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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Straßenbahn Tatra T6A2/B6A2 von H&P


Bernie1078
25.2.11, 10:11
Moin TT-Bahner!

Ich habe bei MBS gerade diesen (http://www.modellbahnshop-sebnitz.eu/modellbahnshop/shop.pl?SESSION=649405&shopid=1&template=produkt1-detail.html&spur_id=&hst_id=&r1_id=&r2_id=&artnr=100-71220&pager2=0,,0,) Tatra Strassenbahnzug (T6A2/B6T2 (http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/0/0a/Berlin%2C_Tatra_T6A2%2BT6A2%2BB6A2.jpg/800px-Berlin%2C_Tatra_T6A2%2BT6A2%2BB6A2.jpg))entdeckt.

Cool mit Licht und dem Leuchtwürfel(Liniennummer) auf dem Dach sieht der bestimmt gut aus.:fasziniert:

H-Transport
25.2.11, 10:15
Preis steht noch nicht fest. Abb. Zeigt H0 Modell

Super! Wir wissen also noch gar nichts über das Modell.

Die Ankündigung von H&P wurde übrigens schon im Nürnberg-Thema gezeigt.

Daniel

R.P.
25.2.11, 10:15
Ist mir gestern auch aufgefallen. Die Firma Herrmann und Partner (http://www.herrmannundpartner.de/) scheint schon etwas länger auf dem H0-Markt tätig zu sein, war mir bisher aber unbekannt.

Da gibts einige von der Vorbildwahl recht interessante Modelle... Weiß jemand etwas über die Qualität der Fahrzeuge? Die Bilder der H0-Straßenbahnen sehen ja recht gut aus.

hm-tt
25.2.11, 10:38
Man sollte Hermann und Partner eine Chance geben... Immerhin sind die Werkzeuge für die ET´s auch schon über CAD-Programme erarbeitet worden :-) Und vielleicht kann Frau Hermann bei deer gelegenheit die vom H0-T6 bekannten Bausatzprobleme gleich mal abstellen?

hm-tt

Mika
25.2.11, 10:40
Weiß jemand etwas über die Qualität der Fahrzeuge?Die ET/EB 54 und auch T6A2 sind noch aus guten Prefo-Zeiten. Etwas schwierig zu bauen, da Stirn- und Seitenwände erst zusammenzusetzen sind. Rechtwinkligkeit und Spalte sind die Stolperstellen.

Die Wagenkästen der Nachwendebausätze sind ein Teil, die Fenster passen besser. Viele Details müssen aber selbst angebracht werden; z.B. sind beim T4D Leipzig keine Rückleuchten angeformt/angedeutet. Mit einer ruhigen Hand bekommt man den Punkt gut hin. Bei Standmodellen gab's (gibt es - ?) Kunststoffachse und Kunststoffrad, die selbst zusammegeklebt werden wollen. Rollen wird ein Vierachser dann nicht mehr. ;) Bis in die 1990er gab's Kunststoffstromabnehmer, die meist windschief stehen. Mein Bausatz des KT4D (gekauft ~1998) hat die, glaube ich, noch. Vielleicht bekommt er vor der Vollendung einen Metallstromabnehmer. Bedeutet auch: Loch im Dach bohren.

Ich schließe mich ansonsten Thomas Meinung an: so überragend ist die Qualität insgesamt nicht, jedenfalls nicht mit Herpa & Co. vergleichbar. Vieles muss selbst gemacht werden - Bausatz eben. Wobei, eingesetzte Fenster sollten die "neuen" Produkte (auch der T6A2) schon haben. Beim T6A2 werden die Front- und Heckfenster in jedem Fall von außen davor gesetzt; beim (K)T4D - ?

H-Transport
25.2.11, 10:50
Hallo!

Die Firma Herrmann und Partner produzierte die alte Prefo-Straßenbahn weiter und entwickelte nach und nach weitere Fahrzeuge.
Ich sag offen, dass ich mit den letzten Modellen (ET57) einen wirklich großen Qualitätssprung nach vorne bescheinige. Die sehen wirklich toll aus und sind ihr Geld wert.

Vor einigen Jahren hat man übrigens den T6A2 auch für die Gartenbahn entwickelt.

Nun soll auch TT an der Reihe sein. ich hoffe, dass das Thema Straßenbahn damit in TT wirklich aufblüht und kein Randdasein mehr fristet.

Die H0-Fahrzeuge der vierachsigen Tatras sind Kunststoffbausätze, ich sag mal in Richtung Auhagen. Sie haben bereits die richtige Farbe, Details wie Lampen muss man aber m.W. selbst absetzen. Die Endausstattung erfolgt mittels Decals.
So wie ich es einschätze, muss man für optisch tolle Modelle aus den H0-T6A2-Bausätzen noch etwas machen (schon bedingt durch die Notwendigkeit der Formvariantenvielfalt), die Basis ist aber gut, auch weil es preislich absolut im Rahmen ist. Fahrwerke wären sicherlich Tomix und Kato heiße Kanidaten, für Regelspur mit längeren Achswellen.

Daniel

ssv111
25.2.11, 11:34
Hallo!
Nun soll auch TT an der Reihe sein. ich hoffe, dass das Thema Straßenbahn damit in TT wirklich aufblüht und kein Randdasein mehr fristet.


Hallo Daniel,
Dein Wunsch ist ein Frommer...
Frage doch mal, wieviele der, wenn auch nur in Kleinserie, angebotenen Strassenbahnen, letztendlich gekauft wurden.
Der ET 54 von Karsei lag über viele Jahre, auch lange nach Produktionseinstellung, zu einem Preis von 149 € wie Leim bei den Fachhändlern, andere angebotene Strassenbahnen, teils in Ätzbauweise wurden verlangt, und? als diese Modelle angeboten wurden hat keiner derjenigen, vor allem die, die am lautesten gerufen haben, einen gekauft!
Allein die von mir in TTm angebotenen Strassenbahnen, im Preisgefüge von 55 € (Bausatz) und 115 € als rollfähiges Fertigmodell, von 120 Interessenten haben ganze 10 bestellt und abgenommen, abgesehen von einer Großbestellung eines Händlers in Chemnitz der 45 verschiedene Modelle geordert hatte und diese dann nicht abnahm.
Das Thema Strassenbahn in TT, war und wird ein Nischenprodukt bleiben, selbst ein Großserienhersteller wird hier nicht in den Bereich von Verkaufszahlen kommen, das er es als Hauptprodukt anbieten wird.
Marktschätzungen, mehrerer Hersteller, haben ein Absatzpotential von ca. 200 Stück / Modell mit Untermodellen ergeben, daher sehe ich diese ganze Entwicklung eher nüchtern und noch ist der T6 nicht auf dem Markt, genausowenig wie der 2004 angekündigte KT4D von Karsei.
Also warten wir ab und wir werden sehen wie es sich entwickelt oder auch nicht.
Ein KT4D in H0 von H&P kostet als Bausatz 37 €, als Fertigmodell (rollfähig und unmotorisiert) immerhin 80,50 € beim T6/B6 in H0 sind es 82,50 € und motorisiert 158 €.
Ich möchte es noch gar nicht wissen, was das Modell in TT kosten wird und wieviele dann wieder schreien...was so Teuer...och der gefällt mir nicht und wieviele tausend Gründe gefunden werden um das Modell nicht kaufen zu müssen.

H-Transport
25.2.11, 12:01
Hallo!

ich weiß, dass die TT-Kundschaft sehr begrenzt ist. Auch was letztlich von den Schreiern an Käufern übrig bleibt.

Problem in meinen Augen ist, wie man vielen die Straßenbahn schmackhaft macht. Für einen kleinen Straßenbahnbetrieb (als Einstand auf der Anlage) braucht es auch zwei bis drei Züge. Selbst im derzeit günstigsten Fall sind da 500 Euro weg. Ich sags so wie ich es sehe: Die Karsei-Straßenbahnen, als die bisher einzigen auch wirklich verfügbaren Fahrzeuge, sprechen mich qualitativ nicht an.
Bei diversen Ätzprojekten, auch von Dir, habe ich den Eindruck "im Stillen", ohne genau zu wissen was mich erwartet und wie teuer. Hand aufs Herz. Ätzbausätze sind definitiv kein Hexenwerk. Nur sind sie nicht massentauglich, da vom Einstandspreis her recht hoch (begründet ohne Frage) und der Zusammenbau sowie die Lackierung setzen gewisse Fertigkeiten und einen Werkzeugpark voraus, den die Masse nicht hat.

Ich stelle folgende Behauptung auf: Mit Straßenbahn-Ätzbausätzen wird man kaum Straßenbahnfreunde hinzu gewinnen, sondern bedient in erster Linie die alteingesessene Kundenklientel. Deshalb braucht es einen anderen Weg für eine Straßenbahn auf der Modellbahn zu überzeugen.

Letztlich käme ein preiswertes Straßenbahnmodell längerfrisitg auch den anderen höherwertigen Anbietern zu Gute. Und ich finde mit dem T6 liegt man nicht schlecht, da doch gewissermaßen "DR Epoche 4" aber auch in der Neu- und Jetztzeit noch zahlreich vertreten. Interessant auch für den osteuropäischen Markt.

Wenn H&P den T6+B6 für 40 Euro in TT als lösbaren Bausatz anbietet (wie H0), kommen günstigstenfalls noch mal 20 - 30 Euro für ein Fahrwerk (Tomix, Kato, Conrad-Verschnitt) hinzu, ggf. ein paar Ätzteile + Kleinteile, so dass wir für deutlich unter 100 Euro einen ansehlichen Straßenbahnzug haben könnten. Das wäre ein Motivationsfaktor ersten Ranges, drüber nachzudenken mit guter Möglichkeit das auch wirklich zu machen. Auch weil der Einstieg stufenweise möglich ist, oder man die Bahnen auf Wunsch auch als Standmodelle/Ladegut montieren bzw. erwerben kann. So dass es auch mal nebenbei ohne riesige Investitionsplanung möglich ist, mal zu "schnuppern". Letztlich, der Anbieter muss wissen, was er macht und wie er mit den Konsequenzen klar kommt.
Ich erwarte da auch keine Tausende an Stückzahlen, aber zumindest gute Akzente ohne in Euphorie zu verfallen, das H&P sein gesammtes H0-Sortiment zeitnah in TT erscheinen lässt.
Aber Thomas, damit Du siehst, woher die Euphorie kommt: Wenn die TT-Tram eine verkleinerte Ausgabe der Ho-Bausätze wird, dann bin ich definitiv mit dabei. Mit gefallen die späten Tatra-Hochflurbahnen (T6, KT4D, KT8) optisch einfach.

Dass die Motorisierung offenbar leichter machbar ist, als die Ätzbausatzmontage, zeigt in meinen Augen auch der Klassiker "fahrende Bierbahn" (T3-Beigabe zu Getränkekästen). Ich hab nach dem Lesen diverser Tramforen (mit lassen die N-Trambahnsysteme/Gleise von kato und Tomix nach dem Messebesuch in Nürnberg keine Ruhe) den Eindruck, dass bei den Trambahnfreunden das penible Nietenzählen noch nicht so verbreitet ist, weil a) immer noch viel selbst gebaut oder adaptiert werden muss und b) sich kaum jemand wirklich auf nur einen Vorbildstraßenbahnbetrieb beschränkt.

Daniel

152 032-9
25.2.11, 12:46
Ich denke, die Ausdehnung des Angebotes auf TT ist nicht nur der reinen Nächstenliebe zu verdanken, sondern auch dem zunehmend ausgereizten H0-Markt.

Für den Einstieg, also Straßenbahn auf einer Modelleisenbahnanlage, scheint mir der T 6 nicht ganz so geeignet.
Er ist ein Einrichtungsfahrzeug, das Wendeschleifen/-dreiecke und damit Platz benötigt. Einen ET 50/57 halte ich da für eine Pendelstrecke besser geeignet.

Was die Motorisierung anbetrifft, wird es mit unveränderten N-Fahrwerken nicht getan sein, weil es in Deutschland nur regel- und "breit"spurige T6A2 gibt.

Warten wir also ab, wie das TT-Modell aussehen wird, aus den H0-Bausätzen kann man zumindest etwas machen.

MfG

hm-tt
25.2.11, 12:54
@152 032-9
Zitat "....Für den Einstieg, also Straßenbahn auf einer Modelleisenbahnanlage, scheint mir der T 6 nicht ganz so geeignet.
Er ist ein Einrichtungsfahrzeug, das Wendeschleifen/-dreiecke und damit Platz benötigt. Einen ET 50/57 halte ich da für eine Pendelstrecke besser geeignet...." Zitat Ende

Mit etwas Fantasie kann man auch ein Zweirichtungsfahrzeug a´la T6C5, wie er in Strausberg fährt, entstehen lassen. Oder wie in Erfurt der KT4D einen unechten Zweirichtungswagen mit Türen nur auf einer Seite. Und die Spurweite ist jedem selbst überlassen, das würde ich nicht so eng sehen.

Ist das nicht die Kreativität unseres Hobbys? Bei den meisten fährt die Straßenbahn eh auf einer unechten Schleifenstrecke oder "bloß" um den Block. Und da Fa. Karsei bereits den T57 herausbringt, warum soll sich da H&P nochmal abmühen?

hm-tt

Johannes
25.2.11, 13:09
Da die Modelle in der Regel Bausätze sind, ist auch der Preis anders angesetzt.

Die Verwendung könnte als Standmodelle, Beladungsgut und eine mögliche Motorisierung sein. Bei dem Überangebot .....an TT-Modellen (Eisenbahn) sollte der Bausatz einfach und ohne großen Aufwand zusammengepappt werden können.

Der Aufwand bei der Herstellung eines Bausatzes ist geringer als bei einem kpl. Modell. Die Hersteller von Spritzgusswerkzeugen fragen doch auch gleich mal...wie viel Teile sollen entstehen ?

Darauf wird dann alles preislich abgestimmt.... .

johannes

Mika
25.2.11, 13:14
Ich stelle folgende Behauptung auf: Mit Straßenbahn-Ätzbausätzen wird man kaum Straßenbahnfreunde hinzu gewinnen, sondern bedient in erster Linie die alteingesessene Kundenklientel. Deshalb braucht es einen anderen Weg für eine Straßenbahn auf der Modellbahn zu überzeugen.Ich würde sogar mit Blick auf die aktuelle Diskussion im Herpa-thread noch weiter gehen: Man wird beim akuellen Angebot für die Straße überhaupt wenige Kunden (neu) gewinnen können. Wer eine Stadtszene mit Straßenbahn nachbilden will, wird wohl eher in 1:87 fündig werden.
Das könnte durchaus ein Grund sein, weshalb die Nachfrage nach Straßenbahnen übersichtlich ist.

chap
25.2.11, 14:19
ich bringe zum allgemeinen Thema Straba mal den Aspekt des örtlich begrenzten Einsatzes an. Als nicht-Sammler sondern "Betriebsstrassenbahner" legt man sich wie bei der grossen Bahn meist auf Örtlichkeit und Zeitraum fest...

Ich rede mal beispielhaft von meinen Interessen...

* Deutsche Reichsbahn Epoche III bietet ein sehr weites Fahrzeugspektrum von vielen verschiedenen Anbietern...
* LVB 80er Jahre beschränkt sich aber real auf 3 Fahrzeugtypen (T57/59, G4, T4D und ggf. noch die acht KT4D und wenige Typ22s/Pullmann)

Da nützt mir kein Karsei-Fahrzeug was, auch wenn es einen T59 gibt - der hat nämlich beidseitig Türen und ist damit untauglich.

blubbapaul
25.2.11, 14:30
geplant ist folgendes: zwischen 225,00 Euro ( Kleinserien unter 750 Stück ) oder unter 200,00 Euro bei Großserien über 1.000 Stück Auflage ...

hm-tt
25.2.11, 14:32
Ja, man orientiert sich am Vorbild, bei mir wäre es eine Mischung aus Güterbetrieb Freital, Klingenthal und Lockwitztalbahn. Und warum soll ich da nicht frei entscheiden und weitere Fahrzeugtypen einsetzen? Auf eine Stadt oder einen Betrieb zu reduzieren, das erscheint mir doch sehr eng gesehen. Aber, warum nicht, dann muß man aber vieles selber bauen.

Denn ich glaube nicht, daß @chap ganz Leipzig nachbaut...

Anstatt froh zu ein, daß ein prominenter Modellstraßenbahnhersteller mal zu "uns sieht", werden hier schon wieder teils unrealistische Vorstellungen projektiert. Und vor zwanzig Jahren sah es bei H0-Modellstraßenbahnen genauso aus, wie jetzt in TT... Kommt Zeit, kommen Modelle...

Im Übrigen, bis jetzt habe ich noch kein einziges der von mir geplanten Straßenbahnwagen realisiert, weil keine Zeit... Und außerdem noch die Anlage dafür gebaut werden muß...

hm-tt

chap
25.2.11, 14:58
Denn ich glaube nicht, daß @chap ganz Leipzig nachbaut...
Nein um Himmelswillen nein! :-)

Das war jetzt nur exemplarisch dafür gemeint, dass kaum einer Magdeburg, Berlin, Halle, Leipzig und Dresden auf einer Modellstrabaanlage fahren lassen wird.
Ausserdem ist der Aspekt Spurweite zu beachten, Karsei macht ja TTm, die H&P (ausgegangen von den Fertigmodellen) sind unter 12mm gelistet.

Insofern ist das Angebot an Straba-Modellen für einen Anlagenbetrieb quasi nicht befriedigend bzw. es bleibt nur der Selbstbau.

Der T6-Sammler wiederum wird glücklich sein und sich vielleicht alle Versionen in die Vitrine stellen :D

Jan
25.2.11, 18:44
Auf unserer Clubanlage wird so ein Teil, so er wirklich gefertigt wird, vorbildwidrig auf Meterspur :brrrrr: mit selbst erstelltem Antrieb seine Kreise ziehen.

Harka
25.2.11, 18:51
@xoxoxo
Vom Karsei-Modell besitze ich 7 unterschiedliche, 4 davon mit Antrieb. Die meisten sind in der Reko, da die Qualität nicht wirklich befriedigte. Der zuzukaufende Antrieb ist zwar gut, aber nicht wirklich ein Schnäppchen. Ohne eBay hätte ich überhaupt kein Modell, denn als Bastelgrundlage waren die bisherigen Modell ab Werk einfach zu teuer, zumindest für mich. Jetzt harren sie der Aufarbeitung und liegen neben den Tatras aus der Bierwerbung. Wie soll da ein größerer Markt entstehen, wenn alles bisherige exorbitant teuer oder nur bedingt maßstäblich ist? Straßenbahnen sind auch in Halbnull nichts alltägliches und kaum einer hat da eine funktionierende Straßenbahn auf der Platte. In TT gab es bisher nur das Modell von Karsei zu Apothekenpreisen - so erschliesst man keinen neuen Markt. Inzwischen sind bessere Gothas angekündigt, aber die will ich erst mal sehen bevor ich da Geld ausgebe.

DABbuzf 777
26.2.11, 21:27
Also man könnte den Tatra T6A2 so umbauen a la Tatra T5C5 Budapest, d. h. auf der Fensterseite eine weitere Einstiegsseite einbauen, falls der Tatra T6A2 von Hermann & Partner in TT kommen sollte. Es gibt übrigens den T6A2 auch in Meterspurausführung, nämlich in Sofia, wo sie dort auf dem Tramnetz der Spurweite 1009mm zum Einsatz kommen, dedoch nicht die passenden Beiwagen. Und darum könnte man den Tatra T6A2 ruhig auch auf TTm einsetzen, obwohl er auf Meterspurbetrieben in Deutschland nicht zum Einsatz kam.

Lutz0815
27.2.11, 0:38
Allein die von mir in TTm angebotenen Strassenbahnen, im Preisgefüge von 55 € (Bausatz) und 115 € als rollfähiges Fertigmodell, von 120 Interessenten haben ganze 10 bestellt und abgenommen, abgesehen von einer Großbestellung eines Händlers in Chemnitz der 45 verschiedene Modelle geordert hatte und diese dann nicht abnahm.Thomas,
mir war bis heute nicht klar, das Du ueberhaupt produziert hast.
Ich meine, wenn es die Grossen nicht hin bekommen, bei vielen Kleinstherstellern ist es fuerchterlich, die Kundeninformation. Wenn man etwas verkaufen will, muss man das auch ordentlich anbieten . Bei Dir war es verwirrend, ob Du nun was machst, was Du machst oder doch nicht.
Ich weiss, es ist nicht einfach, aber nur Modelle her zu stellen, reicht eben nicht aus.
Genau wie ich damals- so ich gewusst haette, was bei Dir laeuft- bereit gewesen waere, Modelle ab zu nehmen, bin ich es auch bei H&P bereit, so nicht von der bei Strassenbahnen ueblichen Spurweite TTm abweichen.:wiejetzt:
Aber vor paar Tagen (Ja Boardhexe, ich weiss, ich lese zu selten im Board), war weder in Sebnitz noch in Radeburg H&P gelistet, das scheint sich ja wohl jetzt geaendert zu haben.

KarsTTen
01.3.11, 14:36
Auf unserer Clubanlage wird so ein Teil, so er wirklich gefertigt wird, vorbildwidrig auf Meterspur :brrrrr: mit selbst erstelltem Antrieb seine Kreise ziehen.


Wieso Vorbildwidrig? In Frankfurt/Oder fahren die KT4D auch auf Meterspur.
Hier mal ein Link. (http://www.svf-ffo.de/wir_ueber_uns/content_wir.php) (Unter Zahlen&Fakten => Fahrzeuge)

Nach der Backpfeife von H-Transport (berechtigter Weise) stelle ich mich in die Ecke und schäme mich. :embarasse
Ich verspreche die Threads in Zukunft gründlicher zu lesen bevor ich poste. :flehan:

H-Transport
01.3.11, 14:38
Hallo!

Guck Dir bitte genau an, über welchen Typ wir reden!

Daniel

Lutz0815
02.3.11, 0:50
Wie das Gedaechniss sich doch taeschen kann, ich hatte Dresdener Strassenbahnen als etwas schmaler in Erinnerung, musste mir aber jetzt anlesen, das Strassenbahnen in Dresden und Leipzig etwas breiter sind wie Normalspur, also kann man davon ausgehen, das das Modell wohl in TT und nicht in TTm kommt.
Natuerlich darf eine Dresdener Firma ein Dresdener Modell herstellen oder besser es kann herstellen was es will.
Ist es aber zielfuehrend, wenn bisherige Strassenbahnen in TTm sind, nun ein Modell in TT zu bringen. OK Tatras hatten in einer Zeit eine Verbreitung, die viele noch in Erinnerung haben, waere es nicht aber Zweckmaessig, zunaechst eine Bahn zu bringen, die auf Meterspur sprich TTm gelaufen ist, fuer alle die, die schon Strassenbahnen haben? Und da ja schon TT-Bahnen "auf Strassenbahnradien" laufen, welche Radien sollte man dann in TT fuer Strassenbahnen einsetzen? :wiejetzt:

JPP
02.3.11, 22:21
Hi!

Normalspur ist doch O.K.. Da passt endlich was zu meinem T24/B24.
Aber Berlin braucht Sonderlack, denn nach meinen Informationen, die ich bei unseren Experten recherchiert habe, sind die nach Berlin bereits alle in orange/elfenbeingrau gekommen.

MfG JPP

JR-Fan
02.3.11, 22:37
...soweit ich weiß liegt der kleinste befahrbare Radius bei den LVB (Straßenbahn) ca .9,00 m im Original. Würde also einem Radius von 7,5 cm im TT-Maßstab entsprechen. ;)

Die Bahn muste mir mal zeigen. Die 9m Radius fährt bei einem Achsabstand von 1900mm in einem Drehgestel das nicht weiter als 20° zum Rahmen einlenkt. Außerdem solltest grade Du wissen das laut "BOStrab" (zu DDR-Zeiten) ein Mindestradius von 18 Meter nicht unterschritten wurde. Und heute werden sogar 25 Meter als die Mindest-Regel angegeben! Und nicht zuletzt trägt der Spurkranz entscheidend dazu bei welcher radius befahrbar bleibt ohne das die Achse in der Kurve auf diesem Aufläuft.
Ich habe bei meinen Straßenbahngleisen einen Radius von 15 cm (sind glatt 18 Meter) Mindestradius festgelegt. Dabei geben die Fahrzeuge noch ein gutes bild ab. Alles darunter sieht einfach nur
Scheiße aus. Soviel ich weiß war ein Grund dafür das der T6A2 nur in 4 Betrieben Gelaufen ist der sehr lange Wagenkasten welcher automatisch einen größeren Gleismittenabstand gefordert hatt.

Aber um mal zum Modell zurück zu kehren. Ich sehe das genauso,
das H&P damit eine Kostehäppchen bäckt. und wenns "geht" kommt da auch noch der ganze Kuchen. Ich habe auch schon mehrere bausätze von H&P in der Hand gehabt. Das Zeug ist im Bezug auf KT4D,T6A2,ET54 stark verbesserungswürdig. In unserem Straßenbahnverein in Gotha sehe ich es ja immer. Gerade die zwischengesetzte Frontplatte sollten sie in TT weglassen. Beim KT4D ist ja nicheinmal das Kreuzgelenk zum einknicken des Wagenkastens drinne das H0 Modell fährt zumindest fast Kerzengrade durch die Kurve (der Dummy) und das bisschen Spiel in den Drechgestellen des Motorisierungssatzes ist nicht größer als beim Tenderantrieb der 52 von Tillig. In ner S-Kurve entgleist das Modell. Das ist in meinen Augen ein Grober Fehler. Von den Lieferengpässen selbst in H0 mal ganz zu schweigen. Daher erwarte ich nicht allzu viel von H&P und baue weiterhin alle Straßenbahnen selber. Wer meine Modelle vom KT4D und vom ET57 kennt weiß was ich meine.

Gruß Tobias

Hauptlok
02.3.11, 22:38
Aber Berlin braucht Sonderlack, denn nach meinen Informationen, die ich bei unseren Experten recherchiert habe, sind die nach Berlin bereits alle in orange/elfenbeingrau gekommen.

Nein, nur die ab Ende der 80er Jahre gelieferten. Davor waren die auch in der Normallackierung geliefert wurden.

Hauptlok

Lutz0815
02.3.11, 23:03
Und somit der T6 nur der Testballon für ein weiteres Engagement wird.
Das Problem duerfte nur sein, wenn der Versuchsballon platzt, wird es wohl nie wieder Tatra-Strassenbahnen weder in TT noch in TTm geben. 10 Jahre traut sich keiner ran und dann sind die EpIV am aussterben...:allesgut:
Natuerlich spricht viel fuer eine Dresdener Bahn. Noch ist der Kern der TT-Bahner um Dresden im weiten Sinne. Natuerlich haben Neueinsteiger wahrscheinlich mit TT weniger Probleme als mit TTm.
Aber auf der anderen Seite stehen die, die schon Gleise fuer Strassenbahnen hatten, wohl eher auf TTm.
Thomas schrieb ja schon, das der Markt fuer Strassenbahnen verdammt duenn ist, da braucht es schon die richtige Marktstrategie, damit wir nicht wie so oft hoeren, wir muessten nur mehr kaufen.
Uebrigens das Argument, in TT gebe es keinen Markt dafuer, das lasse ich nicht gelten, das wurde zu oft in den letzten Jahren wiederlegt, aber immer mit einem quentschen Verkaufsverstand.
Siggi mit der 211/242 und das er nicht nur ein Modell angeboten hat, sondern gleich verschiedene Ausfuehrungen (Keinen Markt fuer Eloks).
Kres mit dem Karlex in dem man es fuer den Karlex wuerdigen Qualitaet heraus gebracht hat(Triebwagen)
oder Kuehn, weil er von Anfang an gesagt hat, die DB-Loks sind keine Ausnahme (DB-Loks)

Delta-Romeo
03.3.11, 1:33
Die Bahn muste mir mal zeigen. Die 9m Radius fährt bei einem Achsabstand von 1900mm in einem Drehgestel das nicht weiter als 20° zum Rahmen einlenkt.Mir wurde zumindet von coppy zugetragen das es sowas in Leipzig noch weit ins 20. Jh. gab. Er weiß diesbezüglich auch etwas mehr, da er auch einen Dr.-Titel inne hat. (Den hat er aber im Gegensatz zu manch Andern ehrlich erworben :D) Wo genau die Stellen waren muss ich nochmal nachfragen.
Ich muss aber auch auf die Besonderheit verweisen, dass es in Leipzig einmal zwei Straßenbahnbetriebe gab, die zwar die selbe Spurweite hatten aber kein gemeinsames Streckennetz haben durften (bis auf maximal 400m). In dieser Zeit (1896-1916) entstanden viele der heutigen Strecken und aus heutiger Sicht auch recht aberteuerliche Streckenführungen. Da aber die Fahrzeuge bis Ende der 1920er Jahre alle Zweiachser mit festen Achsen waren (Achstände 1800 bis 2800 mm) waren diese engen Radien mit bis zu 9m durchaus unproblematisch. Im laufe der Zeit wurden auch viele Gleisverläufe angepasst.

Außerdem solltest grade Du wissen das laut "BOStrab" (zu DDR-Zeiten) ein Mindestradius von 18 Meter nicht unterschritten wurde. Und heute werden sogar 25 Meter als die Mindest-Regel angegeben!Das ist zwar richtig das ich das wissen sollte, konnte aber noch nicht alles durcharbeiten was alles im Zuge meiner Schaffnerausbildung dienlich ist. Kommt aber noch.

Soviel ich weiß war ein Grund dafür das der T6A2 nur in 4 Betrieben Gelaufen ist der sehr lange Wagenkasten welcher automatisch einen größeren Gleismittenabstand gefordert hatt. Dem muss ich widersprechen! Es waren fünf Betriebe in denen T6A2 fuhren. Da jedoch fast alle großen Betriebe, mit Ausnahme von Berlin, schon mit T3D/T4D versorgt waren, legte sich nur Berlin eine größere Anzahl der Fahrzeuge zu.
Deine Annahme der zu langen Wagenkästen beruht leider auf Irrtum.

T4D/T3D Wagenkastenlänge: 14000 mm
Wagenkastenbreite: 2200 mm/2500 mm
Drehzapfenabstand: 6400 mm

T6A2
Wagenkastenlänge: 14500 mm
Wagenkastenbreite: 2200 mm
Drehzapfenabstand: 6700 mm


;)

ssv111
03.3.11, 7:39
Hallo Delta,
hast Du diesen Beitrag etwa selber geschrieben... :wiejetzt:

Da aber die Fahrzeuge bis Ende der 1920er Jahre alle Zweiachser mit festen Achsen waren (Achstände 1800 bis 2800 mm) waren diese engen Radien mit bis zu 9m durchaus unproblematisch. Im laufe der Zeit wurden auch viele Gleisverläufe angepasst.

Du schreibst es hier doch selbst, das die Radien und Gleisverläufe angepasst und geändert wurden, :fasziniert: warum wohl...
Da die Fahrzeuge bereits ab den Baujahren 1913 - 1918 längere Achsstände ( 2800mm bis 3200mm ) und Wagenkästen hatten konnten diese Fahrzeuge, durch ihre Bauart, auf den engen Radien gar nicht fahren. Das wäre das Gleiche, wenn Du Nebenbahnstrecken mit ihren Lokalbahnzügen von 1900 mit Neubaustrecken und den darauf fahrenden ICEs von 2000 vergleichen würdest. :traudich:
In der heutigen Zeit, und auch schon zu DDR-Zeiten, haben die Drehgestelle der Strassenbahnen den Achstand (1200mm - 1900mm) den die Pfredebahn-, und Trieb-, und Beiwagen der Anfangszeit als festen Achsstand hatten und die Wagen waren auch nur 4000mm -7000mm lang.

Dem muss ich widersprechen!
Deine Annahme der zu langen Wagenkästen beruht leider auf Irrtum.

T4D/T3D Wagenkastenlänge: 14000 mm
Wagenkastenbreite: 2200 mm/2500 mm
Drehzapfenabstand: 6400 mm

T6A2
Wagenkastenlänge: 14500 mm
Wagenkastenbreite: 2200 mm
Drehzapfenabstand: 6700 mm



Und nun? :allesgut:
Laut Deiner Auflistung ist der Wagenkasten um 500mm länger und der Drehzapfenabstand um 300mm länger, und Du glaubst das diese, auch nur kleinen Unterschiede keine Auswirkung haben auf Kurvenläufigkeit, Überhang vorn und hinten sowie der Seitenüberhang in Kurven, Gleismittenabstand im Kurvenradius, Lichtraumprofil und weitere. :fasziniert:
Selbst der Einsatz von T3D war für viele Betriebe, auf Grund der Wagenkastenbreite von 2500mm, nicht möglich und diese Betriebe mußten den T4D mit einer Wagenkastenbreite von 2200mm einsetzen und dafür bereits ihr Streckennetz anpassen.
Bei den Betrieben wo selbst der T4D nicht eingesetzt werden konnte, kamen später die KT4D zum Einsatz, weil der, Bauartbedingt, bessere Kurvenlaufeigenschaften (--> also durch die Knickfähigkeit besser um die Kurven kommt als eine lange Zigarre) in engen Radien hatte.
Vielleicht solltest Du doch erstmal die BOStrab, das Fach- und Lehrbuch "Strassenbahnen" durcharbeiten und vor allem mit dem Metermaß, mal vor Ort z. Bsp. in den Kurven, die Unterschiede, bei den Wagentypen, ausmessen.
Es gehört schon bissel mehr dazu, als eine Mitgliedschaft in einem Strassenbahnverein und die Schaffnerausbildung. :-)

hm-tt
03.3.11, 8:02
Thomas, der KT4D hat nicht bessere Kurvenlaufeigenschaften als der T3/T4, aber eine bessere Geometrie für Betriebe mit engem Lichtraum. Außerdem hatte er pro Wagen ein leicht höheres Fassungsvermögen als der T4D, was wiederum dem Soloeinsatz in Kleinbetrieben entgegenkam.
Durch die Kinematik des KT4D ist der KT4D eher den "Schienentötern" zuzurechnen. Die gesamte Kraft wird von den Spurkränzen auf die Schienen übertragen, die der Wagen bei der Kurvenfahrt entgegensetzt.
Dafür liegt er in der Geraden wie ein Brett und verhält sich wie ein normaler Vierachser. Er übertrifft damit neuartige Niederflurgelenkfahrzeuge. In Dresden hat man Probleme mit den NGT der ersten Generation, weil diese Gleiskrümmungen regelrecht ausfräsen. Außerdem kommt es bei abgefahrenem Profil immer wieder zu den typischen Schlenkerbewegungen, die auch in geraden Abschnitten das Profil der Schienen beeinträchtigen. Das läßt dann sogar Tatrawagen unruhig laufen.
Rad-Schiene ist schon kompliziert... ;-)

hm-tt

ssv111
03.3.11, 8:21
@hmtt,
ja, ich weiß, ich meinte damit die Knickfähigkeit des KT4D in engen Kurven, das er dadurch besser um die Ecke kommt als der T3D, T4D oder gar der längere T6, welche hier im Lichtraumprofil und mit den Überhängen so weiter zur Gleismitte und zur Fahrbahn ausgeschwenkt haben, wogegen sich der KT4D und andere Gelenkfahrzeuge besser an den Kurvenradius anschmiegen.

hm-tt
03.3.11, 8:26
Dem muss ich widersprechen! Es waren fünf Betriebe in denen T6A2 fuhren. Da jedoch fast alle großen Betriebe, mit Ausnahme von Berlin, schon mit T3D/T4D versorgt waren, legte sich nur Berlin eine größere Anzahl der Fahrzeuge zu.


Falsch. Der T6A2 kam einfach zu spät! Wäre es nach 1990 mit der DDR so weitergegangen, hätte der T6A2 dann auch in Dresden die ersten T4D ersetzt.
Die Bemühungen um die Schaffung eines neuen Vierachstypes bei CKD lief schon seit Ende der sechziger Jahre. Ursprünglich sollte die Reihe T3/T4 mal zu Beginn der siebziger jahre auslaufen. Bereits damals wurde erkannt, daß die Bauweise des Fahrzeuges überholt war. Eine neue elektrische Ausrüstung mit Thyristor-Schaltung, neuen Drehgestelle usw waren geplant. Der Nachfolger sollte dann der T5 werden. Dieser Grundtyp kam aber nie über das Prototyp-Stadium hinaus. Einzig die T5C5 für Budapest waren die einzigsten T5-Serienwagen, wiederum aber mit einer speziell für Budapest entwickelten Schützensteuerung und Schaltwerk.

Letztlich gelang es dann zu Beginn der achtziger Jahre den neuen Typ T6 zu entwickeln, basierend auf Komponenten, die auch schon bei den KT4D-t erprobt wurden. Schwachpunkt blieben aber die Drehgestelle ohne Primärfederung.

Berlin stand nun vor dem Problem, daß dort noch in großen Stückzahlen zweiachsige Straßenbahnen im Einsatz waren. Diese mußten, wie auch die Gothaer T4-62 ersetzt werden. Also wurden die Kontigente nach Berlin gelenkt. Nur Leipzig, Magdeburg und Rostock bekamen noch weitere Wagen. Der Verkehrsbetrieb in Dresden verfügte nur über den Prototypzug, sowie über den Nullserienzug. Beide Zügen konnten untereinander nicht elektrisch gekuppelt werden, da die Nullserienwagen eine nochmals veränderte Traktionsausrüstung besaßen.
Heute ist in Dresden nur noch der Prototyp 226 001 erhalten, der nach nicht einmal 25 Jahren Einsatz bereits als betriebsfähiges Museumstück zu bestaunen ist. Seine Traktionsausrüstung ist im Übrigen auch nicht mehr original, inzwischen wurden Teile der Ausrüstung TV8 eingebaut, wie sie in den modernisierten T4D-MT verwendet wird.

Soweit ich weiß, waren die Berliner Personale mit den neuen T6-Wagen glücklich, ließen sich so Züge bedarfsgerechter zusammenstellen.

Auf dem Bild im Anhang lacht das Herz... Warum? T6, DDR-Fahrleitung, Großverbundplatte. Letztere Beide sind immer noch in Berlin zu bestaunen :-)

hm-tt

Mika
03.3.11, 9:03
Laut Deiner Auflistung ist der Wagenkasten um 500mm länger und der Drehzapfenabstand um 300mm länger, und Du glaubst das diese, auch nur kleinen Unterschiede keine Auswirkung haben auf Kurvenläufigkeit, Überhang vorn und hinten sowie der Seitenüberhang in Kurven, Gleismittenabstand im Kurvenradius, Lichtraumprofil und weitere. :fasziniert:Konkrete Frage: Mussten für den Einsatz des T6A2 die T4D-Netze (also nur Leipzig und Magdeburg) hinsichtlich Gleisgeometrie Anpassungen vorgenommen werden oder nicht?
Berlin und Rostock fallen raus, da dort keine T4D unterwegs waren. Schwerin sollte wegen der T3D keine Probleme gemacht haben. Und DD, naja die Fahrzeuge sind wirklich nicht der Rede wert.

Immerhin wirkt der T6A2 an den Enden schmaler/spitzer zulaufender, so dass die Hüllkurve sich nicht deutlich vom T4D unterscheiden sollte.

ssv111
03.3.11, 9:49
Hallo Mika,
ein klares nein, da Leipzig und Magdeburg bereits T4D im Einsatz hatten, brauchten hier keine Anpassungsarbeiten ausgeführt werden, es mußten nur in Betrieben, welche noch keine T4D im Einsatz hatten und den T6 oder auch den T4D / T3D erstmals erhielten (z. Bsp. Rostock und Schwerin) diese Anpassungsarbeiten in Bezug der Gleisradien, Oberleitung, Stromzuführung, Einspeisung und Unterwerke durchgeführt werden.
Selbst in Dresden, wo bereits vor Einführung also in der Testphase der T4D diese Anpassungsarbeiten erfolgt waren, konnte nicht auf allen Linien ohne Einschränkung mit T4D und T6 gefahren werden, so gab es hier Begegnungsverbote auf bestimmten Strecken und auf bestimmten Kreuzungen wegen der zu engen Gleisradien, das heißt, einer mußte immer warten bis der andere den Bereich passiert hatte.

@hmtt,
ja der K2 war im Jahr 1973 und 1974 für jeweils 3 -4 Wochen in der DDR zu Testfahrten, er war in Magdeburg und in Schwerin zu Erprobungs- und Testfahrten, auch sollte er 1975 in Karl - Marx - Stadt (heute Chemnitz) nochmals getestet werden, da hier auch das Fahrverhalten mit den B3D Beiwagen erprobt werden sollte, da aber die Betriebsführung auf ihre Typenreinheit im Regelspurfuhrpark bestand, wurden diese Test- und Erprobungsfahrten abgesagt und der K2 kam nicht nochmal in die DDR. Mit dem Trassenneubau in das Wohngebiet "Fritz Heckert" und weiterer Streckenplanungen und dem damit verbundenen Mehrbedarf an Regelspurfahrzeugen, war auch die Beschaffung von T6 und B6 ins Auge gefasst worden, aber durch die Wende kam eine Beschaffung nicht mehr Zustande.

hm-tt
03.3.11, 9:52
Die Betriebe, in denen bereits T4D im Einsatz waren, brauchten keine Änderungen durchführen. Der Vorteil des T6 bestand darin, daß die selben Werkstatteinrichtungen genutzt werden konnten, wie diese für die T4D notwendig waren.
Eventuell in Rostock waren Änderungen der Gleisgeometie notwendig, wobei ich das nicht beurteilen kann.

Auch in Berlin dürfte es keine Änderungen gegeben haben, da dort bereits die Gotha-Großraumfahrzeuge im Einsatz waren.

Generell konnten z.B. in Dresden auch Fahrzeuge mit 2,5m Breite fahren. 1964/65 kam es zu einem Testeinsatz von 3 Prager T3, um die Eignung dieses Fahrzeugkonzepts für die DDR grundsätzlich zu prüfen. Auf geraden Strecken gab es keine Probleme, jedoch für Kurven mußten Begegnugsverbote ausgegsprochen werden.
Aber, da die Gleisbaukapazitäten begrenzt waren, erging der Auftrag an CKD, einen Wagentyp mit 2,20m Breite zu konstruieren und zu bauen.
Tatsäch lich wurden von CKD Wagen mit 2,20m Breite auch in die damalige Sowjetunion (T4SU, KT4SU), nach Rumänien (T4R), Jugoslawien (T4YU, KT4YU) Nordkorea (KT4K) und nach Bulgarien (T6A2) geliefert. Somit stand die Dresdner Notlösung (Gotha konnte in den 60er Jahren nicht in genügenden Stückzahlen liefern und hinzu kamen Beschlüsse des RGW) für eine ganze Reihe von Betrieben Pate.

hm-tt

Jan
03.3.11, 9:55
Schwerin bekam durch die Tücken der Planwirschaft ja auch kurzzeitig T 6 auf den Hof gestellt, natürlich waren diese für die Neubaustrecken mit ihren Hochbahnsteigen zu schmal. Folge: die Wagen gingen kurzfristig weiter nach Magdeburg.
(ohne) 178487 1989 T6A2 - 1990 nach Magdeburg 1281
(ohne) 178488 1989 T6A2 - 1990 nach Magdeburg 1282
(ohne) 178489 1989 T6A2 - 1990 nach Magdeburg 1283
(ohne) 178490 1989 T6A2 - 1990 nach Magdeburg 1284
(ohne) 178491 1989 T6A2 - 1990 nach Magdeburg 1285
(ohne) 178492 1989 T6A2 - 1990 nach Magdeburg 1286
(ohne) 178536 1989 B6A2 - 1990 nach Magdeburg 2146
(ohne) 178537 1989 B6A2 - 1990 nach Magdeburg 2147
(ohne) 178538 1989 B6A2 - 1990 nach Magdeburg 2148

hm-tt
03.3.11, 10:00
Ansonsten kann ich nur empfehlen, die erhältliche Literatur zu studieren. denn es ist interessant, wie zu der Tatra-Geschichte in der DDR kam. Und der KT4D ist im Ursprung vom Waggonbau Gotha bereits konzipiert worden. jedoch mußte aufgrund der RGW-Bestimmungen die Fertigung von Straßenbahnen in der DDR eingestellt werden. Sämtliche angearbeitete Projekte wurden an CKD in Prag übergeben. Unter anderem auch das Projekt eines "T4G", aus dem CKD dann den KT4 entwickelte.
Außerdem habe ich die Kopie einer Projektskizze eines KT6, der ebenfalls für DDR-Betriebe bei CKD konstruiert werden sollte.

Also, es ist ein spannendes Thema und so bleibt es jedem überlassen, was noch so aus den T6-Modellen enstehen könnten, insofern H&P sich dazu entschließt, sie zu fertigen.

hm-tt

Delta-Romeo
03.3.11, 10:01
@hm-tt: Das der T6A2 zu spät kam sollte eigentlich noch eine Schlussfolgerung sein. War aber zu bequem die nochmal mit aufzuführen. :D
Ach ja, jede Menge Großverbundplatten liegen und teilweise DDR-Fahrleitungen hängen auch in Leipzig.

Hallo Delta,
hast Du diesen Beitrag etwa selber geschrieben... :wiejetzt: Ja hab ich ! :brrrrr: Nur bei einigen technischen Daten hab ich das Internet zu hilfe gezogen, welche nicht unters Urheberrecht fallen. :traudich:

Jetzt hab ich nochmal meine Unterlagen gewelzt:Du schreibst es hier doch selbst, das die Radien und Gleisverläufe angepasst und geändert wurden, :fasziniert: warum wohl...
Da die Fahrzeuge bereits ab den Baujahren 1913 - 1918 längere Achsstände ( 2800mm bis 3200mm )nenn mir doch mal bitte die LVB-Typen, mit den Baujahren die diese Achstände
haben. In meinen Unterlagen hat erst der Typ 22 nen Achstand von 2300 mm und der kam erst anfang der 1920er Jahre.

Und nun? :allesgut:
Laut Deiner Auflistung ist der Wagenkasten um 500mm länger und der Drehzapfenabstand um 300mm länger, und Du glaubst das diese, auch nur kleinen Unterschiede keine Auswirkung haben auf Kurvenläufigkeit, Überhang vorn und hinten sowie der Seitenüberhang in Kurven, Gleismittenabstand im Kurvenradius, Lichtraumprofil und weitere. :fasziniert:Das hast Du reininterpretiert.
Bei JR-Fan klang es so, als ob es nur das Lichtraumprofil eine maßgäbliche Ursache wär. Das der T6A2 doch schon sehr in der Kurve übersteht war daraus nicht zu lesen. Er hätte vielleicht präziser schreiben sollen das der Gleismittenabstand in Kurven vergrößert werden musste/sollte.

Es gehört schon bissel mehr dazu, als eine Mitgliedschaft in einem Strassenbahnverein und die Schaffnerausbildung. :-)Das richtig, aber so ein Fangebaren, wie es einige an den Tag, ist es auch nicht. Einblicke in die Betriebsabläufe sollten auch vorhanden sein. ;)

Es ist schon immer wieder erstaunlich, wenn ein Krümel eingeworfen wird, wie sehr der dann von einigen ausgeschlachtet werden kann ... :biene:

hm-tt
03.3.11, 10:07
@Delta-Romeo, dann habe ich das irgendwo hier überlesen. Entschuldige, daß ich hier nur mit meinem verfügbaren Wissen helfen möchte.
Ich habe mich schon einige Jahre mit der Tatra-Problematik beschäftigt. Mein Vater ist im Besitz einer Originalkopie des T3-Testberichtes in Dresden, die mir geholfen hat, wesentliches Wissen zu vertiefen.

Die Tatra-Typologie ist nicht einfach, aber auch nicht zu schwer. Und wenn Du Schaffner bei der Leipziger Truppe bist, dann solltest Du schon etwas seriöser arbeiten hier im Forum!

hm-tt

ssv111
03.3.11, 10:16
Es ist schon immer wieder erstaunlich, wenn ein Krümel eingeworfen wird, wie sehr der dann von einigen ausgeschlachtet werden kann ...


Dann hör auf mit Krümel zu werfen :braue: und stell endlich den ganzen Kuchen auf den Tisch.... :traudich: ...der Kaffee ist schon fertsch.

Ich habe nix hineininterpretiert, ich habe Dich nur auf ein paar wichtige Details hingewiesen, da sich mit jedem cm mehr an Fahrzeuglänge, - breite, Drehzapfenabstand und und und, sich das ganze Fahrverhalten eines Fahrzeuges wesentlich und auch unwesentlich ändert und man deshalb auf diese kleinen Dinge besonders achten muß.
Und gerade das sollte Dir bekannt sein, ihr habt doch 34 verschiedene Fahrzeuge im Museumsbestand, da hast Du doch alle Möglichkeiten zu vergleichen und kannst an originalen Fahrzeugen die Entwicklung und Veränderungen im Strassenbahnbau nachvollziehen.

hm-tt
03.3.11, 10:53
@Delta-Romeo, ja Thermokunstsoff hat die Eigenschaft, sich bei Wärmezufuhr zu verformen. Und wenn der Schaukasten direkt unter Sonneneinstrahlung steht, dann passiert das, Das ist dann dort drin, wie im Gewächshaus.
Und viel Spaß beim Dachwiderständebasteln, das steht mir an meinem T2D auch irgendwann bevor.

hm-tt

Delta-Romeo
03.3.11, 10:56
Ja, aber doch nicht schon bei maximal 45 bis 50 °C ?! :wiejetzt:

Danke den werd ich haben. ^.^

H-Transport
03.3.11, 11:27
Hallo!

Aber bei 70 - 80°C. Stunden-, Tage-, Wochenlang. Ein Autoarmaturenbrett in der Sonne wird noch wärmer.

Daniel

JPP
03.3.11, 14:46
Hi!

Nein, nur die ab Ende der 80er Jahre gelieferten. Davor waren die auch in der Normallackierung geliefert wurden.

Hauptlok

T6 wurden erst Ende der 80-er geliefert. Davor kamen Kt4D und Kt4Dt.

MfG JPP

Delta-Romeo
03.3.11, 19:43
Davor kamen Kt4D und Kt4Dt.

MfG JPP

Beudetet etwa KT4Dt das diese mit Thyristor-Steuerung geliefert wurden ? :braue:

Paul71
03.3.11, 20:00
Jup... das kleine t steht für Thyristor-Steuerung .

hm-tt
03.3.11, 22:31
Der T6A2 stellte keinen speziellen Bedingunen an den Bahnkörper. Es ist halt immer so, bei dder Einführung von Fahrzeugen einer neuen Generation muß eine Eignung des vorhandenen Lichtraumes geprüft werden. Und bei der Großraumwagen-Generation war schon einiges zu beachten. Nicht nur in der DDR! Das wiederholte sich auch 1995 in Dresden, als der erste Niederflurwagen in Dienst gestellt wurde. Auch dieser neuen Genration entsprechend wird das Gleisnetz in seiner Geometrie angepasst.
Also war der T6A2 kein Exot. Er stellte die Ablösung der T4D dar, war demenstprechend maßlich mit ihnen kompatibel.

hm-tt

Mika
04.3.11, 9:10
Es könnte..., wäre..., sollte..., ist fakt, dass der T6A2 halt spezielle Anforderungen an den Bahnkörper stellt. ...Welche Anforderungen wären das bei Netzen, die (a) T3D/T4D bzw. (b) KT4D(t) im Einsatz hatten?

ssv111
04.3.11, 10:14
Welche Anforderungen wären das bei Netzen, die (a) T3D/T4D bzw. (b) KT4D(t) im Einsatz hatten?

Hallo Mika,
wie ich oben schon geschrieben hatte, mußten Anpassungsarbeiten im Bereich Gleisradien, Gleismittenabstand in Radien, Oberleitungsanpassungen und Bahnstromversorgung erfolgen wenn
(a) noch keine Drehgestellfahrzeuge ( G4, T3D / T4D, KT4D oder T6) im Einsatz waren,
oder
(b) oben genannte Fahrzeuge bereits im Einsatz waren, die Gleisgeometrien bereits überarbeitet waren, aber die Streckenkapazität an die höheren Reisegeschwindigkeiten und Bahnstromanforderungen angepasst werden mußten.
andere besondere Anforderungen in Bezug auf die Einsätze des T6 mußten nicht erfolgen.
Einzigstes Problem bei Mischbetrieb (T3D, T4D, KT4D und T6) waren die unterschiedlichen Wagenkastenbreiten und der damit verbundene Bahnsteigabstand (+ 300mm) zum Wagenkasten der T6, T4D und KT4D zum T3D.

Hier mal ein Auszug aus der BOStrab von 1976
--> http://www.meyer-strassenbahn.de/BOStrab/bostrab1976-2.htm
--> http://www.meyer-strassenbahn.de/BOStrab/bostrab1976-3.htm

ebahner
04.3.11, 10:51
Klingt wie die üblichen Anpassungsarbeiten, bei neuen Straßenbahngenerationen. Sowas hat man auch in der Neuzeit immer wieder beobachten können.
Gut der Aufwand der Anpassung der Energieversorgung kann heute durch intelligentere Technik reduziert werden, was aber natürlich zu Lasten der Fahrzeiten geht.

Gruß ebahner

Mika
04.3.11, 11:06
Hallo Mika,
wie ich oben schon geschrieben hatte, mußten Anpassungsarbeiten im Bereich Gleisradien, Gleismittenabstand in Radien, Oberleitungsanpassungen und Bahnstromversorgung erfolgen wenn
[...]
(b) oben genannte Fahrzeuge bereits im Einsatz waren, die Gleisgeometrien bereits überarbeitet waren, aber die Streckenkapazität an die höheren Reisegeschwindigkeiten und Bahnstromanforderungen angepasst werden mußten.Anpassungen der Stromversorgung beim einem bereits T4D-tauglichen Netz? Weshalb? Hat ein T6A2 nochmals mehr Saft dem Netz entzogen als ein T3D/T4D mit Beschleuniger?

Höhere Reisegeschwindigkeit? Doch höchstens durch die bessere Beschleunigung, denn die Hg der T6A2 wird auf verschiedenen Seiten mit 55km/h angegeben; was den T4D und ("gedrosselten") T3D entspricht.

Bei JR-Fan lesen sich die speziellen Anforderungen an den Bahnkörper etwas umfangreicher (Achslast, Hüllkurve, ...). Dem war wohl nicht immer so. In Berlin und Rostock vielleicht auf den bisher von Gotha-/Reko-Wagen befahrenen Strecken. Aber sonst? Die Anpassungen in Leipzig/Magdeburg/Dresden wurden wohl schon in den 1970ern durchgeführt. ;)

ssv111
04.3.11, 11:22
Anpassungen der Stromversorgung beim einem bereits T4D-tauglichen Netz? Weshalb? Hat ein T6A2 nochmals mehr Saft dem Netz entzogen als ein T3D/T4D mit Beschleuniger?

Ja und nein, bei verstärktem Einsatz von Neubaufahrzeugen (Tatras) war es vorgeschrieben die Anzahl der Einspeisungstellen für den Bahnstrom zu erhöhen um eine Überlast und den damit verbundenen Notabschaltungen durch die Streckenschutzschalter auf den einzelnen Streckenabschnitten zu vermeiden, demzufolge mußten auch mehr Streckentrenner eingebaut werden.
Die Anpassungen mußten auch erfolgen, da der vermehrte oder Typenreiner Einsatz von Tatras auch eine erhöhte Stromentnahme aus dem Bahnstromnetz erforderte.

Höhere Reisegeschwindigkeit? Doch höchstens durch die bessere Beschleunigung, denn die Hg der T6A2 wird auf verschiedenen Seiten mit 55km/h angegeben; was den T4D und ("gedrosselten") T3D entspricht.

Genau, wegen der besseren und höheren Beschleunigung und der damit einhergehendenen Fahrzeitverkürzung = höhere Durchschnittsgeschwindigkeit, das heißt mehr und schnellere Beschleunigung = mehr Stromdurchlass im Netz, dies bedingte, in vielen Betrieben, teilweise Neubauten oder Umbauten mit größeren Kabelquerschnitten im Bahnstromnetz.

Bei JR-Fan lesen sich die speziellen Anforderungen an den Bahnkörper etwas umfangreicher (Achslast, Hüllkurve, ...). Dem war wohl nicht immer so. In Berlin und Rostock vielleicht auf den bisher von Gotha-/Reko-Wagen befahrenen Strecken. Aber sonst? Die Anpassungen in Leipzig/Magdeburg/Dresden wurden wohl schon in den 1970ern durchgeführt. ;)

Diese Anpassungen mußten bei allen Betrieben, insofern diese Neubaufahrzeuge beschafften, wegen der Neubaufahrzeuge dieser Generation (speziell Tatra Fahrzeuge) auf Grund ihrer Federung, Kardanantrieb, Drehmomente, Beschleunigungsverhalten, etc., durchgeführt werden, da die älteren Fahrzeuge ja nur 2-achsig, bzw. nur mit Fahrgestell und nicht mit Drehgestell ausgerüstet waren und natürlich, durch ihre Bauart bedingt, auch ganz andere Achslasten auf die Gleise brachten und größere Achsdrücke auf die Gleise ausübten und somit der Oberbau nicht den zukünftigen Anforderungen entsprach.

hm-tt
05.3.11, 10:17
Mojn,

kleine Ergänzung noch zum letzten Beitrag von Thomas, die Problematik, daß trotz verändertem Gleisbau und Einsatz stärkerer Schienenprofile regelmäßig schwere Oberbauschäden auf mit Tatrawagen befahrenen Strecken entstanden, hing damit zusammen, das de Tatrawagen in seiner ursprünglichen Konstruktion nur eine Abfederung zum Wagenkasten besaß (und in Dresden auch bis heute noch nicht verändert). Normal hat ein Straßenbahnwagen eine Primärfederung (Achsabfederung) sowie eine Sekundärabfederung (Fahrgestell/Drehgestell zum Wagenkasten). Dadurch entstanden durch die Tatrawagen sehr hohe Belastungen auf den Gleiskörper, was zu den bekannten Gleislagen führte. Wir sagten in Dresden dann auch: "Wir bauen jetzt eine U-Bahn. Mit den Tatrawagen rammen wir die Gleise in den Untergrund"... In den siebziger Jahren verstärkte noch die Bauweise mit der Großverbundplatte im Zusammenhang mit einem mangelhaften Unterbau das ganze Problem. Ab Anfang der achtziger jahre wurde wieder die Schwellengleisbauweise eingeführt, womit das problem beseitigt werden konnte. Interessanterweise funktioniert sogar die neue Bauweise, wo das Gleis in eine Art fester Oberbau eingebaut wird sehr gut. Zumindest traten noch keine Absenkungserscheinungen auf den noch Jahrelang von Tatrawagen befahrbaren Abschnitten auf.
Ebenfalls ein Kuriosum sind heute noch vorhandene GVP-Abschnitte, die wie eine 1 liegen, z.B Bautzener Str zwischen Forst-und Nordstraße, Radebeul, Strehlen. Jedoch sind die Abschnitte profilmäßig nunmehr weitgehend verschlissen und harren der Erneuerung.
Ich habe vor Jahren mal spaßeshalber die Achslast der in Dresden früher üblichen MAN-Wagen mit der der Tatrawagen verglichen, dabei war der MAN schwerer, aber dennoch schonender für den Gleisbau. Auch der Hechtwagen war nicht gerade ein Leichtgewicht. Und trotzdem gab es früher nicht solche verheerenden Schäden, wo das Gleis teilweise bis 10 cm und mehr absank. Zuguterletzt auch eine Unfallquelle für damals Trabbi, Barkas, W50 & Co...

Die Stromversorgung mußte für den T6 in Dresden nicht extra angepasst werden. Die Höchstgeschwindigkeit wurde auf 55km/h aufgrund der in der DDR gültigen Vorschriften BoStrab und STVO begrenzt. Bei Testfahrten erreichte der Wagen eine wesentlich höhere Gechwindigkeit. Bei Versuchen in Most (CZ) erreichte der Tatra T5-Prototyp 120 km/h! Dies wurde im Rahmen von Versuchen zur Standfestigkeit der Drehgestelle ermittelt.

Schönes Wochenende

hm-tt

Harka
05.3.11, 14:27
In Erfurt sagte man das so: Erfurt bekommt eine U-Bahn. Die Bahn gräbt sich mit den Tatras selber ein. In der Tat führten die Kt4D zu sogar zu Streckenstillegungen wie z.B. am Dom vorbei (ist jetzt wieder aufgebaut worden).

ptlbahn
06.3.11, 1:37
Hier hießen die Tatras in den 70ern "Dupscheks letzte Rache". Der Oberbau war auf den meisten Linien zu schwach und wurde in den 70ern dann gewechselt. Ausserdem gab es auch einige stellen, wo im Berufsverkehr regelmäßig der Strom weg war, weil 4-5 Tatrazüge fast gleichzeitig anführen.
Auch das Ü-Bashnthema war hier mode. "die nächsten 10 jahre wird nix mehr an den Gleisen gemacht, und dann kann der Deckel drauf und die U-Bahn ist fertig"
Es ist im berufsverkehr hier sogar vorgekommen, das der Fahrer kam und sagte, "alle aussteigen, wir sitzen auf. Sie können in 50m wieder einsteigen, aber mit Pasagiere kommen wir hier nicht mehr weg!"

hm-tt
06.3.11, 9:39
Das kam in Dresden nicht vor, das Wagen direkt aufgesessen haben, zumindest ist mir darüber nichts bekannt. Die Schleifspuren von Schienenbremsen auf Betonplatten und im Pflaster sind mir aber in Erinnerung...
Aber die Probleme mit der Stromversorgung waren ebenso in Dresden in einzelnen Abschnitten noch bis zur Wende gravierend. Dennoch, mit dem T6 war es möglich, erheblich Energie einzusparen. Nur waren die 4 Wagen in Dresden der berühmte Tropfen auf den heißen Stein.

hm-tt

ssv111
06.3.11, 19:10
Hallo Per,
die Konstruktion und Entwicklung aller CKD Tatra Strassenbahnwagen dieser Bauart, nicht nur des T6 sondern auch der T1, T2, (ausgenommen des T2D) T3 und T4 basiert auf einer Lizenz des PCC Wagen der 1930 in den USA entwickelt wurde.
--> http://de.wikipedia.org/wiki/PCC-Wagen
Der T6 ist eine Weiterentwicklung, des T3 / T4, mit markanterer Wagenkastenform und bereits mit einer anderen moderneren Steuerung auf Thyristorbasis, welche bereits beim KT4D erprobt und später eingeführt wurde.
Link:
--> http://de.wikipedia.org/wiki/Thyristor
Alle Typen von CKD Praha hier zu finden
--> http://de.wikipedia.org/wiki/Tatra_%28Stra%C3%9Fenbahn%29

coppy
06.3.11, 23:49
Noch mal eine Information zum 9m Kurvenradius.
In den historischen Unterlagen ist vermerkt, dass es bei der Leipziger Elektrischen Straßenbahn (LESt) tatsächlich Kurven mit einem Radius von 9m gegeben haben soll. Wo sich diese genau befunden haben, dass versuchen unsere Historiker gerade zu ergründen. Auf jeden Fall besaß die LESt nur kurze 2achsige Wagen, mit Radständen zwischen 1,80 und 2,00m. Die Strecke mit der (oder einer der) vermuteten Stelle(n) ist bereits kurz nach der Vereinigung der Leipziger Straßenbahnen eingestellt wurden. Die Wahl derartig enger Kurvenradien war durch die besonderen Verhältnissen in Leipzig, durch die 2 konkurrierenden Gesellschaften bedingt und kann auch in der damaligen Zeit keinesfalls als üblich angesehen werden.

Bahn120
07.3.11, 12:31
Hallo, auch in Magdeburg gab es zumindest noch an einer Stelle solch kleine Radien. Auf der damaligen Linie 4 der Abzweig in die Arndtstrasse, leider gibt es diese Linie seit gut 15 Jahren nicht mehr.

Mich faszienieren diese engen Radien, auch im Modell gefaellt es mir zu sehen, wie der Straba hier ausschert.

mfg Bahn120

Hauptlok
08.3.11, 11:00
Normal hat ein Straßenbahnwagen eine Primärfederung (Achsabfederung) sowie eine Sekundärabfederung (Fahrgestell/Drehgestell zum Wagenkasten). Dadurch entstanden durch die Tatrawagen sehr hohe Belastungen auf den Gleiskörper, was zu den bekannten Gleislagen führte.

Das ist so nicht richtig. Die fehlende Primärfederung trug auch zu den beschriebenen Gleisschäden bei. Aber die eigentliche Ursache war fehlende Tiefbaukapazitäten. So gab es ja auch bei dem Rahmengleisen das gleiche Problem wie bei den GVP.

In den siebziger Jahren verstärkte noch die Bauweise mit der Großverbundplatte im Zusammenhang mit einem mangelhaften Unterbau das ganze Problem.

Die GVP haben damit primär nichts zu tun. Im Gegenteil, sie waren die Lösung für weniger tragfähige Untergründe. Aber sie stellten auch gewisse Anforderungen an den Untergrund, was man erst im Laufe der Zeit feststellte. Dafür lieferten sie die Grundlagen für spätere Lösungen wie die Tragplatten und Kreuzlangschwelle bis hin zur Festen Fahrbahn.

Das man auch gut GVP verlegen kann, kann man an den letzten verlegten Platten sehen, die bis zu ihrer Auswechslung mit nur kleine Lagefehler hatten.

Ab Anfang der achtziger jahre wurde wieder die Schwellengleisbauweise eingeführt, womit das problem beseitigt werden konnte. Interessanterweise funktioniert sogar die neue Bauweise, wo das Gleis in eine Art fester Oberbau eingebaut wird sehr gut. Zumindest traten noch keine Absenkungserscheinungen auf den noch Jahrelang von Tatrawagen befahrbaren Abschnitten auf.

Der Übergang zur Querschwellenbauweise erfolgte vorwiegend aus anderen Gründen: Die GVP ist mit ihrer Länge von 12,5 bzw. 6,5 m relativ starr: Hydranten, Absperrschieber oder Kontrollschächte zwischen den Gleisen erforderten spezielle GVP, mit der B 1500 bzw. B 1000 stand endlich auch eine für die Bedürfnisse der Straßenbahn zugeschnittene Betonschwelle zur Verfügung und da man sowieso den Untergrund erneuerte, war der Aufwand für alle Oberbauarten relativ gleich.

Das Thema Lärm war damals noch wenig beachtet wurden.

Das die schlechte Gleislage nicht unbedingt mit dem Tatras zu tun haben konnte man an den schlechten Gleislagen der GVP in Städten ohne Tatras sehen.

Ebenfalls ein Kuriosum sind heute noch vorhandene GVP-Abschnitte, die wie eine 1 liegen, z.B Bautzener Str zwischen Forst-und Nordstraße, Radebeul, Strehlen. Jedoch sind die Abschnitte profilmäßig nunmehr weitgehend verschlissen und harren der Erneuerung.

Grob gesagt, kann man feststellen, daß sowohl die in den 60ern als auch die ab Ende der 70er Jahre verlegten GVP gute Lagestabilität aufweisen. Das ist unabhängig ob die GVP mit oder ohne angegossenen Randplatten verlegt wurden.

Wenn man bedenkt, daß die normative Nutzungszeit einer GVP 15 Jahre betrug so ist die lange Liegezeit schon beachtlich.

Hauptlok

Delta-Romeo
08.3.11, 12:52
Danke Hauptlok für Deine ausführliche Erläuterung. :huld:

Aber ich glaube eine negative Eigenschaft der GVP hast du grad nicht erläutert: Nämlich das durch die Bauweise der Großverbundplatte, die ein einziger Resonanzkörper ist, welche sich beim Befahren dieser durch sehr laute Fahrgeräusche von der Straßenbahn bermerkbar machen. Zwischen Schiene und Betonkörper gibt es doch keine Dämmung.
In wie weit beeinflussen die Schwingungen den Untergrund? So wurden nämlich die meisten Absenkungen der GVP erklärt.

Zum Modell:
Ich hab mal bei einem Moba-Händler in Leipzig nachgefragt, der Modelle von H&P im Sortiment führt, wie lange es denn mit der Auslieferung des T6A2 in TT dauern könne bzw. ob sie was dazu schon wissen. Darauf erstmal eine sarkastische Antwort: "Also wenn es gut geht dann frühestens 2040 ..." Dazu angemerkt, bezüglich der Zuverlässigkeit bei Lieferungen von Herrmann&Partner, sollen die nicht sehr zuverlässig sein. Weiter kam noch: "Wenn genug Vorbestellungen für das Modell zusammen kommen überlegt sich die Firma H&P dies auch zu produzieren." :wiejetzt:
Na Klasse, das kann ja also noch was werden ...

ptlbahn
08.3.11, 23:08
das mit dem aufsetzen und fahrgästen Aussteigen kam auch hier nicht oft vor, aber im Berufsverkehr wenn eine Bahn vorher ausgefallen war, und in der Bahn so viele Leute waren, das die türen kaum noch auf gingen und die Leute in der Reihenfolge des Einsteigens aussteigen musten, dann kam es halt mal vor, besonderst wenn die Federung auch schon "Grenzwertig" war.
In so ausgelasteten Bahnen währe man nicht mal umgefallen wenn sie mit Voller fahrt eine Notbremsung machte, denn es war pro Person weniger wie 1/5m² vorhanden und die angeschriebenen zugelassenen Fahrgastzahlen waren mit 100% und mehr überschritten!

Hauptlok
08.3.11, 23:46
Aber ich glaube eine negative Eigenschaft der GVP hast du grad nicht erläutert: Nämlich das durch die Bauweise der Großverbundplatte, die ein einziger Resonanzkörper ist, welche sich beim Befahren dieser durch sehr laute Fahrgeräusche von der Straßenbahn bermerkbar machen. Zwischen Schiene und Betonkörper gibt es doch keine Dämmung.

Ich hatte es kurz angesprochen, so bedeutend war das Thema damals nicht.

In wie weit beeinflussen die Schwingungen den Untergrund? So wurden nämlich die meisten Absenkungen der GVP erklärt.

Gar nicht. Der Boden war schon so weit verdichtet, daß es zu keiner weiteren Senkungen durch Verdichtungen kam. Die Ansenkungen kamen meist durch mangelhafte Entwässerung verbunden mit einer fehlenden Frostschutzschicht zustande. Dabei drückt eindringendes Wasser beim Gefrieren das Erdreich zur Seite


Zum Modell:
Ich hab mal bei einem Moba-Händler in Leipzig nachgefragt, der Modelle von H&P im Sortiment führt, wie lange es denn mit der Auslieferung des T6A2 in TT dauern könne bzw. ob sie was dazu schon wissen. Darauf erstmal eine sarkastische Antwort: "Also wenn es gut geht dann frühestens 2040 ..." Dazu angemerkt, bezüglich der Zuverlässigkeit bei Lieferungen von Herrmann&Partner, sollen die nicht sehr zuverlässig sein. Weiter kam noch: "Wenn genug Vorbestellungen für das Modell zusammen kommen überlegt sich die Firma H&P dies auch zu produzieren." :wiejetzt:
Na Klasse, das kann ja also noch was werden ...

Nicht so pessimistisch, bitte. :allesgut: Mein Händler meinte, das wird eher etwas, vielleicht schon in fünf Jahren oder so....

Hauptlok

Delta-Romeo
08.3.11, 23:59
Ich hatte es kurz angesprochen, so bedeutend war das Thema damals nicht.
:wiejetzt: Wieso war? in Leipzig liegen jetzt noch genug Strecken mit Großverbundplatten. Sei es T4D-M, NGT8 oder NGT12, alle Bahnen haben bei befahren der GVP eine merklich lautere Geräuschkulisse. :braue:

Nicht so pessimistisch, bitte. :allesgut:
Warum ich denn schon wieder? Ich hab doch nur meinen Händler zitiert. Mir wäre es auch lieber wenn ich die Kisten nächstes Jahr bekommen könnte. Hab da nämlich schon Ideen für eine Decalierung ;)
T6A2 LVB Tw 1001 (http://olivers-bahnseiten.de/bilder/Tram/T6A2/1001_060590.jpg)
B6A2 LVB Bw 801 (http://olivers-bahnseiten.de/bilder/Tram/B6A2/801_060590.jpg/bmi_orig_img/801_060590.jpg)

Harka
09.3.11, 7:19
"genügend Vorbestellungen" - wenn ich das schon höre. Entweder der Unternehmer übernimmt das unternehmerische Risiko oder er lässt es. Ich übernehme es jedenfalls nicht. Ich bestelle doch nicht ein Modell eines mir bisher unbekannten Herstellers, bei dem nichts zur Qualität oder dem Endpreis bekannt ist, da er bisher zumindest in TT noch nicht in Erscheinung getreten ist. Der Hersteller sollte sich das bei den echten Profis wie Schirmer, pmt, Karsei, ... etc. ansehen, wie man als kleiner Hersteller gut neben den großen bestehen kann. Hersteller mit leeren Versprechungen gibt es genug. Solche Ankündigungen erinnern mich an gewisse Schauermärchen, mit denen sich dereinst ein Händler nur ein begehrtes Modell sichern und die Mitbewerber von einer möglichen, aber weniger profitablen Doppelentwicklung abschrecken wollte. Hat nicht funktioniert und das war letztlich auch gut so.

H-Transport
09.3.11, 12:43
"genügend Vorbestellungen" - wenn ich das schon höre. Entweder der Unternehmer übernimmt das unternehmerische Risiko oder er lässt es. Ich übernehme es jedenfalls nicht. Ich bestelle doch nicht ein Modell eines mir bisher unbekannten Herstellers, bei dem nichts zur Qualität oder dem Endpreis bekannt ist, da er bisher zumindest in TT noch nicht in Erscheinung getreten ist.

Du übernimmst das Risiko letztlich auch nicht. "Bestellen" und wenns gut ist, dann wird es der Händler auch los, wenn nicht, dann nicht. Eine rechtlich verbindliche Bestellung ist das ohnehin unter den von Dir genannten Vorausetzungen nicht. Einen Wert hat die ganze Sache im Grunde dann aber auch nicht.

Daniel

Schienenbus
21.3.11, 11:47
Kann es evtl. sein, das die diesjährigen Zusatz-Clubmodelle in Zusammenarbeit mit Herrmann & Partner entstehen?
Diese 3 Niederbordwagen hätten ja zusammen einen ungefähren Wert von ca. 60€. Laut Homepage von Herrmann & Partner würde ein 2-teiliger T4D-Zug unmotorisiert in H0 ca. 40€ kosten. Macht zusammen ca. 100€ wie das 3teilige Niederboardwagenset mit den Tatra-Strassenbahnen.
1. glaube ich nicht, das Tillig die billigen Bierkasten-Tatras verarbeitet
2. durch das Clubmodell kommen genügend Bestellungen für die Tatras zusammen, damit sich die Entwicklung für Herrmann & Partner auch lohnt.

152 032-9
21.3.11, 11:52
Der betreffende Tatra "T4D" ist der Form nach eine (ehemalige) Bierkistenbeigabe, er hat nichts mit dem Hermannmodell gemein.

MfG

ssv111
21.3.11, 12:51
Wie mir Frau Leuschke, in Dresden auf der Messe zur Erlebnis Modelleisenbahn mitteilte, handelt es sich bei den auf den Flachwagen zu sehenden Strab-Modellen um Modelle der Fa. Grell, also sind es die gleichen Modelle, welche unmaßstäblich sind und als Beigabe zu verschiedensten Biersorten gegeben werden.

Harka
21.3.11, 13:01
@Daniel
Eine Ankündigung eines TT-Modells, welches es bisher nicht gibt, wird IMMER ausreichendes Interesse erzeugen. Da finde ich IMMER tausende interessierter Modellbahner. Wenn es dann aber konkret wird, die Qualität möglicherweise doch nicht so recht überzeugt und die Kosten explodiert sind, dann sieht die Sache anders aus. Wenn die Vorbestellungen unverbindlich sind und ich die Ware beim Händler dann nicht abnehme, bleibt der auf den Kosten sitzen. Anders formuliert: Ich ruiniere meinen Händler, weil der jetzt das unternehmerische Risiko übernehmen muss, welches der Hersteller eigentlich zu tragen hat. Unverbindliche Vorbestellungen taugen somit nichts, bleiben verbindliche und dazu bin ich nicht bereit. Sicher, nach Fernabgabegesetz darf ich zurück geben und zusehen ob und wieviel ich von meinem Geld irgendwann zurück erhalte.

Probiere es doch einfach aus und frage, ob Interesse an hoch detailierten Modellen z.B. Kränen besteht oder Epoche V-Autos oder süddeutschen Epoche II - Wagen oder würtenbergischen oder bayrischen Epoche II - Loks oder gar Epoche I ... Das Interesse ist da und eine perfekte Saxonia oder Adler stelle ich mir auch gerne ins Epoche IV-Bw, wenn sie fast nix kostet.

H-Transport
21.3.11, 13:44
Hallo!

Harka, mir ist das Dilema bekannt. Stichwort Sammelbestellungen im Board. Ich hab auch keine Lösung dafür. Meine generelle Meinung zu diesem Procedere hab ich bereits geäußert.

Persönlich habe ich zwei Züge als Bausatz vorbestellt, um mein ernstes Interesse kund zu tun. Wenn mir bei Erscheinen die Qualität passt und der Preis okay ist, dann nehme ich diese auch ab. Das ist meine Absichtserklärung, welche ich auch nur einem einzigen Händler ausgesprochen habe und die ist auch so realistisch, dass ich mich in wenigen Jahren noch immer daran erinnern kann.
Wie das nun der Händler H&P erklärt, ob dort Bestellungen oder auch nur Absichtserklärungen übermittelt werden, weiß ich nicht. Ich hab persönlich für den Händler keine Verantwortung. Wenn dieser auf zahlreichen gelieferten Sachen sitzen bleibt, kann ich es auch nicht ändern. Die Gefahr besteht doch bei allen Sachen, die man vorbestellt. Ich möchte nicht, dass Händler ruiniert werden, ich bin aber der Auffassung, Artikel, bei denen die Qualität wirklich nicht passt auch nicht abzunehmen. Bei mangelhafter Qualität muss möglicherweise auch der Händler bereits blocken und nicht erst der Endverbraucher.
Der Händler ist Händler und kein Durchreicher. Es steht doch jedem Händler frei nach Belieben Hersteller zu vertreiben oder nicht. Oder "Vorbestellungen" entgegen zu nehmen. Und wenn er sich entscheidet, die "Frage" so an seine Kunden zu richten, dann muss er damit auch klarkommen. Er kann ja auch ohne "Vorbestellungen" bei H&P seine Order machen.

Ich kann als Kunde umgekehrt auch nicht einfordern, dass der Triebwagen überhaupt je kommt und die Ausführung ist auch völlig offen.

Letztlich hat man bereits jetzt gesagt, dass das Projekt wirtschaftlich in der Schwebe ist. So dass gezielt das Interesse abgefragt wird. Das ist okay, weil es in TT einfach wegen des kompakten Marktes nicht mehr anders geht. Von daher nenne ich dort gerne auch ein realistisches Interesse an, wenn diese Prozedur eben so gewünscht wird. Weil ich auch weiß, dass es nix bringt, Auf Krampf alle Varianten "erstmal" zu bestellen, zu pushen, nur dass das Modell erscheint. Das ist für mich als Kunde fair. Mehr kann ich partout nicht machen. Weil bereits vorab gesagt wurde, dass "warten bis es da ist" zu keinem Modell führt. Auch wenn man als potentieller Kunde natürlich diese Möglichkeit auch hat.

Und mit den Rückmeldungen der Kunden muss der Händler nochmal ins Gericht gehen, er kennt hoffentlich sein Klientel. Und dann eben der Hersteller.
Daniel

Harka
21.3.11, 14:43
Da sind wir einer Meinung. Letztlich kann man den Herstellern sicher gut vermitteln, dass man in TT Dinge verkaufen kann. Bisher ist mir nicht bekannt, dass jemand auf zeitgemäßen Produkten zu verhältnismäßigen Preisen sitzen geblieben wäre und der Markt an Straßenbahnen ist in TT ja nun wirklich äußerst überschaubar. Karseis nicht mehr lieferbare Modelle sind nicht mehr zeitgemäß, die neuen hat noch keiner wirklich testen können und ansonsten gibt es noch nicht wirklich maßstäbliche Bierkastenwerbung und 2006 eine Kleinstserie von xoxoxo. Die holländischen unverglasten Kits sind ja auch nur eine Bastelgrundlage und bisher ohne Antrieb.

Nordländer
22.3.11, 21:58
Auf unserer Clubanlage wird so ein Teil, so er wirklich gefertigt wird, vorbildwidrig auf Meterspur :brrrrr: mit selbst erstelltem Antrieb seine Kreise ziehen.

Wieso vorbildwidrig? Demnächst wird es in Dtl. auch ein 1000mm T6A2 geben und zwar in FF. Es ist zwar nur ein ATW. Der TW wurde in den letzten Tagen von Berlin nach Gera gebracht und wird dort für den Einsatz in FF umgebaut.

ptlbahn
31.3.11, 23:47
Nun, zum Modell gehören auch Vorbildinfos und Einsatzprobleme der Originale. Da kann ich dir nicht recht geben. Wo ich dir recht gebe ist die Nörgelei wegen +/- ein paar zehntel oder ganze mm. Wobei ich aber auch denen recht geben muß, die sagen, das eine fehlerhafte Form wegen mieser Recherche genauso teuer wird wie eine gute. Von der seite aus betrachtet ist solche Kritik im Vorfeld vielleicht angebracht, wenn man weiß das der selbe Hersteller (oder auch ein anderer) bei einem Vergleichbaren Modell schon einmal diese Fehler gemacht hat! Aber Kaufboykot wegen so etwas halte ich auch für übertrieben (zumindest in den meisten Fällen).
Ich drücke dir die Daumen, das die Modelle deinen Vorstellungen entsprechen! Und lege nicht alles gemecker hier so auf die Goldwaage, denn die wenigsten neutralen user schreiben etwas, das sind meist die nörgler!

mh-1
06.4.11, 22:21
wie sind eigentlich die Fahreigenschaften der motorisierten H&P-Modelle in HO?

Hat da hier jemand Erfahrung ausm Breitspurbereich?

Christian82
06.5.11, 7:04
Zum Modell:
Ich hab mal bei einem Moba-Händler in Leipzig nachgefragt, der Modelle von H&P im Sortiment führt, wie lange es denn mit der Auslieferung des T6A2 in TT dauern könne bzw. ob sie was dazu schon wissen. Darauf erstmal eine sarkastische Antwort: "Also wenn es gut geht dann frühestens 2040 ..." Dazu angemerkt, bezüglich der Zuverlässigkeit bei Lieferungen von Herrmann&Partner, sollen die nicht sehr zuverlässig sein. Weiter kam noch: "Wenn genug Vorbestellungen für das Modell zusammen kommen überlegt sich die Firma H&P dies auch zu produzieren." :wiejetzt:
Na Klasse, das kann ja also noch was werden ...

Gestrige Anfrage meinerseits: Wie ist denn der bisherige Stand der Entwicklung? Sind die entsprechenden Vorbestellungen für eine Serienfertigung erfolgt?
Aktuelle Aussage von H&P auf meine Emailanfrage: wir werden die TT-Fahrzeuge in Serie produzieren. Wir arbeiten mit großem Engagement an der Umsetzung.

sv_de
30.9.11, 23:30
auf speziellen Wunsch von Jens (jpp)

Mika
01.10.11, 8:40
Die Gothaer Lackierung hat grundsätzlich gelbe Türen: http://www.thueringer-waldbahn.de/wp-content/gallery/tw-301/gth_tw301_2004_01_kittendorf.jpg. Einzig #316 hatte vor dem Umbau aufgrund einer Erfurter Werbung (?) die blauen Türen behalten: http://www.thueringer-waldbahn.de/wp-content/gallery/tw-316/tw-316-waltersh-bf.jpg.

Das gezeigte T6A2-Muster (http://www.tt-board.de/forum/attachment.php?attachmentid=149146&d=1317418130) erinnert mich von der Farbgebung eher an die Leipziger Neulackierung (http://www.strassenbahn-leipzig.de/t6a2/1024_135.html) mit feldendem Gelb über der Tür - irgendwie naheliegend bei einer Messe in Leipzig. ;) Das zweite Muster (http://www.tt-board.de/forum/attachment.php?attachmentid=149148&d=1317418166) trägt die wohl seltenste Farbgebung der T6A2 in D.

JPP
01.10.11, 21:06
Hi!

T6 nur in Orange .... (http://www.berlin-straba.de/fahrzeuge/t6a2.html)

MfG JPP

152 032-9
01.10.11, 21:16
@ Railfan 2000:

LVB 1001 (Tatra) soll in Leipzig rot-weiß angekommen sein, wurde aber noch vor der ersten Probefahrt zunächst in ganz weiß umlackiert.

Rot-weiß waren auch zunächst die nach Schwerin gelieferten und dann in Magdeburg eingesetzten T/B6A2.

MfG

Christian82
02.10.11, 11:50
rot-elfenbein als Dresdner Exot freut mich ja ungemein.

Der Antrieb sieht ja schon recht weit aus http://www.tt-board.de/forum/showpost.php?p=659637&postcount=16

Hat denn jemand erfahren können ob es den Antrieb auch für TTm geben wird (jaja, vorbildwidrig,.....)

ssv111
02.10.11, 12:24
Im Gespräch mit Frau Herrmann wurde mitgeteilt, das der Regelspurantrieb aus Tilligkomponeneten (Desiro) hergestellt werden soll und auch ein Meterspurantrieb auf Basis von Tomix Fahrgestellkomponenten gefertigt werden wird. Auch werden die Scheiben an den Fronten der T6 aus Kunststoffeinsätzen gefertigt, welche eingeschoben werden und die Kanten (Fensterstege) werden, dem Vorbild entsprechend farblich abgesetzt, je nach Städtevariante.

sv_de
02.10.11, 16:27
Im Gespräch mit Frau Herrmann wurde mitgeteilt, das der Regelspurantrieb aus Tilligkomponeneten (Desiro) hergestellt werden soll und auch ein Meterspurantrieb auf Basis von Tomix Fahrgestellkomponenten gefertigt werden wird.

T6-Schmalspur?
Oder die Hoffnung auf einen Kt4D?

ssv111
02.10.11, 16:36
Der KT4D wird bereits produziert und ist auch bereit käuflich zu erwerben....
Von Herrmann & Partner wird es, laut Aussage von Frau Herrmann, in der nächsten Zeit keinen geben.
Ja und Schmalspur soll, wenn auch Vorbildwidrig, auch mit dem T6 bedient werden.

kopeki
02.10.11, 16:47
Am Freitag sagte mir Frau Herrmann das es erstmal nur eine angetriebene Version in Normalspur geben wird. Eine Schmalspurvariante wollte sie von den Verkaufszahlen abhängig machen.

Zum Kt4D sagte sie, sie wolle abwarten ob man sie das Feld TT-Strassenbahn allein beackern lässt, oder ob sich ein größerer reinhängt - wobei sie in erster Linie Tillig meint - zumindest zeigte sie direkt auf den Stand welcher ihr gegenüber ist.

Wer soll denn den Kt4D bereits porduziren und verkaufen? Würd mich schon mal interessieren, gibts Bilder davon?

sv_de
02.10.11, 16:50
Ich habe bisher auch nur etwas von einer Ätzplatine gelesen.
Da ist der Weg noch weit zum vorzeigbaren Modell.

Christian82
02.10.11, 16:52
wobei beim MBS auch das rollfähige Standmodell gelistet ist. Da kann man sich ja ggf. die Schmalspurversion selber basteln kann

http://www.modellbahnshop-sebnitz.eu/modellbahnshop/shop.pl?SESSION=251580&shopid=1&template=produkt1-detail.html&spur_id=1&hst_id=124&r1_id=925&r2_id=5952&artnr=100-71120&pager2=0,,0,0,0,0,0,

Hoffentlich steigt kein Großserienhersteller ein. Straßenbahn in TT ist eine dermaßen kleine Niesche in der sich GSH schnell verspekulieren können. Eine Manufaktur wie Karsei oder H&P kann den kleinen Käuferkreis besser bedienen auch wenn man Wartezeiten in der Lieferung haben wird.

kopeki
02.10.11, 16:56
Auf jeden Fall will Frau Herrmann noch dieses Jahr ausliefern - wär ein gutes Weihnachtsgeschäft für sie & die UVP soll bei ca.180€ für einen TW+BW liegen.:allesgut:

Hoffen wir das sie das schafft und sich dann auch an den Kt4D wagt, die Werkzeuge jedenfalls sind machbar sagt sie.

ssv111
02.10.11, 17:36
Wer soll denn den Kt4D bereits porduziren und verkaufen? Würd mich schon mal interessieren, gibts Bilder davon?

Ja, dann schau doch mal in den diversen Themen,
Hier -> Strassenbahnen in TT (http://www.tt-board.de/forum/showthread.php?t=41867&highlight=Strassenbahn) und ja es sind in erster Linie Ätzplatinen, man hat aber die Möglichkeit neben einem Bausatz, ein fertiges rollfähiges Modell des KT4D oder sogar einen Fahrfähigen mit Licht zu ordern, die Preise können angefragt werden, nicht das es als plumpe Werbung hingestellt wird wenn ich jetzt die Preise nenne.
Der Motor wird deutlich über die Fensterunterkante ragen und zu sehen sein, da das gesamte Fahrwerk auf Grund der Komponenten (Tillig - Desiro) sowieso zu hoch ist.

Frontera
02.10.11, 17:56
Doch das wird er leider, sogar über die untere Festerkante. Hab gestern vergessen Bilder vom Fahrgestell zu machen.
Das verstehe wer will. Das es bedeutend besser geht, beweist uns Kres mit seinen Triebwagen (eine Straßenbahn ist ja im Prinzip auch nichts anderes), die sogar noch über eine vernünftige Inneneinrichtung verfügen. Und das soll bei den Straßenbahnmodellen nicht möglich sein?

Christian82
02.10.11, 18:11
wenn man die vorkonfektionierten Tomixfahrgestelle für TTm nutzt, hat man freie Fensterdurchsicht. Auf dieser Basis Drehgestelle für TT zu konstruieren wäre sicher möglich

http://www.tt-board.de/forum/showpost.php?p=648746&postcount=287 ist zwar das Drehgestell mit schräg eingebauten Motor, ist aber sicher auch noch eben zu gestalten

Mika
03.10.11, 10:52
Ja und Schmalspur soll [...] Vorbildwidrig, auch mit dem T6 bedient werden.Wenn man sich das Vorbild T6A2B (http://www.bahnbilder.de/name/einzelbild/number/539769/kategorie/bulgarien~strassenbahnen~sofia.html) zum Vorbild nimmt, ist es dann auch vorbildwidrig?

Toni
03.10.11, 12:39
Hallo Mika:allesgut:
Naja, nicht unbedingt , aber wer hat schon dieses Thema als Anlagenthema?
Sprechen wir hier nicht von zumeist deutschen Varianten?
Wir haben ja auch alle bulgarisches Rollmaterial und das Drumherum ;););)

ssv111
03.10.11, 13:23
Wir haben ja auch alle bulgarisches Rollmaterial und das Drumherum ;););)

Wie.... :eek: Toni :streichel ...Du etwa auch... :wiejetzt: ...dann hast Du es also auch gewusst :lah: das die bulgarische Version des T6 von H&P kommt... :icon_lol: ...also ich versteh das nicht... :nixweiss:
Deshalb haben die anderen Hersteller in TT darauf hin ihre Zuarbeiten wie Ochsenkarren, Pferde, Eselgespanne usw. geleistet... :fasziniert:

Toni
03.10.11, 13:27
:wiejetzt: Du verstehst meinen Sarkasmus nicht? ;)
War ja auch nicht wirklich so bitter ernst gemeint, aber diese Varianten bilden wohl hier in D eher ein Nischenprodukt und davon kann ein Hersteller nun mal nicht leben.
Folglich wird er auch sein Hauptaugenmerk darauf nicht unbedingt legen wollen...

Christian82
17.11.11, 14:55
Auf unserer Clubanlage wird so ein Teil, so er wirklich gefertigt wird, vorbildwidrig auf Meterspur :brrrrr: mit selbst erstelltem Antrieb seine Kreise ziehen.

Hier mal eine interessante Diskussion um den geplanten meterspurigen Einsatz in der DDR (und dem dazwischenkommen der Wende).

http://www.drehscheibe-foren.de/foren/read.php?5,5636539

Christian82
10.2.12, 18:26
Aus einem Straßenbahnforum mal ein Blick auf H&P in TT:

http://imageshack.us/photo/my-images/688/img4296k.jpg/

http://imageshack.us/photo/my-images/38/img4295c.jpg/

KT4Dt
18.3.12, 12:09
Angeblich soll die Auslieferung Ende März beginnen, weiß jemand was darüber?

H-Transport
18.3.12, 12:17
Naja, irgendwoher musst Du diese Aussage doch haben oder ist der Wunsch Vater des Gedankens? :wiejetzt:

JR-Fan
18.3.12, 12:22
Das glaube ich erst wenn die Modelle im Laden stehen. Wenn H&P sagt Lieferdatum ist das mit dem Wetterbericht gleichzusetzen.

Christian82
11.4.12, 12:51
Angeblich soll die Auslieferung Ende März beginnen, weiß jemand was darüber?

Das Jahr wurde nicht genannt....

exiswelt
11.4.12, 14:05
Hallo,
das kommt mir bekannt vor :wiejetzt: ,villeicht in 14 Tagen lieferbar.:argh:

Christian82
02.6.12, 19:29
Heute war ich in Jena und habe mich am Stand von Herrmann und Partner kurz informiert.

Das Gehäuse des Beiwagen hatte ich auch mal kurz in der Hand, die Bodenplatte wurde mir gezeigt. Zwar ist ein Einsatz von Tomix geplant aber es wird noch nach einer anderen Lösung mit freiem Blick gesucht.

Ein Erscheinungstermin wurde mir zwar nicht genannt aber so wie es aussieht fehlt nicht mehr allzu viel zum fertigstellen.

H-Transport
02.6.12, 19:32
Hallo!

Was sollen die Bausätze (und FM) kosten?

Christian82
02.6.12, 19:46
Preis noch nicht klar aber ich denke mal, es orientiert sich an den Preisen von H0. Hier mal die Übersicht der (mehr oder weniger aktuellen) Homepage: http://herrmannundpartner.de/uebersicht_t6.html

Zur Frage des freien Durchblickes und der Suche nach einem besseren Konzept habe ich nur nochmal aus meiner Sicht betont, dass man bei Modellstraßenbahnern in TT froh ist, dass überhaupt mal ein ernsthafter Hersteller einsteigt. Da ist ein freier Gehäusedurchblick schön aber nicht zwingend notwendig

kopeki
02.6.12, 21:16
Nun ja,

die fast fertigen Teile hatte ich letztes Jahr auf der Leipziger Messe bereits in den Händen - Frau Herrmann nannte damals als Fertigstellungsziel die Nürnberger Messe welche im Februar war. Also sollte man sich glaube ich noch ein ganzes bissl in Geduld üben. Gut das Frau Herrmann überhaupt den Einstieg in TT wagt :traudich: - wir warten weiter.

JR-Fan
03.6.12, 13:54
Also ich habe letztes Jahr auch mit Frau Herrmann darüber ausführlich gesprochen. In Sachen Antrieb auf Basis von TOMYTEC- Fahrwerken ist eigentlich "kein Problem".

Ich hatte Frau Herrmann das Antriebskonzept auf Basis des TOMYTEC-Fahrwerkes vorgeschlagen, da ich diese auch für meine KT4D´s verwende. Da die Drehgestelle vom Achsstand her und dem kleinem Getriebe passen.
Dazu hatte ich erwähnt das damit ein variabler Achsstand realisierbar sei.

Die Achsen der Fahrwerke sind nach einem Baukastenprinziep aufgebaut. Die Achse besteht aus einer Kunststoffbuchse mit einem integrierten Zahnrad. Die Räder sind wie Halbachsen ausgeführt, welche in die Bohrung der Buchse eingeprest sind.
Die Spurweite lässt sich beliebig variieren, in dem die Halbachsen gegen solche mit einem längeren Achsstumpf ausgetauscht werden. Das habe ich selbst auch schon praktiziert. Und so, ein KT4D- Fahrwerk für Regelspur ausgelegt. Das schöne ist das eben blos die Halbachsen zu tauschen sind. Einfacher gehts nun wirklich nicht. Brauchts blos eine Dreherei die die alternativen Halbachsen fertigt.
Die Lösung liegt schon seit gut einem Jahr in meiner Schublade.

:ironie: So wie ich das einschätze, wird es noch eine ganze Ecke dauern, bis der T6A2 auf den Markt kommt. "Dann beschweren sich meine Alten Preiserlein das sie ne Stufe hoch in die Bahn einsteigen müssen statt gerade rein zu laufen weil die Bahnsteige auf Niederflurfahrzeuge umgebaut sind."

Hier mal ein Bildchen von Einem Original-Spur N (rechts) und ein von mir auf TT umgespurtes Drehgestell (links).

Auch was den Fensterdurchblick angeht sehe ich unter verwendung der vorhandenen Komponenten auch keine Probleme. Bei meinem KT4D geht es ja auch. Siehe Bild im Signum.

tt-120
03.6.12, 15:11
Sicherlich mag die Lösung mit einem "fertigen" Antrieb schon gut sein, aber die Hersteller, welche ich kenne, versuchen sich durch Eigenentwicklungen "unabhängig" zu machen. Darum wird es das ein und gleiche Fahrwerk immer wieder geben. Außerdem verringert sich durch Zukauf die eigene Gewinnspanne erheblich.

Gruß
tt-120

H-Transport
03.6.12, 16:25
Hallo!

Ist in meinen Augen aber wenig greifbar. Denn ob die Komponenten, insbesondere der Motor, bei einer Neuauflage greifbar sind, ist auch nicht garantiert.

Auch das mit der Gewinnspanne verstehe ich nicht. Weshalb einen aufwendigen Eigenbau spitz kalkulieren, um überhaupt noch zu einen tragfähigen Preis anbieten zu können, wenn es die Grundkomponenten preiswert von der Stange gibt? Zumal nicht garantiert ist, ob eine Eigenentwicklung dann gut läuft. Spätestens bei Fragen wie Beleuchtung, Digitalisierung wird es auch problematisch.

Kann da nur für mich sprechen, aber da strebe ich lieber den Bausatz an mit der Antriebsmodifikation aus preiswerten Serienteilen, wo ich weiß, dass ich die auch mal wieder bekomme. Zumal ich mit KSH-Bastellösungen nicht nur einmal schlecht gefahren bin.

@JR-Fan: Ist das bei Dir der Satz KD25 (15m-Fahrwerk)?

Daniel

re-entry
03.6.12, 23:04
Hallo JR-Fan,

Das schöne ist das eben blos die Halbachsen zu tauschen sind. Einfacher gehts nun wirklich nicht. ...und die Stromabnahme zu verändern. Vielen Dank für Dein Foto, aber könntest Du das nochmal genauer zeigen?

Brauchts blos eine Dreherei die die alternativen Halbachsen fertigt. ...hast Du eine?

Die Lösung liegt schon seit gut einem Jahr in meiner Schublade. Möchtest Du sie uns zeigen oder uns verkaufen ;) ? Wie auch immer, ich wäre sehr interessiert!

Grüße, Mathias

JR-Fan
04.6.12, 18:42
Die Stromabnahme ist nicht geändert. Nur etwas modifiziert.

Nein leider kann ich das nicht. Dieses Foto ist das einzige was ich von den umgespurten Drehgestellen gemacht habe.
Ich habe auch blos ein Einziges Fahrwerk so hergerichtet weil sich "Bahn120", für Den ich das gemacht habe, sich einen KT4D in Regelspur gewünscht hatt.

Mein Chef war so nett mir etwas Zeit nach Feierabend einzuräumen.
Sodas ich die Halbachsen in der Firma drehen konnte. Daher auch nur dieser eine Sonderfall.
Ich habe mal beim Hersteller "LUK" angefragt. Aber dort bin ich mit dem Argument: "...für private Basteleien haben wir keine Zeit...", sofort abgewürgt worden. Trotz meines Interesse an 500 Stück Halbachsen. Das Lohnt sich warscheinlich, im Sinne der Rüstzeit und der Rüstkosten für die Maschiene, nicht für Die.
So bleibt nur der Selbstbau von Einzelstücken.

Also verkaufen höhrt sich gut an. Was zahlst du?:traudich:

Ich kann aber mal die Zeichnung mit den Maßen für die Halbachsen einstellen wenn echtes Interesse da ist. Ich wäre da auch nicht abgeneigt wenn sich Jemand findet der die Achsen drehen könte.
Zumal der Umbau wirklich dermaßen einfach wäre. Mein Gedanke dabei war ja die Tatsache, das selbst ein Umgespurtes Fahrwerk wieder zurückgebaut werden kann! Da technisch am Drehgestellrahmen und den Antriebsachsen nichts verändert werden muss. Somit stehen mit geringstem Aufwand gleich für zwei Spurweiten Fahrwerke zur verfügung. Und das man das, nicht nutzt, begreife ich nicht. Selbst wenn H&P die Fahrwerksteile in Lizens verbauen würde. So verkaufen sie ihre Straßenbahnen ja auch. Ohne größere Entwicklungskosten am Antrieb. Die Antriebe der H0 Bahnen sind ja auch von "pmt" oder "Hödl".

re-entry
04.6.12, 21:35
Ich habe mal beim Hersteller "LUK" angefragt. Aber dort bin ich mit dem Argument: "...für private Basteleien haben wir keine Zeit...", sofort abgewürgt worden. Trotz meines Interesse an 500 Stück Halbachsen.

Schon befremdend, sowas zu lesen, wo ihre Produkte doch explizit für "private Basteleien" gedacht sind... Vielleicht muss man's auch woanders als bei den üblichen Verdächtigen versuchen. Ich hab' da 'ne Idee.

Also verkaufen höhrt sich gut an. Was zahlst du?:traudich:

Hey, mein Name ist Koks. Graf Koks. :ironie:

Ich kann aber mal die Zeichnung mit den Maßen für die Halbachsen einstellen wenn echtes Interesse da ist. Ich wäre da auch nicht abgeneigt wenn sich Jemand findet der die Achsen drehen könte.

Bei mir ist echtes Interesse da. Mit dem 16mm-Drehgestell von Tomix lässt sich 'ne Menge anstellen. Wenn man überlegt, was im Original alles so auf 1900mm Achsstand unterwegs ist. Da möchte man ja nicht jedes mal einen 628er oder Desiro für zerlegen...

Zumal der Umbau wirklich dermaßen einfach wäre. Mein Gedanke dabei war ja die Tatsache, das selbst ein Umgespurtes Fahrwerk wieder zurückgebaut werden kann! Da technisch am Drehgestellrahmen und den Antriebsachsen nichts verändert werden muss. Somit stehen mit geringstem Aufwand gleich für zwei Spurweiten Fahrwerke zur verfügung. Und das man das, nicht nutzt, begreife ich nicht. Selbst wenn H&P die Fahrwerksteile in Lizens verbauen würde. So verkaufen sie ihre Straßenbahnen ja auch. Ohne größere Entwicklungskosten am Antrieb. Die Antriebe der H0 Bahnen sind ja auch von "pmt" oder "Hödl".

Ich frage mich, ob Tomix bzw. der chinesische Hersteller noch nicht darauf gekommen ist/gebracht wurde... H&P könnte doch vermutlich eine größere Abnahmemenge in Aussicht stellen.

Alles weitere mal per PN.

Grüße, Mathias

Christian82
12.9.12, 6:25
Ja und Schmalspur soll, wenn auch Vorbildwidrig, auch mit dem T6 bedient werden.

Moment mal.... -->> http://www.drehscheibe-foren.de/foren/read.php?5,6063679

Anonsten aber gibts sicher bis Leipzig nix neues von der H&P-Front.

DABbuzf 777
12.9.12, 7:49
Also ich habe mal mit Frau Herrmann telefoniert und sie meinte, die ersten Muster von Tatra T6/B6 gibt es auf der Leipziger Messe zu sehen. Die sollen zum Weihnachtsgeschäft ausgeliefert werden.

Mika
12.9.12, 8:55
Kannst du "erste Muster" konkretisieren? Immerhin gab es schon 2011 (http://www.tt-board.de/forum/showthread.php?p=659424#post659424) und 2012 (http://www.tt-board.de/forum/showthread.php?p=692404#post692404) in Nürnberg (?) Muster zu sehen. Auch Lieferdaten werden immer wieder genannt. Wäre schön, wenn das Projekt bald zu einem Produkt führt.

KT4Dt
12.9.12, 19:14
Frau Herrmann hat schon viele Termine genannt. März, Dezember ...
wahrscheinlich weiß sie selbst nicht mehr so genau, wann ...
Mann kann bei Bestellungen schon mal 4 Jahre warten.

Christian82
12.9.12, 19:49
Tja, wenn die Selbstbaualternativen weiter so voranschreiten, sind wir auf Serienhersteller bald nicht mehr angewiesen.

LokTT
12.9.12, 20:14
Naja der Tatra für die Gartenbahn ist ja auch noch nicht da, und der wurde noch eher angekündigt als unser TT Modell, wobei ich nicht weis, ob der Gartenbahner überhaupt noch kommt. Warten wir noch 14 Tage...... :-)

Christian82
13.9.12, 6:03
das Urmodell für den Garten ist schon getestet und bebildert...

http://www.tatrawagen.de/finale.php

ttdragan
13.9.12, 12:30
Schade das der Beitrag des Aufarbeites nicht weiter geführt wurde.
Was wird der Spass gekostet haben? 50TEUR?

Delta-Romeo
13.9.12, 19:00
Die alten T4D haben die LVB für 3000,-€ + MwSt. pro Triebwagen angeboten, aber ausschließlich für Selbstabholer.

LokTT
13.9.12, 20:13
Schade das der Beitrag des Aufarbeites nicht weiter geführt wurde.
Ich bin hin und wieder mal dort, weil ich nebenan auf dem Bauerhof einkaufe.
An dem Tatra hat sich auch die letzte Zeit nix weiter mehr getan. Aus was für Gründen auch immer?

Gruß Ingo

withelady
13.9.12, 20:54
Guten Abend!
Habe Deinen Beitrag zum Fahrwerk des KT4D gelesen und dabei das Modell des KT4D gesehn! Wo kann man das Modell bekommen! Bin schon seit einiger Zeit auf der suche.
Danke schon mal im vorraus!

Christian82
13.9.12, 21:27
gucke mal hier: http://www.modelytramvaji.websnadno.cz/TT---1120-ProdejVerkaufSale.html

Bausatz, Fertigmodell, mit Motor - alles da...

Bauberichte zu den Strabas von Michal Hübl findest du im Bastelthread von xoxoxo und mir.

toodoo
10.2.13, 22:11
Tatra T6A5, KT8

frank2000
23.2.14, 22:46
Laut der Webseite von H&P unter Neuheiten wird wohl der TATRA T6A2/B6A2 ab März 2014 in Spur TT verfügbar sein!

Gruß Frank2000

Christian82
06.4.14, 22:35
ab März

Nein, leider nicht. Noch nichtmal irgendwo Preise zum orientieren veröffentlicht. Wenn ich offiziell im Februar ankündige, im März zu liefern, dann hofft man als Kunde ob der Zeitnähe diese Aussage in der Umsetzung.

exiswelt
06.4.14, 22:41
neueste Quelle : April/Mai. Das kommt mir alles sehr bekannt vor:"in 14 Tagen". Hab interesse an elf Zügen, aber ohne Preisangabe bestell ich nicht, naja einen hab ich bestellt, im Mai 2013 bei minem Moba-Händler. Langsam nervt es.

GolfDD
10.10.14, 13:17
Nun haben wir Oktober, gibt es Neuigkeiten? Hat jemand inzwischen schon so einen Zug?

Christian82
10.10.14, 15:11
Leider noch nix, ich habe auch schon das Geld zur Seite gelegt. Wenn H&P liefert, würde ich sofort zuschlagen.

In Leipzig waren wohl die bekannten Gehäuse in unterschiedlichen Lackierungen aber der Antrieb ist wohl nicht so wie gewollt. Sie nennen keine Liefertermine mehr laut Auskunft eines befreundeten TT-Straßenbahners (nicht hier im Board vertreten).

Jan
10.10.14, 17:48
Wenn H&P liefert, würde ich sofort zuschlagen.
Ich finde hier die Androhung von solch roher Gewalt erschreckend. Das hat nun H&P trotz der Lieferverzögerung nicht verdient.

Frontera
11.10.14, 0:51
Wenn H&P das nicht verdient hat, dann könnte er sich zum Aggressionsabbau ja bei "Schlag den Raab" anmelden. Dann würde ich mir diese Sendung vielleicht sogar einmal ansehen ....... aber nur vielleicht. :happy:

Christian82
11.10.14, 15:58
H&P kann froh sein dass ich nicht mal zu Besuch komme, bin ja jetzt wieder ganz in der nähe. Bei deren Lieferpolitik scheint es ja auch ob H0 Probleme zu geben laut Auskunft damals im lokpavillon.

Und zum Thema Raab, da könnt ihr ja bei meiner Bewerbung mithelfen. Die Figur von Raab habe ich auch, gut ich habe Gold statt Porzellan an den Zähnen aber das ist nicht weiter dramatisch. Also ich bin auf eure Vorschläge gespannt.

Gruenes-Herz
11.10.14, 16:14
H&P ....Bei deren Lieferpolitik scheint es ja auch ob H0 Probleme zu geben laut Auskunft damals im lokpavillon.

Was ich kenne, ist eine Zeitspanne zwischen offizieller Bestellung -mit Bestätigung von H&P- und Auslieferung des Modells von 14 Jahren. Von daher, Du bist doch noch Jung, da pressiert es doch nicht so.

gruss Andreas

exiswelt
11.10.14, 17:36
Hallo zusammen
ich werde wohl bei meinen einen vorbestellten Triebwagen bleiben, bis H&P ausliefert werd ich wohl mein Bedarf anderweitig gedeckt haben. Aber wenn doch in naher Zukunft geliefert wird dann würd ich auch mehrere Triebwagen nehmen.

Gruß aus Berlin