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BR 86 Ursprungsausführung

Da ich hier und in anderen Strängen zum Thema sah, daß Leute ihre 86er auf Riemengetriebe umgebaut haben: Wo gibt es günstig passende Riemen verschiedener Längen zu kaufen, die für diesen Zweck geeignet sind und im Durchmesser passen? In zwei meiner gebraucht erworbenen und jahrelang nicht bewegten Loks (BR 56 und 86) sind Riemengetriebe verbaut, aber die Gummiringe haben inzwischen erheblichen Schlupf und rutschen unter Last durch ...
 
Frag doch mal Roland Weber, von dem hatte ich vor einiger Zeit Riemen unterschiedlicher Größen bekommen, die eine wesentlich bessere Qualität aufweisen, als die von den Umbausätzen von Bogusch...
 
Hätte sich der Marktführer in TT vor ein paar Jahren nicht in größter bzw. falscher Sparsamkeit geübt und ein neues Gehäuse mit allen Schikanen für die 86er konstruiert, dann könnte man auch eine Lok mit genieteten Wasserkästen im Laden kaufen.
Ich weis, basteln ist eine wunderbare Sache, aber leider ist das Talentgemenge bei den Modellbahnern recht ungleich verteilt und so würden sich bestimmt einige über eine fertige Lok freuen.
 
Hätte Tante Tillig sich seinerzeit für ein neues Gehäuse mit genieteten Wasserkästen entschieden, wäre aber wahrscheinlich auch bloß das Leichtgewicht dabei herausgekommen, das bebasteln muß, wer im schweren Güterzug-Nebenbahndienst ein paar Wagen anhängen möchte.
 
Da kann ich dem Kö-Fahrer nur Recht geben. Die BR 86 ist eine besonders gut heimanlagentaugliche kompakte Dampflok. Wäre die wirklich neu konstuiert auf den Markt gekommen, dann hätte bestimmt nicht nur ich mehr als eine neue, wenn dabei Varianten berücksichtig worden wären. Der halbgare Aufguss des Platzhirsches hingegen ist das Geld nicht wert, dass man für ihn aufruft. ICE-Tempo bei so einer Nebenstreckendampflok mit 80 km/h Höchstgeschwindigkeit und 70er-Jahre-Feeling im Formenbau mag man anderenorts gut finden, aber ich lehne das dankend ab.
 
Noch eine Frage an die Vorbild-Auskenner: Meine alte BTTB-Lok hat keine vorderen Aufstiegsleitern. Auf Fotos vom Original sind mal welche zu sehen und mal nicht. Waren diese bereits an der Ursprungsausführung und wenn ja, ab welcher Lok verschwanden sie? Mal ist auch ein breites Blech über dem Vorbau zu sehen, mal ein schmales wie beim BTTB-Modell umgesetzt. Dazu treibt mich natürlich dieselbe Frage wie zu den Leitern um. (Oh ja, ich liebe es, Riffelbleche zu gravieren!)
 
Moin,

wenn keine geätzten Riffelbleche zum Einsatz kommen sollen (gibt's z.B. bei Saemann-Ätztechnik), eignet sich auch das Papier, in das die Mon Cheri eingewickelt sind. Du hättest natürlich dann noch zusätzliche Arbeit mit dem Verzehr...

Mike
 
Charmante Idee, aber Mon Chéri wieder von den Hüften zu bekommen, ist dann auch noch fällig, sonst gibt's keine Liebe mehr! :)

Außerdem muß ich ja erst mal abwarten, ob die Ursprungsversion der BR 86 überhaupt diese breiten Bleche überm Vorbau hatte. Diese Expertenfrage ist ja noch unbeantwortet.
 
Na, wenn ich das so richtig sehe, dann gehören die Leitern und das breite Riffelblech mit seitlichen Stützen an der vorderen Pufferbohle zur Friedensausführung der Lok. Das fiel dann alles der Entfeinerung zur ÜK- Version zum Opfer, genau wie die vorderen Seitenfenster am Führerhaus und die Speichen in den Rädern der Vor- und Nachläufer. Da wurden dann die Wasserkästen auch längst geschweißt und nicht mehr genietet. Später nach mehreren AW-Aufenthalten glichen sich dann wohl immer mehr Loks der Ursprungsausführung daran an, bis auf eben Fenster und Radsätze. Aber auch da gab es Exoten, rum wie num :fasziniert:.
Die DB verzichtete dann natürlich noch zusätzlich auf den Zentralverschluß der Rauchkammer, während die DR selbst ihre ÜK's damit nachrüstete.
Im Zweifelsfall helfen natürlich am Besten wieder Originalfotos aus der jeweiligen Einsatzeit,

beste Grüße, der Schildbürger
 
Das ist doch alles ganz nachvollziehbar, und bei der Eisenbahnstiftung gibt es auch ein paar recht aussagestarke Bilder. Vorerst sind alle Klarheiten beseitigt. Merci!
 
Kurzer Zwischenstand für die sachkundigen Ratgeber:

Neue O-Ringe fürs Riemengetriebe meiner 86er sind eingetroffen und installiert worden. Die kleine BTTB-Rasselmaus (meine Katze Lisa jedenfalls hielt sie als einzige meiner Loks für ein zu bejagendes Nagetier) surrt jetzt nur noch leise, setzt sich bei 2 Volt sanft in Bewegung und ist bei halbierter Höchstgeschwindigkeit durchaus zugkräftig. Dank des Maxon-Motors ist der Führerstand völlig leer, so daß der Durchblick frei ist und das Personal darin gut Platz findet. Die Originalsteuerung, Kuppel- und Treibstangen habe ich heute abend drastisch verschlankt, brüniert und wieder angebaut, wodurch sich eine feinere Optik des Triebwerks ergibt, die sich hinter der meiner frisierten Jago-94er nicht verstecken muß.

Somit kann es bald an abschließende kosmetische Retuschen in 3D gehen, als da wären: das zweite Fenster pro Seite, vielleicht (!) ein paar freistehende Leitungen, Leitern und Griffstangen, neue Laternen und, sobald sie eintreffen, die genieten Wasserkästen. Wenn sie schließlich neue Beschriftungen hat, reicht's aber auch.
 
Hast du auch vorsorglich etwas gegen das mögliche Einlaufen der Rahmenausschnitte im Bereich der Achsen gemacht, was bei Kilometerfressern öfter der Fall ist?
Ich persönlich fette dort vorsorglich von Zeit zu Zeit um die "spanabtragende Reibung" zu verringern. Metallachslager basteln - da hab ich noch keine Muße zu gehabt.
Woher hast du nun schlussendlich die Riemen bekommen? Hab da auch noch ein paar, mittlerweile durchdrehende, Patienten. :)
 
Durchdrehende Patienten

Hast du auch vorsorglich etwas gegen das mögliche Einlaufen der Rahmenausschnitte im Bereich der Achsen gemacht (...)

Ja, die Achslager sind leicht gefettet. Messinglager werde ich einlassen, sobald die Lok zu humpeln anfängt. Ist ja auch kein so großer Akt.

Woher hast du nun schlussendlich die Riemen bekommen?

Die habe ich hier in mehreren Längen erworben, um zu testen, welcher geeignet ist. 8 x 1 hat am besten funktioniert. Wobei anzumerken ist, daß in meiner Lok nicht mehr das ursprüngliche Bogusch-Riemengetriebe werkelt, sondern ich die Antriebsscheibe gleich mit in die Messing-Getriebewelle eingearbeitet habe. Beim nächsten Umbau einer BTTB-Lok werde ich dann auch die Abtriebsscheibe (also die auf der Schneckenwelle) selbst basteln. Die Firma Bogusch hat ja meines Wissens die Produktion eingestellt.
 
Beschilderung

Mal wieder eine Anfrage an die Vorbildexperten:

Ich möchte meine BTTB-Retro-86er um 1930 irgendwo in der norddeutschen Tiefebene beheimaten, wo sie ggf. auch mal durch die Altmark gedampft sein könnte. Bisher sind mir entsprechende Bilder nur von der 86 084 bekannt, die 1937 bei Malchow in Mecklenburg abgelichtet wurde, sowie von der 86 001, die im BW Wittenberge stationiert war und 1930 in Karow / Mecklenburg fotografiert wurde.

Kennt jemand zufällig noch andere in Frage kommende Exemplare der BR 86? Vielleicht gab es sie ja sogar in Einsatzstellen in der Altmark selbst oder im Magdeburger Raum bzw. ab 1931 im Gebiet der Rbd Hannover ...
 
Ich kann Dir zwar keine konkrete Nummer nennen, aber da 1930 die 86 026 und 1931 die 86 047 die Lok mit der höchsten bis dahin gebauten Nummer war, ist der Kreis nicht ganz so groß.

MfG
 
Hallo Stedeleben,
viel Aufwand und doch erheblich zu kleine Kuppelradsätze und zu kleiner Treibradsatz. Irgendwo hat R.P. mal die neuen Radscheiben auf die alten Achsen aufgezogen, aber ich finde es nicht mehr. Damit würde sie am Ende noch besser aussehen.
 
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