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P6 von Beckmann

Hallo!

Das man in Erfurt mit der Lok gut zurecht kam, mag sicherlich auch damit zusammen hängen, dass schwere leistungsstarke Loks im Gebirge gerne genommen werden und dort die gefahrenen Geschwindigkeiten nicht so hoch sind. Wenngleich die Lebensdauer der Loks trotzdem nur kurz war. Vom Wirkungsgrad waren die Preußenloks in der Regel ziemlich schlecht, dafür konnte man sie in jeder Urwaldschmiede instand halten.
Die ursprünglichen Entwicklungsziele hat man trotzdem verfehlt.

Was wundert: die technischen Daten, also Gewicht, Achsfahrmasse usw. sind mit der BR24 fast gleich, welche aber nur ca. 65% der Leistung hatte.

Daniel
 
Wo sind da politisch motivierte Einwürfe?

M...Man wehrt sich ja auch zu Recht dagegen, daß Aussehen und Zustand der historischen Arbeiterviertel der 80er-Jahre-DDR nur zu gern an den zu Tode sanierten Fassaden der Jetzt-BRD gemessen werden statt an den heruntergekommenen Arbeitervierteln des Ruhrgebiets vor 1990.

..
...was ein Kauderwelsch.

_________________________________________________________________________

Ich hab ja nix gg. hässliche Loks, ne 94.5 oder 93 hätte ich lieber gehabt . Aber das kann noch dauern.
 
stolli meint....

Nicht mal abschreiben kann der Jo.....lust. Mager.
 
Du trinkst besser nichts mehr, Stulli. :) Und vielleicht könnte sich jemand erbarmen und die Unterhaltung wieder auf das hier zur Verhandlung stehende Thema "P 6 von Beckmann" lenken. Danke im voraus!
 
Beckmann P6 und technischer Fortschritt

Hallo!

Was wundert: die technischen Daten, also Gewicht, Achsfahrmasse usw. sind mit der BR24 fast gleich, welche aber nur ca. 65% der Leistung hatte.

Daniel

Naja, dass muss man relativ sehen.
Erste P6 /BR37 im Jahr 1906 und erste BR24 im Jahr 1928, Zeitspanne also 22 Jahre.

So ähnlich wie sich zum Beispiel in den letzten Jahren die Straßenfahrzeuge entwickelt haben.
Der VW Golf (III) von 1993 mit 75 PS als TDI 1,9 und verglichen mit dem aktuellen Golf VIII von 2013 mit GTD2,0 mit bis zu 184 PS. Die erste Variante hat sogar nur 41% der heutigen Leistung.

Das nennt man, glaube ich, technischen Fortschritt.
 
Tatsächlich hat die modernere Maschine - die 24 - mit 676 kWi eine geringere Leistung als die ältere P6 mit 755 kWi.

Wo ist der Fortschritt nochmal?
 
Ja -warum ist das so?
Im Gegensatz zu einem Verbrennungsmotor ist bei einer Kolbendampfmaschine die Leistung nicht drehzahlabhängig. D.h. eine Dampfmaschine kann mit ihrer maximalen (indizierten) Leistung auch aus dem Stand anlaufen / anfahren.
Die indizierte Leistung einer Dampfmaschine bestimmt sich im Wesentlichen aus der Zylinderanzahl, dem Zylinderdurchmesser und dem Dampfdruck. Die Dauerleistung und auch der Wirkungsgrad sind dann insbesondere abhängig von der Leistungsfähigkeit des Kessels - hier dann abhängig von Dampfdruck, Dampftemperatur, der Heizfläche selbst und der spezifischen Heizflächenwärmebelastung.
Hier ist die 24 mit ihrem höheren Kesseldruck (16 vs. 12 bar) und der höheren Heißdampftemperatur klar im Vorteil.
Gegen die P6 spricht die offenbar nicht so gute Anpassung der Dampfmaschine (hier eben insbesondere des Zylinderdurchmessers) an die Leistungsfähigkeit des Kessels. Und so kann die P6 trotz höherer indizierter Leistung hinsichtlich der Schlepplast der 24 unterlegen sein...
Mit ihren maximal 12bar waren die Garbe-Kessel ohnehin gegenüber den Einheitskesseln mit 16bar wärmetechnisch unterlegen, auch wenn die Garbekessel durchaus belastbarer waren (höhere Heizflächenwärmebelastung)...


Zurück zu den Verbrennungsmotoren: Hubraum ist durch nichts zuersetzen, höchstens durch ... Das mag ein Sch...spruch sein, aber er ist schon war. Stichwort z.B. Standfestigkeit - die VW-TSI-Motoren sind geradezu berühmt für ihre Haltbarkeit... Ich liebe meinen 2,0l-16V, ganz ohne Turbo und nicht von VW.

FD851
 
Schreib lieber wahr.

Aber ob KIA das Rad neu erfand ???
Die TSi und Co entstanden aufgrund neuer "politischer Richtlinien"-ob die sinnvoll sind ja egal.
 
Das Steppenpferd hatte erheblich kleinere Treibräder und einen um 2 Bar höheren Kesseldruck. Dafür besaß die P6 größere Zylinder.
Die Beharrungslasten sind bei beiden Typen und höheren Geschwindigkeiten relativ dicht beieinander.
Das die Leistung des Kessels allein keine wirkliche Aussage treffen kann zeigte schon die 28 Jahre früher erschienene G3. Mit ihren rund 450 PS konnte sie in der Ebene rund 2250 Tonnen auf 15 km/h beschleunigen. Bei der etwa 20t schwereren, 200 PS stärkeren und fast 80 Jahre jüngeren V60 lag die zulässige Anfahrlast im Streckendienst (Vmax=60km/h) bei 2235t.
Mal zur Verdeutlichung zwischen P6 und BR 24
5%o
40km/h 535t 625t
50km/h 415t 470t
60km/h 300t 350t
70km/h 260t 260t
80km/h 185t 190t
90km/h 130t 130t

10%o
40km/h 300t 335t
50km/h 230t 250t
60km/h 185t 180t
70km/h 135t 130t
80km/h 100t ---
90km/h 60t ---
 
Schade!

Junge Junge! Ich hab' zwar heute Abend nich nur Tee getrunken (da stand eine Familienfestivität an), die verbalen und geistigen Ergüsse der letzten Posts sind allerdings nich gerade leicht nachvollziehbar. Mich interessiert das Thema, der Thread "P6 von Beckmann" hat damit aber deutlich sein Ziel aus den Augen verloren.
Bis es mal was Neues (Erwähnenswertes) vom der "P6 von Beckmann" gibt, klink' ich mich aus.
 
Fortschritliche Unterhaltung

Tatsächlich hat die modernere Maschine - die 24 - mit 676 kWi eine geringere Leistung als die ältere P6 mit 755 kWi.

Wo ist der Fortschritt nochmal?

Es darf aber auch nicht vergessen werden, dass bei den Einheitsmaschinen wie der BR24 gewisse Bauteile und evtl. auch Baugruppen mit anderen Baureihen getauscht werden konnten.
Diese Eigenschaften spielten bei der Entwicklung der P6 zur damaligen Zeit eine eher untergeordnete Rolle.

Dadurch ist der Unterhaltungsaufwand der BR24 wirschaftlicher als der der P6. Ich könnte mir sogar vorstellen, dass bei einem Austausch von Teilen der P6 gewisse Anpassungsarbeiten notwendig waren.

P.S.: ich freu mich auf die P6 in EPII
 
Moin,

interessant zur Ep II.-Variante sind die Einsätze des Vorbilds zu jener Zeit (zumindest mit DRG-Nummer; im Folgenden sinngemäß wiedergegeben nach Th. Samek, Die Baureihe 37.0-2. Die preußische P6): Bis auf wenige Exemplare der RBD Stettin und RBD Berlin (1 Lok) war die Maschine ab Mitte der zwanziger Jahre des 20. Jhdts. ausschließlich in der RBD Königsberg stationiert. Im Buch findet sich ein lesenswerter Reisebericht von K. E. Maedel aus seiner Jugendzeit in Hinterpommern und ein Foto einer Stettiner 37 zwischen Stralsund und Greifswald mit einer Leig-Einheit im Jahr 1933.

Grüße von der Küste,

24 014
 
(...) interessant zur Ep II.-Variante sind die Einsätze des Vorbilds (...) Bis auf wenige Exemplare der RBD Stettin und RBD Berlin (1 Lok) war die Maschine ab Mitte der zwanziger Jahre des 20. Jhdts. ausschließlich in der RBD Königsberg stationiert. (...)

Sind hier "Einsätze" und "Stationierung" identisch zu verstehen? Oder konnte eine Stettiner, Königsberger oder Berliner Maschine mit ihrem Zug auch in die Einzugsgebiete anderer Reichsbahndirektionen gelangen, also dort beobachtet werden?
 
Hallo!

Die Direktion sagt an sich noch recht wenig über die tatsächliche Stationierung aus. Die Loks der Einsatzstellen ("Bw") an den Grenzbereichen zu anderen Direktionen werden sicherlich diese fiktiven Grenzen innerhalb Preußens überfahren haben und das auch mit steter Regelmäßigkeit.

Wenngleich das wegen des Einsatzprofils und der entsprechenden Zuggattungen bei der P6 wohl keine langen Läufe gewesen sein können. Bedingt auch durch das, was innerhalb einer Arbeits-Schicht an Vorbereitung, Fahren, Wenden und Restaurieren usw. wirklich umsetzbar war (Planloks). Da wird wohl nicht viel jenseits 100km Umkreis des Heimat-Bw erreicht worden sein. Genauen Aufschluss könnten nur Laufpläne geben, aber ob es die noch gibt?

Daniel
 
Hallo,

dem fröhlichen Freuen, wie Lüdi es eingangs schrieb, schließe ich mich gerne an. Und so hole ich, wie E-Fan, schon mal das Besteck für die leckeren Gaben (erst T12 und nun P6) heraus. :essen:

Selbstverständlich gönne ich der modellbahnstarken sächsischen Fraktion ihre 38.2 (ex. sächs. XII H2), 75.5 (ex. sächs. XIV HT), 94.2 (ex. sächs. XI HAT). Mich hat aber immer verwundert, warum vom "Preussen" Beckmann nur sächsische Maschinen kommen, obwohl auf Deutschlands Gleisen mehr preussische Lokomotiven unterwegs waren. Hier gibt es noch ein weites Betätigungsfeld: von der S 3 bis zur S 10, von der P 3 bis zur P 10, von der G 4 bis zur G 12 und von der T 2 bis zur T 16. :freude:

Naja, es muss ja nicht alles auf einmal sein. Und gegen bayerische Maschinchens habe ich auch nichts.
 
Moin,

zur Verdeutlichung hier die Stationierungen der 37.0-2 zwischen 1925 und 1939 (vor Beginn des Krieges, bevor der Bestand durcheinander gewirbelt wurde). Folgende RBD besaßen P6 (nach o.g. Werk von Th. Samek):

RBD Königsberg: "Die Streckenverhältnisse waren ideal für die P6, und wegen der nach dem Ersten Weltkrieg erfolgten Abtrennung eines Teiles Westpreußens von Deutschland war außerdem die Konzentrierung der Gattung P6 in der nun separierten Direktion Königsberg im Hinblick auf die Unterhaltung und Ersatzteilbevorratung von Vorteil. In den Jahren 1921 bis 1925 kamen somit von 163 Lokomotiven der Gattung P6 allein 152 zur RBD Königsberg" (Th. Samek, Die Baureihe 37.0-2. Die preußische Personenlokomotive P6, 2006, S. 127). Bw Allenstein, Bw Angerburg, Bw Deutsch Eylau, Bw Insterburg, Bw Königsberg, Bw Korschen, Bw Lyck, Bw Marienburg, Bw Osterode, Bw Prostken, Bw Tilsit.

RBD Köln: 37 008, bis kurz nach der Umzeichnung 1925, dann nach Ostpreußen.

RBD Berlin: 37 162 (ehem. Königliche Militäreisenbahn Nr. 4) bei den Bw Karlshorst A. (bis 1929) und Rummelsburg A. sowie Seddin an folgenden Stichtagen: 30.1.1931, 1.8.1937 und 1.1.1939; 37 014 soll 1935 in dieser RBD kurz stationiert gewesen sein, allerdings ohne Bw-Angabe, anderen Meldungen zufolge wurde diese Lok 1934 in der RBD Königsberg ausgemustert.

RBD Stettin: Bw Stettin Hgb., Bw Stralsund (1939, eine Maschine), Bw Stargard, Bw Kolberg, Bw Naugard, Bw Ruhnow. Der Bestand nahm von 1925 bis 1938 von elf auf fünf Maschinen ab.

RBD Schwerin: Bw Lübeck kurzzeitig 37 201 bis 37 206 im Jahr 1938, dann zur RBD Königsberg, ehem. P6/G6 der LBE, die jedoch Bauänderungen, so z.T. Windleitbleche, besaßen. Die LBE wurde am 1.1.1938 verstaatlicht.

RBD Saarbrücken (ehem. SAAR): Bw Saarbrücken Hbf (37 164 -37 167) 1935, 1936, am 30.6.1937 noch zwei Loks, anschließend alle in Ostpreußen.

Quintessenz: Die 37 zur Reichsbahnzeit (Ep. II.) war die typische Baureihe Ostpreußens und dürfte wegen des Korridors auch kaum über polnische oder litauische Grenzbahnhöfe hinausgekommen sein. In dem sehr ausführlichen o. g. Buch wird allerdings auch auf die schwierige Quellenlage innerhalb der RBD´en hingewiesen, die nach 1945 ganz oder teilweise zu Polen oder zur UdSSR kamen. In anderen RBD´en war die Lokbaureihe demnach eine absolute Splittergattung bis 1939.

Viele Grüße von der Küste,

24 014
 
Kleine Anmerkung zu den Lübecker 37 201 - 206:

Das sind keine P6, sondern 1'C-Loks der 1938 verstaatlichten Lübeck - Büchner Eisenbahn, die sich doch etwas von der P6 unterscheiden.

MfG
 
Ja, das hast Du ja auch geschrieben und ich zunächst zu flüchtig gelesen.

Aber sie sind mit anderen Achsständen, Kuppelraddurchmessern, nicht ganz so aus ausgeprägtem Kesselüberhang vorn und dreiachsigen Tendern der pr. P6 nur ähnlich.

Im Bw Jerichow gab es 1971 auch 37 1009-x. ;)

MfG
 
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