• Hallo TT-Modellbahner, schön, dass du zu uns gefunden hast.
    Um alle Funktionen nutzen zu können, empfehlen wir dir, dich anzumelden. Denn vieles, was das Board zu bieten hat, ist ausschließlich angemeldeten Nutzern vorbehalten. Du benötigst nur eine gültige E-Mail-Adresse und schon kannst du dich registrieren.
    Deine Mailadresse wird für nichts Anderes verwendet als zur Kommunikation zwischen uns.
    Die Crew des TT-Boardes

Probleme nach Umrüstung älterer Loks mit ESU Lokpilot V4

GerdT

Foriker
Beiträge
23
Ort
Drebach
Hallo und Guten Abend,

nachdem meine kleine Bahn eine Weile ruhen musste weil Arbeit, Familie und Freunde keine Zeit für ließen habe ich nun wieder Zeit zu basteln.

Voller Tatendrang will ich mich nun an ein Problem machen was ich seit längerer Zeit habe.
Bevor ich anfing eine neue Anlage in Digital zu bauen, hatte ich zusammen mit meinem Großvater eine analoge Anlage deren erste Teile bereits Mitte der 80iger entstanden. Aus dieser Zeit besitze ich noch einige sehr gut erhaltene Lokomotiven. Ein paar neuere Modelle der alten Anlage habe ich nun von de Firma Gützold in Zwickau mit dem Lokpilot V4 von ESU ausrüsten lassen.
Das sind folgende Modelle: 1. V100 von Tillig Naujahr 11/2001
2. V36 Tillig Baujahr 02/95
3. BR 92 Tillig Baujahr 98/99

Das Problem was ich nun habe ist, dass die Loks extrem ungleichmäßig und unruhig fahren. Die äußert sich besonders darin, dass die Lokomotiven stark ruckeln und immer wieder stehen bleiben. Das ganze tritt sowohl auf der Anlage als auch auf dem Programmiergleis auf. Das Ruckeln ist stelleweise so stark das die Loks regelrecht seitlich hin und her wackeln.

Die Lokomotiven standen vor ihrer Reaktivierung mehrere Jahre gut verpackt auf dem Boden und wurden nicht bewegt. Beim umrüsten und auch noch einmal danach wurden sie mehrfach gründlich gereiningt. Auch die Schleifkontakte wurden bereits gewechselt jedoch alles ohne Erfolg.

Nun meine Frage: weiss irgendwer woran das ruckeln liegen könnte? Sind die Loks einfach zu alt oder liegt es an den Dekodern?
Ich habe zwei neuere Lokomotiven eine BR 130 von Roco und eine ER 20 017 von Kühn. Beide sind mit anderen Decodern ausgestattet und diese laufen problemlos. Auch bei extrem langsamer Fahrt ( bei DCC 128, auf Stufe 1) bleiben sie nicht stehen oder ruckeln .

Ich habe keine Ahnung woran es liegen könnte. Die Gleise habe ich ebenfalls mehrfach mit 2400er Schleifpapier und Tillig Reinigungsdestillat gereining.

Ich bin wirklich ratlos. Eine Idee die ich noch hätte wäre, dass es evtl. an einer zu geringen Spannung liegen könnte?

Die Anlage ist ca 2,50m x 1,2m, hat ganz grob geschätzt 25m - 30m Gleislänge und wird von einer ECOs 50200 gesteuert. Weiter habe ich 9 Weichen, 2 DKW (eine wird demnächst durch eine Hosenträgerweiche von Tillig ersetzt) und eine Drei-Wege-Weiche verbaut. Diese werden von 5 SwitchPiloten+Extension gesteuert. Weiterhin habe ich noch zwei SwitchPilotServo verbaut die 8 Entkuppler ansteurn. Eine Rocco Drehscheibe habe ich auch verbaut. Diese wird von einem Litvinski Drehscheibendecoder gesteuert. Der Drehscheibendecoder bekommt seine Spannung von einem seperaten Trafo, genau wie die Beleuchtung. Die Spannungsversorgung der Gleise erfolgt an 16 Stellen über die komplette Anlage verteilt.
Auf die Idee das die Spannung zu gering sein könnte kam ich, als ich die Spannung gemessen habe und diese immer zwischen13,5 und 15,5 V schwankte. (Sind die Schwankungen normal, denn so in der Form sind die mir noch nie aufgefallen?) Wobei wäre die Spannung zu gering müsste die Lok zumindest auf dem Programmiergleis problemlos fahren oder?

Ich hoffe ich konnte euch genug Informationen geben und ihr habt evtl. eine Idee oder einen Ratschlag der mir helfen könnte.

Danke für eure Hilfe und das Ihr den Roman überhaupt gelesen habt ;)

MfG Gerd
 

TTjoerg

Foriker
Beiträge
633
Reaktionen
424
Ort
Eching
Zwei der Loks sind noch mit dem recht betagten Antrieb (Schneckenwelle) ausgestattet und haben den alten Rundmotor.
Von daher wirst Du das Fahrverhalten dieser beiden Loks sicher nicht auf das Niveau heutiger Modelle heben können.

Sind die Loks im analogen Betrieb auch bei niedriger Geschwindigkeit gut gefahren?

Wenn ja, versuche, über die CVs die Lastregelung anzupassen (Kapitel 11 im Manual).

Wenn nein, wäre zu überlegen, ob Du Schneckenwelle und Radsätze tauschen bzw. einen anderen Motor einbauen willst. So etwas wird allerdings unter Umständen eine teure Sache.
Siehe z.B. hier für die 92: http://www.sb-modellbau.com/product_info.php?products_id=947&cPath=257_54
 

GerdT

Foriker
Beiträge
23
Ort
Drebach
Hallo Jörg, Danke für deine Antwort.

Im Analogbetrieb liefen die Loks eigentlich gut, blieben nicht stehen und ruckelten auch nicht.
Die Motoren wechseln muss ich sagen, das ist mir zu aufwendig, da kaufe ich mir die Loks lieber nach und nach neu, ich denke da komme ich besser.

Ich hatte die ganze Sache auch mal im ESU Forum gepostet und dort waren Leute mit ähnlichen Erfahrungen. Die meinten was ich noch Versuchen könnte wäre den LokPilot Basic einzubauen. Das hatte bei einigen Leuten bei alten PIKO und Gützold Loks geholfen. Das werde ich auf jeden Fall noch einmal Versuchen.

Aber trotzdem Danke für deine Antwort
 

Easy

Foriker
Beiträge
34
Ort
21037 Hamburg
Laufverhalten im Digitalbetrieb

Moin Gerd

bevor du weitere digitale Versuche unternimmst solltest du die Lokomotiven erst noch einmal analog einige Runden fahren lassen.
Die Wahrscheinlichkeit ist sehr groß dass die Fette / Öle durch die lange Lagerung verharzt bzw. verhärtet sind, die Lok´s also auch analog nicht mehr frei laufen.
Wenn die Lok´s ruhig und gleichmäßig laufen, würde ich persönlich es mit Lenz-Decodern versuchen die passen nach meinen Erfahrungen in ihrer Ansteuercharakteristik wesentlich besser zu den älteren Gleichstrom Motoren. Mini silber ist da völlig ausreichend. Die Anfahrspannung/ Geschwindigkeit muß bei den älteren Motoren aber etwas höher eingestellt werden.

Gruß aus Hamburg

Roland
 

GerdT

Foriker
Beiträge
23
Ort
Drebach
OK danke für den Tipp. Ich habe mir jetzt auf anraten mal nen LokPilot Basic bestellt. Der sollte die nächsten Tage kommen. wenn ich den LokpilotV4 rauslöte versuch ich die Lok mal im Analogbetrieb aus und schau mal was passiert und bau danach mal den anderen Decoder rein.
 

GerdT

Foriker
Beiträge
23
Ort
Drebach
Hallo,

also der ESU Loc Pilot Basic ist da. Ich habe die LP V4 ausgebaut und die Loks im Analogbetrieb getestet. Ergebniss: Sie fuhren tadellos.

Danach habe ich den LP Basic eingelötet und wieder getestet. Wieder fuhren die Loks tadellos.

Was meine Freude über den Erfolg jedoch trübt ist, dass ich die Decoder nicht in die Gehäuse bekomme. Bei keiner der Loks.:argh:

Glücklicherweise habe ich ersteinmal nur einen bestellt zur Probe. Ich weiss jetzt zwar woran es liegt aber naja die Loks fahren trotzdem nicht (zumindest nicht mit aufgesetztem Gehäuse)

Ich würde mich freuen wenn mir jemand vielleicht alternativen zu dem ESU LP Basic nennen könnte. Roland meinte ja Lenz Decoder wären super, aber sind die von Ihrer Bauform her kleiner wie der LP Basic??? Bzw. gibts da unterschiedliche Decoder/Welchen könnt ihr empfehlen usw.

Danke

MfG Gerd
 

KnuTT

Foriker
Beiträge
35
Ort
Halle (Saale)
Decoderwahl

Hallo GerdT,

der Lenz silber mini war bei mir in einem ER20 mit "Problemmotor" (betraf einige ESU Decoder) ein ausreichen guter Kanditat, ein testweise installierter N025 verrichtete ebenfalls zufrieden stellend seinen Dienst.

Du hast doch schon Decoder aus dem Hause Kühn erfolgreich im Einsatz, da wäre es doch nahe liegend, diese Kombination weiter zu verwenden.

Viele Grüße,
KnuTT
 

GerdT

Foriker
Beiträge
23
Ort
Drebach
Hallo,

@ Karl:
Danke für die Info, da bestell ich mir mal Probeweise einen. Im Grunde hast du recht, ich will auf keine Fall in jeden Lok nen anderen Decoder haben. Es wäre schon super wenn sich das auf ein oder zwei Typen reduzieren würde.

@ Knutt
Glaub mir die Gleise sind, ich lehne mich mal weit aus dem Fenster, klinisch rein. Ich habe die Anlage Mehrfach mit 2400 und 4000 Schleifpapier gereinigt und anschließend die Schleifrückständer mittels Satubsauger und einem weichen fusselfreien Tuch und Reinigungsdestilat gesäbert.
Probeweise hatte ich ja auch einen LokPilot Classic bestellt und verbaut und damit liefen die Loks super. Also scheint es nur an den jetzt verbauten Decodern, den LokPilotV4 zu liegen
 

GerdT

Foriker
Beiträge
23
Ort
Drebach
Sooo der Lenz Silver Mini ist gestern gekommen und wurde sofort verbaut. Das Ergebniss eine perfekt fahrende V36, die selbst bei extremer Langsamfahrt (im DCC 128 Stufe 8) ohne ruckeln und stehenbleiben ihren Dienst tut. Das ich mit Ihr nicht die fahrleistungen einer neuen Lok von Roco erreiche war mir klar. Aber mit dem Ergebnis bin ich vollkomen zu frieden.

Ich Danke allen die bei der Lösung des Problems mitgewirkt haben. Besonderer Dank gilt Easy und KnuTT die mir den Tipp mit den LenzDecoder gaben bzw. mir den richtigen empfohlen haben.

MfG Gerd
 
Oben