon Löcher im Bauch.


Signalplan.GIF

Am EsigC (Start1, Starttaste1) steht ein Zug. Dieser soll nach Gl.4A (Ziel1) fahren. Mittels gleichzeitigem Tastendruck des linken Zeigefingers auf die Zieltaste " Ziel Gl.4A" und des rechten Zeigefingers auf die Starttaste "Start1 EsigC" (Platine von oben), erfolgt die Fahrsstraßenauswahl.
Die gn LED der Starttaste verlischt, die gn LED der Fahrstarßennummer leuchtet. Das könnte man auch zur Fahrstraßenausleuchtung nutzen.
(Jede Start - Ziellogikansteuerung erhält ihre eigene Platine mit ihren zugehörigen Tastern.)

Genau jetzt ist die Ansteuerlogik verriegelt. Es ist nicht möglich, vom selben Start eine anderes Ziel anzuwählen.
Drückt man die Taste "Handreset", dann wird die Straße gelöscht, bis in die Tiefen der Nachfolgeschaltungen (FS-Reset) aber nur solange, wie der Zug steh. Wenn er rollt, dann rollt er.

Der Befehl von der Logik geht über einen stehende H Pegel (+12V) an diverse ODER Gatter, welche die Weichen "scharf" für die richtige Stellung machen (Fahrstraßenmatrix). Das eigentliche Umlegen beginnt mit einem kurzen H Pegelping vom Monoflop1 (M/A-FF1 - gelber IC) - WSI (Weichenschaltstartimpuls).

Dieser "Ping" setzt wiederum FlipFlop`s und bringt im Takt von 1Hz nacheinandner die Weichen zum Umlauf, also seriell. (Plan und Platine = Weichenumlaufsteuerung). Sind die Weichen umgelaufen, sind sie nicht mehr umstellbar.
Parallel werden die einzelnen Blöcke fahrstrommäßig umgepolt.
Nachdem die Weichen umgelaufen sind, wird dieser "Ping" wiederum einen FlipFlop zurücksetzen, welcher den Umlauf beendet.

Meldet nun Gl.4A "frei", alle Blöcke ihre richtige Fahrstrompolung und alle Weichen ihre richtige Lage (Weichensicherungsplan) dann wird am EsigC das entsprechende Signalbild erscheinen und sich kurze Zeit später der Zug automatisch oder per Zwischentaster (Hand) in Bewegung setzen.

In dem Moment, wo diese Fahrstarße gesetzt ist, muß der gesamte linke Haltepunkt für alle anderen möglichen Fahrstarßen, die den Weg kreuzen würden, gesperrt sein.
Und das ist auch so. Alle anderen Start-u.Zieltasten der kreuzenden Fahrstraßen, egal aus und in welche Richtung, sind ohne Funktion und erloschen (Sperre).
Außerdem sind alle Weichen im Fahrweg gegen manuellen Umlauf gesperrt.

Hieraus eribt sich eine Kreuzverdrahtung, bei der man verdammt obacht geben muß.

Halt - eine Straße geht noch:
Von Gl.301 oder Gl302 kann über D nach AsigH als Ziel 6 oder von AsigD nach Gl.301 oder Gl.302 als Ziel gefahren werden. Dieser Weg kreuzt nicht.

Wenn der letzte Wagen mit seinem Magneten das Zielgleis erreicht hat, sicher im dortigen Block steht (oder durchfährt), dann wird die Fahrstraße durch den Magneten mittels SRK oder Hallsensor gelöscht.
Wenn man unterwegs SRK`s oder Hallsensoren einbaut, ist auch eine Teilauflösung möglich.

Das Spiel beginnt von vorn.

Verschiedene gleichzeitig mögliche Fahrstraßen:

Esig C nach Asig H
Esig A nach Asig K

Esig C nach Asig I
Esig A nach Asig L
Esig 301 (D) nach Asig H ODER Asig D nach Gl.301 oder Gl.302

Esig A nach Gl.4A
Asig C nach Bk19 ODER Bk500 (Sbhf)
Asig D nach Gl.301 oder Gl.302

Alle gegenseitig sich nichtkreuzenden Wege sind möglich.

Es ist längst nicht alles umgesetzt, das dauert.
Es muß auch immer so sein, daß etwas fährt ohne die komplette Bestückung, sonst verliert man die Lust. Außerdem - immer langzeittesten.

Die Weichenmatrix ist im entstehen:
Eine Wahrheitstabelle sollte man erstellen und dann einkürzen. Im Moment sieht das eben ein bissel viel aus. Es sind alle Weichen des Haltepunktes einbegriffen.
FS Matrix von EsigA nach AsigH,I,K usw.GIF

Die Matrix soll auf einer Grundplatine Start - Ziel Steckkarten via Sockel erhalten aber das geht jetzt noch zu weit.
Die Sockel, die Achim empfahl, sind angekommen - die passen.

Sodala - weitermachen...:happy:
 
Was mich etwas irritiert, ist die Positionierung der Taster auf den Platinen und nicht in einem schicken GBS. Ansonsten kann ich technisch nicht im Ansatz folgen, schaue dennoch gerne hier immer wieder rein. Daher bitte weiter berichten...

Gruß Rico
 
Freut mich, dass die Buchsenleisten passen!
 
Ein GBS, ja,
im Keller fand ich dieses:

Stelltisch.JPG

Ein Relikt von vorm Umbau des HBF DD 1997. Man hatte mir noch 3 OGS Kisten mit gn Elementen dazugegeben - alle weg.
Davon abgesehen, wo solls hin, so groß und verdammt schwer wie es ist.
Von daher müssen die Taster auf der Platine bleiben.
 
Es muss ja kein 1:1 GBS sein.
Du könntest doch den Plan aus #260 aus einer Platte lasern und bedrucken lassen.
Mit max. 800mm Breite kommst Du doch locker hin.
Beleuchtete, Einloch-Miniaturtaster rein und schick ist das…
 
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