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Braunkohleabbau mal anders (MoBa tauglich!)

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Hansestadt Rostock
Braunkohleabbau verbindet man meist mit riesigen Tagebauen wie z.B. in der Lausitz oder im Rheinischen Revier. Es ging aber auch anders, wie das dänische Freilichtmuseum in Abildå zeigt.

Not macht bekanntlich erfinderisch. So wurden u.a. ab dem 1. WK Rohstoffe aus heimischen Abbau zum Heizen etc. genutzt. Neben Torf wurden an verschiedenen Orten Dänemarks auch Braunkohle gefördert. Die Braunkohleflöze liegen meinst relativ dicht unter der Erdoberfläche.

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Mit solchen einfachen Konstruktionen wurde die Kohle aus den kleinen Gruben gefördert. Vor Ort wurde die Kohle, die in Abildå ab 1936 gefördert wurde, gesiebt. Die Kohlenstücke wurden zum Heizen verkauft. Der Grus ging an Ziegeleien.

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Einige der kleinen Tagebaue nutzten auch eine Feldbahn. In Abildå wird dieses durch einen kleinen Demonstrationskreis mit 600mm Spurweite dargestellt. Die Lok ist ein Neubau von 2016 der Technischen Schule aus Skjern. 2016 feierte das Museum seinen 25. Geburtstag.

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Nach dem 2. WK kamen auch Raupenbagger zum Einsatz. Das Museum hat vier Exemplare zusammengetragen. Dieser Pedershaab LM12 wurde 2022 aufwendig restauriert. Pedershaab lieferte auch Feldbahnloks. Man fertigte auch normalspurige Kleinlokomotiven. Die bekannteste ist dabei die Olsenbanden-Lok (DSB Traktor 57).

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Zwei weitere "Gravemaskine" von Petershaab.

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Ein Fordson Dexta als "Skovgårdslæsser" (Forstwirtschaftslader). Der Trecker wurde dafür "umgedreht".

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Die kleinen Tagebaue lieferten die Kohle direkt zum Endkunden oder zur Verladung in den nächsten Hafen oder zum nächsten Bahnhof. Dargestellt wird das mit diesem Volvo L3xx (könnte ein 340, 360 oder 375 sein).

Das Museum kann täglich besichtigt werden. Der Eintritt ist frei. Nur an Tagen mit Vorführung (jeweils 1. Samstag im Juni, Juli, August sowie September) wird ein kleiner Obolus erhoben. Zum Museum gehört auch noch ein 2km langer Naturpfad und drei Übernachtungsshelter.

Abildå Brunkulsleje, Timringvej 8B, 7480 Vildbjerg

In gut 40km Entfernung gibt es auch das Søby Brunkulsmuseum. Dort gibt es auch einen normalspurigen Güterwaggon, mit dem die Umladung auf die Bahn demonstriert wird. Stand heute bei mir eigentlich auf der Agenda, aber das Wetter spielt nicht mit....
 
Super interessant! Zum Volvo: Es gibt verschiedene dänische Seiten, auf denen man Kennzeichen nachschlagen kann, der konkrete Volvo wurde am 31.12.1959 zugelassen. Das Modell ist nicht eingetragen, aber die Fahrgestellnummer, und da diese mit L375 beginnt, ist das doch wahrscheinlich das Modell. Die vollständige Nummer lautet: L375078704

Beste Grüße
Jörg
 
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