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Gbs-Wagen

Man hatte wohl im Osten auch länger eine entsprechende Infrastrukur in Form den entsprechenden Rampen und wenn der Wagen "zu Fuß" per Sackkarre entladen wird, ist die Türbreite sekundär. Von den technischen Ansprüchen eine Schiebewandwagens oder den zu ebenerdigen Entladung benötigten "großen" Flurförderfahrzeugen ganz zu schweigen.
 
Vor Jahren hab ich mal einen CSD-GBS von Schwaetzer gebaut,da waren bei den
Umbauanleitungen auch noch Zeichnungen div. anderer Varianten,ich weiß nicht was noch lieferbar ist ,hab lange nichts mehr bestellt.
 
nicht immer...

Nichts ist beständig....

Zeuke hat in der Regel seine Wagen für das Hobby -Sortiment lackiert, für das Start - Programm wurde eingefärbt. Nach der Verstaatlichung wurde das erst einmal so beibehalten, wobei es Ende der 1970/Anfang der 1980er Jahre die ersten Probleme gab. Von da an wurde nach der Verfügbarkeit der Rohstoffe verfahren, es gab also nichts was es nicht gab.

Um es einmal an zwei Beispielen zu vedeutlichen : Der 4-achsige Rekowagen wurde für den Export als NS Modell in blau/gelb hergestellt. Davon gab es dann zwei Serien, einmal wurde der Wagenkasten aus gelbem Kunststoff gefertigt und dann im Fensterbereich blau abgesetzt / = lackiert. Es gab auch genau den umgekehrten Fall, da wurde der Wagen dann aus blauem Granulat gefertigt und nur der untere Bereich gelb lackiert.

Bei den Gbs war das ebenso, besonders deutlich wird das beim orangen Banananwagen. Als dann selbst die graue Farbe für die Tür fehlte, hat man die in orange belassen und auf das lackieren verzichtet.

Diese ganzen Farbunterschiede mit hell / dunkel / normal resultieren oftmals daher, das man das an Farben nehmen musste was verfügbar war.

Für die TT Bahner die die damaligen Zeiten in den 1980er Jahren nicht mitbekommen haben, die werden das in der heutigen Überfluss - Gesellschaft wohl kaum nachvollziehen können.
 
Genau so war es! ;-)

Um nochmal kurz, wenn auch threadfremd, auf den Gbs zu kommen: Ich glaubte innerhalb der letzten Jahre beobachten zu können, dass die unlackierten gelben bzw. orangenen Wagen in der großen Mehrzahl mit den alten Kupplungen angeboten wurden. Ich weiß, die sind wechselbar, aber trotzdem mein Eindruck, dass die unlackierten aus den ersten Chargen stammten. Uwe bestätigt diese Sicht übrigens auf www.berliner-tt-bahner.de. Ich folge Deiner Argumentation mit der steigenden Verknappung in den 80er Jahren vollkommen, aber kann es sein, dass es in diesem Fall etwas anders liegt?

Grüße,

Kai
 
Ich meine auch, die unlackierten hellgelben ASG-Wagen stammen eher aus den ersten Jahren.
Irgendwas wich da auch am Unterteil im Detail von späteren Serien ab.
Was, habe ich aber vergessen und der Wagen ist zerstört worden.

MfG
 
Es gab alles !

Wie gesagt, es gab alles ! Der zweite Hintergrund waren die geforderten Mengen und der Personalmangel. Wenn man die Planvorgaben erfüllen musste, dann ging es u.a. um den Faktor "Zeit", damit verbunden war dann auch der Faktor "Personal".

Wenn es also bei wenig Personal mal schnell gehen musste, dann wurde schon mal etwas vereinfacht. Man sollte auch nicht vergessen, das es damals um gigantische Mengen ging, die pro Tag hergestellt wurden. Da wurden dann schon mal Produktionsmengen "auf dem Papier" vorgeholt, die man dann nach dem Stichtag "nachproduzieren" musste.

Die Modelle wurden auch nicht ständig produziert, sondern nur in bestimmten Abständen. Wie gesagt, die heutigen Zeiten wo man ständig alles und überall bekommen kann, die gab es in der DDR nicht ! Weder bei den Rohstoffen, noch bei den Fertigwaren !

Einer der alten Zeuke Mitarbeiter hat mir damals in Berlin mal erzählt, das man in den 1960er Jahren noch fast alle notwendigen Teile selber hergestellt hat. Vor dem Bezug des Gebäudes in der Storkower Straße gab es ja mehrere , in der Stadt verteilte Produktionsstätten. So ergab es sich dann, das ein Kurier mitunter mit dem Fahrrad (!) zwischen den Produktionsstätten pendelte um fehlendes Material zu transportieren. Wenn man dann mitbekam, das es bei xyz mal wieder eine Lieferung von Material gab, dann fuhr man eben dorthin. Einer der beliebtesten Artikel war Kupferdraht für die Wicklung der Motoren, da war man ganz fix hinterher....
 
Danke 152 für den Hinweis, es gibt tatsächlich einen Unterschied, nämlich die Anzahl der Streben unterhalb des Wagens! Sicher wurde die Dritte dazu konstruiert, als man bemerkte, wie leicht die Querstreben brachen. Sorry für die schlechten Bilder, aber auf die Schnelle ...

Die letzten Posts müsste man eigentlich mal verschieben.

Grüße,

Kai
 

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Welche Farbe hättet Ihr denn gerne ???

Der linke (obere) ist unlackiert, alle anderen sind lackiert.

Gruß Pit
 

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Na Kai, dann fang mal an zu suchen.

Ich denke mal, da dieser "zweite von oben" bereits die Metallachsen hat, wird es wohl ein "Nachwendeprodukt" sein.
 
Der Zweite von oben sollte ein BTTBZ bzw. früher Tilligwagen sein. Erkennbar u.a. am sauber ausgeführten Druck. Die Gbs ohne Lackierung entspringen meiner Meinung nach den frühen Produktionsjahren. ASG sowie Bananenwagen existieren bei mir in den grün/gelben Schachteln, wobei die Bananenwagenschachtel sogar noch die Ciquita-Lasche hat. Aus den 80ern ist mir an unlackierten Wagen nur der Post-Gbs bekannt.

Ich möchte aber hiermit auch mal bitten , mit der Mär: "Es gab nichts was es nicht gab!", aufzuhören. Es war zwar eine Mangelwirtschaft, aber auch diese hatte gewisse Standardts und ein ASMW gab es so ganz nebenbei auch. Sicher gab es bei BTTB gewisse Ausnahmen, aber diese waren eben Ausnahmen und nicht die Regel.
 
Für alle gebrauchten Bundesbürger: ASMW=
Amt für Standardisierung, Messwesen und Warenprüfung.
Die Mär ist keine Mär, innerhalb der erlaubten Toleranzen (und die waren auch ohne grauzone manchmal heftig) gab es alles, nicht nur bei BTTB. Das war in allen Bereichen so. Vieles was der erfreute DDR-Bürger
als 1. Wahl gekauft hat war eigentlich für den Export ungeeignet und nur deswegen gerade verfügbar. Gestöhrt hat es die wenigsten.
Eigentlich ging es doch hier um etwas ganz anderes. Können wir darauf zurückkommen?
Mathias
 
Ja, bei Euch in Wittstock/D. gab es 1988 noch einen braunen Gbs mit grauem Dach neu im örtlichen Modellbahnladen - wir hier im Leipziger Raum bekamen da schon lange die Mangelwirtschaft in Form von Gbs mit braunen bzw. nicht grau abgesetzten Gbs-Dächern zu spüren. ;)

MfG
 
Tja, Puppen-Wächter hatte halt sehr gute Beziehungen!
Es war seeeehr selten das es bei ihm etwas nicht gab was eigentlich da sein sollte. Und wenn es graue V 36 waren.
Die meisten ASG-Wagen habe ich mal umgepinselt, aber die leben nicht mehr.
Mathias
 
Vorbild Gbs

anbei mal ein Artikel aus dem MEB 1971.
Man beachte die inneren Lüfterbleche.

mfg
fp
 

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Was soll an denen ungewöhnlich sein?

M.E. ist da nur die mittleren Schieber geöffnet/ nach unten gezogen, weshalb die Deckel der Schieber weiter unten sind.
Warum der dritte Schieber von links so groß erscheint, weiß vielleicht der Retuscheur?

MfG
 
Lüfterbleche

es ist das innere Lüfterblech wie im BTTB-Modell.

anbei die späteren Varianten.(Chemnitz-Hilbersdorf)

mfg
fp
 

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Hier mal noch ein orange durchgefärbter ASG-Wagen aus BTTB-Zeiten. Ich denke, eine seltene der vielen Farbvarianten ...
 

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Hellgelb durchgefärbt ist ganz normal aus der Anfangszeit, aber orange war mir noch nicht unter gekommen. Ein weites Feld ... ;-)
 
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